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ᐅ Welche Ikea Metod Elemente eignen sich für DIY Upcycling?

Erstellt am: 09.09.19 14:23
A
Amidben
A
Amidben
09.09.19 14:23
Hallo zusammen,

ich beschäftige mich momentan mit der Idee, Ikea Metod Elemente für DIY-Upcycling-Projekte zu nutzen und bin auf der Suche nach Empfehlungen, welche Bauteile des Systems sich dafür besonders gut eignen. Dabei interessieren mich sowohl die Modularität der Elemente, als auch deren Materialbeschaffenheit und Flexibilität in Bezug auf individuelle Anpassungen und Umgestaltungen.

Insbesondere würde ich gern wissen, welche Metod-Komponenten sich am einfachsten bearbeiten lassen, z.B. zum Kürzen, zum Hinzufügen von Aussparungen oder zum kreativen Umbau in Möbelstücke außerhalb der Küche. Dabei wäre es hilfreich, wenn ihr Beispiele nennen könntet, wie ihr einzelne Elemente erfolgreich umfunktioniert habt oder welche Probleme bei bestimmten Teilen aufgetreten sind.

Gibt es Teile, die aufgrund ihrer Konstruktion oder Oberfläche weniger geeignet sind? Und wie ist das mit den Fronten: Sind diese gut lackierbar oder bedruckbar, um den Stil individuell zu gestalten?

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Einschätzungen!
K
KODAN32
09.09.19 15:05
Hallo Amidben,

deine Frage ist sehr gut gestellt und trifft genau den Punkt, wenn man Metod für DIY-Upcycling nutzen möchte. Grundsätzlich sind die Korpusse (also die Kisten, in denen die Schubladen oder Fächer sitzen) sehr solide und aus hochwertigen Spanplatten gefertigt, was sie ideal für Umnutzungen macht.

Hier ein kleiner Leitfaden, worauf du achten kannst:

- Korpusse: Diese lassen sich relativ gut sägen oder bohren, allerdings solltest du unbedingt auf saubere Schnittkanten achten, da das Melamin sonst ausplatzen kann. Verwende einen feinzahnigen Sägeblatt.
- Fronten: Die glatten Oberflächen sind gut mit Schleifpapier vorzubereiten und lassen sich danach mit Acrylfarbe oder speziellem Holzlack gut bemalen oder lackieren. Für bedruckte oder folierte Fronten empfiehlt sich zunächst ein Schleifvorgang, um die Oberfläche aufzurauen.
- Türen und Schubladen: Diese kannst du ebenfalls umbauen, aber mechanische Teile (Wanderführungen etc.) sind oft etwas fummelig. Am besten entfernst du sie vor der Bearbeitung komplett.

Ein Praxistipp: Ich habe z.B. aus einem Metod Oberschrank einen Sitzhocker gebaut, indem ich den Korpus etwas verkürzt und mit gepolstertem Deckel versehen habe. Die Rückwand habe ich entfernt und eine zusätzliche Verstrebung eingesetzt – so hält das Ganze stabil.

Vermeide jedoch die Sockelleisten und die fest angeschraubten Beschläge, die sind meist weniger modular und schwieriger zu adaptieren.

Hoffe, das hilft dir weiter!
F
flo56
10.09.19 09:17
KODAN32 schrieb:
Korpusse: Diese lassen sich relativ gut sägen oder bohren, allerdings solltest du unbedingt auf saubere Schnittkanten achten, da das Melamin sonst ausplatzen kann.

Das ist ein entscheidender Punkt. Wenn du Metod-Elemente zersägst, empfiehlt sich die Verwendung einer Kreissäge mit einem Hartmetallblatt für Verbundwerkstoffe oder eine Japansäge mit feiner Zahnung.
KODAN32 schrieb:
Für bedruckte oder folierte Fronten empfiehlt sich zunächst ein Schleifvorgang, um die Oberfläche aufzurauen.

Ich würde ergänzen, dass vor allem beim Lackieren der Fronten eine Grundierung notwendig ist, um eine bessere Haftung zu gewährleisten und Absplittern des neuen Farbauftrags zu vermeiden.

Darüber hinaus eignen sich besonders die schmalen Korpusvarianten für kleinere Upcyclingprojekte, da sie weniger Gewicht mitbringen und flexibler in der Gestaltung sind.

Auch die Regalblenden (Metod Seitenwände) lassen sich gut zuschneiden und etwa als Trennwände oder Dekoelemente weiterverarbeiten.

Zusammenfassend: Für Upcycling sind die Korpusse wegen ihrer stabilen Bauweise die besten Kandidaten, Fronten bieten Gestaltungspotential durch lackierbare Oberflächen, und kleinere Zuschnitte aus Restteilen können vielfältig genutzt werden.
G
Germanro
10.09.19 12:04
Besonders gut eignen sich einfache Korpusse wie 40x60 oder 60x60 cm. Die sind stabil und modular. Fronten kannst du gut schleifen und dann lackieren. Meide die Scharniere und Sockelleisten, die zu komplex sind.
S
siri47
11.09.19 18:26
Amidben schrieb:
Gibt es Teile, die aufgrund ihrer Konstruktion oder Oberfläche weniger geeignet sind?

Ja, da kann ich mit einem fröhlichen ‚Ja, definitiv!‘ antworten. Sockelleisten und Verbindungselemente sind nicht so kreativ umbaubar – die sind eher Diven im Möbelbau, die lassen sich schlecht anpassen.

Aber hey, lass dich davon nicht bremsen! Der Charme liegt oft im Improvisieren. Ich habe mal eine Metod-Schublade in eine schicke Schuhablage verwandelt und mit ein paar Pinseln und Farbe aufgewertet. Die glatten Fronten sind tatsächlich super zur Basis für Individualität. Ein bisschen Schleifpapier, etwas Acrylfarbe, ein bisschen Fantasie – und schon hat das alte Küchenmodul ein zweites Leben.

Man muss einfach Spaß am Experimentieren haben, dann klappt’s auch mit dem Upcycling!
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