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ᐅ Was ist realisierbar auf vorh. Grundstück und Budget

Erstellt am: 08.03.19 13:12
N
neigschmeckt
Hallo zusammen,
irgendwie stecke ich im Planungsgedankenchaos fest und erhoffe mir vielleicht von euch noch ein paar Tipps zur Herangehensweise der Planung oder/und Ideen zur Umsetzung ...

Insbesondere würde mir eine Kostenschätzung wohl helfen in Bezug auf die Kellerausgestaltung. Oder wie viel Quadratmeter Haus wir uns leisten können. Können wir sparen, wenn wir statt Wohnkeller die Garage in den Keller planen und den Hausgrunddriss für Gästezimmer/Büro und Hauswirtschaftsraum vergrößern?
Wie erreiche ich am kostengünstigsten meinen gewünschten ebenerdigen Zugang zur großen Terrasse und Garten aus dem EG (Wohnen/Essen/Küche)? Platz müsste ja sein, um eine Aufschüttung auch zumindest teilweise mit einem Hang abzufangen?
Gibt es Ideen zur Platzierung der Garage? Ich kann mir vor allen das Gefälle nicht so richtig vorstellen.
Uns stehen insgesamt noch 500.000 € zur Verfügung (Grundstück bereits vorhanden). Es muss doch irgendwie machbar sein mit diesem Budget als Familie ein (nicht nur nach Standard ausgestattetes) Haus mit mehr als 130 qm plus Keller, Garage und Außenanlage in BW zu errichten, oder nicht??


Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks: ca. 769 qm (Erschließung und endgültige Messung findet noch statt)
Hang: ja 2 bzw. 3 Meter Gefälle
Grundflächenzahl: 0,4 (Max. 0,6)
Geschossflächenzahl: -
Baufenster, Baulinie und -grenze: 2,5 m Grenzabstand
Randbebauung: Garagen, wenn mit Hauptgebäude verbunden; Straßenseitig 1 m Abstand
Anzahl Stellplatz: 2
Geschossigkeit: -
Dachform: SD, vSD, WD 30 - 40°: FHmax = 8,0 m
ZD, gD 10 – 25°: FHmax = 8,0 m
FD 0 -5°: GBHmax = 6,8 m
Stilrichtung: -
Ausrichtung: parallel zur Straße oder um 90° gedreht, siehe Plan
Maximale Höhen/Begrenzungen: Höhe gilt ab Bezugshöhe (höchster Punkt auf unserem Grundstück); FHmax 8 m (bei FD GBHmax 6,8m)
weitere Vorgaben:

Anforderungen der Bauherren:
Stilrichtung: modern, außen aber vor allem Praktikabilität vor Optik!
Dachform: egal, nur kein Kniestock unter 1,50 m
Gebäudetyp: egal
Keller, Geschosse: erste Vorstellung Wohnkeller mit eigengenutzter Einliegerwohnung; alternativ Wohnkeller mit Gästezimmer/Büro oder Nutzkeller mit integrierter Garage?? genau hier fängt schon ein Teil der Planungsproblematik an
Anzahl der Personen, Alter: 36 u. 38 + 1,5
Raumbedarf im EG, OG:
EG: (ebenerdig mit Gartenzugang oder großer Terrasse) 50 qm für offenes Wohnen/Essen/Küche; der Rest ergibt sich aus den Wünschen wie WC bzw. Duschbad, Eingangsbereich/Garderobe als Dreckschleuse, also Laufbereich des Treppenaufgangs und WC nicht im hereingeschleppten Dreck vor der Haustüre; kleines Büro/Ausweichegästezimmer, evtl. Kammer zum Abstellen von Staubsauger, Besen, etc.
OG: Bad mit doppelwaschbecken, Duo-Wanne (180x80), helle bodengeflieste Dusche 1x1,2 mit Glastür; 1 großes (>15qm) und 1 kleineres (ca. 12-15qm) Kinderzimmer; Schlafzimmer, Ankleide (vom Flur aus zugänglich), kleiner Flur (keine Platzverschwendung für großen Flur, lieber größere Zimmer), ggf. Hauswirtschaftsraum für Waschmaschine Trockner, Bügeln und Wäscheständer

Büro: Familiennutzung oder Homeoffice?: sowohl als auch; beide Erwachsene ca. 1 Tag pro Woche im Homeoffice.
Schlafgäste pro Jahr: alle ca. alle 2 Monate 1-2 Gäste, ggf. wegen Kinderbetreuung steigend
offene oder geschlossene Architektur: offen!
konservativ oder moderne Bauweise: eher modern, viele bodentiefe Fenster, Licht Licht Licht ...
offene Küche, Kochinsel: offene Küche!!! Gerne mit Insel (ggf. zu wenig Platz); wichtig: Spüle und Arbeitsfläche nicht gegen die Wand und nicht mit dem Rücken zum Wohn-Essbereich ausgerichtet!! (Wunsch Side-by Side, hoher Backofen)
Anzahl Essplätze: 4-6 (mehr als 6 nur über ausziehbaren Tisch und Stühle, die geholt werden
Kamin: ggf. Vorbereitung
Musik/Stereowand: nein
Balkon, Dachterrasse: wegen Hang Garagendach auf Kellerebene als Dachterrasse für EG
Garage, Carport: Doppel- am liebsten Großraumgarage. 2 Sonntags-Fahrzeuge MÜSSEN in die Garage mit Werkzeug und etwas Platz zum Schrauben. Für 1 Alltagsfahrzeug Garage oder Carport (angenehmes Ein/Aussteigen und kurze, treppenarme Wege zum Hauseingang, am besten unter Dach). 1 weiteres Alltagsfahrzeug irgendwo (z.B. Stellplatz vor Garage oder so)
Nutzgarten, Treibhaus: nein
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, gern auch Begründungen, warum dieses oder das nicht sein soll:
ebenerdiger Zugang von Küche/Essen/Wohnen zum Garten ist ein Muss, alternativ große Dachterrasse, die in Garten führt!
Wünsche für die Zukunft: Möglichkeit ein Pool zu errichten; Nachrüstung Smarthome

Hausentwurf
Von wem stammt die Planung:
-Planer eines Bauunternehmens
-Architekt
-Do-it-Yourself
Was gefällt besonders? Warum?
Was gefällt nicht? Warum?
Preisschätzung lt Architekt/Planer:
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl Ausstattung: 500.000 für Haus inkl. allem, also auch inkl. Erdarbeiten, Küche, Außenanlage (ggf. in EL) und Doppelgarage
favorisierte Heiztechnik: Gas nicht anliegend, daher Luft-Wärme-Pumpe, gerne mit Photovoltaik

Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten: vorerst auf 3te Garage bzw. Carport fürs Alltagsfahrzeug bzw. überdimensionierte Doppel/Großraumgarage, wenn die Planung eine spätere Realisierung zulässt; Einliegerwohnung, Wohnkeller (wenn Büro im EG und Hauswirtschaftsraum im OG), Keller (wenn Hang es zulässt und Hausgrundfläche größer wird), treppenarmer Zugang zum Haus, Kamin
-könnt Ihr nicht verzichten: 50 qm für Wohnen/Essen/Küche, offenes Wohnen, Dreckschleuse, bodentiefe Fenster, elektrische Rollläden,

Lageplan mit Höhenbezug, Grenzlinien, Maßen und Parksymbol P.


Lageplan: Haus mit Eingang, Wohnen, Essen, Küche, Garage 6x7 m und Carport.
H
HilfeHilfe
08.03.19 15:24
So ein Haus baut man mit Architekt. Der stellt es nicht für 500k hinne
N
neigschmeckt
08.03.19 15:27
Lumpi_LE schrieb:
Nur kurz zu deiner Skizze:
Die Südseite baut man sich nicht mit einer Garage zu, außer sie ist auf Kellerlevel, dann kann man eine schöne Terrasse darauf bauen - man sieht aber nicht wo die Zufahrt ist.
Eine Halbe Million reicht.
Nehmt euch einen Architekten, Hanggrundstücke haben viel Potential, man kanns aber auch schön versauen.
Die Garage in der Position ist natürlich im UG/Kellerniveau gedacht. Die Zufahrt ist rechts (Südosten). Die Zufährt wäre über die gesamten 25 m möglich. Oberstes Straßenniveau liegt bei ca. 209,5 und das unterste bei 207,5, während die Bezugshöhe 210,5 für das Haus sind.

Vor dem freien Architekten haben wir leider etwas Angst, da nahezu alle Bekannten weit entfernt vom Kostenrahmen des Architekten waren oder die Planungen schon 08/15er als die von der Stange sind.
Aber wenn die weiteren Angebote der Bauunternehmen genauso ernüchternd sind wie das erste, müssen wir wohl den Architektenweg einschlagen.
Crossy schrieb:
Dann rechne doch erst mal rückwärts:
500k
- 20k Küche und ein wenig Kleinkram
- 25k Erdarbeiten (werden durch Hang natürlich teurer)
- 30k Baunebenkosten
- 25k Doppelgarage
- 20k Carport/Eingangsüberdachung
- 30k Außenanlagen (werden durch Hang natürlich teurer)
____________________
350k

bei 2000 EUR/qm kannst du dir also rund 170 qm leisten.
Das Carport darf gerne erst später gebaut werden und aus dem Budget genommen werden.
Wir rechnen noch mit einem Gehalt, sobald das 2te wieder sicher ist, sollte das kein Problem sein.
Unsere Kostenaufstellung ist allerdings locker in jedem Punkt 5k teurer. Damit bleibt nur noch Geld für ein Zelt.
Crossy schrieb:

Ich verstehe auch nicht so ganz deine Überlegung zu Keller/EG/OG
Willst du also 3 Geschosse bauen?
Der Hang steigt doch an? Ich würde da ein UG mit Eingangsbereich, Kinderzimmer, ES, Bad und Hauswirtschaftsraum im Hang planen. Im OG dann Küche/Wohnen/Essen + Büro + Abstell + Gästebad.
Also nur 2 Geschosse. Oder versteh ich da eure Planung falsch?
sorry für die Verwirrung. Ja, 3 Geschosse wären angedacht. Wir haben aber auch schon über deine Aufteilung mit 2 Geschossen nachgedacht (also Schlafen im UG und Wohnen im EG und kein OG). Damit kann ich mich noch nicht so ganz anfreunden. Die Vorstellung in einem "Loch" zu wohnen gefällt mir nicht (wobei ich zugegebenermaßen 20 Jahre im Loch gewohnt habe und dieses nicht so wahrgenommen habe ). Zudem wäre dann ein Gartenzugang nur auf der Nordwestseite möglich. Die Südwestseite würde man ja dann fürs UG nicht überdachen ... Bleibt die Frage wo dann die Garage hinkommt?
Crossy schrieb:
Bei unserer Angebotseinholung hatten wir auch ursprünglich angefragt, die Garage unters Haus zu schieben. Kam eigentlich immer teurer, da sich dadurch die Grundfläche des Hauses vergrößern würde, irgendwie die thermische Trennung dann schwieriger wäre und man müsste doch auch den Hang seitlich vom Haus irgendwie abfangen + sich eine eben Fläche für eine Terrasse im Garten schaffen.
genau das hatte ich hier im Forum schon aufgeschnappt.
N
neigschmeckt
08.03.19 15:31
ypg schrieb:
Ich komm mit den Höhenangaben gar nicht klar
Ansonsten wird es sein, dass man sich zu sehr im Laien-Standard-Korsett bewegt und somit nicht bedenkt, dass Standardräume auch im UG sein können...
die grauen Linien sind die Höhenlinien. 209 geht quer drüber. Oben links die graue 210, und unten rechts 208. Die Bezugshöhen drumherum sind die der Nachbargrundstücke.

Mein Elternhaus hat sich aus dem Korsett schon rausbewegt, aber Schlafen im UG ist nicht meine erste Wahl, da es mir vor allem hier die Chance auf den großen ohne Stufen zugänglichen Garten verbauen würde. So nämlich bei meinen Eltern. Und ne tolle Terrasse mit Garten hilft mir beim Schlafen nicht. EInzig sehr charmant an der Lösung ist als zukünftige Hundebesitzer, dass man nur die Terrassentür öffnen muss, wenns Hundi mal nachts spontan Verdauungsprobleme bekommt .
ypg schrieb:

Fotos vom Grundstück mit Angaben der Zuwegung und Erschließung wären hilfreich.
Die Straße ist rechts (sorry, vergessen zu erwähnen) und Zuwege über die gesamte straßenbreite erlaubt. An allen anderen Seiten haben wir Nachbarn.

Fotos gibt es keine, da bisher nur Wiese zu sehen ist. Die Erschließung fängt erst Mitte des Jahres an.
N
nordanney
08.03.19 16:05
neigschmeckt schrieb:
Vor dem freien Architekten haben wir leider etwas Angst, da nahezu alle Bekannten weit entfernt vom Kostenrahmen des Architekten waren oder die Planungen schon 08/15er als die von der Stange sind.
Aber wenn die weiteren Angebote der Bauunternehmen genauso ernüchternd sind wie das erste, müssen wir wohl den Architektenweg einschlagen.
Bitte verabschiedet Euch von der Hoffnung, dass der Architekt viel günstiger wird. Auch dann braucht Ihr Unternehmen bzw. Handwerker, die bezahlt werden wollen.
Was Ihr allerdings bekommt, ist dann ein individuelles, auf Eure Wünsche/Bedürfnisse angepasstes Haus.
H
HilfeHilfe
08.03.19 18:45
Wen du schon ein Angebot hast . Was ruft er den auf ?
11ant08.03.19 20:05
Das Haus liegt im Mittel auf der Höhenlinie 209, die Garage im Mittel auf 208.5 und damit nicht in geeigneter Höhe für eine Dachterrassennutzung bzw. auch nicht unter die Fenster der Südseite weggezogen - so sehe ich die Planung überarbeitungsbedürftig.

Die Bezugshöhe des Grundstücks liegt bei 210.5 (ggü. den 209 der das Haus durchmessenden Höhenlinie). Was des Einen Freud ist (günstig für die Kniestockhöhe) ist des Anderen Leid (die Untergeschoss-Herausguckhöhe aus dem Terrain hinsichtlich des Knackpunktes Vollgeschoss bemißt sich leider am tatsächlichen (originalen) Terrain, nicht an der Bezugshöhe).

Ein Hochschieben des Hauses nahe an die Bezugshöhe mindert die Kniestockmöglichkeiten und wird das UG zu weit herausheben; für eine eine ganze Ebene unterhalb des EG stehende Garage wäre das aber nötig. 1. So wie skizziert sehe ich das daher nicht anzuordnen und 2. sehe ich den Fußboden des EG um 209 oder 209.5 herum am günstigsten liegen.

3. sehe ich insgesamt ein "Fuchs"-Niveau des Architekten erforderlich, das ein GU-Zeichner eher selten mitbringt.

Betreffend des Wunsch-Kniestockes >150 gebe ich zu bedenken, daß ein Kniestock immer auch eine Scheidelinie ist: entweder traufseitig gehen darunter nur Fassaden- und darüber nur Dachflächenfenster, oder man muß Zwerchhäuser einsetzen. Geknickte Fenster in beiden Flächen sind aus gutem Grund nie durchschlagend in Mode gekommen. Ich rate daher von solchen King Size Kniestöcken ab und sehe eine praktische Höhe eher bei Fertigmaß 120 (zwischen 100 und 125). Ein guter Kniestock substituiert einen Drempel vollständig, aber nicht darüber hinaus.
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