Sondertilgung, sparen oder Konsum?

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Zuletzt aktualisiert 01.03.2024
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E

exto1791

Wer hat denn wirklich auf 10 Jahre abgeschlossen? Die meisten sind doch bei mindestens 20 Jahren. Das heißt ich bin gar nicht gezwungen nach 10 Jahren umzuschulden.
Wenn ich jetzt parallel in ETF anspare und weiß, dass ich eine größere Summe bei guter Börsenlage ablösen möchte, dann schulde ich nicht nach 10 Jahren um, schaue halt wie die Börse steht und mache dann eine volle Kündigung oder eine Teilkündigung. Das angesparte Kapital fällt doch nicht vom Himmel.
Bei 20 Jahren Zinsbindung hat man 10 Jahre zeit einen guten Zeitpunkt für die Teilablösung rauszusuchen.
Daaaaas ist absoluter Quatsch

Meine Freundin hat Einblicke in die Finanzierungen der aktuellen Bauherren bei uns in der Gegend (70 Bauplätze).

Die MEHRHEIT hat Kredite mit 10-15 Jahren Zinsbindung abgeschlossen. Gibt auch nur ein Grund dafür: Der Zins ist günstiger, dadurch muss ich nicht so viel monatlich tilgen und habe mehr Geld für Konsum.

Bilden wir uns doch nichts ein.... Es ist letztlich eine Schönrechnerei um sich selbst einreden zu können, dass ich nicht so viel "sparen", "tilgen" muss um somit mehr konsumieren zu können. Genau so läuft es doch heutzutage... Da braucht mir auch niemand etwas anderes erzählen (nicht selbst angesprochen fühlen bitte...). Die Mehrzahl heute macht es einfach genau so!! Dadurch wird es in den nächsten 10-20 Jahren so viele Zwangsversteigerungen geben wie noch nie.
 
E

exto1791

Ich kenne Bauherren die wissen, dass sie ihre 30 Jahre abzahlen, die tatsächlich nur auf 10 Jahre abgeschlossen haben. Begründung: länger kostet zuviel
Genau so ist es und genau so macht es auch die Mehrheit. Ich schau mich bei uns im Neubaugebiet um und frage mich: Wie zur Hölle könnt ihr euch das leisten? Wie macht ihr das? Die meisten Bauherren sind so unglaublich blauäugig wenn es um die Finanzierung geht. Der Blick in die Zukunft ist so weit weg!! Das sind aber genau die Bauherren, bei denen schon nach dem Rohbau der halbe Garten vom Landschaftsarchtitekt errichtet wird.

Sorry für die harten Worte.. Aber es ist so unglaublich krass was heutzutage abgeht..
 
S

Stonymelony

Wer hat denn wirklich auf 10 Jahre abgeschlossen? Die meisten sind doch bei mindestens 20 Jahren. Das heißt ich bin gar nicht gezwungen nach 10 Jahren umzuschulden.
Wenn ich jetzt parallel in ETF anspare und weiß, dass ich eine größere Summe bei guter Börsenlage ablösen möchte, dann schulde ich nicht nach 10 Jahren um, schaue halt wie die Börse steht und mache dann eine volle Kündigung oder eine Teilkündigung. Das angesparte Kapital fällt doch nicht vom Himmel.
Bei 20 Jahren Zinsbindung hat man 10 Jahre zeit einen guten Zeitpunkt für die Teilablösung rauszusuchen.
Ich habe auf 10 Jahre abgeschlossen a) weil 10 Jahre am günstigsten war und b) ich es unbedingt in 10 Jahren schaffen wollte

Was man auch unbedingt berücksichtigen muss, wenn man Sondertilgung und Vermögensaufbau mit Aktien / ETFs gegenüberstellt:

- Die ETF Rendite muss ja weitaus höher sein als der zu zahlende Zinsanteil, der durch die Sondertilgung gesenkt wird
- Verkürzung der Kreditlaufzeit durch Sondertilgung und schneller sagen können "es gehört mir und nicht der Bank"

Ich finde, wenn man all die Punkte gegenüberstellt, kann nichts anderes dabei rauskommen, als das Sondertilgung die beste Alternative ist. Ich spare durch Sondertilgung und Ratenerhöhung
a) ca. 30.000,- € Zinssahlungen ein
b) 20 Jahre Laufzeit ein
und c) kann ich dann sagen, das etwas mir gehört und nicht der Bank

Mir fällt kein Produkt ein, dass mir in 10 Jahren mehr geben könnte.
 
H

haydee

Bei manchen frage ich mich ob die einen Goldesel im Keller haben.
Ich weiß auch von einigen die jetzt die Tilgungsaussetzung in Anspruch nahmen und nicht in Kurzarbeit waren.
 
S

Stonymelony

Bei manchen frage ich mich ob die einen Goldesel im Keller haben.
Ich weiß auch von einigen die jetzt die Tilgungsaussetzung in Anspruch nahmen und nicht in Kurzarbeit waren.
Gerade bei denen könnte ich nicht verstehen wie es dazu kommen kann, da man ja durch Corona mehr oder weniger gezwungen war, fast nur daheim zu sein. Man konnte ja nichts bzw. kaum etwas unternehmen -> Konsum ging automatisch runter -> mehr Geld zum Sparen oder für Sondertilgung über
 
P

pagoni2020

Das ist leider eine Einstellung die vor 50 Jahren sehr lobenswert war. Aus finanzpolitischer Sicht aber mit der aktuellen und zukünftigen Geldpolitik nicht vereinbar ist. Du musst immer Schulden haben um zu Vermögen zu kommen.
Nö, das war damals so gut wie heute oder eben auch nicht.
Es ist eher eine Frage der eigenen Lebensphilosphie und ob man sein Leben überwiegend an finanzpolitischen Dingen ausrichten mag. Es geht also Beides, man MUSS also keine Schulden haben, auch wenn das finanzpolitisch sinnvoll wäre. Ich selbst mags nicht (mehr).
Aus rein wirtschaftlicher Sicht, magst du größtenteils Recht haben, jedoch denken viele Privatpersonen nicht unbedingt wie ein Unternehmen, das investieren muss um erfolgreich zu sein.
Trotz all dieser Berechnungen und Erfolgsbeispiele würde ich mich individuell entscheiden, inwieweit ich meine Lebensphilosophie diesem unterwerfe, . Das Bewusstsein, dass etwas alleine mir gehört mag veraltet wirken, dennoch hat es für Viele eine beruhigende Wirkung und ist oftmals von erheblicher Wirkung auf das eigene Lebensgefühl.
Meine eigenes Wohlgefühl wird ja nicht vom Taschenrechner oder der Frankfurter Börse bestimmt, zumindest versuche ich, das bestmöglich zu verhindern.
aber zu sagen, dass er enorme Nachteile dadurch hat ist wirklich auf kompletter Ebene falsch!
....für den überwiegend rechnenden Menschen mögen das verständliche Nachteile sein, dann sollte er das auch absolut so machen. Für mich ist (war) das Stress. Ich lebe heute leichter ohne das.
Welche sichere, risikolos Anlage bringt mehr als als eine Baufinanzierung kostet?
Yeppppppp, soweit ich als Laie weiß ist die Antwort: Null.....halt Stopp, ich hätte da noch die Glaskugel im Angebot-

Glücklicherweise kann das Jeder auf eine Weise machen, wie er das für richtig hält, auch hier gibt es wie immer endlos viele Sichtweisen und Jeder empfindet eben anders. Ich habe inzwischen die Seite dieser Sicht gewechselt, denn ganz ehrlich gesagt, war ich mit 40-45 oftmals neidisch auf Bekannte, die ihr Haus abbezahlt hatten. Ok, ich habe die Welt bereist, habe mir Luxus gegönnt und allerlei Gedöns im Haus verbaut....daher kenne ich beide Seiten. Vlt. waren die Anderen ja auch neidisch auf mich....... Es liegt wohl auch daran, dass Nachbars Garten immer grüner ist als der Eigene und man immer gerade das Andere auch haben möchte.
Ich wundere mich nur oft, was teilweise als "schönes" Leben bezeichnet wird und höre meist von Urlauben, Karibik, Dinge kaufen......während ich mit netten Menschen in ein banales und kostenloses Lagerfeuer glotze und all das gerade nicht vermisse.
 
Zuletzt aktualisiert 01.03.2024
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