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ᐅ Sanierungspflicht bei Altbau, bitte um Einschätzung


Erstellt am: 17.03.21 01:56

Anne1987 18.03.21 12:54
nordanney schrieb:

Es gilt immer "gekauft wie gesehen". Aber Du darfst keine Mängel verschweigen.
Auf der anderen Seite ist es eigentlich auch ein "Muss", alle Sanierungen zu erwähnen. Möchtest Du nicht einen guten Preis erzielen? Also muss man sein Haus anpreisen und berichten, was man alles schon gemacht hat.

Durchschnittspreis von was? qm Keller? qm Grundstück? qm Wohnfläche? qm Garage?
Sanierungen steigern die Preise. Offene Baustellen und Mängel drücken sie. Genauso wie das Alter, was in der Regel aber mit immer mit noch durchzuführenden Renovierungen/Sanierungen einher geht.
Durchschnitt ist übrigens Durchschnitt. Da sind Top-Objekte dabei und auch alte Gurken. Da musst Du wissen, über welchen Durchschnitt Du redest.
OK, hab gerade nochmal geguckt... Anscheinend ist der Preis in 2021 auf 3400€/Wohnfläche gestiegen.

In der Nachbarschaft ist ein Haus verkauft worden... Ähnliches Baujahr usw..
Das hat schon nen krassen Wert erzielt.. Was ich nie gedacht hätte!

Klar, werde ich alle Sanierungen und Arbeiten die gemacht wurden erzählen!

Anne1987 18.03.21 12:56
Tassimat schrieb:

Trotzdem muss der Ist-Zustand dem Käufer gefallen. Aufteilung der Räume, Treppen, Fensterfläche usw. muss schon stimmen. Eine tragende Wand kann man rausnehmen, aber hat der Altbau gleich mehrere Durchgangszimmer wird es schwierig.

In diesemFall ist eine fehlende Zentralheizung ein sehr großes Minus, das gute Preise hart verhindet. Mag ja schönsein, dass die Wände frisch verputzt sind, aber für eine neue Heizung wird man einige Wände wieder öffnen müssen.

Wenn man sich den bestmöglichen Verkauf nicht zutraut ist das ein Fall für den Makler. Im Vorgespräch (ohne Beauftragung) wird der hoffentlich schon sagen können, in welche Preisregion er das Haus ansetzten würde.


Rechne für das Haus eher mal so mit Bodenrichtwert * Grundstücksfläche + 1500 €/m² * Wohnfläche.
Was ist das denn für ne Formel? 🙂 😉

nordanney 18.03.21 12:59
Anne1987 schrieb:

Was ist das denn für ne Formel?
Keine Formel. Ein Haus wird nicht nach Quadratmetern verkauft. Es gibt einen Bodenwert und es gibt einen Sachwert fürs Gebäude. Zur Einschätzung des Bodenwertes gibt es den Bodenrichtwert. Der ist öffentlich.
Identische Häuser auf unterschiedlichen Grundstücken werden so korrekt bepreist. Kleines Grundstück und Haus = kleiner Preis, großes Grundstück und dasselbe Haus dann höherer Preis

Anne1987 18.03.21 13:00
11ant schrieb:

Es kommt sehr darauf an, welches die geeignete Zielgruppe ist. Frage Dich also selbstkritisch, ob das Haus eher in die Kategorie "Schmuckstück, außer für Deinen persönlichen Geschmack" oder "gefundenes Fressen für den klischeemäßigen unerschrockenen Polen" fällt.


Durchschnitte, bei denen nicht das oberste und unterste Zehntel verworfen wurde, sind statistisch praktisch unbrauchbar (außer für tendenziöse politische Agitation).


Wer, wie heute "nicht selten" ;-) eine Fußbodenheizung verlegen möchte, wird gar nicht so undankbar dafür sein, nicht erst Heizkörper und -rohre rauskloppen zu müssen - die Arbeit überschreitet den Metallwert schließlich bei weitem. Aber im Sinne meiner Eingangsbemerkung läuft es dann doch eher auf die Zielgruppe Hardcore-Handwerker als auf die Zielgruppe Schmuckjäger hinaus. D.h. der Käufer dürfte sich sogar freuen, wenn er die Dämmung auf der Decke da nur lose drübergelegt gleich wieder aufrollen und wiederverwenden kann ;-)
Genau darum geht's mir auch.. Ich könnte jetzt alles neu machen (Stress pur und wir wohnen drin) und natürlich mehr € bekommen... Aber es ist dann alles mein Geschmack und ich finde vielleicht schwieriger Leute...
Ich würde persönlich auch lieber weniger zahlen und mein Geschmack verewigen
Ich hab bisher immer die Häuser (ähnliches Bj, wenig Sanierungen, Doppelhaushälfte) verglichen... Fast alle wurden in etwa verkauft wie der Durchschnittspreis...
Hier wird alles verscherbelt!!!! 🙂

11ant 18.03.21 13:07
Anne1987 schrieb:

Was ist das denn für ne Formel?
Das wollte ich umgekehrt Dich auch schon fragen - hast Du einfach den Hauspreis durch die Grundstücksfläche geteilt ?

Anne1987 18.03.21 13:28
11ant schrieb:

Das wollte ich umgekehrt Dich auch schon fragen - hast Du einfach den Hauspreis durch die Grundstücksfläche geteilt ?
Meinst du mich?
Ich hab ja keinen Hauspreis... Ich hab bisher nur verglichen (grundstücksfläche, Doppelhaushälfte, Bj, Sanierungen) und das waren immer Preise die ähnlich waren...
grundstücksflächesanierungendoppelhaushälftehauspreis