ᐅ Neubau Einfamilienhaus (KFW70)/Porenbeton vs. Kalksandstein/was verbauen?
Erstellt am: 31.01.14 08:27
Lacos20.02.14 08:45
Hallo zusammen,
noch eine kurze Rückfrage bzgl. Wandaufbau. Folgendes wurde bisher verhandelt, ist das aus eurer Sicht so in Ordnung (KFW70):
0. Putzschicht innen
1. Kalksandstein : 17,5 cm
2. Dämmung mind. : 14,0 cm
3. Luftschicht
4. Klinker : 11,5 cm
Insgesamt soll die Wand 46cm dick sein. Was hält ihr davon? Reicht die Dämmung für ein Kfw70 Einfamilienhaus? Oder reicht diese nur für KFW70 weil mit Erdwärmepumpe "schöngerechnet"?
Viele Grüße,
Lacos
noch eine kurze Rückfrage bzgl. Wandaufbau. Folgendes wurde bisher verhandelt, ist das aus eurer Sicht so in Ordnung (KFW70):
0. Putzschicht innen
1. Kalksandstein : 17,5 cm
2. Dämmung mind. : 14,0 cm
3. Luftschicht
4. Klinker : 11,5 cm
Insgesamt soll die Wand 46cm dick sein. Was hält ihr davon? Reicht die Dämmung für ein Kfw70 Einfamilienhaus? Oder reicht diese nur für KFW70 weil mit Erdwärmepumpe "schöngerechnet"?
Viele Grüße,
Lacos
€uro20.02.14 10:01
Hallo,
Gerade bei der Dämmschicht ist der WLS Wert wichtig, nicht nur die Dicke!
Hierzu ein Tipp: Prüfe die Lieferschein und dokumentiere die jeweiligen Aufkleber => Vergleich mit dem Nachweis! Bei der Vorsatzschale darauf achten, dass nicht Mörtelreste die Luftschicht "zukleckern"! Aufgehendes Mauerwerk stringent gegen Niederschlag abdecken (Innen-, Außenschale)!
Die Energieeinsparverordnung bzw. die KfW Effizienz Stadien sind stets von zwei einzuhaltenden Parametern abhängig!
HT´- kennzeichnet die thermische Gesamtqualität der Außenhülle (Transmissionswärmeverluste)
qp´´- berücksichtigt neben HT´ zusätzlich die Energieeffizienz der Anlagentechnik!
"Schönrechnungen" sind stets dann gegeben, wenn der durch Nachweise vorgegebene Fahrplan, durch die nachfolgende Planung/ Dimensionierung/ Ausführung, z.B. der Anlage, nicht eingehalten wird! Das ist keine Seltenheit, sondern nahezu an der Tagesordnung! Oftmals wird anlagenseitig überhaupt nicht, falsch geplant bzw. geschätzt oder angenommen.
M.E. keine geeignete Grundlage für eine langfristige Investitionsentscheidung.
Die Auswirkungen siehst Du in dem Bild weiter oben.
Harmonisieren tatsächlicher Energiebedarf und -Angebot nicht miteinander, sieht es mit der tatsächlichen Energieeffizienz eher trübe aus, insbesondere bei sehr sensiblen Wärmeerzeuger wie WP!
v.g.
Lacos schrieb:Nach meinen Erfahrungen und Erkenntnissen, hättest Du keinen besseren Wandaufbau wählen können. Ich denke, Du bist grundsätzlich bauseitig in guten Händen!
.... Was hält ihr davon?...
Lacos schrieb:Pauschal lässt sich das zwar nicht beantworten, die Wahrscheinlichkeit ist jedoch sehr hoch! U.U. sogar deutlich besser! Steht z.B. das Gebäude kurz vor KFW 55, sollte man ggf noch mal Nachdenken! Mitunter sind es Kleinigkeiten!
....Reicht die Dämmung für ein KFW70 Einfamilienhaus? Oder reicht diese nur für KFW70 weil mit Erdwärmepumpe "schöngerechnet"?...
Gerade bei der Dämmschicht ist der WLS Wert wichtig, nicht nur die Dicke!
Hierzu ein Tipp: Prüfe die Lieferschein und dokumentiere die jeweiligen Aufkleber => Vergleich mit dem Nachweis! Bei der Vorsatzschale darauf achten, dass nicht Mörtelreste die Luftschicht "zukleckern"! Aufgehendes Mauerwerk stringent gegen Niederschlag abdecken (Innen-, Außenschale)!
Die Energieeinsparverordnung bzw. die KfW Effizienz Stadien sind stets von zwei einzuhaltenden Parametern abhängig!
HT´- kennzeichnet die thermische Gesamtqualität der Außenhülle (Transmissionswärmeverluste)
qp´´- berücksichtigt neben HT´ zusätzlich die Energieeffizienz der Anlagentechnik!
"Schönrechnungen" sind stets dann gegeben, wenn der durch Nachweise vorgegebene Fahrplan, durch die nachfolgende Planung/ Dimensionierung/ Ausführung, z.B. der Anlage, nicht eingehalten wird! Das ist keine Seltenheit, sondern nahezu an der Tagesordnung! Oftmals wird anlagenseitig überhaupt nicht, falsch geplant bzw. geschätzt oder angenommen.
M.E. keine geeignete Grundlage für eine langfristige Investitionsentscheidung.
Die Auswirkungen siehst Du in dem Bild weiter oben.
Harmonisieren tatsächlicher Energiebedarf und -Angebot nicht miteinander, sieht es mit der tatsächlichen Energieeffizienz eher trübe aus, insbesondere bei sehr sensiblen Wärmeerzeuger wie WP!
v.g.
Lacos20.02.14 10:20
Vielen vielen Dank für die Bestätigung
Es sind noch einige Dinge zu klären (bspw. Max. Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung <=35 Grad) etc. , aber das hört sich dann schon sehr gut an. Vielen Dank noch mal!
Es sind noch einige Dinge zu klären (bspw. Max. Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung <=35 Grad) etc. , aber das hört sich dann schon sehr gut an. Vielen Dank noch mal!
€uro20.02.14 16:09
Lacos schrieb:
....(bspw. Max. Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung <=35 Grad) etc. ,... Das bezieht sich auf die Systembedingungen insgesamt! Raumweise können völlig andere Notwendigkeiten/ Bedürfnisse vorhanden sein! => Raumheizlasten!v.g.
Kisska8621.02.14 18:06
Wir planen den Rohbau sehr ähnlich zu errichten. Kann man sagen wie viel teurer das ist als ein verklinkerter Rohbau mit 25er Mauerziegel, Dämmung und Klinker (bei ca. den gleichen Dämmwerten)?
Lacos21.03.14 06:41
Hallo zusammen,
folgender Wandaufbau ist es nun geworden:
- Gipsputz: 15mm
- Kalksandstein : 150 mm
- Mineralfaser WLG 35: 160 mm
- Luftschicht (ruhend): 20 mm
- Klinkerstein 1800: 115 mm
= Gesamtstärke Wand 46 cm // U-Wert müsste zwischen 0,18 - 0,19 liegen.
Ist das ein Wandaufbau den man favorisieren würde oder eher noch optimierbar?
Grüße und danke,
Lacos
folgender Wandaufbau ist es nun geworden:
- Gipsputz: 15mm
- Kalksandstein : 150 mm
- Mineralfaser WLG 35: 160 mm
- Luftschicht (ruhend): 20 mm
- Klinkerstein 1800: 115 mm
= Gesamtstärke Wand 46 cm // U-Wert müsste zwischen 0,18 - 0,19 liegen.
Ist das ein Wandaufbau den man favorisieren würde oder eher noch optimierbar?
Grüße und danke,
Lacos
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