ᐅ Material Außenwände und Innenwände (KfW 55 Standard)
Erstellt am: 13.08.21 14:16
Baumeister8613.08.21 14:16
Liebe alle,
nach den ersten Gesprächen mit regionalen Generalunternehmen und dem Lesen von Bauleistungsbeschreibungen ergaben sich Fragen zum Wandmaterial (Aufbau).
Wir würden (da es offensichtlich nicht so weit vom Standard abzuweichen scheint) gerne KfW-55 bauen. Weiterhin möchten wir eine gute Schallisolierung (der Flugverkehr des BER lässt sich leider im Osten Berlins nicht ganz überhören, auch wenn die Flieger nicht direkt über uns fliegen werden).
Daher bin ich noch etwas überfordert von den vielen Außenwandmöglichkeiten.
Prinzipiell erscheint mir monolitisch als Vorteil, da Steine ja eine WDVS deutlich überleben dürften und pflegeleichter sind? Gibt es hier schon belastbare Erfahrungen zum WDVS? Außerdem bin ich mir mit Kalksandstein etwas unsicher (beste Schallisolierung, aber ich will ja nicht ständig beim Bohren den Sand rieseln haben?!)
Wie hält es sich denn mit der Erneuerung von Putz auf der Fassade? Ich kann mich zumindest bei meinen Eltern in den letzten knapp 30 Jahren nicht erinnern, dass das gemacht wurde (Haus aus Ende der 70er).
Ab 36,5er Wandstärke dürfte Porenbeton die Anforderungen an den KfW-Standard erfüllen (U-Wert <0,2), während Poroton zusätzliche Füllung mit Perlit benötigt.
Dafür ist die Schallisolierung von Poroton besser als von Porenbeton, wenn ich richtig recherchiert habe (zumindest auf dem Papier). Wie verhält sich das in der Praxis?
Blähton wurde uns auch angeboten (Allerdings als fertige Systemwand). Da müsste man aber dann sehr viel WDVS drauf packen um auf den KfW-Standard zu kommen (und wie sieht es mit dem Schall hier aus)?
Und vor allem: Was kosten die Optionen (Kalksandstein+WDVS vs Porenbeton vs gedämmter Poroton) bei z.B. einer Stadtvilla mit 10x10m Grundriss? Die meisten GUs bauen ja nur mit dem einen oder mit dem anderen (wobei ich gedämmten Poroton noch gar nicht gefunden habe?!).
Um es auch im Haus nicht zu hellhörig zu haben, erschienen mir normale Porotonwände sinnvoll (12 bzw 24 wenn tragend)? Kalksandstein dürfte etwas schwer sein (und die Sandproblematik)?
Vielen Dank für eure Meinung
Stephan
P.S.: Sind wir wirklich bei "normalem Standard" Haus inzwischen auch in Brandenburg bei 2100-2500€/qm? Oder waren wir bei den falschen GUs?
nach den ersten Gesprächen mit regionalen Generalunternehmen und dem Lesen von Bauleistungsbeschreibungen ergaben sich Fragen zum Wandmaterial (Aufbau).
Wir würden (da es offensichtlich nicht so weit vom Standard abzuweichen scheint) gerne KfW-55 bauen. Weiterhin möchten wir eine gute Schallisolierung (der Flugverkehr des BER lässt sich leider im Osten Berlins nicht ganz überhören, auch wenn die Flieger nicht direkt über uns fliegen werden).
Daher bin ich noch etwas überfordert von den vielen Außenwandmöglichkeiten.
Prinzipiell erscheint mir monolitisch als Vorteil, da Steine ja eine WDVS deutlich überleben dürften und pflegeleichter sind? Gibt es hier schon belastbare Erfahrungen zum WDVS? Außerdem bin ich mir mit Kalksandstein etwas unsicher (beste Schallisolierung, aber ich will ja nicht ständig beim Bohren den Sand rieseln haben?!)
Wie hält es sich denn mit der Erneuerung von Putz auf der Fassade? Ich kann mich zumindest bei meinen Eltern in den letzten knapp 30 Jahren nicht erinnern, dass das gemacht wurde (Haus aus Ende der 70er).
Ab 36,5er Wandstärke dürfte Porenbeton die Anforderungen an den KfW-Standard erfüllen (U-Wert <0,2), während Poroton zusätzliche Füllung mit Perlit benötigt.
Dafür ist die Schallisolierung von Poroton besser als von Porenbeton, wenn ich richtig recherchiert habe (zumindest auf dem Papier). Wie verhält sich das in der Praxis?
Blähton wurde uns auch angeboten (Allerdings als fertige Systemwand). Da müsste man aber dann sehr viel WDVS drauf packen um auf den KfW-Standard zu kommen (und wie sieht es mit dem Schall hier aus)?
Und vor allem: Was kosten die Optionen (Kalksandstein+WDVS vs Porenbeton vs gedämmter Poroton) bei z.B. einer Stadtvilla mit 10x10m Grundriss? Die meisten GUs bauen ja nur mit dem einen oder mit dem anderen (wobei ich gedämmten Poroton noch gar nicht gefunden habe?!).
Um es auch im Haus nicht zu hellhörig zu haben, erschienen mir normale Porotonwände sinnvoll (12 bzw 24 wenn tragend)? Kalksandstein dürfte etwas schwer sein (und die Sandproblematik)?
Vielen Dank für eure Meinung
Stephan
P.S.: Sind wir wirklich bei "normalem Standard" Haus inzwischen auch in Brandenburg bei 2100-2500€/qm? Oder waren wir bei den falschen GUs?
Nida35a13.08.21 15:41
Baumeister86 schrieb:
Sind wir wirklich bei "normalem Standard" Haus inzwischen auch in Brandenburg bei 2100-2500€/qm?Wenn du nicht ein Standard-Haus von der Stange bzw Preisliste möchtest, sondern deine Ideen dein Haus ergeben, wäre so zu kalkulieren.Unser GU hat mit gefüllten 42cm Porotonsteinen gebaut, Innenwände 11cm Kalksandstein.
Seit Tegel zu ist, habt ihr unsere Flieger auch noch an der Backe 😎
11ant13.08.21 15:57
Baumeister86 schrieb:
aber ich will ja nicht ständig beim Bohren den Sand rieseln haben?!Wie kommst Du darauf, beim Kalksandstein würde Sand rieseln ?Bedenke mein Steinemantra und baue mit demjenigen Unternehmer, bei dem Du das beste Gefühl hast, und dann mit einem Stein den der oft verarbeitet.
Baumeister8613.08.21 20:00
Nida35a schrieb:
Wenn du nicht ein Standard-Haus von der Stange bzw Preisliste möchtest, sondern deine Ideen dein Haus ergeben, wäre so zu kalkulieren.
Unser GU hat mit gefüllten 42cm Porotonsteinen gebaut, Innenwände 11cm Kalksandstein.
Seit Tegel zu ist, habt ihr unsere Flieger auch noch an der Backe 😎Ich hab gerade mal auf dessen Homepage geschaut. Dort steht als Baumaterial Liaplan (also Blähton). Kann das sein oder habt ihr extra nach Poroton gefragt?
Jaa.. seid froh, wo wir momentan wohnen können wir den Fliegern winken. Das muss ich auf jeden Fall wieder etwas ändern, auch wenns schön ist mit den Seen ;-).
ypg13.08.21 20:13
Baumeister86 schrieb:
aber ich will ja nicht ständig beim Bohren den Sand rieseln haben?!)Rieseln tut Bohrstaub immer, egal welcher Stein oder welches Holz verbaut wird.Baumeister86 schrieb:
Wie hält es sich denn mit der Erneuerung von Putz auf der Fassade?Braucht man nicht… ich hatte ein verputztes Haus von 1978… kleine Setzrisse oder Risse in der Farbe lassen sich anders „sanieren“. Der Putz wird Euch wohl überleben.Baumeister86 schrieb:
Ab 36,5er Wandstärke dürfte Porenbeton die Anforderungen an den KfW-Standard erfüllen (U-Wert <0,2), während Poroton zusätzliche Füllung mit Perlit benötigt.Schallschutz hin oder her: meist kommt es, also die Geräusche, von den Fenstern durch.Baumeister86 schrieb:
P.S.: Sind wir wirklich bei "normalem Standard" Haus inzwischen auch in Brandenburg bei 2100-2500€/qm? Oder waren wir bei den falschen GUs?Für mein Gefühl passt es. Aber frag mal der will auch gerade in Brandenburg bauen und kennt die Preise.
Acof197813.08.21 20:55
Baumeister86 schrieb:
P.S.: Sind wir wirklich bei "normalem Standard" Haus inzwischen auch in Brandenburg bei 2100-2500€/qm? Oder waren wir bei den falschen GUs?Dürfte hinkommen. Wir zahlen (alter Preis) ca. 2.800 €, aber inkl.:
- KFW 55
- Sole-Wasser-Wärmepumpe, Kontrollierte-Wohnraumlüftung
- Photovoltaikanlage 13,29 kwp
- erhöhte Decken (3m Rohmaß)
- Regenzisterne (10qm)
- Bungalow 140-150qm
- Kamin
- elektr. Rollläden inkl. zentraler Steuerung
- beidseitig beklebte Fenster. Farbe: Winchester.
Falls Du Empfehlungen brauchst was Bauunternehmen geht, sag bescheid.
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