ᐅ Luftwärmepumpe oder Gas und Solar nutzen?
Erstellt am: 11.07.2012 19:15
gigi 11.07.2012 19:15
Hallo,
so langsam sind wir an Verzweifeln...jeder Bauträger erzählt etwas anderes...
Wir wollten ein nach Süden(Wohnzimmer) ausgerichtetes 130qm Kfw 70 Haus bauen und wissen nicht so recht, ob wir Gas oder eine Luftwärmepumpe nehmen sollen.
Einige Anbieter schaffen es bei fast gleichen Preisniveau uns eine Luftwärmepumpe anzubieten. Diese sprechen von deutlich (30%) niedrigeren jährlichen Kosten gegenüber Gas und andere zweifeln daran.
Dass die Wärmedämmung bei Gas/Solar besser ist, ist uns schon klar, weil eine Luftwärmepumpe die Effizienz zum Kfw70 besser aufwertet gegenüber Gas/Solar, was eher für Gas sprechen würde.
Luftwärmepumpe könnte etwas schneller kaputt gehen und bei Problemen hat man natürlich bei Gas schnell kompetente Hilfe vor Ort. Bei Luftwärmepumpen könnte es da schon zu Schwierigkeiten kommen. Weiterhin ist Lautstärke der Luftwärmepumpen (in unseren Fall 3Meter zum Nachbarn) nicht ohne. Manche sagen, dass jeder früher oder später Probleme mit Nachbarn haben wird aus diesen Grunde.
Von Interesse wären Luftwärmepumpen mit Speicher von diesen Anbietern: Vaillant, Mitsubishi Zubadan und Rotex?
Was und aber sehr interessiert, ist die jährliche € Belastung für die Heizung und Warmwasser bei den beiden Systemen.
Wir wohnen bei Kassel.
Was sollen wir nehmen und was würde sich HEUTE rechnen? Was ist von Vaillant zu halten?
Gruß
Gigi
so langsam sind wir an Verzweifeln...jeder Bauträger erzählt etwas anderes...
Wir wollten ein nach Süden(Wohnzimmer) ausgerichtetes 130qm Kfw 70 Haus bauen und wissen nicht so recht, ob wir Gas oder eine Luftwärmepumpe nehmen sollen.
Einige Anbieter schaffen es bei fast gleichen Preisniveau uns eine Luftwärmepumpe anzubieten. Diese sprechen von deutlich (30%) niedrigeren jährlichen Kosten gegenüber Gas und andere zweifeln daran.
Dass die Wärmedämmung bei Gas/Solar besser ist, ist uns schon klar, weil eine Luftwärmepumpe die Effizienz zum Kfw70 besser aufwertet gegenüber Gas/Solar, was eher für Gas sprechen würde.
Luftwärmepumpe könnte etwas schneller kaputt gehen und bei Problemen hat man natürlich bei Gas schnell kompetente Hilfe vor Ort. Bei Luftwärmepumpen könnte es da schon zu Schwierigkeiten kommen. Weiterhin ist Lautstärke der Luftwärmepumpen (in unseren Fall 3Meter zum Nachbarn) nicht ohne. Manche sagen, dass jeder früher oder später Probleme mit Nachbarn haben wird aus diesen Grunde.
Von Interesse wären Luftwärmepumpen mit Speicher von diesen Anbietern: Vaillant, Mitsubishi Zubadan und Rotex?
Was und aber sehr interessiert, ist die jährliche € Belastung für die Heizung und Warmwasser bei den beiden Systemen.
Wir wohnen bei Kassel.
Was sollen wir nehmen und was würde sich HEUTE rechnen? Was ist von Vaillant zu halten?
Gruß
Gigi
Bauexperte 11.07.2012 20:50
Hallo Gigi,
zum Thema selbst wird sich - da bin ich sicher - €uro noch zu Wort melden; ich räume nur mal kurz mit einigen Irrtümern auf
Ich kann Dir von den Rückmeldungen unserer Bauherren sagen, dass sich die Verbrauchskosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe bei einer 4-köpfigen Familie - exakte Planung/Dimensionierung vorausgesetzt - im Bereich € 6-800,00/Jahr für Heizung und Warmwasser eintrudeln; je nach Wärmebedürfnis und Duschverhalten. Bei Gas sind es zumeist € 200,0/Jahr mehr. Das läßt sich jedoch nicht 1:1 übertragen; eine sorgfältige Planung und Berechnung sind Voraussetzung.
Es ist richtig, dass letztlich noch nicht bewiesen ist, wie lange eine Luft-Wasser-Wärmepumpe tatsächlich hält; andererseits ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (einfach ausgedrückt) nichts anderes als ein Umkehrprinzip eines Kühlschrankes - wie oft war Dein Kühlschrank schon in der Reparatur? Wenn ein Fachbetrieb - ein, auf das dann auszuwählende System geschulter Fachbetrieb - die Anlage installiert und in Betrieb nimmt - Bauleiter sollten zumeist ihre Finger von den Reglern lassen - ist mir kein Fall bekannt, wo es zu Problemen gekommen wäre und die Bauherren im Regen stehen gelassen wurden. Da sind die Herren Gas & Co. schon schmerzfreier, wenn es heißt, am Wochenende eine Anlage neu einzustellen!
Gleich, was ich Dir erzähle: fahre in ein Neubaugebiet und "höre" Dir die "immense" Geräuschentwicklung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mal mit eigenen Ohren an und dann unterhalten wir uns weiter.
Freundliche Grüße
zum Thema selbst wird sich - da bin ich sicher - €uro noch zu Wort melden; ich räume nur mal kurz mit einigen Irrtümern auf
gigi schrieb:Das liegt daran, dass die wenigstens Anbieter ihre Verkäufer auf Erneuerbare Techniken schulen lassen; vielfältig steht ausschließlich der Ufftrach im Vordergrund; gleich wie.
so langsam sind wir an Verzweifeln...jeder Bauträger erzählt etwas anderes...
gigi schrieb:Ist nach meiner Erfahrung nicht möglich und würde zur Vorsicht raten!
Einige Anbieter schaffen es bei fast gleichen Preisniveau uns eine Luftwärmepumpe anzubieten.
gigi schrieb:"Des Brot ich es, des Lied ich sing"; wissen tun beide meistens gar nichts. Was bei beiden Systemen wichtig ist, ist die genaue Bedarfsanalyse - und das, was Du bevorzugst. Gas ist nicht gemeinhin schlechter und Luft-Wasser-Wärmepumpe nicht immer die bessere Wahl; die Energiekosten - gleich ob Öl, Gas oder Strom steigen so oder so stetig. Beim Strom könnte es "vielleicht" mittelfristig etwas preiswerter werden - einige sprechen bereits von der Renaissance der Speicheröfen, da die EVU nicht wissen, wohin mit dem Überschuss der Windkraftanlagen.
sprechen von deutlich (30%) niedrigeren jährlichen Kosten gegenüber Gas und andere zweifeln daran.
Ich kann Dir von den Rückmeldungen unserer Bauherren sagen, dass sich die Verbrauchskosten der Luft-Wasser-Wärmepumpe bei einer 4-köpfigen Familie - exakte Planung/Dimensionierung vorausgesetzt - im Bereich € 6-800,00/Jahr für Heizung und Warmwasser eintrudeln; je nach Wärmebedürfnis und Duschverhalten. Bei Gas sind es zumeist € 200,0/Jahr mehr. Das läßt sich jedoch nicht 1:1 übertragen; eine sorgfältige Planung und Berechnung sind Voraussetzung.
gigi schrieb:Sagt wer?
Dass die Wärmedämmung bei Gas/Solar besser ist, ist uns schon klar, weil eine Luftwärmepumpe die Effizienz zum KFW70 besser aufwertet gegenüber Gas/Solar, was eher für Gas sprechen würde.
gigi schrieb:Du hast mehrheitlich mit "Gashansels" und "guten" Bekannten gesprochen; zumindest liest es sich so ...
Luftwärmepumpen könnte etwas schneller kaputt gehen und bei Problemen hat man natürlich bei Gas schnell kompetente Hilfe vor Ort. Bei Luftwärmepumpen könnte es da schon zu Schwierigkeiten kommen.
Es ist richtig, dass letztlich noch nicht bewiesen ist, wie lange eine Luft-Wasser-Wärmepumpe tatsächlich hält; andererseits ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (einfach ausgedrückt) nichts anderes als ein Umkehrprinzip eines Kühlschrankes - wie oft war Dein Kühlschrank schon in der Reparatur? Wenn ein Fachbetrieb - ein, auf das dann auszuwählende System geschulter Fachbetrieb - die Anlage installiert und in Betrieb nimmt - Bauleiter sollten zumeist ihre Finger von den Reglern lassen - ist mir kein Fall bekannt, wo es zu Problemen gekommen wäre und die Bauherren im Regen stehen gelassen wurden. Da sind die Herren Gas & Co. schon schmerzfreier, wenn es heißt, am Wochenende eine Anlage neu einzustellen!
gigi schrieb:Auch so ein Blödsinn - wenn der Deutsche etwas von Geräuschen hört, hört er sie wirklich
Weiterhin ist Lautstärke der Luftwärmepumpen (in unseren Fall 3Meter zum Nachbarn) nicht ohne. Manche sagen, dass jeder früher oder später Probleme mit Nachbarn haben wird aus diesen Grunde.
Gleich, was ich Dir erzähle: fahre in ein Neubaugebiet und "höre" Dir die "immense" Geräuschentwicklung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mal mit eigenen Ohren an und dann unterhalten wir uns weiter.
gigi schrieb:Lass eine vernünftige Berechnung erstellen und dann unterhalte Dich mit einem Fachmann - gibt es bei der Energieagentur (gibt es in jedem Bundesland) sehr gute Ansprechpartner. Anschließend entscheidest Du nach Bedarf des Hauses an Wärme und eurem Bedarf an Warmwasser zwischen den in Frage kommenden Systemen.
Was sollen wir nehmen und was würde sich HEUTE rechnen?
Freundliche Grüße
Der Da 11.07.2012 20:55
Das Schöne am Internet, hier wird dir auch jeder was anderes sagen: Für uns kam nur Gas in Frage, da ich überhaupt nicht überzeugt bin von diesen Luftumwälzern. Schicke neue Technik, aber zu viele Nachteile. Laut, dann son hässlicher Ventilator am Grundstück und im Winter muss man dann mit Strom heizen, denn woher soll die Wärme kommen wenns -15 Grad hat.
Gasbrennwertthermen haben für mich 3 Vorteile: Sie sind günstig zu ersetzen, die Technik ist bekannt und ich kann das Gas im Haus gleich zum kochen nutzen.
Bei gut gedämmten Häusern braucht eh kaum noch heizen. Ich habe Erfahrungswerte von einem KfW 55 Haus (Zweifamilienhaus mit einem extra Kaminofen) Die Familie und die Eltern meines Kollegen haben letztes Jahr 500 € Gas bezahlt. Da zahl ich im Moment in der Mietwohnung mehr.
Achtung bei Gas... bis zu 2500 € Anschlusskosten durch den Versorger dazurechnen.
Gasbrennwertthermen haben für mich 3 Vorteile: Sie sind günstig zu ersetzen, die Technik ist bekannt und ich kann das Gas im Haus gleich zum kochen nutzen.
Bei gut gedämmten Häusern braucht eh kaum noch heizen. Ich habe Erfahrungswerte von einem KfW 55 Haus (Zweifamilienhaus mit einem extra Kaminofen) Die Familie und die Eltern meines Kollegen haben letztes Jahr 500 € Gas bezahlt. Da zahl ich im Moment in der Mietwohnung mehr.
Achtung bei Gas... bis zu 2500 € Anschlusskosten durch den Versorger dazurechnen.
€uro 12.07.2012 11:03
Hallo,
Gas hat den grundsätzlichen Nachteil, dass meist eine Solarthermieanlage mit verbaut werden muß, sofern man nicht auf die 15% Regel zurückgreift. Will man unbedingt bei Gas bleiben, sollte man das unbedingt umsetzen, um eine unwirtschaftliche Solarthermieanlage zu vermeiden.
v.g.
NB: Forumsbeiträge ersetzen nicht die notwendige Planung/Dimensionierung der Anlage. So mancher "Ratschlag" anonymer Hobbyexperten entbehrt jeglicher Grundlage
gigi schrieb:Das liegt in der Natur der Dinge, jeder hält sein Konzept für das Beste!
...so langsam sind wir an Verzweifeln...jeder Bauträger erzählt etwas anderes...
gigi schrieb:Vom reinen Investment her liegen Luftwärmepumpe und GAS+Anschlusskosten meist auf Augenhöhe. Um den Investment einer techn. Lösung bewerten zu können, muß der tatsächliche Bedarf (Leistung, Energie) für Heizung u. Warmwasser bekannt sein.
...Einige Anbieter schaffen es bei fast gleichen Preisniveau uns eine Luftwärmepumpe anzubieten. Diese sprechen von deutlich (30%) niedrigeren jährlichen Kosten gegenüber Gas und andere zweifeln daran.
gigi schrieb:Falsch. Sowohl Energieeinsparverordnung wie auch KfW erfordern die Einhaltung zweier Parameter: Ht´und qp´´! Wer ist der Übeltäter?
...
Dass die Wärmedämmung bei Gas/Solar besser ist, ist uns schon klar, weil eine Luftwärmepumpe die Effizienz zum KFW70 besser aufwertet gegenüber Gas/Solar, was eher für Gas sprechen würde.
Gas hat den grundsätzlichen Nachteil, dass meist eine Solarthermieanlage mit verbaut werden muß, sofern man nicht auf die 15% Regel zurückgreift. Will man unbedingt bei Gas bleiben, sollte man das unbedingt umsetzen, um eine unwirtschaftliche Solarthermieanlage zu vermeiden.
gigi schrieb:Pauschale Aussagen ohne Belastbarkeit, völlig sinnfrei!Hallo,
...Luftwärmepumpe könnte etwas schneller kaputt gehen ...
gigi schrieb:Hier beginnen allerdings die Probleme. Wenn Luftwärmepumpe, dann nur mit Vollmodulation! Das können diese Anbieter leider nicht !
...Von Interesse wären Luftwärmepumpen mit Speicher von diesen Anbietern: Vaillant, Mitsubishi Zubadan und Rotex?
gigi schrieb:Das ist ein wesentliches Kriterium neben dem Kapitaldienst. Lässt sich allerdings nur beantworten, wenn die wesentlichen Grundlagen geklärt sind.=> tatsächlicher Bedarf. Bis dahin alles Rätselraten, Vermuten und Annehmen. Insgesamt keine belastbare bzw. verlässliche Grundlage für eine wesentliche Investitionsentscheidung.
...Was und aber sehr interessiert, ist die jährliche € Belastung für die Heizung und Warmwasser bei den beiden Systemen.
v.g.
NB: Forumsbeiträge ersetzen nicht die notwendige Planung/Dimensionierung der Anlage. So mancher "Ratschlag" anonymer Hobbyexperten entbehrt jeglicher Grundlage
€uro 12.07.2012 11:16
Der Da schrieb:
Die Familie und die Eltern meines Kollegen haben letztes Jahr 500 € Gas bezahlt. Was wäre, wenn sie mit einer Luftwärmepumpe lediglich 250 € Strom bezahlen müßten, dabei übermäßige Dämmung einsparen, da der Verbrauch geringer wie der Bedarf ist? Oder in Verbindung mit einer Photovoltaik überhaupt keine Verbrauchskosten für Heizung u. Warmwasser (Jahresbilanz) hätten und sogar noch den üblichen Haushaltsstrom damit abdecken? Möglicherweise durch den Verkauf von Überschüssen zusätzlich Geld einnehmen? v.g.
Der Da 12.07.2012 11:39
naja eine Photovoltaik ist an sich eine super Sache, wenn man das nötige Kleingeld dazu noch aufnehmen kann/will. Das sich eine solche Anlage auch irgendwann rechnet, würde ich auch unterschreiben. Aber wie gesagt irgendwann ist jedes Budget zu Ende. besser gehts immer.
Was ich mit meinem Post ausdrücken wollte, ist, daß Gas nicht so teuer sein muss, wie man es immer wieder mal hört. Wir haben auch zu Anfang viel drüber nachgedacht, welche Heizart und so weiter.
Zu diesen Luftpumpen habe ich ein schlechtes Verhältnis, da ich weiß wie nervend die sein können. Vielleicht bin ich da zu empfindlich, oder es gibt wie überall schlechte Geräte. Aber ich höre diese Dinger.
Was ich mit meinem Post ausdrücken wollte, ist, daß Gas nicht so teuer sein muss, wie man es immer wieder mal hört. Wir haben auch zu Anfang viel drüber nachgedacht, welche Heizart und so weiter.
Zu diesen Luftpumpen habe ich ein schlechtes Verhältnis, da ich weiß wie nervend die sein können. Vielleicht bin ich da zu empfindlich, oder es gibt wie überall schlechte Geräte. Aber ich höre diese Dinger.
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