Luftwärmepumpe oder Gas und Solar nutzen?

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Musketier

Musketier

@€uro
Es gibt hier soviel Variablen. Wie nahe kommen deine Berechnungen dann wirklich an den tatsächlich Verbrauch.
Hast du mal eine Anlage vorneweg berechnet und nach ein paar Jahren nachkalkuliert, ob das tatsächlich die richtige Entscheidung war?

Bei den "vermurksten Praxisanlagen" bist du immer schlauer, als der Planer, da du die tatsächlichen Zahlen kennst.
Siehst du, was der Bauherr damals den Planer für Angaben gemacht hat und welche Preissteigerungen einkalkuliert wurden?



Wie nah beieinander liegen die verschiedenen Anlagen wirklich?
Kann es sein, dass für meine gemachten Voraussagen eine Anlage attraktiv ist.
Bei Berücksichtigung eines Worst Case-Szenarios ist eine andere Anlage sinnvoll.
Nach tatsächlichem Nutzungsverhalten ist es eine 3.Anlage?

Kann es dann nicht sogar sein, dass am Anfang eine Anlage sinnvoll ist. Wenn dann aber noch ein Kind geplant oder ungeplant kommt, ist vielleicht eine andere attraktiv. Oder ich werde im Alter wärmeliebender und die Durchschnittstemperatur ist dann ein paar Grad wärmer, als ursprünglich geplant. Wie willst du das einkalkulieren?




Wir leben momentan in einem ungedämmten Natursteinhaus in einem Flußtal. Sofern die Heizung nicht bei extremer Kälte nachts durchläuft, fällt nach Abschalten der Heizung gegen 21:00 Uhr die Temperatur so schnell, dass ich vorher schon mal höher heizen muß, als ich eigentlich bräuchte. Im Schlafzimmer will ichs nicht eisig haben. Ich muß also abends auf über 20° vorheizen, damit früh die Temperatur nicht weit unter 10° ist.
Ich kann damit schon jetzt nicht sagen, welche Durchschnittstemperatur ich habe.
Eine Wanne habe ich momentan auch keine. Kind auch noch nicht.
Und und willst jetzt schon wissen, wie das später mit gedämmten Haus, Kind, FBH, Kamin und Wanne aussieht?
 
M

Micha&Dany

Hallo Euro,
Hallo Musketier

Danke, Musketier, das ist genau das, was ich auch meine

Aber selbst da kann man mit üblichen Durchschnittswerten helfen. [...]
Erfahrungsgemäß lässt, nachdem sich die anfängliche Euphorie gelegt hat, nach 2..3 Jahren das Holz hacken nach
Ja, das ist immer so eine Sache mit den Erfahrungs- und Durchschnittswerten...

Ich hacke seit über 12 Jahren immer wieder Holz für diverse "Lagerfeuer"...
Der von Dir für die Berechnung zu Grunde gelegte Durchschnitt liegt bei 2-3 Jahren.
Macht eine Abweichung zur Prognose von 400-600%...

Nichts für ungut, im Du hast schon prinzipiell recht, aber so einfach ist es halt auch nicht...
Nicht bös gemeint

Viele Grüße
Micha
 

€uro

.... Wie nahe kommen deine Berechnungen dann wirklich an den tatsächlich Verbrauch.
M.E. sehr nahe, nach Klimabereinigung ~ +/- 15%. Eine höhere Auflösung dürfte mit vertretbarem Aufwand kaum möglich sein.
.... Hast du mal eine Anlage vorneweg berechnet und nach ein paar Jahren nachkalkuliert, ob das tatsächlich die richtige Entscheidung war?
Die Kalkulation erfolgt vorab, der Ist-Zustand wird nachfolgend ausgewertet.
Nicht nur eine, sondern mehrere Anlagen in meiner Region. U.A. mein eigenes Gebäude, es ist mit Sensoren innen wie außen geradezu "verwanzt" , je nachdem wie sicher die Eingangsparameter erfasst werden, je besser das Endergebnis.
.... Bei den "vermurksten Praxisanlagen" bist du immer schlauer, als der Planer, da du die tatsächlichen Zahlen kennst.
Wenn es bei den vermurksten Anlagen eine Planung gäbe, wäre mir und den Bauherren sehr geholfen. Meist gibt es dort jedoch absolut - Nichts! Keine Heizlastberechnung, kein Messprotokoll der KWL, keine Heizflächenauslegung , keine Rohrhydraulik...etc.
Ein absolutes Vakuum und genau an dieser Stelle liegt das Problem.
.... Siehst du, was der Bauherr damals den Planer für Angaben gemacht hat und welche Preissteigerungen einkalkuliert wurden?
In der Regel nicht, nur in Ausnahmefällen. Die Regel ist dabei das GU/GÜ Vorhaben!
Gegenfrage: Fragt Dich Dein Anbieter welche RT Du im WoZi, Flur, HWR, Kü, etc. haben möchtest? Wohl kaum, dennoch bietet er Dir Haus A mit einer Heizung xy zum Preis Z an. Wie ist das möglich?
.... Oder ich werde im Alter wärmeliebender und die Durchschnittstemperatur ist dann ein paar Grad wärmer, als ursprünglich geplant. Wie willst du das einkalkulieren?
Höhere RT => höherer Bedarf => höhere Verbrauchskosten!
Bei mäßig bis gut gedämmten Gebäuden => spürbarer Einfluß
Bei sehr gut gedämmten Gebäuden => geringer Einfluß
Bei WP => geringer Einfluß
Bei konventionellen WE => spürbarer Einfluß
Bei mildem Außenklima => geringer Einfluß
Bei kaltem Klima => spürbarer Einfluß

Nun kannst Du Dir eine Matrix aufstellen

....Sofern die Heizung nicht bei extremer Kälte nachts durchläuft, fällt nach Abschalten der Heizung gegen 21:00 Uhr die Temperatur so schnell, dass ich vorher schon mal höher heizen muß, als ich eigentlich bräuchte.
Einfache Antwort, abgesenkt durchheizen! "Vorheizen" macht energetisch keinen Sinn! Die ideale Heizung stellt grade einmal soviel Energie zur Verfügung, wie das Gebäude momentan verliert. Die meisten konventionellen WE im Bestand sind hiervon meilenweit entfernt. Sie können nicht modulieren, sondern meist nur On/Off! Daher auch die z.T. erheblichen Verluste.
....Ich kann damit schon jetzt nicht sagen, welche Durchschnittstemperatur ich habe.
Wenn Du nicht weißt, was Du willst, mußt Du auch mit den Konsequenzen leben.
Nicht Wissen was man selbst möchte-erwartet, bedeutet Rätselraten mit ungewissem z.T. kostspieligen Ausgang

v.g.
 
Musketier

Musketier

Wenn Du nicht weißt, was Du willst, mußt Du auch mit den Konsequenzen leben.
Nicht Wissen was man selbst möchte-erwartet, bedeutet Rätselraten mit ungewissem z.T. kostspieligen Ausgang
Ich will es WARM.

Ob ich 10€ oder 20€ im Monat dafür mehr oder weniger zahle ist mir schnuppe.
Bei 100€ pro Monat sieht die Welt schon anders aus.
Deswegen war die Frage, wie weit die Anlagen auseinander liegen.
Dein beliebtes "Groschengrab" kann ja nun viel bedeuten.


Aber ich gehe davon aus, dass das Heizen der 120m² definitiv weniger kostet als unsere jetzt Wohnung mit 80m², egal welche Heizungsart ich einsetze.
 
Der Da

Der Da

Der €uro macht mich auch ganz wuselig
Wir haben ein Haus von der Stange.
Wir haben Gas, Solar und Heizkörper (keine FBH)
Wir haben eine KWL (reines Komfort-Kriterium)
Und wir haben einen Schwedenofen (reines Lagerfeuer-Kriterium)

bisher war ich echt überzeugt von dem was unser Hausanbieter so macht, und da wir das ganze Paket sozusagen für lau, also ohne hohe Aufpreise bekommen haben (Klar haben die das vorher reinkalkuliert) hab ich mir bisher auch keine Gedanken gemacht. Auch kenne ich einige Warmliebende Bauherren des Anbieters, und die haben moderate Heizkosten, über die ich momentan in der Mietwohnung nur lache.
Aber je mehr ich hier mitlese, desto unsicherer werde ich

ne Spaß bei Seite... ich glaube fest daran dass seriöse Hausanbieter sowas schon mal durchrechnen, und einem nicht jeden Driss andrehen. Ich weiß auch, dass Gas aus ökologischen Gesichtspunkten nicht die cleverste Wahl ist, aber wir wollen Gas zum Kochen, also ist das sicher praktischer als alles andere. Ich weiß auch, dass so ein Holzofen für zu mächtig ist für unser Haus, und wir wahrscheinlich im Winter erst mal alles aufreissen müssen (oder die KWL hochschrauben) um die Hitze wieder herauszubekommen. Aber es gibt echt nichts schöneres als Abends in den Kamin zu schauen, und nebenbei ein Buch zu lesen. Und Holz hacken macht echt Spass solange man das noch kann...

Aber ich glaube echt, und davon bin ich überzeugt, dass egal welche Heizungsanlage ich hätte einbauen lassen, die Kosten sich sehr gering halten was den Verbrauch angeht. Einzig von der Solaranlage bin ich weniger überzeugt, aber na gut, die KFW will es so, oder besser jede andere Maßnahme wäre teurer.

So nun weitermachen.
 
Zuletzt aktualisiert 20.01.2022
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