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ᐅ Kostenschätzung bei Abriss und Neubau.


Erstellt am: 24.11.2020 19:52

Juniper 24.11.2020 19:52
Eigentlich war das Thema Hausbau für uns soweit abgeschlossen. Wir haben vor etwa 7 Jahren ein Reihenendhaus gebaut und sind damit, bis auf die üblichen Kleinigkeiten glücklich.

Jetzt haben wir durch Zufall festgestellt, dass „das Haus“ was ich seit etwa 6 Jahren bewundere zwangsversteigert wird.

Daher drängt sich uns die Frage auf, ob dieses Haus für uns in Frage kommt. Größe und Schnitt stimmen soweit und die Lage ist einer der Gründe warum mir das Haus überhaupt aufgefallen ist.

Aber, und das ist ein großes aber, das Haus ist von 1960 und der Gutachter konnte nur eine Außenbegutachtung durchführen. Es ist also realistisch möglich, dass das Haus nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren ist. Das war bei 1-2 anderen Häusern in der Umgebung der Fall.

Um Abschätzen zu können, ob wir überhaupt Interesse daran haben mitzubieten, brauche ich also Informationen wieviel im schlimmsten Fall ein Neubau kosten würde.

Und da beginnt nun mein Problem. Ich bin vollkommen „raus“ bei dem Thema Kosten eines Neubaus. Das Internet bringt mich da auch nicht wirklich weiter, bzw. erschlägt mich mit Informationen. Mich an einen Architekten bzw. Bauträger zu diesen Zeitpunkt zu wenden erscheint mir völlig verfrüht, die Wahrscheinlichkeit das wir dieses Haus ersteigern ist ja eher gering und das dann wirklich neu gebaut werden muss noch geringer.

Erschwert wird das Ganze noch dadurch, dass das Grundstück zum Garten etwas abfällt. Der vorhandene Keller ist zum Garten bis auf die letzten 80 cm oberirdisch. Bodenplatte wäre also vermutlich nicht möglich bzw. sinnvoll ? Mit Kellern habe ich null Erfahrung. Unser derzeitiges Haus hat keinen und so richtig vermisse ich ihn auch nicht.

Falls das hilfreich ist: Das Haus von 1960 hat eine Größe von 9,30 x 9,30. Vollunterkellert und ein Satteldach. Wohnfläche etwa 120 qm außerdem einen etwas ungeschickt platzierten Anbau von 20 qm. Also insgesamt 140qm.

In den Bereich von 140qm müssten wir auch wieder kommen um auf unsere jetzige Wohnfläche zu kommen ggf. würde sich da eine Nutzung des oberirdischen Kellerteils anbieten?

So, falls ich euch nicht völlig verloren habe, meine Fragen:
Was kostet ein „Mittelklasse“ Neubau eines 120 qm Hauses zur Zeit?
Was kostet ein Keller (Wohnkeller) von 9 x 9 m?
Wieviel bezahlt man für Abriss und Entsorgung des Althauses?
Bezahlt man die typischen Baunebenkosten (z.b. Hausanschlüsse, Erarbeiten) noch einmal, oder kann man auf die bereits bestehenden Anschlüsse und Kellergrube zurückgreifen?

Das eine Zwangsversteigerung noch viele andere Unwägbarkeiten mit sich bringt ist mir übrigens klar. Das bedenken wir auch, ist an dieser Stelle aber nicht das was ich diskutieren möchte.

Tassimat 24.11.2020 20:33
Willkommen im Forum 🙂
Juniper schrieb:

Aber, und das ist ein großes aber, das Haus ist von 1960 und der Gutachter konnte nur eine Außenbegutachtung durchführen. Es ist also realistisch möglich, dass das Haus nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren ist. Das war bei 1-2 anderen Häusern in der Umgebung der Fall.

Also erstmal ist an einem Haus von 1960 grundsätzlich nichts auszusetzen. Stimmt die Grundsubstanz kann man es auch problemlos sanieren. Macht es denn allgemein von außen gesehen einen guten Eindruck? Oder wirkt es heruntergekommen? Was genau war das Problem der Häuser in der Nachbarschaft?

Selbst bei einer reinen Außenbegutachtung wird der Gutachter hoffentlich irgendetwas festgestellt, beurteilt oder sonstwas geschrieben haben. Deutet das wirklich auf Abriss hin?

Also ein Neubau ultra grob gerechnet bekommt man ab 2000€/m² Wohnfläche zzgl. 50k Baunebenkosten. Wohnkeller sagen wir einfach mal auc 50.000€. Stöber mal in den anderen Forenthreads, da haben Leute etwas realistischere aktuelle Zahlen als meine Schätzung. Also Abriss und Neubau würde ich mal in Summe auf 400.000€ glaskugeln.

Selbst eine vollumfängliche Kernsanierung sollte günstiger sein.

Wie auch immer, sollten Mitbieter keinen "Neubauanspruch" haben und das Haus für bewohnbar halten, dann wird der Preis entsprechend hoch angesetzt. Also biete nicht mehr als den reinen Grundstückswert für einen Neubau, oder rechne lieber mit einer Sanierung.

Tassimat 24.11.2020 20:39
Juniper schrieb:

Was kostet ein Keller (Wohnkeller) von 9 x 9 m?
Wieviel bezahlt man für Abriss und Entsorgung des Althauses?
Bezahlt man die typischen Baunebenkosten (z.b. Hausanschlüsse, Erarbeiten) noch einmal, oder kann man auf die bereits bestehenden Anschlüsse und Kellergrube zurückgreifen?
Der Zustand eines Kellers aus den 60ern wird nicht den Anforderungen eines heutigen Wohnkellers genügen. Mit Glück ist er trocken, aber höchstwahrscheinlich ungedämmt. Gibt es bereits Fenster? Passt die Raumhöhe?
Einfach gesagt: Neuer Keller = neue Erdarbeiten und alles drum und dran. Von neuen Häusern auf alten Kellern halte ich persönlich nichts.

nordanney 24.11.2020 20:49
Vergiss den Neubau. Der Preis in der ZV wird so unrentabel hoch für einen Abriss und Neubau werden.
Sanierung oder sein lassen.

Juniper 24.11.2020 20:55
Tassimat schrieb:

Willkommen im Forum 🙂



Also erstmal ist an einem Haus von 1960 grundsätzlich nichts auszusetzen. Stimmt die Grundsubstanz kann man es auch problemlos sanieren. Macht es denn allgemein von außen gesehen einen guten Eindruck? Oder wirkt es heruntergekommen? Was genau war das Problem der Häuser in der Nachbarschaft?

Selbst bei einer reinen Außenbegutachtung wird der Gutachter hoffentlich irgendetwas festgestellt, beurteilt oder sonstwas geschrieben haben. Deutet das wirklich auf Abriss hin?

Also ein Neubau ultra grob gerechnet bekommt man ab 2000€/m² Wohnfläche zzgl. 50k Baunebenkosten. Wohnkeller sagen wir einfach mal auc 50.000€. Stöber mal in den anderen Forenthreads, da haben Leute etwas realistischere aktuelle Zahlen als meine Schätzung. Also Abriss und Neubau würde ich mal in Summe auf 400.000€ glaskugeln.

Selbst eine vollumfängliche Kernsanierung sollte günstiger sein.

Wie auch immer, sollten Mitbieter keinen "Neubauanspruch" haben und das Haus für bewohnbar halten, dann wird der Preis entsprechend hoch angesetzt. Also biete nicht mehr als den reinen Grundstückswert für einen Neubau, oder rechne lieber mit einer Sanierung.

Als erste Präferenz rechne ich mit einer Sanierung. Ich möchte in meinen Überlegungen allerdings für den Worst Case gewappnet sein.
Lieber biete ich wenig und bekomme das Haus nicht, als mich total zu übernehmen.

Der Gutachter spricht von „erheblichem Sanierungsbedarf“ geht da aber nicht weiter drauf ein. Nach den Fotos und dem was ich von außen sehen kann, wurde seit dem Anbau in den 70ern nichts mehr groß an dem Haus gemacht, aber es sieht nicht aus „als ob es bald zusammenfällt“.

Was genau das Problem in der Nachbarschaft war, weiß ich leider nicht. Wir waren mit dem Thema Hausbau durch, da hab ich nicht weiter nachgefragt.

Juniper 24.11.2020 20:59
Tassimat schrieb:

Der Zustand eines Kellers aus den 60ern wird nicht den Anforderungen eines heutigen Wohnkellers genügen. Mit Glück ist er trocken, aber höchstwahrscheinlich ungedämmt. Gibt es bereits Fenster? Passt die Raumhöhe?
Einfach gesagt: Neuer Keller = neue Erdarbeiten und alles drum und dran. Von neuen Häusern auf alten Kellern halte ich persönlich nichts.

Zum Garten gibt es große Fenster. Die Raumhöhe wird der Knackpunkt sein.

Allerdings rechne ich beim Keller mit dem größtem Problempotential. Hinter dem Grundstück beginnt ein Naturschutzgebiet mit einer Feuchtwiese.
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