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ᐅ Grundstückswahl - Südhang mit Erschließung von Norden

Erstellt am: 20.02.24 20:52
S
Sahitaz
Guten Abend zusammen,
ich denke darüber nach, ein Haus auf einer Wiese zu bauen. Das Grundstück (im Familienbesitz) liegt im Dorf (östlich davon Baugebiet aus den 90gern - angehängt mit Bebauungsplan_neu und im Bild in orange - südlich davon Baugebiet aus den 80gern - angehängt mit Bebauungsplan_alt und im Bild blau markiert), ist jedoch nicht erschlossen. Weiterhin wird wohl zukünftig noch ein Gebiet erschlossen - im Anhang im Bild grün gekennzeichnet. Im Bild im Anhang sieht man die Grundstücke wovon die größere Wiese im Besitz meiner Eltern liegt - ich könnte beispielsweise '2' auswählen - während das Grundstück '1' im Besitz meiner Tante ist.
Das Grundstück weist eine Hangneigung auf, nach Süden abfallend, und würde von Norden erschlossen werden können. Das angehängte Höhenprofil von BayernAtlas entspricht nicht der Realität. Der Hang fällt ‚deutlich‘ stärker ab (alles eine Frage der Relation). Ich habe keine exakten Daten hierzu, habe aber Probehalber an der westlichen Grundstücksgrenze von Grundstück 1 mit einem Kreuzlinienlaser von Straßenniveau zu geschätzter Gebäudevorderkante (grob auf Höhe des Nebengebäudes) waren ca. 2m Höhendifferenz, sowie etwa 10m weiter (also geschätzte Gebäudehinterkante) etwa 3,2m Höhendifferenz) gemessen. An den gemessenen Punkten ist aber die stärkste Steigung des Grundstücks, die östliche Grundstücksgrenze ist im Vergleich quasi eben.
In beiden genannten Baugebieten sind bereits renovierte bzw. umgebaute Gebäude oder Neubauten vorhanden, die nicht mehr den damaligen Bebauungsplänen entsprechen. Trotzdem habe ich die Vorgaben so gut es geht von beiden Gebieten unten ausgefüllt. Die Wiese ist, wie erwähnt, kein Baugebiet und hat damit offiziell keinen Bebauungsplan.
Gewünscht wäre grundsätzlich ein typisches Einfamilienhaus (2 Kinderzimmer, 1 Büro). Da ich aktuell alleine bauen möchte, und handwerklich begabt bin (habe mit Vater und Großvater bereits zwei Wohnungen des 3 Generationenhauses meiner Eltern komplett Kernsaniert – also Elektro, Heizung, Wasser, Beton, Estrich, Türen, Böden, …) würde ich zunächst einen Rohbau stellen wollen und lediglich das Erdgeschoss ausbauen um Geld zu sparen. Jedoch möchte ich die Finanzierung sowie ein Infragestellen der Sinnhaftigkeit aufgrund meiner Situation (noch) NICHT diskutieren. Die Finanzierung wird geklärt wenn ein positiver Bescheid der Bauvoranfrage und erste Angebote vorliegen.

Nun stellt sich die Frage (unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde eine Erschließung unterstützt):
- Grundstück 1 (ca. 750qm) würde sich leichter erschließen lassen und hätte weniger Hanglage, jedoch ist ein Kauf des Grundstücks noch nicht geklärt (Meine Tante würde grundsätzlich gerne tauschen - dann wäre aber eine Vermessung sowie ein Tausch inkl doppelter Notar-, Grundbuchgebühren und Grundsteuer zu bezahlen und das Grundstück würde im Alter als ihre 'Altersvorsorge' dienen - also bei Bedarf verkauft)
- Grundstück 2 hätte den Nachteil der stärkeren Hanglage und der höheren Erschließungskosten. Aber die Grundstücksgröße ist quasi frei wählbar, ein Verkauf von süd-westlichen Grundstücksteilen ist unwahrscheinlicher und das Grundstück wäre quasi kostenlos.

Nun noch die Fragen:
- kann man abschätzen, wie viel der laufende Meter Straße (in Bayern) in einer Gemeinde kostet? Die Straße über dem Grundstück ist ein asphaltierter aber nicht brauchbarer Flurbereinigungsweg und würde definitiv ersetzt werden (müssen). Im Bebauungsplan 'neu' wird eine 4,5m Breite Straße ohne Gehsteig gezeigt, welche so auch in Realität vorhanden ist -> so könnte ich herausfinden wo der Punkt ist, ab wann sich das Grundstück meiner Tante nicht mehr lohnt bzw. vielleicht kann mir jemand sofort eine ausschlaggebende Argumentation für Grundstück 1 bzw. 2 nennen.

Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks: ca 750qm
Hang: ja, Südhang (ca 25° nach Osten) mit Zufahrt von Norden
Grundflächenzahl: 0,4
Geschossflächenzahl: 0,8
Baufenster, Baulinie und -grenze: aktuell keine, da landwirtschaftliche Wiese, typ. 3m
Randbebauung: nur für Nebengebäude
Anzahl Stellplatz: mindestens 2
Geschossigkeit: E + D bzw. E + U + D (älterer Bebauungsplan)
Dachform: Satteldach mit Dachneigung von 38° … 48° in Sparren- oder Kehlbalkenausführung
Stilrichtung: offene Bauweise
Ausrichtung: unbekannt
Maximale Höhen/Begrenzungen: unbekannt
weitere Vorgaben:
- Traufhöhe Hangoberseite min. 2,0m … max. 3,35m
- Traufhöhe Hangunterseite max. 6,3m
- Kniestock max. 0,5m
- Dacheindeckung in Bieberschwänzen oder Pfannen in naturrot
- Dachüberstand max. 0,3m bzw. 0,5m (älterer Bebauungsplan)
- Erdgeschossfußboden muss über, aber maximal 0,3m bzw. 0,5m (älterer Bebauungsplan) über Geländeoberfläche
- Außenputz als Glatt- oder Rauputz

Anforderungen der Bauherren
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: Satteldach
Keller, Geschosse: E + U (+ nicht ausgebautes Dachgeschoss als Lagerraum)
Anzahl der Personen, Alter: 1 (30)
Raumbedarf im EG, OG: siehe Grundrissidee
Büro: Homeoffice
Schlafgäste pro Jahr: unbekannt (Schlafcouch reicht i. A.)
offene Architektur
konservativ oder moderne Bauweise: Mischung
offene Küche, freistehende Kochinsel
Anzahl Essplätze: min. 6
Kamin: nicht notwendig
Musik/Stereowand: nein
Balkon, Dachterrasse: Balkon und Terrasse, einfache Erreichbarkeit des Gartens ist wichtig
Garage, Carport: Garage später vorgesehen, erstmal nichts



Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: Do-it-Yourself
Was gefällt besonders? Warum?
- barrierefreier Umbau des Erdgeschosses möglich (Arbeitszimmer wird zu Schlafzimmer, Wände zwischen Bad, Arbeitszimmer und Abstellkammer so verändern, dass im Schlafzimmer Stauraum für Schrank, und Badezimmer erweitert wird)
- Zugang von Küche und Essbereich auf großzügige Terrasse/Balkon
Was gefällt nicht? Warum?
- natürliches Licht in (beiden) Badezimmern fraglich
- vielleicht wenig Platz für Garderobe?
- im Untergeschoss wäre auch weniger Platz ausreichend, deshalb kein Erker (fraglich was Statik angeht – mit/ohne Stützen)
- viel verschenkte Flurfläche im UG
Preisschätzung laut Architekt/Planer: unbekannt
Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl. Ausstattung: unbekannt
favorisierte Heiztechnik: Luft-Wasser-Wärmepumpe
Architektonische Bauzeichnung eines Hauses mit Satteldach; Front- und Seitenansicht, Typ E+U.

Scan eines deutschen Baurechtsdokuments mit Nutzungsart, Haupt- und Nebengebäuden.

Altes Bauplandokument: Terrassen, Freileitungen, Abstandsflächen, Bepflanzung.

Technische Zeichnung eines Hauses mit Giebeldach, Maßangaben und Typ E+D.

Seite eines Bauordnungsdokuments: Abschnitt 2 und 3 zu Nutzungs- und Gebäuderegeln.

Dokumentenseite mit Text über Nebengebäude, Dachneigungen und Regeln.

Lageplan mit roter Umrandung der Grundstücke 2 und 1, blaue und orange Linien durch das Wohngebiet.

Kartenansicht mit rotem Messkreis, zwei Messpunkten; Winkel 153.20° und Distanz 32.01 m.

Kartenansicht mit Straßennetz, angrenzenden Grundstücken, rotem Messkreis und Maßangabe 32,34 m.
H
hanghaus2023
14.04.25 09:18
Du kannst auch die Wohnebene nach unten verlegen. Das hatte ich schon mal untersucht. Hier das Projekt.

https://www.hausbau-forum.de/threads/grundrissauswahl-bei-schwierigem-baufeld-und-hanglage.48818/
S
Sahitaz
14.04.25 10:23
Das mit der Wohnebene muss ich mir nochmal ernsthaft durch den Kopf gehen lassen.
Da bin ich sehr zwiegespalten.

@hanghaus2023 Wir scheinen nicht weit voneinander entfernt zu sein, ich bin etwas nördlich der A6

Am Mittwoch ist Gemeinderatssitzung. Mal sehen was da besprochen wird oder entschieden.
Es sind schon 'recht hohe Ausgleichsflächen' zu schaffen, im vergleich zum restlichen Baugebiet mit seinen Ackerflächen, was meinen Eltern nicht gerade zusagt.
H
hanghaus2023
14.04.25 10:36
Sahitaz schrieb:

@hanghaus2023 Wir scheinen nicht weit voneinander entfernt zu sein, ich bin etwas nördlich der A6

Am Mittwoch ist Gemeinderatssitzung. Mal sehen was da besprochen wird oder entschieden.
Es sind schon 'recht hohe Ausgleichsflächen' zu schaffen, im vergleich zum restlichen Baugebiet mit seinen Ackerflächen, was meinen Eltern nicht gerade zusagt.

Du gehst doch sicher hin zur Gemeinderatssitzung.

Dafür wird aus einer Wiese Bauland von über 2200 m2.
Y
ypg
14.04.25 10:36
Sahitaz schrieb:

Da bin ich sehr zwiegespalten.
Erzähle Deine Gedanken und Einwände. Dann kann man darauf eingehen.
S
Sahitaz
14.04.25 13:59
Was spricht für den Wohnbereich im EG:
- das leben im alter ist einfacher (im alter versucht man den Garten so einfach wie möglich zu halten, die Gartenarbeit sehe ich also weniger als Treppenproblem, als das leben im Alltag von Eingang zum Wohnbereich)
- ich finde den Gedanken nicht so schön den Eingangsbereich im privaten Bereich (Schlaf- und Kinderzimmer mit privaten Badezimmer) zu haben
- ich fände es schön, vom Eingang 'direkt' in den Wohnbereich zu gelangen - und eventuell sogar eine direkte Sichtachse zum Garten zu haben (ich habe eine etwas angepasste grundrissidee, muss ich aber noch ausarbeiten, ob das so funktionieren kann ...)

Was spricht für den Wohnbereich im UG:
- direkter Gartenzugang aus Wohnbereich (Terrasse wird auch günstiger/einfacher) - egal ob für arbeiten zwischendurch, einfaches putzen von

(Die nähe zum Kind im Garten sehe ich nur teilweise als Vorteil:
- der unbeaufsichtigte Zugang zum Garten ist beim Bungalow auch möglich
- es kommt auf das Kind und Familiengewohnheiten an - ich zB habe wenig zeit in meinem Kinderzimmer verbracht und eher in Wohn-/Essbereich, egal ob spielen oder Hausaufgaben, oder sonstiges)
- was ich aber sehr wohl anerkenne sind ein großteil der Arbeiten die @ypg genannt hat, oder die nähe zum Garten was Toilette, Kind ist verletzt/schreit, etc. angeht

Es fällt mir schwer zu gewichten, wie viel Komfortverlust eine Terrasse im EG mit Treppe in den Garten im Vergleich zum direkten Gartenzugang ist im Gegensatz zu dem Wohl-/Unwohlfühlfaktor des Eingangsbereichs in den Privat- statt Wohnbereich, den Treppen und das Leben im Alter
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