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ᐅ Gas mit Solarthermie? oder Wärmepumpe mit Photovoltaik? Beratung


Erstellt am: 05.02.2020 08:57

Micha8589 19.02.2020 12:27
Hallo liebe Gemeinde,
leider wird mein zu morgen geplanter Termin zur Energieberatung aus persönlichen Gründen nicht stattfinden und ich kann somit nicht berichten. Jedoch muss ich nach allen Kommentaren die ich in diesem Thread gelesen habe, einer mittlerweile erstellten Vorangebot und nach Gesprächen zweier Kollegen die gerade schon am Bauen sind und genau vor dem selben Problem stehen, gestehen was mich selbst auch überrascht, das ich wohl zu Gasbrennwerttechnik und Solarthermie tendieren werde mit der Option in Zukunft diese Anlage mit einer Photovoltaikanlage oder Erdwärmepumpe aufzurüsten.

guckuck2 19.02.2020 14:30
Lege die Solarthermie, Ggf Sat Anlage und andere Durchdringungen so, dass sie einer Photovoltaikanlage nicht im Weg sind oder verschatten würden.

ares83 19.02.2020 16:36
Ich habe bei dem ganzen Thread nicht mehr den Überblick ob ihr eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung geplant habt. Wenn ja würde ich die Solarthermie weglassen. Ist dann eigentlich nicht mehr nötig wenn richtig ausgeführt.

Kann man etwas wie eine Sole-Wasser-Wärmepumpe so einfach nachrüsten? Wie dicht muss so eine Bohrung am Haus sein?

blubbernase 18.04.2020 12:04
Sehr interessante Diskussion, vielen Dank! (auch wenn ich wegen der umständlichen Beschreibung einer splitklima sehr schmunzeln musste) da ich noch ganz am Anfang meiner Planung und Recherche bin.. Eine Frage stellt sich mir dann auch im Rahmen dieser Diskussion: inwiefern beeinflusst die Entscheidung heute meine Modernisierungs Möglichkeiten in der Zukunft? Wenn ich in 15 oder 20 Jahren die Heizung modernisieren will, verbaue ich mir bei der Entscheidung zwischen den heutigen Möglichkeiten was? Oder ist das egal?

Mycraft 18.04.2020 12:25
blubbernase schrieb:

auch wenn ich wegen der umständlichen Beschreibung einer splitklima sehr schmunzeln musste
Ja das war auch der Sinn dahinter neben der Aufklärung. Denn genau das betreiben GU's, GÜ's, und andere Hausbaufirmen. Möglichst umständlich den Interessenten die Technik beschreiben und als das Nonplusultra darstellen.

Dabei ist jede Wärmepumpe im Prinzip eine Split-Klimaanlage wird auch so verkauft und steht auch oft direkt auf dem Gerät. Es ist eben auch lustig zu lesen oder zu sehen, dass die Wärmepumpe-Käufer dann sich vehement gegen Split-Klimaanlagen wehren bis aufs Blut. A la: "Sowas kommt mir nicht ins Haus!" "Ich bin für Umweltschutz" dabei wird mit einer Splitklima geheizt nur eben dass in der Regel Wasser damit erhitzt wird und nicht die Luft direkt.

Wenigstens ist aber in den Köpfen langsam angekommen, dass eine Luft-luftwärmepumpe eben eine waschechte Splitklimaanlage ist und zum heizen von Häusern in unseren Breiten suboptimal.

knalltüte 20.04.2020 22:52
Darf ich erzählen aus welchen Gründen wir ein KfW40+ Haus planen mit Sole-Wasser Wärmepumpe,
Fußbodenheizung, Kontrollierte-Wohnraumlüftung, Photovoltaik + Batteriespeicher?

„Natürlich“ geht es auch um Ökologie. Ich hoffe es ist nachhaltig so zu bauen. Viel Holz
statt viel Beton/Stein (Die Herstellung von Zement setzt gewaltige Mengen an CO2 frei)

Kinder + Enkelkinder -> Verantwortung

Dennoch müssen wir auch wirtschaftlich denken, Geld ist da, aber leider nicht beliebig viel :-/

Durch die Extras wie Kontrollierte-Wohnraumlüftung wird das Wohnklima hoffentlich ein angenehmeres als in einem
Steinbau ohne Kontrollierte-Wohnraumlüftung. Ich habe leider keine eigenen Erfahrungen von allen alternativen Bauten,
nur „Hörensagen“.

Ein dann auch besser gedämmter Bau wird entsprechend teurer, aber gerade zur Zeit wird
KfW40+ sehr gut gefördert, zusätzlich Progress NRW und BAFA. (Stein massiv übrigens wohl
kaum möglich mit vertretbaren Wandstärken KfW40+ zu erreichen)

Meine Wette: Mittelfristig in 10 – 15 Max. 20 Jahre weniger Gesamtkosten (Gestehung + Betrieb)
als „konventionell“ gebaut.

Fossile Energien sind endlich, eine langfristige Nutzung wird steigende Kosten nach sich ziehen.
Eine Wärmepumpe in Verbindung mit Photovoltaik (so viel Photovoltaik wie irgend möglich!) + Batterie ermöglichen maximalen
Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms. Optimal wäre mittelfristig ein ein Batterieelektrisches
Fahrzeug dazu…

Dadurch langfristig niedrige Betriebskosten (die Photovoltaikanlage bezahlt sich quasi selbst, wer das
nicht glaubt einfach nachrechnen mit Photovoltaik SOL)

Bei allen Anlagentechniken ist leider jedoch keiner sicher was zukünftig passiert um die Effizienz
positiv oder negativ zu beeinflussen (Blick in die Glaskugel)

Und einen passen Partner der das planen und bauen kann mag schwierig sein …

Zudem kann und werde ich niemandem empfehlen in welcher Form auch immer zu bauen.
Das soll alles nur zur Anregung dienen auch mal in andere Richtungen zu denken.
Kann doch nicht schaden – oder ?

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