ᐅ Fundament falsch positioniert wie Vorgehen?
Erstellt am: 19.04.22 19:47
lars909 19.04.22 19:47
Hallo zusammen,
leider haben wir bei unserem Neubau heute festgestellt, dass das Fundament falsch auf dem Grundstück positioniert wurde. Die Bodenplatte wurde noch nicht gegossen. Weil ein falscher Grenzstein angenommen wurde, liegt das Fundament bzw. die Schalung 3 Meter zu weit hinten auf dem Grundstück. Wir hatten kurz überlegt uns damit abzufinden und einen neuen Bauantrag stellen zu lassen, uns aber letztendlich wegen des fehlenden Gartens dagegen entschieden.
Der Bauleiter hat den Fehler direkt eingestanden. Das Fundament soll nun um 3 Meter nach vorne "versetzt" werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird dazu vorne ein Stück hinzugefügt und mit dem Rest verbunden. Hinten wird ebenfalls ein neues Stück hinzugefügt und verbunden - der 3 Meter übestehende "Rest" kann laut Aussage des Bauleiters bleiben, da hier ohnehin eine Terrasse auf Höhe des Schiebeelements geplant ist. Die Abwasserrohe etc. werden natürlich ebenfalls versetzt.
Ich bin Laie und ehrlich gesagt noch froh, dass keine Bodenplatte gegossen wurde. Dennoch treibt mich die Frage um, ob das so das richtige Vorgehen ist? Oder muss hier eigentlich alles entfernt und neugemacht werden? Ich möchte keinen unnötigen Aufwand verursachen und gebe mich mit einer vernünftigen Lösung zufrieden. Was ist also baulich ok und vertretbar? Wie macht man sowas in der Praxis?
Viel Glück
leider haben wir bei unserem Neubau heute festgestellt, dass das Fundament falsch auf dem Grundstück positioniert wurde. Die Bodenplatte wurde noch nicht gegossen. Weil ein falscher Grenzstein angenommen wurde, liegt das Fundament bzw. die Schalung 3 Meter zu weit hinten auf dem Grundstück. Wir hatten kurz überlegt uns damit abzufinden und einen neuen Bauantrag stellen zu lassen, uns aber letztendlich wegen des fehlenden Gartens dagegen entschieden.
Der Bauleiter hat den Fehler direkt eingestanden. Das Fundament soll nun um 3 Meter nach vorne "versetzt" werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird dazu vorne ein Stück hinzugefügt und mit dem Rest verbunden. Hinten wird ebenfalls ein neues Stück hinzugefügt und verbunden - der 3 Meter übestehende "Rest" kann laut Aussage des Bauleiters bleiben, da hier ohnehin eine Terrasse auf Höhe des Schiebeelements geplant ist. Die Abwasserrohe etc. werden natürlich ebenfalls versetzt.
Ich bin Laie und ehrlich gesagt noch froh, dass keine Bodenplatte gegossen wurde. Dennoch treibt mich die Frage um, ob das so das richtige Vorgehen ist? Oder muss hier eigentlich alles entfernt und neugemacht werden? Ich möchte keinen unnötigen Aufwand verursachen und gebe mich mit einer vernünftigen Lösung zufrieden. Was ist also baulich ok und vertretbar? Wie macht man sowas in der Praxis?
Viel Glück
11ant 19.04.22 20:15
Du bist nicht allein Laie, Dein "Bauleiter" ist es offensichtlich auch (oder sein Gehirn liegt versehentlich ebenfalls drei Meter daneben). Sein Problem ist, daß seine Budgetkompetenz wohl mehr nicht hergibt; und sein Chef wird mit der "Lösung" höchst zufrieden sein: ein schwerer Fehler zwar, aber mit offensichtlichen Auswirkungen erst deutlich nach Ablauf der Gewährleistung. Gegen diesen Pfusch solltest Du mit allen Mitteln protestieren !
Das ist nicht nur statisch Mist, das Haus auf zwei Bodenplatten zu stellen; sondern auch energetisch, weil die fehlplatzierte Bodenplattenscholle eine 1a Kältebrücke abgibt. Ich rufe mal hinzu ...
Das ist nicht nur statisch Mist, das Haus auf zwei Bodenplatten zu stellen; sondern auch energetisch, weil die fehlplatzierte Bodenplattenscholle eine 1a Kältebrücke abgibt. Ich rufe mal hinzu ...
sergutsch 19.04.22 20:18
Eigentlich wäre die richtige Vorgehensweise die Absteckung vom Vermesser erstellen zu lassen, dass der Bauleiter es eigenhändig anlegen darf ist mir neu. Bei uns wurde der Feinabsteckungsriss als Nebenbestimmung in der Baugenehmigung gefordert.
sergutsch 19.04.22 20:23
11ant schrieb:
...das Haus auf zwei Bodenplatten zu stellen; sondern auch energetisch, weil die fehlplatzierte Bodenplattenscholle eine 1a Kältebrücke abgibt...guckst du hier 🙂 (Zeichen Zeichen Zeichen)
lars909 schrieb:
Die Bodenplatte wurde noch nicht gegossen sergutsch 19.04.22 20:25
sergutsch schrieb:
Eigentlich wäre die richtige Vorgehensweise die Absteckung vom Vermesser erstellen zu lassen, dass der Bauleiter es eigenhändig anlegen darf ist mir neu. Bei uns wurde der Feinabsteckungsriss als Nebenbestimmung in der Baugenehmigung gefordert.Ich würde sogar dringend empfehlen es nachzuholen oder zumindest überprüfen und bestätigen lars909 19.04.22 20:28
Moment. Bevor hier so massiv ausgeholt wird.
Es geht um die Streifenfundamente unter den Schalungssteinen. NICHT um die Bodenplatte. Diese wurde noch nicht gegossen.
Es geht um die Streifenfundamente unter den Schalungssteinen. NICHT um die Bodenplatte. Diese wurde noch nicht gegossen.
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