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ᐅ Erstgespräch/Auswahl Architekt


Erstellt am: 10.02.21 20:22

Gerddieter11.02.21 14:10
stfn_86 schrieb:


Genau das ist meine Frage. Wir haben bereits vor einiger Zeit ein Gespräch mit einem Architekten geführt, dessen bevorzugtes Arbeitsmodell "Leistungsphase 1-4, dann GU" ist. Einer der Architekten, mit denen wir nächste Woche sprechen, arbeitet wohl hauptsächlich als GÜ.

Deine Sorge an den Falschen zu geraten ist durchaus begründet! Die Auswahl des Richtigen Glück und Verstand.
Den ersten von Deinen genannten (Leistungsphase 1-4 - dann GU) kannste schon mal vergessen. Es geht nicht darum was er mag sondern Du. Und er mag ganz offensichtlich die Leistungsphasen abgreifen, in denen er für überschaubaren Aufwand gutes Geld bekommt. Die Phasen danach sind auch gut bezahlt aber härter verdientes Geld....
Immerhin behauptet er nicht bis Leistungsphase 5 und dann GU - dann zahlst du sogar doppelt...

Es sollte Deine Entscheidung bleiben ob und ab wann GU.

GD
11ant11.02.21 14:18
Gerddieter schrieb:

Immerhin behauptet er nicht bis Leistungsphase 5 und dann GU - dann zahlst du sogar doppelt...
Was zahlt man Deiner Ansicht nach doppelt ?
Gerddieter schrieb:

Es sollte Deine Entscheidung bleiben an wann GU.
Ja, aber nicht mehr in der laufenden Ausschreibung. Wenn mein Schwager Dachdecker ist, sage ich dem Architekten das vorher, daß der dieses Gewerk gar nicht mit ausschreiben soll. Ansonsten würde ich dem Architekten nie vorgeben, wann GU und wann nicht.
hampshire11.02.21 14:25
Deine Liste kannst Du für das Erstgespräch deutlich zusammenstreichen, dass sind nur technische Rahmenbedingungen. Was ist Dein Ziel? Willst Du wie nicht beim Falschen landen oder vielleicht doch lieber den richtigen finden?

Achte wie schreibt auf Sympathie. Ohne wird das nichts. Ist ein Ausschlusskriterium - egal welcher Preis. welche Referenzen und welche Größe das Büro hat.

Frage im Rahmen eines Gesprächs und nicht als Verhör
  • warum er Architekt geworden ist. Leidenschaft ist wichtig für beste Ergebnisse.
  • was für ihn in seiner Arbeit zufrieden macht. Wenn er seinen Kunden glaubhaft in den Mittelpunkt stellt ist das ein gutes Zeichen.
  • welches seiner Projekte ihm besonders am Herzen liegt und lasse ihn das nach einer Antwort begründen. Wenn diese Antworten zu Euren Zielen passen: sehr gut.
  • was er von Euch als Bauherren erwartet
  • wie er vorgeht um gemeinsam zu einem Entwurf zu kommen. Wenn er Dinge vorschlägt ohne sich für Eure Anforderungen wirklich zu interessieren ist er raus. Da muss schon mehr kommen als "Welches Budget, welche Göße, welches Grundstück, wie viele Zimmer...
Das reicht eigentlich schon. Beim Architekten ist es wie bei einem Arzt oder einem Anwalt: Erfahrung und Ausbildung sind schon wichtig, entscheidend ist aber sein Interesse für Euch, Euer Projekt und nicht nur einem Auftragswert.

Wir sind bei einem Architekten mit 2 Mitarbeiterinnen gelandet, der viel mehr Gewerbebau als Privathäuser macht, keine Internetseite hatte und keine öffentlichen Bewertungen. Alle hatten unglaublich Bock auf das Projekt. Entsprechend ist es geworden und der Preis war übrigens auch fair. Die einzelnen Phasen haben wir nach und nach beauftragt und ab Bauleitung dann alles mit dem Zimmermann als führenden Ansprechpartner ud Koordinator selbst in die Hände genommen.
Gerddieter11.02.21 15:06
11ant schrieb:

Was zahlt man Deiner Ansicht nach doppelt ?
Die Leistungsphase 5 - die nicht gerade billig ist.

Der Architekt der es gut mit dem Bauherren meint bestätigt, dass ein GU sich nicht von der eigenen Werkplanung abbringen lässt...

Jeder GU hat "Specials" - den eigenen preiswerten Treppenhauer, den Standarddachstuhl etc. die er gerne in der Ausführungsplanung unterbringen möchte...
Der Architekt der den Entwurf gemacht hat nimmt hier dann aber sinnvollerweise eine Kontrollfunktion ein - kostet - aber nicht die volle Punktzahl der Leistungsphase 5.

GD
Martial.white11.02.21 17:29
Ich kann nur berichten wie meine Architektenauswahl verlief. Ich hatte zwei lockere Gespräche mit zwei Architekten.
Beide wurden mir von guten Bekannten empfohlen.
Danach war es eine Bauchentscheidung die ich jetzt fast ein Jahr später noch nicht bereut habe (Rohbau wurde gerade vergeben).
11ant11.02.21 18:53
Gerddieter schrieb:

Der Architekt der es gut mit dem Bauherren meint bestätigt, dass ein GU sich nicht von der eigenen Werkplanung abbringen lässt...
Damit wird er aber nur dann nicht erwischt, wenn der Auftraggeber sich mit dem sogenannten "Bauleiter" des GU begnügt und keine Bauleitung durch seinen freien Architekten machen läßt.
Gerddieter schrieb:

Jeder GU hat "Specials" - den eigenen preiswerten Treppenhauer, den Standarddachstuhl etc. die er gerne in der Ausführungsplanung unterbringen möchte...
Bei vorliegender Ausführungsplanung des Architekten würde ich das einen Betrug nennen, wenn der GU den Auftrag im Zuge der Ausschreibung bekommen hat. Dann hat er zu liefern und zu leisten was bestellt wurde.

Deswegen sage ich ja immer, daß nur ein Narr mit einem Architektenplan zu jemandem geht, der Pläne als geduldiges Papier betrachtet und seine Tage damit verbringt, sich hinter dem Rücken seines Auftraggebers ins Fäustchen zu lachen. Ein Architektenplan ist nur so viel mehrwert, wie man den Verfasser auch seine Umsetzung überwachen läßt. Halbe Sachen sind dummes Zeug.
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