ᐅ EFH-Neubau am Hang in BW: Grundriss, Bauweise & Architekt – Meinungen gesucht
Erstellt am: 22.12.25 01:39
B
beicampi
Wir stehen ganz am Anfang, aber gerade deshalb würde ich gerne die Expertise des Forums gleich nutzen statt erst dann zu fragen, wenn wir vielleicht schon vorgefestigte Ideen haben. Ich orientiere mich im Folgenden mal an der Fragenliste aus dem Grundrissbereich für eine "Vorstellung" unseres Projekts. Mich interessieren eure Meinungen und Ideen zur grundsätzlichen Aufteilung und gerne auch zur grundlegenden Bauweise.
Wir haben noch keinen Architekten und ich bin auch nicht ganz sicher wo ich anfangen soll den richtigen zu finden. Und ob es überhaupt besser ist frei zu planen oder eben mit einem Architekten eines Bauunternehmens.
Standort des Vorhabens ist BW. Grundstück ist vorhanden, Altbestand soll abgerissen werden.
Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks:
1.250 m², nur 20 Meter breit und entsprechend ca. 60 Meter lang
die kurze Seite ist die Straßenseite im Norden des Grundstücks
Hang: das Grundstück steigt ab dem Straßenniveau im Norden in Richtung Süden ca. 4 Meter auf >60 Meter Länge (muss ich noch genau vermessen und ein Höhenprofil erzeugen)
Grundflächenzahl 0,4
Geschossflächenzahl 0,4
Baufenster, Baulinie und -grenze
Das Baufenster befindet sich ab der Straße 20 Meter nach hinten versetzt und ist 16 Meter "lang/tief". Es erstreckt sich formal auf die gesamte Breite des Grundstücks wobei ich eine Bebauung bis auf die Grenze eigentlich nicht möchte und auch nicht so sinnvoll erscheint.
Es existiert ein Bestandsgebäude, das wir abreißen möchten um einen Neubau zu erstellen, inkl. Keller. Aufgrund des Grundstücksverlaufs ist das Kellergeschoss in Richtung Straße sichtbar (allerdings nun im Bestand sogar etwas tiefer als das Straßenniveau damit man die Garage befahren kann). Bei einigen Nachbargebäuden sieht man nur die "obere Hälfte" des Kellers. Siehe beigefügtes Bild. Auf der Südseite mündet das EG ebenerdig in den weiterhin leicht in Südrichtung ansteigenden Garten.
Anzahl Stellplatz
Der Wunsch wären 3 Stellplätze für Autos in Garagen plus Platz für Fahrräder etc. Ein oder zwei Garagenplätze gerne auch im Baukörper selbst.
Geschossigkeit
1 Vollgeschoss plus Keller plus DG (durch den niedrigen Kniestock etwas eingeschränkt)
Dachform
Ein Satteldach mit 35 Grad Neigung ist vorgeschrieben. Firstrichtung Nord-Süd, Kniestock nur 35 cm, Gauben sind laut Bebauungsplan eigentlich nicht erlaubt aber durch eine Nachtragsregelung inzwischen möglich (max. 4 Meter Breite).
Stilrichtung
Klassisches, nach heutigen Maßstäben gebautes Einfamilienhaus, klassische Putzfassade. Ich mag die ganz "modernen" Häuser ohne Dachüberstand nicht. Ein ansprechendes Design ist mir schon wichtig, ohne aber dass ich jetzt schon ganz klare Vorstellungen nennen könnte.
Ausrichtung: Firstrichtung Nord-Süd
Maximale Höhen/Begrenzungen
Nur die Einfamilienhaus ist im Bebauungsplan vorgegeben was dazu führt, dass die meisten umliegenden Häuser eine kleine Treppe zum EG haben um den letzten Meter Höhe zu überbrücken. Durch die leichte Hanglage muss quasi zwingend ein Keller errichtet werden was mir aber auch sehr recht ist.
weitere Vorgaben
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp
Ich bin ein großer Fan von Holzbau. Zwar habe ich nichts gegen Massivbau und würde ihn auch in Betracht ziehen. Ich mag aber Holzdecken, das Raumklima und auch die Vorstellung eines Holzhauses im Allgemeinen. Festgelegt bin ich deshalb aber nicht, es ist eher eine starke Tendenz. Am interessantesten finde ich Massivholzbauweise, allerdings ohne Holz-Overkill. Die Innenwände sollen klassisch weiß werden (Gipskarton), die Decken und die Böden aber gerne Vollholz und zusätzlich noch einige Akzente aus Holz, z.B. ein Sitzfenster. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang z.B. Häuser aus Dübelholz von z.B. Kaufmannbau.
Anzahl der Personen, Alter
4 Personen, Eltern ca. 40 Jahre, Kinder heute 9 und 6 Jahre.
Raumbedarf im EG, OG
Wir mögen viel Platz und lieber hohe Räume, auch im "Keller". Ich würde daher 220+x m² anpeilen und lieber ein Zimmer mehr als eins zu wenig.
Das OG würde ich komplett für die Kinderzimmer vorsehen, eventuell wäre noch ein Gästezimmer denkbar. Entweder ein Kinderbad oder beide Zimmer mit jeweils kleinerem En-Suite Bad.
Im EG soll das Elternschlafzimmer, Ankleide, Elternbad sein sowie Küche, Essbereich, Wohnzimmer und Gästetoilette.
Im UG würde ich gerne einen Fitnessraum vorsehen. Gerne auch einen Mancave/Heimkino (?) bzw. Kellerbar. Gästezimmer im UG ggf. alternativ zum OG. Ein Büro könnte ich mir im UG oder EG vorstellen.
Büro: Familiennutzung oder Homeoffice?
Derzeit keine Nutzung als Homeoffice, aber perspektivisch ggf. denkbar. Das Büro sollte groß genug sein für einen Doppelschreibtisch und ein paar Büroschränke.
Schlafgäste pro Jahr: eher selten aber denkbar.
offene oder geschlossene Architektur: nicht brutal offen, zumindest keine Lufträume oder so.
konservativ oder moderne Bauweise: das kann ich nicht gut abgrenzen, eher modern denke ich
offene Küche, gerne Kochinsel
Anzahl Essplätze: wenn wir Gäste haben dann eher viele, ein großer Esstisch ist Pflicht
Kamin: nice to have aber nicht unbedingt wichtig für uns
Musik/Stereowand: im Wohnzimmer übliches Setup mit TV an der Wand
Balkon, Dachterrasse: muss nicht sein, wobei ein Balkon in Richtung Garten Südseite ggf. schön sein könnte
Garage, Carport: Kein Carport, nur Garage(n)
Nutzgarten, Treibhaus: nicht benötigt, vielleicht ein Hochbeet
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, gern auch Begründungen, warum dieses oder das nicht sein soll
Ich würde gerne so bauen, dass perspektivisch leben auf einer Etage, also altersgerecht möglich ist. In der Extremform wäre vielleicht sogar ein vorbereiteter Aufzugsschacht denkbar?
Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: noch keine erstellt / Bestand als Referenz
Was gefällt besonders? Warum? Ausgehend vom Bestand heute: Garage im UG mit Hauszugang finde ich gut
Was gefällt nicht? Warum? EG Zugang außen über Treppe gefällt mir vor allem langfristig nicht (altersgerecht ist das m.E. nicht). Ggf. wäre eine Geländeänderung möglich um zwar mit Steigung aber dennoch ebenerdig ins Haus zu kommen.
Preisschätzung laut Architekt/Planer: N/A
Persönlicher Preiswunsch fürs Haus: ohne Grundstück 1,2 M€ wäre mein Preiswunsch aber keine harte Grenze.
favorisierte Heiztechnik: Sole-Wasser Wärmepumpe mit aktiver Kühlung und Taupunktüberwachung, alternativ Sole-Wasser WP plus Splitklimageräte (optisch die weniger schöne Variante).
Das ganze ohne nennenswerte Eigenleistung, ich kann es nicht und ich habe auch keine Zeit dafür. Mein Wunsch wäre so schlüsselfertig zu bauen wie es eben geht.
Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten:
Gästezimmer könnte auch eine Doppelnutzung mit z.B. Mancave oder so sein
Garage in Baukörper wäre zwar nett aber ggf. auch verzichtbar. Dann würde man von der Straße aus weniger Keller sehen, was das Haus insgesamt wahrscheinlich schöner machen würde.
-könnt Ihr nicht verzichten: aktive Klimatisierung
Konkrete Fragen:


Wir haben noch keinen Architekten und ich bin auch nicht ganz sicher wo ich anfangen soll den richtigen zu finden. Und ob es überhaupt besser ist frei zu planen oder eben mit einem Architekten eines Bauunternehmens.
Standort des Vorhabens ist BW. Grundstück ist vorhanden, Altbestand soll abgerissen werden.
Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks:
1.250 m², nur 20 Meter breit und entsprechend ca. 60 Meter lang
die kurze Seite ist die Straßenseite im Norden des Grundstücks
Hang: das Grundstück steigt ab dem Straßenniveau im Norden in Richtung Süden ca. 4 Meter auf >60 Meter Länge (muss ich noch genau vermessen und ein Höhenprofil erzeugen)
Grundflächenzahl 0,4
Geschossflächenzahl 0,4
Baufenster, Baulinie und -grenze
Das Baufenster befindet sich ab der Straße 20 Meter nach hinten versetzt und ist 16 Meter "lang/tief". Es erstreckt sich formal auf die gesamte Breite des Grundstücks wobei ich eine Bebauung bis auf die Grenze eigentlich nicht möchte und auch nicht so sinnvoll erscheint.
Es existiert ein Bestandsgebäude, das wir abreißen möchten um einen Neubau zu erstellen, inkl. Keller. Aufgrund des Grundstücksverlaufs ist das Kellergeschoss in Richtung Straße sichtbar (allerdings nun im Bestand sogar etwas tiefer als das Straßenniveau damit man die Garage befahren kann). Bei einigen Nachbargebäuden sieht man nur die "obere Hälfte" des Kellers. Siehe beigefügtes Bild. Auf der Südseite mündet das EG ebenerdig in den weiterhin leicht in Südrichtung ansteigenden Garten.
Anzahl Stellplatz
Der Wunsch wären 3 Stellplätze für Autos in Garagen plus Platz für Fahrräder etc. Ein oder zwei Garagenplätze gerne auch im Baukörper selbst.
Geschossigkeit
1 Vollgeschoss plus Keller plus DG (durch den niedrigen Kniestock etwas eingeschränkt)
Dachform
Ein Satteldach mit 35 Grad Neigung ist vorgeschrieben. Firstrichtung Nord-Süd, Kniestock nur 35 cm, Gauben sind laut Bebauungsplan eigentlich nicht erlaubt aber durch eine Nachtragsregelung inzwischen möglich (max. 4 Meter Breite).
Stilrichtung
Klassisches, nach heutigen Maßstäben gebautes Einfamilienhaus, klassische Putzfassade. Ich mag die ganz "modernen" Häuser ohne Dachüberstand nicht. Ein ansprechendes Design ist mir schon wichtig, ohne aber dass ich jetzt schon ganz klare Vorstellungen nennen könnte.
Ausrichtung: Firstrichtung Nord-Süd
Maximale Höhen/Begrenzungen
Nur die Einfamilienhaus ist im Bebauungsplan vorgegeben was dazu führt, dass die meisten umliegenden Häuser eine kleine Treppe zum EG haben um den letzten Meter Höhe zu überbrücken. Durch die leichte Hanglage muss quasi zwingend ein Keller errichtet werden was mir aber auch sehr recht ist.
weitere Vorgaben
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp
Ich bin ein großer Fan von Holzbau. Zwar habe ich nichts gegen Massivbau und würde ihn auch in Betracht ziehen. Ich mag aber Holzdecken, das Raumklima und auch die Vorstellung eines Holzhauses im Allgemeinen. Festgelegt bin ich deshalb aber nicht, es ist eher eine starke Tendenz. Am interessantesten finde ich Massivholzbauweise, allerdings ohne Holz-Overkill. Die Innenwände sollen klassisch weiß werden (Gipskarton), die Decken und die Böden aber gerne Vollholz und zusätzlich noch einige Akzente aus Holz, z.B. ein Sitzfenster. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang z.B. Häuser aus Dübelholz von z.B. Kaufmannbau.
Anzahl der Personen, Alter
4 Personen, Eltern ca. 40 Jahre, Kinder heute 9 und 6 Jahre.
Raumbedarf im EG, OG
Wir mögen viel Platz und lieber hohe Räume, auch im "Keller". Ich würde daher 220+x m² anpeilen und lieber ein Zimmer mehr als eins zu wenig.
Das OG würde ich komplett für die Kinderzimmer vorsehen, eventuell wäre noch ein Gästezimmer denkbar. Entweder ein Kinderbad oder beide Zimmer mit jeweils kleinerem En-Suite Bad.
Im EG soll das Elternschlafzimmer, Ankleide, Elternbad sein sowie Küche, Essbereich, Wohnzimmer und Gästetoilette.
Im UG würde ich gerne einen Fitnessraum vorsehen. Gerne auch einen Mancave/Heimkino (?) bzw. Kellerbar. Gästezimmer im UG ggf. alternativ zum OG. Ein Büro könnte ich mir im UG oder EG vorstellen.
Büro: Familiennutzung oder Homeoffice?
Derzeit keine Nutzung als Homeoffice, aber perspektivisch ggf. denkbar. Das Büro sollte groß genug sein für einen Doppelschreibtisch und ein paar Büroschränke.
Schlafgäste pro Jahr: eher selten aber denkbar.
offene oder geschlossene Architektur: nicht brutal offen, zumindest keine Lufträume oder so.
konservativ oder moderne Bauweise: das kann ich nicht gut abgrenzen, eher modern denke ich
offene Küche, gerne Kochinsel
Anzahl Essplätze: wenn wir Gäste haben dann eher viele, ein großer Esstisch ist Pflicht
Kamin: nice to have aber nicht unbedingt wichtig für uns
Musik/Stereowand: im Wohnzimmer übliches Setup mit TV an der Wand
Balkon, Dachterrasse: muss nicht sein, wobei ein Balkon in Richtung Garten Südseite ggf. schön sein könnte
Garage, Carport: Kein Carport, nur Garage(n)
Nutzgarten, Treibhaus: nicht benötigt, vielleicht ein Hochbeet
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf, gern auch Begründungen, warum dieses oder das nicht sein soll
Ich würde gerne so bauen, dass perspektivisch leben auf einer Etage, also altersgerecht möglich ist. In der Extremform wäre vielleicht sogar ein vorbereiteter Aufzugsschacht denkbar?
Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: noch keine erstellt / Bestand als Referenz
Was gefällt besonders? Warum? Ausgehend vom Bestand heute: Garage im UG mit Hauszugang finde ich gut
Was gefällt nicht? Warum? EG Zugang außen über Treppe gefällt mir vor allem langfristig nicht (altersgerecht ist das m.E. nicht). Ggf. wäre eine Geländeänderung möglich um zwar mit Steigung aber dennoch ebenerdig ins Haus zu kommen.
Preisschätzung laut Architekt/Planer: N/A
Persönlicher Preiswunsch fürs Haus: ohne Grundstück 1,2 M€ wäre mein Preiswunsch aber keine harte Grenze.
favorisierte Heiztechnik: Sole-Wasser Wärmepumpe mit aktiver Kühlung und Taupunktüberwachung, alternativ Sole-Wasser WP plus Splitklimageräte (optisch die weniger schöne Variante).
Das ganze ohne nennenswerte Eigenleistung, ich kann es nicht und ich habe auch keine Zeit dafür. Mein Wunsch wäre so schlüsselfertig zu bauen wie es eben geht.
Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten:
Gästezimmer könnte auch eine Doppelnutzung mit z.B. Mancave oder so sein
Garage in Baukörper wäre zwar nett aber ggf. auch verzichtbar. Dann würde man von der Straße aus weniger Keller sehen, was das Haus insgesamt wahrscheinlich schöner machen würde.
-könnt Ihr nicht verzichten: aktive Klimatisierung
Konkrete Fragen:
- Abriss des Gebäudes hinauszögern und mit Bau koordinieren oder schon vorab abreißen? Im letzteren Fall müsste man ja das Gelände sichern.
- Grundrissideen, ggf. auf Basis bestehender Fertighausgrundrisse
- Freie Planung vs. Planung durch Bauunternehmen das schlüsselfertig baut
- Massivholzhaus: Alternativen zu Dübelholz, Anbieterauswahl, evtl. sogar Empfehlungen? Aber schlüsselfertig ist Key für mich.
- Massivbauweise vs. Holzbauweise: Was bestimmt sinnvollerweise am Ende die Auswahl?
beicampi schrieb:
Die Schätzung ist also, dass der Abriss des Bestandsgebäudes >200 T€ kostet? Wie passt das damit zusammen, dass es nicht unüblich ist Bestandsgebäude abzureißen und neu zu bauen? Ich hätte für den Abriss ca. 60 T€ kalkuliert plus 20-30% Sicherheit.200k ist meine Schätzung der m.E. unnötigen Ehrenrunde "Abriss und zurück auf Status quo" also einen Rückbau bis wieder in die nackte Baugrube und Wiederaufbau zu nichts, was objektiv auch nur ein Jota wertvoller wäre als der Bestand. Einfach nur aus Jux verbratene Kosten für Nullgewinn zu jetzt. Zwanzig bis dreißig Prozent Schätzungsüberschreitung lesen wir hier regelmäßig schon bei Neubauten, die Kostengruppe "Abriss (und Entsorgung !)" hingegen kennt praktisch keine Schamgrenze. Diese Büchse der Pandora würde ich nicht aufmachen, wenn der Bestand kein ernsthaftes Schadensbild aufweist. Ein Abriss wirft die Außenanlagen regelmäßig brutal zurück, man schädigt den Erholungswert des Grundstückes für locker sieben (mit viel Zeit- und Geldeinsatz kaum unter fünf) Jahre. Und wofür das ? - für ein bißchen Mehrpreisraumhöhe oder sich eine unmoderne Treppe nicht mehr anzuschauen ? - "nobel geht die Welt zugrunde", pflegten meine Altvorderen zu sagen. Wir haben hier schon schlimmen Schrott gesehen, und viele schnieke rausgeputzte Häuser sogar aus der Adenauerzeit und davor. Ich würde hier ein "pro Neubau" Votum eines im Bauen im Bestand erfahrenen Architekten nicht absolut ausschließen, halte es aber für gering wahrscheinlich. Mir fehlt gerade die Zeit, die Verlinkung herauszusuchen, aber hier gibt es auch einen Thread des Aufbauens auf einem zehn Jahre lang in Wind und Wetter gestandenen Kellers. Das Heil primär im "weg und neu" zu suchen, ist als Jugendsünde ziemlich en vogue, aber eigentlich ein Muster ohne Wert. Ich schaue mir das Objekt gerne persönlich im Ortstermin an und würde hier den alten Hasen vertrauen, ehe ich sinnlos der Geringschätzung der Substanz ein Denkmal setzte.https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
11ant schrieb:
Diese Büchse der Pandora würde ich nicht aufmachen, wenn der Bestand kein ernsthaftes Schadensbild aufweist.Ich kann den Ansatz logisch völlig nachvollziehen und halte ihn technisch für vollkommen zutreffend.
Deshalb weitere, dieses Mal technische, Verständnisfragen aus Laiensicht:
1) Definiert ein Kellererhalt auf die ein oder andere Weise bereits Teile des Grundrisses im EG und OG?
2) Ist es möglich den Footprint des Hauses, sprich die Wohnfläche im EG auch bei Kellererhalt zu vergrößern?
Mindestens die Kellerhöhe müsste in jedem Fall gleich bleiben, denn der Bebauungsplan schreibt die Einfamilienhaus fest vor. Damit wären die Kellerräume aber faktisch nur noch als Abstellfläche oder Technikraum nutzbar, nicht mehr als Fitnessraum, Büro, Gästezimmer, Heimkino, ... (eine Seite hätte aufgrund der leichten Hanglage Tageslicht). Klar, auch Abstellfläche entlastet den Grundriss in den oberen Geschossen, und ja, man spart eine Menge Geld. Aber was bringt das alles wenn wir die Räume nicht mehr unterbekommen, die wir uns wünschen (den einen mehr den anderen weniger)?
Das Haus könnte übrigens recht einfach "von vorne" abgerissen werden. Klar hübscher wird es dadurch erst einmal nicht, aber wir müssen auch keinen Wald roden um ans Gebäude ran zu kommen.
beicampi schrieb:
Mindestens die Kellerhöhe müsste in jedem Fall gleich bleiben, denn der Bebauungsplan schreibt die Einfamilienhaus fest vorHier vermute ich einen Scherz der Autoersetzenfunktion, sinnvoll mag es "Erdgeschoßfußbodenhöhe" geheißen haben sollen :-(beicampi schrieb:
1) Definiert ein Kellererhalt auf die ein oder andere Weise bereits Teile des Grundrisses im EG und OG?
2) Ist es möglich den Footprint des Hauses, sprich die Wohnfläche im EG auch bei Kellererhalt zu vergrößern?1) eine Emanzipation der oberirdischen Grundrisse von der Kellerdecke ist selbstverständlich prinzipiell möglich. Ich brächte solche Vorschläge ja nicht ins Spiel, um als Sadist die Baufamilie im alten Grundriss zu fesseln.2) selbstverständlich legen auch die Außenkanten der Kellerdecke nicht schon den ganzen Hausumriß vor.
Die E.fh ist übrigens meist nicht verbindlich für die tatsächliche Lage der Oberkante Fertigfußboden EG, sondern soll primär verhindern, daß diese mißbraucht wird, um mit ihr als Höhenbezugspunkt die anderen Höhen hochzutreiben.
Beim freistehenden Einfamlienhaus ist das Gebäude im Grunde nur der Winterkern der Wohnkultur, in den man sich abends oder bei ungemütlichem Wetter zurückzieht; insofern würde ich den Garten als Lebensraum weniger schwach zu schätzen empfehlen.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
11ant schrieb:
Hier vermute ich einen Scherz der Autoersetzenfunktion, sinnvoll mag es "Erdgeschoßfußbodenhöhe" geheißen haben sollen :-(Korrekt, das Kürzel "E.F.H." ohne trennende Punkte wird im Bebauungsplan verwendet. Habe ich mich verschrieben oder eine Autoersetzenfunktion zugeschlagen? Keine Ahnung, aber Danke für die aufmerksame Klarstellung!11ant schrieb:
Beim freistehenden Einfamlienhaus ist das Gebäude im Grunde nur der Winterkern der Wohnkultur, in den man sich abends oder bei ungemütlichem Wetter zurückzieht; insofern würde ich den Garten als Lebensraum weniger schwach zu schätzen empfehlen.Ganz klar, der Garten ist einer der Hauptgründe weshalb das ganze Vorhaben für uns überhaupt in Frage kommt. Weniger schwach könnten wir ihn also kaum schätzen. Dennoch muss der Winterkern passen und bestenfalls unserem heutigen Winterkern überlegen sein! Der Garten wäre sicher überlegen, weshalb ich auch in Betracht ziehe schon früh einen Landschaftsarchitekt zur Planung hinzuzuziehen. Schön ist auch: Im Garten ist nahe nichts zurückzubauen, hier gibt es schon eine clean plate.Ähnliche Themen