Das Geschäft mit dem Klo

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B

Bauexperte

Hallo,

Ich habe vorher genauestens im Internet die Preise recherchiert für die Dinge, die ich gerne hätte.
Das ist grundsätzlich erst mal die falsche Vorgehensweise! Das I-Net baut Dir weder eine Badewanne, noch eine Dusche ein (ein einfaches Waschbecken oder ein schlichtes WC aufzustellen und anzuschließen ist dagegen kein Hexenwerk). Es handelt sich bei diesen Angeboten um reine Objektpreise; es fehlen komplett die Kosten für den Transport, wie den Einbau.

Ich sehe es nicht ein, für ein Waschbecken, das ich im Internet für 250€ erwerben kann, nun in diesem Angebot 980€ zu zahlen!
Da stellt sich dann erst mal die Frage, um welche Serie handelt es sich und bist Du sicher, daß die Sanitärobjekte denen, Deines GU - bzw. dessen Sanitärer, qualitativ vergleichbar sind? Ich denke da immer an den Vergleich Badarmaturen Baumarkt ./. Baufachhandel - da liegen Welten zwischen. Solltest Du diese Frage mit "ja" beantworten können, stellt sich die nächste Frage nach dem Grund dafür, dass Du Dich überhaupt für Deinen Anbieter entschieden hast?

Jeder Anbieter legt seinen Angeboten eine Mischkalkulation zu Grunde; dessen 1. Angebotspreis basiert demzufolge auf seinen Einkaufskonditionen. Weicht ein Kunde davon ab, wird es allein deshalb häufig teurer, weil selten gekaufte Ausstattungsdetails höhere Einstandskosten erfordern. Plus den Aufwand der Besorgung - welchen er sich natürlich auch bezahlen läßt, kommt es zu Summen, welche Du oben genannt hast. Immer vorausgesetzt, die Qualität ist die gleiche, wie die vom Fachhandel verbaute.

Im Übrigen darfst Du - aus meiner Sicht - mit diesem Totschlagargument "das ich im Internet für x€ erwerben kann" kein Haus bauen lassen, denn selbst einen Stein (gleich, welches Material) bekommst Du lt. I-Net preiswerter, als bei jedem Hausanbieter!

Ich verstehe es einfach nicht, warum wir für wenige Dinge, die wir anders haben wollen, insgesamt 7700€ Aufpreis zahlen sollen.
Ich könnte es mir jetzt leicht machen und schreiben, daß diese Aufmusterung dazu dient, den Angebotspreis "vorne" hinten heraus in normale Bahnen zu lenken. Das wäre aber zu kurz gegriffen, deshalb habe ich es eingangs beschrieben. Außerdem bist Du die Antwort schuldig, was sich hinter der Summe TEUR 7.7 im Verhältnis zum Standard verbirgt.

Oder hat sich jemand getraut, diese Dinge selbst zu organisieren und einbauen zu lassen?
Vielen Dank schon mal für eure Tipps!
Du kannst Dir die Sanitärobjekte gut schreiben lassen und dann einen Sanitärer Deines Vertrauens beauftragen. Ich glaube nur nicht, daß Dich diese Vorgehensweise preiswerter auskommen lassen würde. Denn Du brauchst zusätzlich einen Trockenbauer, einen Fliesenleger und ggf.. einen Putzer. Dein GU wird sich sicher verweigern, auf Fremdleistungen aufzubauen. Das dürfte dann am Ende des Tages auf die gleiche Summe auslaufen, wenn nicht gar teurer kommen, denn der Sanitärer "verdient" ja nicht an den bauseits bereit gestellten Objekten, wird also einen anderen Einbaupreis verlangen

Die Gewährleistung beträgt auch bei bauseits gekauften Sanitärobjekten 2 Jahre - sofern der Hersteller keine andere Frist/Garantien ausweist. Der von Dir beauftragte Sanitärer haftet für den ordnungsgemäßen Einbau und den Anschluß an die vorhandenen Leitungen.

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
Bautraum2015

Bautraum2015

Es ist mir klar, dass Badewanne und Dusche nicht für den Selbsteinbau gedacht sind. Hier sind wir ja auch im Standard geblieben, sodass die Mehrkosten allein hier herrühren: Armaturen, Waschbecken, WCs, Drückergarnitur, Duschtüren/Trennwände. Ich habe Waschbecken, Armaturen und WCs identisch kalkulieren lassen...d.h. die gleiche Serie. Kann ich nicht zum Installateur gehen und sagen "hey, kannst du uns diese Teile besorgen?"
 
B

Bauexperte

Duschtüren/Trennwände.
Alleine dafür kannst Du ein mittleres Vermögen ausgeben .....

Kann ich nicht zum Installateur gehen und sagen "hey, kannst du uns diese Teile besorgen?"
Versuch macht kluch

Dann bleibt die Frage zu klären, was mit dem "Aufschlag" Deines Anbieters passieren soll? Den möchtest Du ihm ja streitig machen, der bisher beauftragte Sanitärer muß ihn aber sicher berücksichtigen; alles andere würde mich wundern. Also "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" funzt auch in diesem Fall nicht.

Liebe Grüsse, Bauexperte
 
Bautraum2015

Bautraum2015

du hast recht. Bleibt mir nur der Versuch.
Mir ist auch eben aufgefallen, dass ich den Aufpreis gar nicht so leicht kalkulieren kann. Klar, den Standard haben wir hier und da überschritten. Das War uns ja auch im vornherein klar. Aber so Sachen wie das ganze Zubehör zur Installation braucht er doch sowieso. Mein nächster Schritt ist also, meinen GU zu fragen, was er für eine Summe x für die gesamte Sanitärausstattung hat....oder?

P.s.: duschtüren jeweils 800€
 
T21150

T21150

Aber so Sachen wie das ganze Zubehör zur Installation braucht er doch sowieso. Mein nächster Schritt ist also, meinen GU zu fragen, was er für eine Summe x für die gesamte Sanitärausstattung hat....oder?

P.s.: duschtüren jeweils 800€
Ja, selbstverständlich benötigt man für die Sanitär-Installation eine Menge Zubehör, man stellt sich das gar nicht vor, das Zeug kommt kartonweise.

Ja, die Frage wäre die Richtige. Mit Montage und allem Material. Zudem nie Äpfel mit Birnen vergleichen, wenn der GU Marken-Material und Armaturen nimmt, kostet das mehr, als Baumarkt-Ware.

Ausmusterung bei GU bringt meist nicht viel, es wird nicht der reale Preis verrechnet. Damit vernichtest Du viel Geld u. Umständen.

Schon geringere Überschreitungen vom Standard können, ohne dass sie sichtbar etwas bringen, sehr hohe Kosten im Bad Bereich verursachen.

Bekannte von uns haben letztens ihr Bad saniert. Mit sehr hochwertigem Material, aber bei über 30T Euro darf man was verlangen. Dafür hab ich zwei Bäder mit Grund-Standard und leicht drüber (Fachhandels-Ware, nicht Baumarkt) vom Material gebaut und den Innenausbau vom Haus incl. Fußböden und Innentüren machen lassen.

Ist es schlechter: Nein - es ist dennoch sehr schön, fremde Besucher sind regelmäßig begeistert, speziell von den Bädern die wir haben.

800 für die Duschabtrennung geht okay. Wenn die auch noch ordentlich montiert wird, ist z. B. jemand da gut und gerne etwa 3 h dran, die Arbeitslöhne wollen bezahlt werden.

Überhaupt geht im Sanitär Bereich meiner Meinung nach nichts über einen guten Handwerker, der sauber und akribisch schafft.

LG
Thorsten
 
f-pNo

f-pNo

Wir hatten ehemals ähnliche "Probleme".
Wobei es bei unseren GU etwas anders lief. Er schrieb eine Summe X in den Vertrag, zu der aus seiner Sicht unser Bad + Duschbad inklusive Badmöbel erstellt werden kann.
Ich recherchierte dann auch im I-Net die Preise, schlug noch mal 50% darauf und stellte fest, dass wir mit der Summe sehr gut hinkommen sollten.
Anschließend gingen wir zum empfohlenen Badausstatter. Dort nannten wir die Summe sowie unsere Wünsche und wurden bei der Auswahl begleitet. Dummerweise war nicht ein Preis in der Ausstellung zu finden. Ende vom Lied: Wir lagen, als das schriftliche Angebot einging, ca. doppelt so hoch wie vorgegeben. Unser GU ist fast aus allen Wolken gefallen („Habt Ihr goldene Wasserhähne bestellt?“).
Er empfahl uns dann direkt zu unserer Sanitärfirma zu gehen, welche noch einen eigenen Verkaufs-/Besichtigungsraum hat. Dort gingen wir alles mit dem Chef durch, suchten und fanden qualitativ gleichwertige Alternativen, strichen die Duschtüre und kamen am Ende bei dem Preis des GU + 1.000 Euro raus (dies waren diese so schw…teuren Toiletten, welche es meiner Frau so angetan hatten – die mussten weiterhin über den Badausstatter bezogen werden).

Fragt Euren GU mal nach seiner Sani-Firma und ob diese evtl. noch eigene Bemusterungsräume hat.
Im Übrigen soll es wohl nicht unüblich sein, dass sich auch der GU noch mal ne Marge bei den Ausstattern reinrechnen lässt (bzw. er es rabattiert bekommt und Ihr den festen Preis bezahlt). Wir hatten es bei den Fliesen erlebt, dass das Fliesenzentrum sehr verwundert reagiert hatte und noch mehrfach beim GU nachfragte, weil dieser seinen Rabatt an uns weiterreichte.
 

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