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ᐅ Baukostenentwicklung noch normal???


Erstellt am: 11.09.2018 20:07

Fuchur 11.09.2018 20:07
Hallo zusammen,

ich muss hier mal unserem Ärger Luft machen.

Situation: Haus mit Architekt geplant mit Vorgabe eines Baupreislimits inkl. Baunebenkosten von 400k.

Zwischenstand: Planfertigstellung Typus "Stadtvilla", 173m², 2 Vollgeschosse, Klinker, Keller, Doppelgarage mit Eingangsüberdachung. Nachfrage beim Architekten, ob das gesetzte Budget ausreichend ist, wurde bejaht - Bauantrag eingereicht.

Dass das Budget wohl eng wird, war uns bewusst, aber Reserven sind vorhanden.

Während der Bauantrag nun läuft, haben wir Angebote eingeholt. 2x als Einzelvergabe zunächst für den Rohbau und 1x als Komplettstellung.

Angebot 1:

Rohbau Keller, Hauswände außen und innen, Dach inkl. Dachsteine, Rohbau Garage - inkl. Klinker und Innenputz EG/OG, ohne Fenster und Türen, ohne Garagentor

Preis: 365k

Angebot 2:
Leistungen wie oben.

Preis: 355k

Angebot 3:
Komplett Haus und Garage mit einfachem Standardausbau und Standardtechnik entsprechend GU-Bauleistungsbeschreibung.

Preis: 580-600k

Überschlage ich die fehlenden Gewerke, landen alle 3 Angebote wohl in vergleichbaren Regionen. Und da sind weder Aufpreisungen für hochwertigeres Material oder bessere Heiztechnik noch Erschließungskosten und andere Baunebenkosten bzw. Nachträge enthalten. Ebenfalls zusätzlich kommen noch die bereits bezahlten Architektenkosten für Leistungsphase 1-4.

Wir sprechend hier auch nicht vom Münchner Villenviertel, sondern überspitzt von sächsischer Provinz.

Ist das vollkommen irre oder haben wir nur falsche Vorstellungen?

Es gibt ja viele Tipps, nach welchen Kriterien man sich sein Bauunternehmen auswählen soll. Inzwischen wären wir eigentlich froh, wenn wir überhaupt mal eines finden, das das Haus zu vertretbaren Preisen baut.

Inzwischen überlegen wir schon, den Bauantrag zurückzuziehen und eben doch ein Kataloghaus zu nehmen. So viele Aufpreisungen kann man in einem solchen Haus doch gar nicht versenken, um auf derartige Summen zu kommen

kbt09 11.09.2018 20:39
.. ist es denn bei geblieben? Da waren ja noch einige Kinken enthalten und so einige Preistreiber wie die Nischen, doch recht großes Außenmaß von ca. 1020x1090, Keller (ich meine sogar mit weißer Wanne).

Fuchur 11.09.2018 20:48
Im Wesentlichen ja, also zumindest außen. Keller steht oben, allerdings in "normaler" Ausführung, sprich keine weiße Wanne.

Natürlich hast du den Punkt gefunden, auf den ich raus will: Wenn wir bei dem Haus (und der beantragten Genehmigung) bleiben wollen, muss das Haus preislich abgespeckt werden. Die spannende Frage ist nun: Wo tun sich große Summen auf? Sind es wirklich die Rücksprünge, die man ja "einfach" weglassen könnte? Oder vielleicht die direkte Anbindung des Garagendaches am Haus? Alternative wäre hier natürlich Fertiggarage plus Leichtbauverbindung als Überdachung. Aber bekommt man damit den Preis wirklich spürbar gedrückt?

Auch die Garage könnte einen halben Meter kleiner werden, aber die paar Steine reißen das doch bestimmt nicht raus.

Bitte jetzt nicht mit dem Keller kommen, der ist abschließend diskutiert.

opalau 11.09.2018 21:58
Kannst du das mal ein wenig aufschüsseln? Was kostet dich die Garage, was der Keller? Das kommt mir trotz der aktuellen Hochpreisphase viel vor, gerade für Sachsen.

Wir verfolgen aktuell deine Option 3, allerdings ohne Keller und Garage, dafür aber ~220qm Wohnfläche, ebenfalls Klinker und 2 Vollgeschosse. Wir landen damit vsl. ziemlich genau bei den oft proklamierten 2000€/qm. Natürlich auch ohne Baunebenkosten, Außenanlagen, etc. Hätte nicht erwartet, dass SH, nahe Hamburg so viel günstiger ist…?

Domski 11.09.2018 22:03
Sachsen kann ganz unterschiedlich sein. In den Regionen um Leipzig und Dresden schätze ich relativ hohe Preise. Sicherlich nicht auf dem Niveau Stuttgart/München/Frankfurt, aber trotzdem hoch.

In der tiefsten Pampa im Erzgebirge, gerade in unmittelbarer Grenznähe, könnte ich mir sehr günstige Preise durchaus vorstellen und finde das aufgerufene eine ganze Nummer zu hoch.

Fuchur 11.09.2018 22:20
opalau schrieb:
Kannst du das mal ein wenig aufschüsseln? Was kostet dich die Garage, was der Keller?
Im Angebot 1 steht das Haus mit 285k und die Garage mit 80k ohne weitere Aufschlüsselung.
Angebot 2 ist näher aufgeschlüsselt, allerdings nicht nach Gebäudeteilen, sondern nach den verschiedenen Arbeitsleistungen. z.B.: Stahlbeton- und Betonarbeiten 107k, Maurerarbeiten 47k, Erdarbeiten 25k, Dachdecker 22k.
Domski schrieb:
achsen kann ganz unterschiedlich sein. In den Regionen um Leipzig und Dresden schätze ich relativ hohe Preise.
Landkreis Meißen
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