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ᐅ Baukosten und Finanzierung für Wohnung oder Haus


Erstellt am: 30.08.16 18:07

Alex8531.08.16 15:08
Und noch mal zum Ausspruch "Lage Lage Lage": Hat nicht nur Vorteile! Das Risiko von einer Immobilienblase bzw. dem Platzen einer solchen, betroffen zu sein, ist gerade in den sog. A Lagen am aller höchsten! Das Grundstück in Bitterfeld für 35€/qm verliert 10% auf 31,50€/qm. Ist doof, aber verschmerzbar. Aber was passiert wohl, wenn das Grundstück in München von 1400€/qm um 10% fällt oder sogar deutlich mehr, da die Blase voll zuschlägt. Dann ist spätestens bei der Anschlussfinanzierung Ende, weil die Beleihung nicht mehr passt (schlimmstenfalls über 100% läge) und dank Kreditklemme nur wenige Banken bereit stehen, solche Objekte weiter zu finanzieren.

Das Ganze ist erst 8 Jahre her und passiert gerade wieder in London, dank Brexit.

Dagegen hilft nur hohes Eigenkapital, hohe anfängliche Tilgung und/oder lange Zinsbindung. Eine der drei Komponenten ist Pflicht! Sonst ist nach der ersten Zinsbindung Ende, wenn jetzt eine (schlechtens) 100% Finanzierung aufgebaut wird. Jeder Wertverlust der Immobilie kann da sonst den KO bedeuten. Also nicht nur Haus weg, sondern ggf. mit Schulden raus gehen.
DG31.08.16 15:12
Peanuts74 schrieb:
Weshalb? Ich wollte damit nur sagen, dass selbst für "normale" Häuser Unsummen bezahlt werden, wenn die Lage stimmt und laut TE ist es beste Lage. Ein späterer Käufer kann ja das Haus noch weiter ausbauen, modernisieren etc.

Die "Unsumme" ergibt sich in Deinem Beispiel idR nicht aus dem Hauswert, sondern leitet sich vom Grundstückswert ab. Wenn das Haus zB in einer innenstadtlage liegt, die auch gewerblich genutzt/bebaut werden darf und/oder mit einem deutlich größeren Haus (mehr Etagen!) neu bebaut werden kann, dann kriegt die alte Immobilie einen Schlag mit der Abrissbirne und das Grundstück wird neu überplant - der Hauswert tendiert da gegen Null (was für viele auch unverständlich ist), kommt oft genug vor.

MfG
Dirk Grafe
Steffen8031.08.16 15:12
Alex85 schrieb:
Das muss jeder selber wissen. Ich sehe es als nicht nötig, dies zu versichern.
Burn Out hatten schon einige in meinem Umfeld. Das ist aber kein dauerhafter Zustand. Nach 6 Monaten sind die Leute wieder da. Die BU leistet exakt gar nichts, da wär ein Krankentagegeld das richtige für. Auch das habe ich während meiner Selbstständigkeit sein gelassen (hatte es zuerst vor) und statt dessen ein Polster angelegt - so wie du.
Depression ist auch so ne Sache. Da wird dich die Versicherung durch alle Instanzen jagen, bevor auch nur ein Euro fliesst, weil man solche Krankheiten einfach nicht sieht. Dann gibts halt pünktlich nach 6 Monaten Grinsepillen und zack bist du auf dem Papier wieder arbeitsfähig!

Das sind Risiken, denen ich nicht mit Versicherungen, sondern mit Prävention begegne. Wenn ich zu viel arbeite, mich im Wesen ändere etc., dann teilt meine Frau mir das mit. Reissleine ziehen, bevor es zu spät ist. Soziales Netz anstatt Versicherungsverträge.

Die Idee von Dirk, dass man das Haus gar nicht abzahlen müsse, unterstütze ich. Wenn Menschen das Eigenheim als ideale (oder idealisierte) Vorsorgeform empfinden, gar ein Lebensziel darin sehen, braucht man damit aber nicht anfangen. Das ist einfach andere Mentalität. Nutzen ja, besitzen - wozu? Zumal von der Rendite her, die Rechnung eher gegen das Eigentum aufgeht.

Im Grunde stimme ich Dir bei allen Punkten zu. Insb. der letzte Absatz könnte auch von mir sein

Bzgl. der Versicherung (ich habe natürlich auch ein hohen KTG und noch extra Krankenhaus KTG). Mir ist klar das im Fall der Fälle die BU versuchen wird..da ohne Zahlung rauszukommen. Da braucht es dann einen guten Anwalt. An der stelle "zocke" ich einfach. Mich persönlich stören die 500...600 EUR pro Monat nicht für BU und TG.

Ich bete das ich diese Versicherungen nie brauche und dieses Geld "verbrannt" wurde.

Dann ist alles gut
Steffen8031.08.16 15:13
Dirk Grafe schrieb:
Die "Unsumme" ergibt sich in Deinem Beispiel idR nicht aus dem Hauswert, sondern leitet sich vom Grundstückswert ab. Wenn das Haus zB in einer innenstadtlage liegt, die auch gewerblich genutzt/bebaut werden darf und/oder mit einem deutlich größeren Haus (mehr Etagen!) neu bebaut werden kann, dann kriegt die alte Immobilie einen Schlag mit der Abrissbirne und das Grundstück wird neu überplant - der Hauswert tendiert da gegen Null (was für viele auch unverständlich ist), kommt oft genug vor.

MfG
Dirk Grafe

Danke für die Erklärung der Äpfel und Birnen
MarcWen31.08.16 15:16
Peanuts74 schrieb:
Wenn für 400000 kein Haus (nur Haus) zu bauen ist, dann bräuchte man ja auch anderswo nicht unter einer halben Mio. anfangen...

Sobald du aus der Standardschiene rauskommst und mehr individuell planst, werden die Preise spürbar anziehen.
Knallkörper31.08.16 15:17
Ich bin da auch eher bei Peanuts. Für 350.000,- müsste das Haus zu bauen sein, allerdings kein KfW55, statt Garage ein Carport und ein Luxusbad habt ihr dann nicht. Geplant haben wir mal 300.000,-, aber wir liegen bei mittlerweile 365.000,- für 200 m² (184 m² nach Wohnflächenverordnung) mit Garage, ohne Keller, wobei die Garage 40.000,- ausmacht. Bei uns kostet der m² also gute 1.600,-, wobei wir ziemlich hochwertige Ausstattung haben, jedoch auch keinen KfW-Standard.
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