Abstand zu unserem gemietetem Objekt bei Neubau auf Grundst├╝ck

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11ant

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@Climbee: ich hatte gestern kurz ├╝berlegt, ob ich dem TE empfehlen sollte, wie Deine Lieblingsnachbarin schlicht mit Keifen darauf zu reagieren, da├č auf dem Nachbargrundst├╝ck nun ein Haus steht ;-)
 
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J

JuliaM├╝nchen

Dieser Thread trifft bei mir leider gerade einen Nerv, da wir eine Nachbarin haben, die Mieterin im Doppelhaus an der n├Ârdlichen Grundst├╝ckgrenze ist, und sich eingebildet hat, dass sie ja auch Rechte h├Ątte und wir sie ├╝ber jeden Tag informieren m├╝ssten, an dem es laut wird (auf einer Baustelle!), da sie im Homeoffice arbeitet und bei Ausfall ihrer wichtigen Seminare ja dann von der Grundst├╝cksbesitzerin Mietnachlass verlangen k├Ânnte die dies wiederum bei uns einklagen k├Ânnte. Als wir ihr zu verstehen gegeben haben, dass wir sie gern informieren, wann es los geht, dar├╝ber hinaus aber das Recht haben, zu bauen wie es ├╝blich ist, hat sie sich "aus Interesse" mal beim ├Ârtlichen Ordnungsamt "informiert" wie das eigentlich bei Asbestentsorgung bei Abriss ist, da br├Ąuchte man ja eine Genehmigung die ja noch gar nicht vorl├Ąge. Die Genugtuung, als wir gesehen haben, dass unser Haus eineinhalb Stockwerke h├Âher wird und ihr Hausanteil plus Terrasse jetzt im Schatten liegt, kann man sich vorstellen..die Doppelhaush├Ąlfte der netten Nachbarin links daneben hat noch Sonne und Licht..manchmal schl├Ągt das Karma dann doch zu.
Ich kann dir daher aus Erfahrung sagen: Informiere dich vorher genau, welche Rechte du wirklich hast, eine Mietsache ist kein Eigentum und hier kannst du schnell die Grenze ├╝berschreiten. F├╝r jeden ist es bl├Âd, wenn das bisher freie Nachbarschaftsgrundst├╝ck bebaut wird, die Familie im Garten Musik h├Ârt die man nicht mag oder das Nachbarhaus pl├Âtzlich "Pi**gelb" gestrichen wurde, solange es einem aber nicht geh├Ârt hat man keinerlei Anspruch, dass es so bleibt wie es war. Versetz dich hier auch in deinen neuen Nachbarn, er wird stolz wie bolle auf sein Eigenheim sein, hat sich wahrscheinlich f├╝r 20 bis 30 Jahre daf├╝r verschuldet und nutzt dann bei den aktuellen Preisen nat├╝rlich das maximale Baufenster aus (er wird es ja auch wie jeder andere genehmigt haben lassen). Ich kann total verstehen, dass einen die dunkle Wohnung und die nun verbaute Sicht frustet aber realistisch gibt es zwei Wege: umziehen oder erst mal die Nachbarn kennenlernen und im Idealfall von neuen Bekannten profitieren. Das Haus wird nicht verschwinden, wenn ihr aber hinter ihrem R├╝cken mal beim Bauamt anruft und sie das spitz kriegen, k├Ânnte das sowohl euer Verh├Ąltnis als auch das zwischen euch und eurem Vermieter ins Negative drehen. Nicht umziehen wollen/k├Ânnen UND Streit mit den Nachbarn anzetteln? W├╝rde ich nicht machen:)
 
A

apokolok

@JuliaM├╝nchen
Interessante Sichtweise aus dem anderen Blickwinkel, dennoch eine Spur ├╝bers Ziel hinaus geschossen w├╝rde ich sagen.
Nat├╝rlich habt ihr recht, dass ne Baustelle halt soviel L├Ąrm macht wie ne Baustelle macht und irgendeine Mieterin aus der Nachbarschaft dann einfach Pech gehabt hat. Mit Miete und Eigentum hat das aber auch nichts zu tun, ├Ąndert nichts daran, dass man es eben hinnehmen muss.
Dass es im Homeoffice aber schon gewaltig auf die Nerven gehen kann, wenn neben an ein Jahr Baustelle ist, wird man wohl auch nachvollziehen k├Ânnen.
Ob man sich dann noch h├Ąmisch ├╝ber den Schattenwurf freuen muss, weil die Dame von irgendwelchen herfantasierten Rechten erz├Ąhlt...
Ich w├╝rde ja doch versuchen freundlich, verst├Ąndnisvoll aber auch ehrlich zu sein.
Ja, Baustelle macht L├Ąrm, nein, du hast keine Rechte, aber du hast zumindest mein Mitleid und ich lad dich dann zum Richtfest ein.
 
J

JuliaM├╝nchen

@apokolok : N├Â, gar nicht ├╝bers Zeil hinausgeschossen, super nett und verst├Ąndnisvoll gewesen, vor dem ersten Spatenstich schon drei mal telefoniert und ├╝ber alles informiert was im Rahmen war. Wenn dann aber unversch├Ąmte Forderungen, Drohungen mit Anw├Ąlten und Anrufe bei ├ämtern hinter unserem R├╝cken kommen, Vorw├╝rfe man w├╝rde durch einen Abriss Staublungen provozieren..nein, da h├Ârt mein Grundsatz des "man ist nicht schadenfroh" definitiv auf. Daher die Warnung an den TE sich zu ├╝berlegen, wie man mit den Nachbarn gerne leben m├Âchte, wir h├Ątten unsere Anfangs sogar gerne zum Richtfest eingeladen, haben uns vor dem Bau super mit ihrem Mann am Gartenzaun unterhalten..jetzt freuen wir uns, dass ihr Haus auf der Nordseite ohne Garten liegt und lassen die Hecke hochwachsen.
Klar geht das auch auf die Nerven, rate mal wessen Nachbarwohnung gerade auch renoviert wird und wer Nachbarn mit trampelnden Kindern ├╝ber sich wohnen hat?:) Aber ich wei├č eben, dass beide Nachbarn das Recht haben zu renovieren und Kinder zu haben, ich kann sie weiter nett gr├╝├čen, die Bauarbeiter fragen, wie langs denn heut noch geht und die Familie bitten, bisschen drauf zu achten, weils im Altbau recht durch die Decke hallt und wir beide arbeiten m├╝ssen..mehr aber auch nicht, da mir ihre Wohnungen nicht geh├Âren (da sind wir wieder beim Eigentum) und ich daher auch nicht bestimmen kann, wie sie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu leben haben. Mir geht diese "Ich war aber zuerst da und will jetzt nicht mehr gest├Ârt werden" Einstellung einfach gegen den Strich, der Bungalow des TE wurde ja auch mal gebaut, dar├╝ber werden sich die Nachbarn auf der anderen Seite wohl auch nicht gefreut haben. Wenn er sich jetzt woanders ein Haus bauen w├╝rde w├╝rden sich seine Nachbarn auch nicht freuen, vielleicht auch im Schatten liegen..wer wei├č:)
 
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