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ᐅ Staffelgeschoss (Stadthaus) oder Friesenhaus mit Flachdachgiebel?

Erstellt am: 15.03.17 14:13
C
CarinaJ
Hallo,

ich lese seit einiger Zeit nur mit. Wir (2 Erwachsene ohne Kinder) spielen mit dem Gedanken uns wohnlich zu verändern. Wir schauen zwar immer noch nach Miethäusern, aber liebäugeln langsam auch mit einem Eigenheim. Bestandsimmobilien sind sehr schwer zu finden. Ehrlich gesagt habe ich in den letzten 2 Jahren nichts gefunden was ich auch nur besichtigen wollte (zur Miete sieht es besser aus). Wir haben schon Baumessen besucht und eine Finanzberatung gemacht. Die Marktbeobachtung hat ergeben, dass man preislich genauso gut bauen kann (Bestand ist nicht günstiger) und hat natürlich auch noch die gestalterischen Vorteile.

Wir stehen also noch ganz am Anfang. Der Anlass diesen Posts ist, dass wir bald einen Termin bei einem Bauträger haben (ich habe hier auch schon unzählige Kataloge liegen). Hintergrund: wir wissen jetzt wo wir finanziell stehen, aber so richtig was der Spaß kosten könnte wissen wir nicht. Bevor wir jetzt richtig loslegen (Grundstück suchen etc.) wollen wir wissen was wir uns überhaupt leisten können und ob wir überhaupt das bekommen können was wir uns so vorstellen. Sonst würden wir wohl noch warten.

Jetzt haben wir eine grundsätzliche Diskussion. Mein Lebensgefährte würde gerne ein Staffelgeschossbau (Stadtvilla) bauen. Grundsätzlich finde ich es gut. Solange es kein 4-Eckiger-Klotz ist. Da gibt es aber verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten.

Ich habe mich jetzt durch diverse Kataloge gekämpft und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
So eine Stadtvilla ist vom Grundpreis schon mal deutlich teurer als z.B. ein Friesenhaus oder andere ähnliche Häuser.

Unser Kompromiss wäre so eine Art Friesenhaus mit Flachdachgiebel.

Nachdem ich mit den Grundrissen rumgespielt habe ist mir die nächste Erkenntnis gekommen:
So eine Stadtvilla braucht viel mehr Grundfläche als ein "normales" Haus mit Satteldach. Dies schlägt natürlich wieder im Geldbeutel zu buche.

Jetzt habe ich für mich folgende Pro und Cons gefunden:

Stadthaus:
Pro:
- gerade Wände auf beiden Etagen / keine Schrägen
- modern

Contra:
- Preis
- weniger Platz
- kein ausbaubarer Dachboden

Friesenhaus mit Flachdachgiebel:
Pro:
- Preis
- Stauraum
- Nutzbarer Raum unterm Dach

Contra:
- Schrägwände oben
- entweder keine Dachfenster oder mit den Nachteilen dieser leben
- Flachdachgiebel könnte Probleme bei der Wasserdichtigkeit geben (auf Zeit)

Damit Ihr euch ein besseres Bild machen könnt was wir uns so vorstellen.
- Doppelgarage (mit Raum an Ende)
- keine offene Küche, sondern abgetrennt (z.B. mit Schiebetür) und trotzdem die Möglichkeit in der Küche mit 4 Personen gemütlich essen zu können (dazu ein Esszimmer für standardmäßig 6 Pers. vll. noch auf 8 oder 10 erweiterbar)
- Gäste-WC mit Dusche im EG
- Abstellraum (für Hauselektronik und Werkzeug sowie Konserven, Getränkekisten, Gefrierschrank im EG)
- 2 Kinderzimmer
- 1 SZi mit Ankleidezimmer (eine Möglichkeit mit 2 kleinen Ankleidezimmern wäre auch denkbar)
- Bad mit Badewanne und bodengleicher Dusche 90x120 und Doppelwaschbecken
- Wäscheraum für Waschmaschine, Wäschetrockner und Platz zum trocknen der Wäsche
- wir brauchen ein "Männerzimmer", welches auch als Arbeitszimmer geschäftlich (ohne externen Besuch) nutzbar sein muss
- Lüftungsanlage (zentral oder dezentral noch offen) mit Wärmerückgewinnung
- kleines Zimmer für Fotosachen, Schreibtisch und PC (da wäre ein ausgebauter Dachboden ideal)
- Stauraum für Deko (welche gerade nicht gebraucht wird), Koffer, Bücher, altes Spielzeug, zusätzliche Stühle etc. (ideal: ausgebauter Dachboden))
- nice to have wäre eventuell ein gemauerter Kamin (in der Wand integriert so dass man kein Rohr etc. sieht)
- Kfw70 (eventuell aber eher nicht Kfw 70+ Haus)
- (bei Friesenhaus) ausgebauter Dachboden mit fester Treppe

Dazu kommt noch das wir, wenn wir die Möglichkeit hätten das jemand bei uns vernünftig übernachten könnte wir so 2-3 Mal im Jahr von jeweils 2-4 Personen Besuch bekommen würden. Ist aber keine Prio.


Die nächste Herausforderung die ich im Moment sehe ist, dass ich unbedingt einen Grundriss möchte bei dem ich die Couch seitlich zum Fenster stehen habe. Sprich gerade aus auf den TV schauen und nach rechts oder links in den Garten (Südseite). Ein solcher Grundriss scheint unmöglich zu sein. Hat da jemand eine Idee?

Zusammenfassend:
- Stadtvilla ja/nein
- Wo bekomme ich bei der Stadtvilla den Stauraum her?
- Brauche ich bei der Stadtvilla wirklich mehr qm?
- Ist die Stadtvilla wirklich grundsätzlich teurer?
- Komme ich bei den wünschen mit 150-160qm hin?
- Wie bekomme ich es hin aus dem Wohnzimmer einen seitlichen Gartenblick und einen frontalen TV-Blick zu haben?


Ich verstehe, wenn hier einige Schreiben werden, dass ohne ein Grundstück man gar nichts planen kann, weil man dann erst weiß was der Bebauungsplan hergibt. Aber wir würden einfach vorher Wissen was wir wollen und ob sich das überhaupt realisieren lässt. Das der Bebauungsplan und die Ausrichtung des Grundstücks nachher ausschlaggebend ist ist klar. Wir schauen auch schon nach Grundstücken und suchen nur nach Grundstücken mit einer Südausrichtung. Das was wir suchen und das was wir bekommen steht auf einem anderen Blatt, dass ist mir klar.

Ich würde mich trotzdem freuen, wenn ich hier hilfreiche Antworten zu den Fragen bekomme, damit unser vorhaben langsam mal greifbarer wird.

Vielen Dank.

Grüße aus dem hohen Norden.

CarinaJ
RobsonMKK15.03.17 15:56
Ich glaube du stehst noch ganz am Anfang.
Das Grundstück bestimmt was du bauen darfst.
C
CarinaJ
15.03.17 16:00
Klar steh ich ganz am Anfang. Aber ob ich 2 Vollgeschosse oder 1,5 bauen darf etc. da kann man noch tricksen. EG kleinere Fläche als OG etc. Wenn ein Grundstück gar nicht passt, weil das Haus da nicht baubar ist, dann ist das Grundstück das Falsche. Ein Grundstück wo am Ende keine DG darauf passt würde ich z.B. niemals kaufen.
11ant15.03.17 16:24
Wenn noch kein Grundstück vorhanden ist, dann plant erst mal "ins Blaue" ein Haus. Irgendwo muß die Geschichte ja mal ankern. Da kann man dann sagen, worauf man beim Grundstückskauf achten muß, damit das so gebaut werden darf. Deine Gedanken über was warum mehr Platz (ver)braucht, vollziehe ich nicht nach; und bin wohl auch nicht ganz allein damit, mir unter einem Giebel bei einem Flachdach nichts vorstellen zu können, und was an einem Haus mit Flachdach noch friesisch sein könnte erst recht nicht (? ? ?)
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C
CarinaJ
15.03.17 16:28
Hallo,
es geht doch nur darum das man bei einem normalen Haus mit Satteldach viele Flächen hat die nicht berechnet werden und dadurch gefühlt mehr Stauraum vorhanden ist, als bei einem Stadthaus. Bei einem Stadthaus ohne Keller und ohne nutzbaren Dachboden hat man weniger Platz als bei einem Haus mit Satteldach und Schrägwänden im OG. Dazu kommt noch der Stauraum beim ausgebauten Dachboden.

Wie machen das denn andere mit einem Stadthaus? Immer mit Keller? Irgendwo muss man doch die Sachen lassen, die sonst im Keller oder auf dem Dachboden sind.

Das hat nichts mit Friesenhaus oder Flachdachgiebel zu tun. Ich wollte damit nur darstellen in welche Richtung die Ideen gerade gehen.


Grüße

Carina
RobsonMKK15.03.17 16:36
Kommst du aus einer Ecke wo man sich bezahlbare Grundstücke aussuchen kann?
Ansonsten kann man sich Gedanken über den Platzbedarf machen und die Räume die man braucht. Der Rest wird aber durch Bebauungsplan oder Paragraph 34 vorgeschrieben.
C
CarinaJ
15.03.17 16:40
Wo kann man sich heute noch Grundstücke aussuchen? Suchen muss man schon und Glück und/oder Beziehungen haben.

Ich würde jetzt aber schon so schauen auf was ich beim Grundstück achten muss. Nicht das später das böse erwachen kommt und man das Grundstück gar nicht mehr haben möchte

So eng sehe ich das auch nicht. In den Baugebieten sieht mal alles. OB jetzt 1,5 oder 2 ist dann auch nicht mehr so entscheidend. Bei uns werden oft die Farben eng vorgegeben etc. Knackpunkt wird eher der versiegelbare Grund sein etc.
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