ᐅ Wie baue ich IKEA Metod Schränke für barrierefreies Wohnen um?
Erstellt am: 26.08.16 08:13
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zinopauSergio49 schrieb:
Auszüge sind gegenüber Türen vorzuziehen, da sie den Zugang erleichternGuter Punkt, aber nicht immer umsetzbar: In kleinen Küchen oder schmalen Durchgängen kann es sein, dass Auszüge in geöffneter Position zu wenig Platz lassen.Außerdem sollte man auch die Bedienbarkeit der Griffe hinterfragen. Ein einfacher schwarzer Griff ist nicht unbedingt ergonomisch, und Hebel- oder Knebelgriffe sind ggf. besser geeignet.
Das Thema barrierefrei ist komplex und sollte immer im Zusammenhang mit dem Nutzerprofil betrachtet werden. Gibt es hier genauere Angaben zu den Einschränkungen (Mobilität, Feinmotorik, etc.)? Denn die Lösung unterscheidet sich stark je nach Behinderung.
dinano schrieb:
Gibt es hier genauere Angaben zu den Einschränkungen (Mobilität, Feinmotorik, etc.)?Gute Rückfrage! Es handelt sich primär um einen Rollstuhlfahrer mit eingeschränkter Feinmotorik, das heißt, er kann Schubladen und Türen noch öffnen, aber mit begrenztem Kraftaufwand und eingeschränkter Greiffähigkeit. Die Beweglichkeit der Arme ist gegeben, aber nicht optimal. Einfache Handgriffe, eventuell auch große Griffe oder Push-to-open Systeme wären optimal. Die Höhe sollte so angepasst sein, dass er bequem sitzt und alles erreichen kann, ohne sich zu strecken oder zu bücken. Danke für die bisherigen Tipps, das hilft schon weiter!R
reoWilhelm27.08.16 19:59neo59 schrieb:
Soft-Close ist schön, aber für barrierefreies Wohnen könnte die dadurch erhöhte Schließkraft ein Nachteil seinDanke für den Hinweis! 👍 Tatsächlich ist es wichtig, hier genau auf die individuelle Situation zu achten. Ich persönlich habe Soft-Close geschätzt, weil es Geräusche reduziert und die Mechanik schont, aber wenn die Kraft nicht ausreicht, sollte man die Mechaniken vielleicht anpassen oder Soft-Close weglassen.zinopau schrieb:
Push-to-open Systeme wären optimalDas klingt nach einer guten Lösung! IKEA hat zwar keine standardmäßigen Push-to-open für Metod, aber es gibt kompatible Nachrüstsysteme, die man anbringen kann. Das eliminiert die Notwendigkeit von Griffen komplett, was für eingeschränkte Greiffähigkeiten perfekt ist. Die Schränke wären dann auch optisch besser, da ohne Griffe.Und ja, höhenmäßig unbedingt so anpassen, dass die Rollstuhlnutzer ohne Verrenkungen die Arbeitsfläche und Auszüge bequem nutzen können. Man kann auch mal überlegen, einzelne Module um 10-15 cm zu erhöhen oder abzusenken, je nach Bedarf.
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