Guten Morgen zusammen,
wir haben ein Grundstück gekauft und rechnen gerade, in welchem Umfang wir ein Bauvorhaben umsetzen können. Dazu würden wir uns sehr über Einschätzungen und Tipps freuen!
Allgemeines zu Euch:
Wohnkosten:
Wir ermitteln gerade noch die Gesamtkosten und haben positive Rückmeldungen von Banken und Kreditvermittlern bekommen. Die Details der Finanzierung stehen noch nicht fest, da gerade das Haus selbst noch eine Kostenvariable ist. Das ist auch genau mein Anliegen, wir würden gerne einen externen Blick bekommen, ob ein 500.000 Euro Haus und das Gesamtvolumen möglich sind oder wir eben etwas kleiner planen sollten.
Wie gesagt streben wir ca. 3.000 Euro Rate im Monat an, ich würde die Finanzierung gerne zum Renteneintritt in 27 Jahren abbezahlt haben. Dafür wollen wir aus unseren Sonderzahlungen auch 5.000 - 10.000 Euro p.a. mit einbringen.
Das war jetzt viel Text, wir freuen uns aber sehr, wenn sich jemand die Mühe macht, alles zu lesen und uns eine Einschätzung gibt. Danke!
wir haben ein Grundstück gekauft und rechnen gerade, in welchem Umfang wir ein Bauvorhaben umsetzen können. Dazu würden wir uns sehr über Einschätzungen und Tipps freuen!
Allgemeines zu Euch:
- Wer seid ihr? zwei Erwachsene, in wenigen Wochen drei Kinder.
- Wie alt seid Ihr? 39 und 37
- Gibt es Kinder? ja, 2, 1 und bald 0 Jahre
- Sind Kinder geplant? nein
- Was macht Ihr beruflich? Geschäftsführer (ohne Gesellschaftsanteile, unbefristeter Arbeitsvertrag) und Vertriebsmitarbeiterin
- Wie viele Stunden arbeitet Ihr? beide Vollzeit, bei meiner Partnerin bis Juni 2022 unterbrochen durch ein Jahr Elternzeit. In dieser Zeit sinkt das Netto auf monatlich ca. 7.500 Euro. Meine Partnerin hat auch mit zwei kleinen Kindern bis zum Mutterschutz des dritten Kindes ein paar Monate Vollzeit arbeiten können, ihre Tätigkeit ist da sehr flexibel. Der Reflex ist natürlich auch bei uns "Vollzeit mit drei kleinen Kindern - keine Chance", einige Monate hat das jedoch zumindest mit zwei kleinen Kindern gut funktioniert.
- Welche Einkünfte habt Ihr (brutto/netto)? pro Monat ca. 9.100 Euro netto inkl. Kindergeld und p.a. im Bereich 10.000 - 25.000 Euro netto variable Bestandteile.
- Wie viel Eigenkapital habt ihr? 120.000 Euro.
- Wie viel Eigenkapital wollt Ihr davon in das Projekt Haus stecken? 120.000 Euro, da wir in der Haushaltsrechnung das Glück eines guten Überschusses haben und weiter ansparen können
Wohnkosten:
- aktuelle Kaltmiete 1.580 Euro
- aktuelle Warmmiete mit allen Nebenkosten inklusive Strom, Heizung und Internet ca. 2.200 Euro. Die Nebenkosten sind recht hoch, darunter sind jedoch Kosten, die später entfallen (vollständiger Winterdienst, Gärtner für Vorgarten und Heckenschnitt).
- Kfz 1: unser Hauptfahrzeug ist ein Dienstwagen, dessen Kosten inkl. Kraftstoff auch für die private Nutzung der Arbeitgeber komplett trägt, die Versteuerung ist beim o.g. Gehalt schon berücksichtigt.
- Kfz 2: ein zweites Auto (keine Finanzierungsrate, Wert ca. 14.000 Euro, der jedoch im o.g. Eigenkapital nicht berücksichtigt wurde), das noch etwas über zwei Jahre Herstellergarantie hat. Versicherung und Steuer ca. 350 Euro p.a., Kraftstoff etwa 60 Euro pro Monat. Meine Partnerin hatte bis zum ersten Kind ebenfalls einen Dienstwagen, den der Arbeitgeber vollständig bezahlt hat, wahrscheinlich wird das selbst bezahlte zweite Auto in den nächsten Jahren wieder zugunsten eines Dienstwagens wegfallen.
- Versicherungen ca. 300 Euro p.a. für das Zweitauto (siehe oben unter Kfz) und ca. 1.000 Euro p.a. für weitere Versicherungen, z.B. Haftpflicht, Hausrat, Risikoleben und Rechtsschutz.
- Lebensmittel: das ist recht schwer zu schätzen, inklusive Kindergartengebühren, die gerade bei kleinen Kindern teuer sind, schätzen wir Lebenshaltungskosten von ca. 2.200 Euro pro Monat.
- Sonstige Ausgaben gibt es nicht, wir haben keine Kredite, Finanzierungen, Unterhalte, o.ä.
- Einnahmen gesamt: aktuell ca. 7.500 Euro
- Ausgaben gesamt: aktuell ca. 4.500 Euro
- Saldo +3.000 Euro
- davon Summe Kaltmiete und verzichtbare Sparleistungen (z.B. Sparrate für Haus): zieht man von den Kosten die aktuelle Kaltmiete und noch 50 Euro für Gärtner und Winterdienst ab, steigt das Saldo auf ca. +4.630 Euro pro Monat. Die einmalig p.a. anfallenden Kosten wie Versicherung oder Urlaub rechne ich nicht, das verrechne ich eher mit den jährlichen Sonderzahlungen
- Einnahmen gesamt: ca. 9.100 Euro
- Ausgaben mit drei Kindern dann gesamt: ca. 2.500 Euro Lebenshaltungskosten und 500 Euro Nebenkosten
- Saldo +6.100 Euro
- Davon müsste dann die Kreditrate abgezogen werden, wir würden gerne in Richtung 3.000 Euro Rate pro Monat gehen. Das wäre dann ein Saldo von ca. +3.100 Euro pro Monat.
- Wie groß ist das Grundstück? 2.600 m²
- Welche Maße hat es? ca. 38x75 Meter, nach hinten im Garten wird es etwas schmaler (auf ca. 28m)
- Wie hoch ist der Bodenrichtwert? ca. 95 Euro
- Neubau, Altbau (Baujahr), Haustyp? Neubau
- Garagen? noch nicht entschieden, wenn möglich eine 6x9m Betonfertiggarage
- Wie groß ist das Haus? (Wohnfläche / Nutzfläche) noch nicht entschieden, 180-200 m²
- Welchen Marktwert haben Grundstück und Haus nach Fertigstellung? das ist eine sehr spannende und wichtige Frage, auf die ich leider noch keine richtige Antwort habe
- Grundstückskosten inkl. Erschließungskosten und Erwerbsnebenkosten: 290.000 Euro
- Bau- oder Kaufkosten (inkl. Architekt, Statiker): Schätzung 515.000 Euro (inkl. 15.000 Euro Puffer für die Bemusterung), Keller ist eher nicht geplant
- Baunebenkosten (z.B. Hausanschlüsse, Bodengutachter, Baustrom etc.): Schätzung 60.000 Euro
- Außenanlagen/Terrasse, Wege, Gartengestaltung, Zäune etc... Schätzung 170.000 Euro inkl. Garage, Carportelement, Terrasse, Zäunen, etc.
- Gesamtkosten ca. 1.050.000 Euro
- Küchenkosten: wir schätzen 15.000 Euro
- Möbel, Lampen, Deko: wir werden v.a. ein neuen Esstisch mit Stühlen einplanen, ansonsten benötigen wir kaum Möbel. Das würden wir aus dem laufenden Gehalt machen und nicht finanzieren.
- Gesamtkosten: 1.050.000 Euro
- abziehbares Eigenkapital: wir können die nächsten Monate noch ansparen, daher 150.000 Euro
- Finanzierungssumme: 900.000 Euro
Wir ermitteln gerade noch die Gesamtkosten und haben positive Rückmeldungen von Banken und Kreditvermittlern bekommen. Die Details der Finanzierung stehen noch nicht fest, da gerade das Haus selbst noch eine Kostenvariable ist. Das ist auch genau mein Anliegen, wir würden gerne einen externen Blick bekommen, ob ein 500.000 Euro Haus und das Gesamtvolumen möglich sind oder wir eben etwas kleiner planen sollten.
Wie gesagt streben wir ca. 3.000 Euro Rate im Monat an, ich würde die Finanzierung gerne zum Renteneintritt in 27 Jahren abbezahlt haben. Dafür wollen wir aus unseren Sonderzahlungen auch 5.000 - 10.000 Euro p.a. mit einbringen.
Das war jetzt viel Text, wir freuen uns aber sehr, wenn sich jemand die Mühe macht, alles zu lesen und uns eine Einschätzung gibt. Danke!
H
Hausbauer474703.05.21 09:37OWLer schrieb:
@Hausbautraum20
Meine Erfahrung mit Geschäftsführern ist allerdings, dass sie sich eher an einem Audi A8 als dem A6 orientieren. dem zufolge gehe ich von einem gewissen Anspruchsdenken an Optik und Haptik aus + Prestige.Das ist ein recht pauschales Urteil. Solche Fälle wird es sicher reichlich geben und wenn ich 15.000 Euro netto im Monat hätte und keine Kinder würde ich vielleicht auch Porsche fahren. Da habe ich aber ganz andere Prioritäten. Ein Golf reicht bei drei Kindern und zwei Hunden allerdings tatsächlich nicht... 😉 Natürlich ist das Grundstück luxuriös und natürlich wird das Projekt sehr teuer, aber ich baue niemals auch nur einen Quadratmeter oder 50 cm mehr Küche, um meinen Nachbarn zu beeindrucken. Bei mir dreht sich alles darum, dass meine Familie ein schönes Zuhause bekommen soll, in dem sie sich wohlfühlt und in dem die Kinder schön aufwachsen können (soweit wir das eben finanziell vernünftig darstellen können).
@DaSch17 50K sparen durch Eigenleistung ist ganz schön ambitioniert.
Materialkosten hast du ja trotzdem, einsparen kannst du primär die Arbeitskosten. Dazu kommt Werkzeug, dass du kaufen musst.
Wenn ich mal von 70€/h für den Handwerker ausgehe sind das 714 Stunden oder aber knapp 90 Tage á 8 Stunden. Ambitioniert.
Materialkosten hast du ja trotzdem, einsparen kannst du primär die Arbeitskosten. Dazu kommt Werkzeug, dass du kaufen musst.
Wenn ich mal von 70€/h für den Handwerker ausgehe sind das 714 Stunden oder aber knapp 90 Tage á 8 Stunden. Ambitioniert.
apokolok schrieb:
@DaSch17 50K sparen durch Eigenleistung ist ganz schön ambitioniert.
Materialkosten hast du ja trotzdem, einsparen kannst du primär die Arbeitskosten. Dazu kommt Werkzeug, dass du kaufen musst.
Wenn ich mal von 70€/h für den Handwerker ausgehe sind das 714 Stunden oder aber knapp 90 Tage á 8 Stunden. Ambitioniert.Wir haben 3 Monate bezahlten Urlaub für den Innenausbau (Trockenbau 15'; Malerarbeiten 8', Parkett verlegen 6' und 1' Küchenaufbau) ... EL für die Außenanlagen verteilen sich auf 2 Sommer. Geht jetzt aber auch nicht um unser BV. Danke trotzdem für's Feedback 😉
H
hampshire03.05.21 10:02Hausbauer4747 schrieb:
Die Erfahrung von K1300S schreibt beunruhigt mich schon ein wenig, weil das neben dem reinen Hauspreis wahrscheinlich der Punkt ist, den ich noch am wenigsten greifen kann.Wie es auch immer mit dem eigenen Anspruch aussieht - am Ende zählt eine gewisse Disziplin sich an die eigenen Planungen auch zu halten.
Viele hier zeigen, dass sie im Planungsrahmen bleiben können. Dazu gehört eben ein möglichst vollständiger Plan, der nicht bei den Ausgaben auf Kante und bei den Einnahmen auf Hoffnung aufgebaut ist. Dazu gehören auch etwas Finanzpuffer und eine Streichliste für den Fall, dass es eng wird.
Ich sehe keinen Grund zur Beunruhigung, wenn Ihr den Rat der erfolgreich im Budget bleibenden wahrnehmt und solange ihr nicht so baut wie zum Beispiel wir.
Hausbauer4747 schrieb:
Das ist ein recht pauschales Urteil. Solche Fälle wird es sicher reichlich geben und wenn ich 15.000 Euro netto im Monat hätte und keine Kinder würde ich vielleicht auch Porsche fahren. Da habe ich aber ganz andere Prioritäten. Ein Golf reicht bei drei Kindern und zwei Hunden allerdings tatsächlich nicht... 😉 Natürlich ist das Grundstück luxuriös und natürlich wird das Projekt sehr teuer, aber ich baue niemals auch nur einen Quadratmeter oder 50 cm mehr Küche, um meinen Nachbarn zu beeindrucken. Bei mir dreht sich alles darum, dass meine Familie ein schönes Zuhause bekommen soll, in dem sie sich wohlfühlt und in dem die Kinder schön aufwachsen können (soweit wir das eben finanziell vernünftig darstellen können).Stimmt. Das war auch bewusst so pauschal in den Raum gestellt. 😉 Ich sehe nur im Umfeld, dass mit dem Status die Ansprüche an die Ausstattung des EFHs steigen. Scheint eine Naturkonstante zu sein.
Ohne zu nahe treten zu wollen: Ich persönlich kann es mir nicht vorstellen, dass jemand der 45k im Garten für Wasserspiele verbuddelt, sich dann aber mit der Ikea oder Poco-Küche begnügt. (Achtung, wiederum bewusst polemisch, hängt euch bitte nicht daran auf)
Ich finde die Übersicht von @DaSch17 da sehr hilfreich. Gerade Boden/Maler ist idR. bauseits zu leisten, also nicht im GU-Standard.
DaSch17 schrieb:
T5 als Dienstwagen... 😎 sehr lässig.Lässig evtl. aber wirtschaftlich wäre das ziemlich dumm, für so ne olle Karre soviel zu versteuern.
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