ᐅ Aufschüttung aus Eurer Sicht noch sinnvoll / machbar?
Erstellt am: 01.01.15 19:57
Guten Abend und ein frohes Neues Jahr an alle!
Ich habe derzeit ein Grundstück reserviert und habe damit jedoch seit eher ein ungutes Bauchgefühl was die notwendige Bearbeitung der Parzelle angeht. Ich würde mich sehr über eure Meinungen freuen, wir Ihr das seht.
Das Grundstück hat ein Gefälle von fast 2,5m auf die Länge von 29m (rote Linie im Bild). Dieses Gefälle müsste nun aufgeschüttet werden, um auf die Höhe der Straße zu kommen (grüne Linie). Gesamtgröße des Grundstücks ca. 29mx28m = ca. 800m²
Hinten würde das Grundstück mit einer Böschung auslaufen (hier muss eine Wildhecke gepflanzt werden).
Ist es aus Eurer Sicht ohne Risiken machbar ein Grundstück so stark aufzufüllen um dann darauf ein Haus zu errichten? Welche Bedenken hättet ihr? Ich bin für jeden Hinweis dankbar, welchen ich VOR dem Kauf des Grundstücks prüfen kann. Die Baufirmen neigen stark dazu die Probleme mit dem Grundstück schönzureden.
Ein Bodengutachten ergibt zudem, dass eine Gründungstiefe von 1,50 - 2m empfohlen wird. Geplant ist gleich einen Keller zu bauen, um nicht wieder komplett mit Kies auffüllen zu müssen.
Grüße von de Ostsee!

Ich habe derzeit ein Grundstück reserviert und habe damit jedoch seit eher ein ungutes Bauchgefühl was die notwendige Bearbeitung der Parzelle angeht. Ich würde mich sehr über eure Meinungen freuen, wir Ihr das seht.
Das Grundstück hat ein Gefälle von fast 2,5m auf die Länge von 29m (rote Linie im Bild). Dieses Gefälle müsste nun aufgeschüttet werden, um auf die Höhe der Straße zu kommen (grüne Linie). Gesamtgröße des Grundstücks ca. 29mx28m = ca. 800m²
Hinten würde das Grundstück mit einer Böschung auslaufen (hier muss eine Wildhecke gepflanzt werden).
Ist es aus Eurer Sicht ohne Risiken machbar ein Grundstück so stark aufzufüllen um dann darauf ein Haus zu errichten? Welche Bedenken hättet ihr? Ich bin für jeden Hinweis dankbar, welchen ich VOR dem Kauf des Grundstücks prüfen kann. Die Baufirmen neigen stark dazu die Probleme mit dem Grundstück schönzureden.
Ein Bodengutachten ergibt zudem, dass eine Gründungstiefe von 1,50 - 2m empfohlen wird. Geplant ist gleich einen Keller zu bauen, um nicht wieder komplett mit Kies auffüllen zu müssen.
Grüße von de Ostsee!
D
Doc.Schnaggls02.01.15 11:06Hallo Tomi83,
die EUR 12.460,00 sind ja nur für das "Erd-Material".
Hast Du auch eine Zahl für die erforderlichen Befestigungen (Betonwände), das Verdichten und die Anfahrtskosten?
Bei uns stand für ein Grundstück mit 15 m x 25 m, das auf die 25 m Länge 2,2m Höhenunterschied hatte ein Komplettpreis für das Aufschütten von EUR 60.000,00 im Raum!!!
Machbar ist so eine Aufschüttung schon, aber du verbuddelst Massen an Geld.
Bei uns wird jetzt nur die Terrasse aufgeschüttet (siehe Avatar) und von dort gehen dann ein paar Stufen in den Garten.
Grüße,
Dirk
die EUR 12.460,00 sind ja nur für das "Erd-Material".
Hast Du auch eine Zahl für die erforderlichen Befestigungen (Betonwände), das Verdichten und die Anfahrtskosten?
Bei uns stand für ein Grundstück mit 15 m x 25 m, das auf die 25 m Länge 2,2m Höhenunterschied hatte ein Komplettpreis für das Aufschütten von EUR 60.000,00 im Raum!!!
Machbar ist so eine Aufschüttung schon, aber du verbuddelst Massen an Geld.
Bei uns wird jetzt nur die Terrasse aufgeschüttet (siehe Avatar) und von dort gehen dann ein paar Stufen in den Garten.
Grüße,
Dirk
B
Bauexperte02.01.15 11:19Hallo,
Es gibt keine Probleme mit Hanglagen! Was allerdings ein Faktor ist, welcher mit Hanglagen einher geht, ist der Faktor Geld; es wird teuer werden. Hier hast Du aber schon die richtige Entscheidung hinsichtlich eines Nutzkellers getroffen.
Fazit: Dirk hat die logischen Fragen aufgeworfen - wenn Du genug Geld - abseits der zu kalkulierenden Baunebenkosten - für Gründungsmehrkosten in Deiner Finanzierung berücksichtigt hast, wird die Hanglage auch in Zukunft kein Problem für den ausführenden BU sein.
Grüße, Bauexperte
Toni83 schrieb:Danke, Dir und Deinen Lieben auch!
... und ein frohes Neues Jahr an alle!
Toni83 schrieb:Sicher ist das risikolos zu händeln, sofern ordentlich und nach den Gründungsempfehlungen des Bodengutachters gearbeitet wird! In diesem Punkt brauchst Du keine Sorge zu haben.
Ist es aus Eurer Sicht ohne Risiken machbar ein Grundstück so stark aufzufüllen um dann darauf ein Haus zu errichten?
Toni83 schrieb:Diese Aussage gibt mir zu denken --- Du bist Laie und zweifelst die Aussagen von Fachleuten schon vor dem 1. Stein an
Die Baufirmen neigen stark dazu die Probleme mit dem Grundstück schönzureden.
Es gibt keine Probleme mit Hanglagen! Was allerdings ein Faktor ist, welcher mit Hanglagen einher geht, ist der Faktor Geld; es wird teuer werden. Hier hast Du aber schon die richtige Entscheidung hinsichtlich eines Nutzkellers getroffen.
Fazit: Dirk hat die logischen Fragen aufgeworfen - wenn Du genug Geld - abseits der zu kalkulierenden Baunebenkosten - für Gründungsmehrkosten in Deiner Finanzierung berücksichtigt hast, wird die Hanglage auch in Zukunft kein Problem für den ausführenden BU sein.
Grüße, Bauexperte
Hallo!
Danke für Eure Antworten.
Die Kosten für Anfahrtskosten und Verdichten werde ich die Tage hoffentlich ermitteln können mit den Erdbaufirmen in der Region.
Aber ihr seht es also nicht als problematisch an ein Grundstück über 2m aufzufüllen. Außer natürlich, dass es ins Budget passen muss. Ich Zweifel die Aussagen der Baufirma deswegen an, weil diese nur interessiert sind ihre Häuser zu verkaufen und einem später dann gerne überraschen mit Zusatzkosten.
Vielleicht ist die Alternative mit der aufgeschütteten Terrasse auch noch eine Überlegung wert.
Grüße
Toni
Danke für Eure Antworten.
Die Kosten für Anfahrtskosten und Verdichten werde ich die Tage hoffentlich ermitteln können mit den Erdbaufirmen in der Region.
Aber ihr seht es also nicht als problematisch an ein Grundstück über 2m aufzufüllen. Außer natürlich, dass es ins Budget passen muss. Ich Zweifel die Aussagen der Baufirma deswegen an, weil diese nur interessiert sind ihre Häuser zu verkaufen und einem später dann gerne überraschen mit Zusatzkosten.
Vielleicht ist die Alternative mit der aufgeschütteten Terrasse auch noch eine Überlegung wert.
Grüße
Toni
B
Bauexperte02.01.15 12:52Hallo Toni,
Allerdings kann von keinem Anbieter erwartet werden, daß er die Grundstücke seiner Bauherren geologisch kennt. Deswegen steht in den Verträgen immer wieder, daß auf "fremdem Grund" gebaut wird. DAS bedeutet nichts anderes, als das Mehrkosten in Sachen Gründung entstehen "können". Ordentliche, bzw. seriöse Anbieter weisen ihre Kunden deshalb auf den worst case hin, damit nicht teuer nachfinanziert werden muß; sofern das dieser Tage überhaupt möglich ist.
Grüße, Bauexperte
Toni83 schrieb:Das können sie "nur dann", wenn der Vertrag dies auch zuläßt!
Ich Zweifel die Aussagen der Baufirma deswegen an, weil diese nur interessiert sind ihre Häuser zu verkaufen und einem später dann gerne überraschen mit Zusatzkosten.
Allerdings kann von keinem Anbieter erwartet werden, daß er die Grundstücke seiner Bauherren geologisch kennt. Deswegen steht in den Verträgen immer wieder, daß auf "fremdem Grund" gebaut wird. DAS bedeutet nichts anderes, als das Mehrkosten in Sachen Gründung entstehen "können". Ordentliche, bzw. seriöse Anbieter weisen ihre Kunden deshalb auf den worst case hin, damit nicht teuer nachfinanziert werden muß; sofern das dieser Tage überhaupt möglich ist.
Grüße, Bauexperte
D
Doc.Schnaggls02.01.15 12:54Toni83 schrieb:
Die Kosten für Anfahrtskosten und Verdichten werde ich die Tage hoffentlich ermitteln können mit den Erdbaufirmen in der Region. Hallo Toni,
das dürfte die kleinere Position sein. Lass Dir erst einmal die Kosten für die erforderlichen Stützmauern nennen - diese Position geht richtig ins Geld.
Was machen den Deine potenziellen Nachbarn? Wenn die nicht aufschütten ist es nicht mit der Stützmauer am einen Ende des Grundstücks getan, sondern Du darfst drei Stützmauern bauen. Auch das Thema "Absturzsicherung" darfst Du bei 2,5m Höhe nicht außen vor lassen.
Grüße,
Dirk
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