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ᐅ Koalitionsvertrag 2025, Neubauförderung


Erstellt am: 11.06.25 22:11

R
Rübe1
16.06.25 08:50
wiltshire schrieb:


Du hast offenbar nicht verstanden.

Du verstehst die Bauwirtschaft nicht. Da geht es um Fürstentümer, Traditionen, Lobbyismus, usw usw. Und das wird mit Zähnen und Klauen verteidigt.
Wenn dann noch die Politik mitmischt, insbesondere die Weltretter, dann wird's ganz fürchterlich. Dann habe ich mit dem Brüsseler Club noch nicht mal angefangen. Dabei geht es wie üblich nur um eines: Geld.

Würden wir einmal über unsere Grenzen hinwegsehen, würden wir lernen, wie bauen einfacher sein kann und(!!) kostengünstiger. Und das, ohne Abstriche zu machen.

Aber auch die Bauwilligen sind nicht unschuldig: auf Teufel komm heraus müssen Bebauungspläne irgendwie ausgehebelt werden, weil man ja was individuelles haben muß.

Gerade dieses Forum ist aber auch ein Paradebeispiel für teures bauen. Mit Standard gibt man sich nicht zufrieden, nein, da muß mehr rein. Vielleicht muß man auch mal wieder back to the roots gehen. Und sich auch mal mit 100 qm zufrieden geben...
W
wiltshire
16.06.25 09:39
Rübe1 schrieb:

Da geht es um Fürstentümer, Traditionen, Lobbyismus, usw usw. Und das wird mit Zähnen und Klauen verteidigt.
Das ist mir bestens bekannt. Ich habe mit der Bauwirtschaft bereits beruflich zu tun gehabt. Eine starke Politik setzt die Rahmenbedingungen durch, die für die GEsellschaft förderlich ist. Was genau das sein soll, darüber kann man trefflich streiten. Vor der Lobby zu kapitulieren oder ihr einfach (wegen des Geldes) hinterher zu laufen ist zwar zu beobachten, aber nicht wünschenswert. Wer behauptet, das sei nicht zu ändern hat entweder aufgegeben, profitiert oder ist einfach nur desinteressiert.
Rübe1 schrieb:

Würden wir einmal über unsere Grenzen hinwegsehen, würden wir lernen, wie bauen einfacher sein kann und(!!) kostengünstiger. Und das, ohne Abstriche zu machen.
Volle Zustimmung. Serielles Bauen ist übrigens so ein Beispiel - und es gibt natürlich auch weitere.
Rübe1 schrieb:

Aber auch die Bauwilligen sind nicht unschuldig: auf Teufel komm heraus müssen Bebauungspläne irgendwie ausgehebelt werden, weil man ja was individuelles haben muß.
Das steckt als geerbter Traum der Wirtschaftswunder-Generation irgendwie drin, befürchte ich ebenfalls.
Rübe1 schrieb:

Gerade dieses Forum ist aber auch ein Paradebeispiel für teures bauen.
Bekenne mich schuldig. Hab aber auch auf jegliche Förderung verzichtet um so zu bauen wie ich es will und das auch klaglos bezahlt.
Rübe1 schrieb:

Vielleicht muß man auch mal wieder back to the roots gehen. Und sich auch mal mit 100 qm zufrieden geben...
Sehr einverstanden. Wir leben in einer Welt des Komparativs. Es geht nicht darum, dass etwas gut ist, es soll "besser" sein. Daraus ergibt sich die Spirale der ständig wachsenden Ansprüche und "Normalität" verschiebt sich von Generation zu Generation. Inzwischen ist diese beanspruchte "Normalität" nur noch für wenige leistbar. Statt, wie Du vorschlägst eine gute Lösung außerhalb zu finden und die eigenen Ansprüche einmal kritisch zu überprüfen, jammern viele einfach nur auf objektiv sehr hohem Niveau herum. Dieses Phänomen ist übrigens nicht einer politischen Richtung zuzuordnen. In allen Lagern werden "die anderen" verantwortlich gemacht. Feindbilder helfen zwei Arten von Menschen besonders: Denen, die keine Selbstverantwortung übernehmen wollen und denen die darauf abzielen, erstere hinter sich zu versammeln.
A
Aloha_Lars
16.06.25 10:07
HuppelHuppel schrieb:

Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Eine Argumentation aufzubauen auf Basis einer Seite von Verschwörungstheoretikern, sagt halt auch genug aus....
M
Musketier
16.06.25 10:34
wiltshire schrieb:

Das steckt als geerbter Traum der Wirtschaftswunder-Generation irgendwie drin, befürchte ich ebenfalls.
Die vielen schicken Bilder von Traumpaläste im Internet verleiten halt zu mehr als früher.
Früher war es hauptsächlich die Größe. Jetzt ist es Größe, Technik und Energieeffizienz, was die Kosten nach oben treibt.


Apropos hohe Bau/Wohnkosten:
Da ich mich gerade mit Wechsel für unseren Außenwasserhahn beschäftige, weil die Eichfrist wieder mal abläuft.
In Deutschland beträgt die Eichfrist für Wasserzähler 6 Jahre. In Frankreich, USA und Kanada 17 bzw. 18 Jahre und in Spanien 23 Jahre. Da frage ich mich, ob wir schlechtere Zähler haben, als im Rest der Welt.
Warum führt der Staat Mietpreisbremsen ein, während hier sinnlos Nebenkosten für Bewohner erzeugt werden und Handwerker mit sinnlosen Aufgaben "blockiert" werden.
W
wiltshire
16.06.25 10:53
Aloha_Lars schrieb:

Eine Argumentation aufzubauen auf Basis einer Seite von Verschwörungstheoretikern, sagt halt auch genug aus....
Der DWN gehört zu den vielen Verlagen, die zwar eine fest angestellte Redaktion haben, aber keine fest angestellte Journalisten. Sie verfügen, wie sie schreiben, über ein " deutschlandweites Netzwerk aus Fachjournalisten, Fotografen und Video-Journalisten".
Auf Deutsch: Journalismus aus zweiter Hand.
Unter Frankel hat ist DWN zunehmend EU-kritischgeworden und reitet häufig populistische Wellen. Der andere Geschäftsführer Schmidt äußert sich persönlich auf einer Netzwerk- und Selbstveröffentlichungsplattform in libertärer Art und Weise zu Wirtschafts- und Eigentumsthemen.
Menschen, die der AfD nahe stehen werden sich im DWN überproporional häufig bestätigt sehen.
W
wiltshire
16.06.25 11:13
Musketier schrieb:

In Deutschland beträgt die Eichfrist für Wasserzähler 6 Jahre. In Frankreich, USA und Kanada 17 bzw. 18 Jahre und in Spanien 23 Jahre. Da frage ich mich, ob wir schlechtere Zähler haben, als im Rest der Welt.
Nee, haben wir nicht. Eine kürzere Eichzeit vermindert allerdings Schäden durch kleine Manipulationen.
Ich bin ehrenamtlicher Vorstand der Wasserversorgung in unserem Dorf und verantwortlich für Förderung, Qualität und Abrechnung. Dazu gehört dann auch der Zählertausch. Wir tauschen einen zu eichenden Zähler gegen einen geeichten Zähler aus dem Rücklauf. Da werden in aller Regel keine neuen Zähler angeschafft. Die Kosten sind mit <50€ je Zähler alle 6 Jahre gering.
Wir hatten es bereits trotz unser nur rund 320 Haushalte am Netz mit fehlerhaften Zählern zu tun, die eine theoretische Mehrbelastung im vierstelligen Eurobereich für unser Verbandsmitglied sorgten. Wir checken die Zählermenge auf Plausibilität und werden bei Jahresabweichungen größer 15% hellhörig. Im Dorf kann man dann sprechen, meist gibt es eine plausible Erklärung. Abweichungen von 10% gehen durch. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 4 Personen und durchschnittlichen Wasser- und Abwassergebühren kommen da schon mal 50-100€ im Jahr Differenz zusammen. Diesen Hebel betrachtend finde ich die 6 Jahre gar nicht mehr so schlimm, sondern eine sinnvolle Verbraucherschutzmaßnahme.
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