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ᐅ Informationen zu Keller mit weißer Wanne gesucht


Erstellt am: 02.04.24 16:35

M
M a v o
02.04.24 16:35
Wir möchten einen Nutzkeller mit Lichthöfen (ca 1-1,5m tief für Fenster) unter ein Fertighaus bauen.
Das Bodengutachten für das Grundstück selbst ist noch nicht da ( ->in Auftrag), aber für das gesamte Neubaugebiet und es gab auch Rammkernsondierungen fast direkt neben dem Grundstück. (Siehe Datei)
Aufgrund von zeitweise drückendem Wasser müsste man mit weißer Wanne bauen.

Ohne weiße Wanne hatten wir jetzt bisher von Fertighausanbietern Angebote für eine größe von ca 9x10m Preise mit Gründung,4Lichtschöchten und 2 Fenstern von 70-80k €
Und Erdarbeiten von 20-25k €

Verschiedene Fragen haben wir:
1. Wie genau funktioniert ein Lichthof in weißer Wanne mit Entwässerungsmöglichkeit (haben kein Foto gefunden) und mit welchen Extrakosten muss man hier rechnen?
2. Mit welchen Mehrkosten ist bei einem oben genannten Keller ca. zu rechnen, wenn man mit weißer Wanne baut?
3. Bei Nachbargrundstücken wurde bereits mit bestimmten Erdarbeiten geplant, wo noch Kies o.ä. aufgeschüttet werden muss, wenn man ohne Keller baut. Kann man anhand der angehängten Datei schon sehen, dass dies nicht mehr notwendig ist, wenn man einen Keller baut, da man so sehr nah an den festeren Boden mit der Gründung kommt?

Ich freue mich über alle Informationen und Nachfragen.

Grüße


"6.2.6 Generelle Beurteilung des Feuchtigkeitsschutzes Entsprechend DIN 18533 bzw. den Ausführungsbestimmungen des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStB-Richtlinie Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton ) kann der Lastfall Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser lediglich dann angesetzt werden, wenn für den anstehenden Boden ein Durchlässigkeitsbeiwert von kf 10-4 m/s angesetzt werden kann. Bei den im Bereich der Arbeitsraumsohlen vermutlich überwiegend anstehenden bindigen Böden ist damit zu rechnen, dass diese Vorgabe größtenteils nicht eingehalten wird. Folgende Möglichkeiten kommen daher für den Feuchtigkeitsschutz in Betracht. 1. Außenabdichtung nach DIN 18533 unter Ansatz der Wassereinwirkungsklasse W2.1-E (mäßige Einwirkung von drückendem Wasser) 2. Ausführung aller erdberührten Bauwerksteile nach der DAfStB-Richtlinie Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton . Für die Bemessung ist die Beanspruchungsklasse 1 zugrunde zu legen. Sie gilt für drückendes, nicht drückendes und zeitweise aufstauendes Wasser. Alle Bauwerksfugen und Durchdringungen müssen mit aufeinander abgestimmten Systemen wasserundurchlässig ausgebildet werden (Fugenbänder, Fugenbleche, Injektionsschläuche usw.)."
Konstruktionszeichnung mit Bodenprofil, Tiefenangaben, Mutterboden und Fundament
1
11ant
02.04.24 18:40
M a v o schrieb:

Hallo, dies ist mein erster Beitrag hier und hoffe es ist die richtige Kategorie und die richtigen Informationen meinerseits.
Wir möchten einen Nutzkeller mit Lichthöfen (ca 1-1,5m tief für Fenster) unter ein Fertighaus bauen. Das Bodengutachten für das Grundstück selbst ist noch nicht da [...] Aufgrund von zeitweise drückendem Wasser müsste man mit weißer Wanne bauen.
Das ist nicht nur Dein erster Beitrag, sondern Du bist überhaupt erst seit zwei Stunden hier. Nimm´ Dir am besten ersteinmal die Zeit, hier herumzulesen. Danach wirst Du vermutlich einige Schritte zurückspringen, weil Dir bewußt ist, gemessen an Deinem Wissen schon viel zu weit "geplant" zu haben.

Ein Nutzkeller mit Lichthöfen klingt nach ziemlichem Quatsch, denn Hausanschlüsse, Vorräte und Gerümpel stellen keine Ansprüche an den Ausblick. Umgekehrt sind Raumnutzungen mit Ausblickansprüchen keine Nutzkellerräume mehr. Über Dein Grundstück erzählst Du nur zu qualitativen Bodenverhältnissen, aber nichts über den Aspekt Geländehöhen - dabei sind die mindestens ebenfalls wichtig.

Ich könnte mir daher gut vorstellen, daß Dein Grundstück gar nicht für einen Keller spricht; und sich die weitergehende Frage wie man den trocken hält entsprechend auch nicht stellt.

Wenn Dein Baugrundgutachten noch aussteht, kannst Du mit einem Architekten auch noch gar nicht sinnvoll in die Leistungsphase 2 gehen, ergo auch die Entscheidung für die Bauweise noch nicht auf einer Faktenbasis getroffen haben. Was also willst Du dann jetzt schon mit der Festlegung auf ein "Fertig"haus ?

Allein schon mit dem Forensuchbegriff "Fertighaus" wirst Du hier für mehrere Tage Lesestoff finden, der Dich auf den Boden des noch unzureichenden Wissens zurückholt. Ersetze also lieber erst´mal Mythen & Co durch Erkenntnisse, ehe Du Deine Planerträume hoch fliegen läßt (außer Du möchtest bei der Abrechnung viel Lehrgeld nachzahlen).
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
N
Nida35a
02.04.24 20:11
M a v o schrieb:

1. Wie genau funktioniert ein Lichthof in weißer Wanne mit Entwässerungsmöglichkeit
Auf jeden Fall nicht mit Drainage,
bei drückendem Wasser läuft das rückwärts und füllt dir die Lichthöfe, und ohne U-Boot-Fenster auch den Keller.
Wenn das Niveau unter Kanal liegt, bedeutet das Hebeanlage
H
Harakiri
03.04.24 08:39
Die Lichtschächte der üblichen Verdächtigen lassen sich druckwasserdicht montieren – der Mehraufwand ist dafür minimal (vielleicht 1 St. Mehrarbeit pro Lichtschacht, wenn überhaupt), jedoch muss man sie direkt auf den WU-Beton montieren, was thermisch gesehen nicht so gut ist (sofern dein Keller in der thermischen Hülle genommen werden soll). Es gibt auch Lösungen, dies gänzlich wärmebrückenfrei zu realisieren; das ist wiederum etwas teurer, weil man dann spezielle vorgefertigte Dämmelemente als Montageuntergrund nehmen muss.

Ich sehe hier mit Drainage keine Probleme – der Lichtschacht selbst ist „wasserdicht“ vom unten, links und rechts und wird einfach ebenfalls wasserdicht an deine Entwässerung angeschlossen. Normalerweise macht man keine Drainage bei WU-Keller, das sind sicherlich dann Mehrkosten ggü. oben-genannte Angebote.

Aufwendig ist, wenn die Lichtschächte & Kellerfenster hochwasserdicht sein müssen. Das setzt aber voraus, dass man entweder mit Wasser von oben rechnen muss (fließt im Lichtschacht rein), oder mit Rückstau aus dem Entwässerungssystem – für letzteres Problem kann man aber an den Entwässerungsanschluss des Schachtes einen Rückstauverschluss setzen (was aber dann natürlich recht schnell bei anhaltende Niederschlag zu Problem wird...).

Mehrkosten für WU-Ausführung sind eigentlich überschaubar – haben sie dir Fertigelemente angeboten? Wenn ja, dann müsste eigentlich für den Preis auch WU-Ausführung drin sein. Mehrkosten entstehen nur im Vergleich zu gemauerten Kellern, was aber, glaube ich, keinen Fertighausanbieter anbieten wird.

Allerdings sind 20-25 TEuro für Erdarbeiten sehr sportlich geschätzt. Da musst du wirklich aufpassen. Haben sie Entsorgung usw. mitangeboten?
H
hanghaus2023
03.04.24 09:50
M a v o schrieb:

Wir möchten einen Nutzkeller mit Lichthöfen (ca 1-1,5m tief für Fenster) unter ein Fertighaus bauen.

Ich wuerde als erstes überlegen ob es nicht besser ist das Haus auf den Keller zu bauen.

Ansonsten erstmal auf das Bodengutachten warten.

Falls der Keller unbedingt sein soll, dann sollte Dein Planer wissen was er tut.

Besonders der Spoiler ist zu beachten!
H
hanghaus2023
03.04.24 09:58
Hier mal noch ein Bild LS mit Entwässerung


Stufen aus Stein bilden eine Halbkreis-Treppe neben Haus, von Efeu umrankt.
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