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ᐅ Kosten für Wärmepumpe und Photovoltaik 2024 im kleinen Altbau


Erstellt am: 29.02.24 17:33

Winniefred29.02.24 17:33
Hallo,

wir wollen bis 2028 voraussichtlich unseren Altbau mit einer Wärmepumpe und Photovoltaik ausrüsten. Aktuell heizen wir mit Gas und haben hier einen Verbrauch von ca 7.000 kwh/a, die Gasheizung ist aus 2010. Seit Ende 2023 haben wir auch eine Solarthermie an der Fassade; ich kann hier noch nicht sagen was das einspart. Das Haus hat 88m2 auf 3 Etagen, Baujahr 1921, Fassadendämmung ist aus 1993, Dämmung zum Keller ist von 2023 und die Dämmung im Dach von 2017. Das Dach ist ein Walmdach mit 3 Seiten, eine nach Südost, eine nach Süd und eine nach Süd-West mit Sonne von früh bis spät. Hier haben wir Platz gelassen für eine Photovoltaik, weshalb die ST an der Südfassade hängt. Im EG (ca 37m2) haben wir Fußbodenheizung und auf den anderen beiden Etagen Heizkörper aus 2017.

Hier sind ja viele unterwegs, die sich gut mit Wärmepumpe auskennen. Was würdet ihr hier aktuell in 2024 kalkulieren und was für eine Anlage wäre hier grob angebracht? Wir müssen das langfristig planen und wären daher über eine grobe Hausnummer dankbar. Unser Sanitärbetrieb ist total überlastet und wir sind mit denen auch nicht so zufrieden; die wollen wir daher nicht fragen - da das Projekt erst in einigen Jahren ansteht, will ich hier auch keinen anderen Betrieb bemühen.

Mir ist klar, dass hier noch vieles unklar ist. Dennoch wäre ich über Antworten dankbar.
Nida35a29.02.24 17:46
Winniefred schrieb:

wir wollen bis 2028 voraussichtlich unseren Altbau mit einer Wärmepumpe und Photovoltaik ausrüsten.
Zur Zeit ist Goldgräber- und Abzockstimmung bei den Firmen,
deswegen warten auf 2027, es kommen jährlich neue Supidupi Geräte.
Euer neues Gerät wird gerade erst entwickelt
Winniefred29.02.24 17:48
Nida35a schrieb:

Zur Zeit ist Goldgräber- und Abzockstimmung bei den Firmen,
deswegen warten auf 2027, es kommen jährlich neue Supidupi Geräte.
Euer neues Gerät wird gerade erst entwickelt

Ja das kommt noch hinzu, für Altbauten ist wohl was in der Pipeline. Dennoch würde mich interessieren, was ihr heute kalkulieren würdet. Denn wir können nicht erst 2027 erfahren, wenn es 50.000€ kostet, wenn wir es 2028 machen wollen^^. Ich würde Ende 2026 anfangen nach Firmen zu suchen, damit es dann 2028 erledigt ist.
Nida35a29.02.24 17:56
Wärmepumpen werden preiswerter, wenn die Förderung entfällt.
Für 50T€ gibt es einfach nicht genug Kunden. Der Internet Preis ist eine Orientierung, der 3 fache Preis nicht gerechtfertigt ( aber der Q7 muss ja monatlich bezahlt werden, grins)
nordanney29.02.24 18:15
Winniefred schrieb:

Mir ist klar, dass hier noch vieles unklar ist. Dennoch wäre ich über Antworten dankbar.
Also - Stand heute kannst oder musst Du mit ab T€ 20 rechnen. Vor Förderung! Hab gerade ein Angebot gelesen: Austausch alte Gasheizung gegen Panasonic Wärmepumpe. All in Angebot des Handwerkers T€ 19,9 um genau zu sein. Gerade Asiaten wie Panasonic werden schon seit einiger Zeit deutlich mehr angeboten - Richter&Frenzel scheint als Großhändler gut im Geschäft zu sein und viele Handwerker zu unterstützen, die von den viel zu überteuerten (deutschen) Geräten weg möchten.

P.S. Die Asiaten haben gerade Lieferzeiten von 2-5 Werktagen. Neue Modelle direkt mit Propan als Kältemittel.
Winniefred schrieb:

Ich würde Ende 2026 anfangen nach Firmen zu suchen, damit es dann 2028 erledigt ist.
Das ist Unsinn. Viel zu viel Vorlauf. Viele Betriebe haben nur noch Wochen als Vorlaufzeit, aber keine Jahre mehr. Wärmepumpe-Hersteller fahren z.T. Kurzarbeit, weil der erste Hype dank der viel zu hohen Margen der Betriebe schon wieder vorbei ist. Daneben werden Produktionskapazitäten ohne Ende aufgebaut. Entweder Mitte 27 suchen, damit Du für den Winter gerüstet bist oder dann im Winter 27/28, damit nach der Heizperiode die neue Heizung kommen kann.
Winniefred schrieb:

Das Haus hat 88m2 auf 3 Etagen,
Ich weiß ja, dass Ihr einen kleinen Altbau habt. Aber so kleine Etagen habe ich nicht erwartet.
dertill29.02.24 19:06
Handwerklich begabt?
Aber ich glaube das war bei euch nicht so der Fall, wenn ich recht erinnere.
Technisch und Preis/Leistungs-mäßig kann ich die Panasonic Aquarea "Geisha" empfehlen. In der neuen Generation "L" als Hydrosplit mit Propan (R290) als Kältemittel und nun auch in dezent schwarzer Optik und leiser:
Außengerät mit Kältekreislauf und Wärmeübertrager - dort gehen nur Vorlauf/Rücklauf Wasser rein, und Strom natürlich;
Innenteil mit 3-Wege-Ventil für Warmwasser-Bereitung und allen anderen Teilen wie und direkt im Gerät unten drunter der neue Warmwasser-Speicher ist wirklich plug and play und preislich kann kein deutscher Hersteller da mithalten und auch von der Installation her sehr gut gelöst.
Panasonic baut nebenbei die meisten Wärmepumpen bzw. Kompressoren dafür weltweit und die Baureihe ist absolut ausgereift und was die Kennzahlen auf dem Papier UND in der Realität angeht super.

Nein ich bekomme nichts von Panasonic. Ich habe sie inzwischen bei zwei bekannten in Betrieb mit Daten vor Ort gesehen (Generation H und J) und meine eigene Generation J (weil Propan am Aufstellort nicht geht) kommt diesen Sommer, für meine Schwiegermutter die L nächstes Jahr.

Preis, wenn keine Heizkörper getauscht werden:
Material mit allem (Pana Kombi-Innenmodul + Außengerät 5kW liegt bei 6,5k€) 8k€ Brutto.
Sockel und Kiesbett machst du in Eigenleistung und
für die Installation sind realistisch 2 Personen, maximal 2 Tage, also 2*2*8*100€ = 3,2k, (in deinem Fall, ohne Heizkörpertausch)
dazu einen Tag für den Elektriker: 1k€,
Planung und Baubegleitung inkl. Inbetriebnahme und Erläuterung durch EEE (oder anderen kompetenten), 3Tage = 3k€.
Macht in Summe ca. 15k€.
Aber für de Benz/Porsche vom Chef nochmal 5k€ oben drauf, dafür Förderung runter.

Förderung bekommst du bei Ausführung durch Fachbetrieb (ggf. Begleitung durch EEE): 30% Basis, +5% für Propangas, +20% wenn deine Gasheizung 20 Jahre oder älter ist. - also 35-55% bzw. noch mehr, wenn du in den zwei Kalenderjahren vor dem Jahr vor der Antragstellung (also 2021/2022 im Durschnitt im Haushalt weniger als 40k zu versteuerndes Einkommen (steht auf deinem Steuerbescheid) hattest.

Das wichtigste beim Umbau: Alles weglassen was weg kann (Pufferspeicher z.B., und auf keinen Fall Kombipuffer), keine Einzelraumregelung bzw. mindestens 80% der Heizkreise/Heizkörper immer auf, hydraulischer Abgleich Verfahren B = raumweise Heizlast und Anpassung der Durchflussmengen ggf. noch Heizkörper vergrößern (wichtig ist nur die höchste benötigte Temperatur im Kreislauf - die muss runter), keine Mischer (Mischer = Wasser zu warm und kann kälter) und die Wärmepumpe korrekt auslegen - in deinem Fall ohne Berechnung: maximal die kleinste Wärmepumpe, also 5 kW.

Das kann entweder ein kompetenter Fachbetrieb (sehr selten), ein guter EEE (manchmal) oder ein darin erfahrener Planungsbetrieb (ausgebucht und teuer): Das Ergebnis immer kritisch hinterfragen bis du es selbst verstanden hast.
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