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ᐅ Örtlicher Wasserversorger findet Wasser-Absperrung nicht


Erstellt am: 13.07.20 16:12

A
Ante123
13.07.20 16:12
Hallo zusammen,

auf der Suche nach ein paar hilfreichen Tipps für meinen aktuellen Problemfall bin ich auf dieses Forum gestoßen und hoffe jemanden zu finden, der mir einen guten Ratschlag/Hinweis geben kann.

Folgendes zum Hintergrund:

Vor einigen Monaten habe ich ein Mehrfamilienhaus gekauft. Im Keller des Hauses müssten in den nächsten Tagen/Wochen folgende beiden Arbeiten durchgeführt werden:

1. Austausch des 1. Wasser-Absperrventils, da dieser durchgehend tropft
2. Austausch/Erneuerung der Wasserleitungen, da kürzlich festgestellt wurde, dass sich vor dem Wasserzähler ein Stück Bleirohr (und ggf. unter der Erde außerhalb des Gebäudes) befindet.

Mein Plan war, zunächst den tropfenden Wasser-Absperrventil reparieren zu lassen, um zu vermeiden, dass mir der Keller irgendwann voll Wasser läuft (falls das Ventil nachgeben sollte). Im Anschluss wäre ich dann auch gleich den Austausch der Bleileitungen angegangen.

Nun zum Problem:

Nach mittlerweile rund zwei Wochen und mehreren Terminen vor Ort mit meinem Installateur und dem örtlichen Wasserversorger (3x mal waren sie da) stellt sich heraus, dass niemand weiß, wo das Wasser - draußen oder in einem Keller der umliegenden Gebäude - abgestellt werden kann. Und ohne das Abstellen des Wassers können die Reparaturarbeiten nicht vorgenommen werden.

Das ca. 100 Jahre alte Gebäude befindet sich in einem Hinterhof auf einem privaten Grundstück und die Wasserleitungen scheinen wohl vor Jahrzehnten privat verlegt worden zu sein. Weitere Details wie und wo die Wasserleitungen unter der Erde verlaufen scheint wohl niemand zu haben - Auch der vorherige Eigentümer nicht. In den lokalen Netzplänen sind sie ebenfalls nicht gekennzeichnet, da sie eben irgendwann mal privat verlegt worden sind.

Mittlerweile weiß ich wirklich nicht mehr weiter und überlege tatsächlich, a) anzufangen vom Gebäude aus alles ausgraben zu lassen, um den Verlauf der Wasserleitungen verfolgen zu können oder b) einen komplett neuen, offiziellen Anschluss (auf meine Kosten) durch den örtlichen Wasserversorger durchführen zu lassen und die alte noch aktive Leitung - sofern irgendwie möglich - stilllegen zu lassen.

Hat jemand von euch ggf. einen Ratschlag oder einen ähnlichen Fall in der Vergangenheit gehabt und kann mir sagen, wie ich am besten vorgehen sollte?

Ich bedanke mich jetzt schon mal vorab bei jedem, der sich die Zeit nimmt, diesen langen Text zu lesen. Vielen Dank!

Beste Grüße,
Anton
T
Tolentino
13.07.20 16:16
Aber der Anschluss an der Straße muss doch bekannt sein? Notfalls muss halt das Wasser dort abgestellt werden? Was ist denn von der Straße aus gesehen vor dem Hinterhof? Evtl ein Gebäude? Dann wurde das hintere Gebäude doch sicher darüber erschlossen?
A
Ante123
13.07.20 16:32
Hi, so schnell hätte ich keine Antwort erwartet

Gemeinsam mit dem örtlichen Wasserversorger haben wir die drei naheliegendsten Absperrungen an der Straße ausprobiert und leider hat nichts funktioniert.

Es befinden sich vor dem Hinterhof tatsächlich zwei Gebäude. In einem dieser Gebäude haben wir sogar ein ähnliches Stück Bleileitung in der selben Stärke wie in meinem Haus gefunden und waren fast sicher, es sei diese Leitung, die mit meinem Haus verbunden ist (oder damals privat verlegt wurde). Dort haben wir abgesperrt, aber leider auch erfolglos.

Mein Eindruck von den Kollegen des örtlichen Wasserversorgers sowie der Installateure war generell, dass alle wirklich ratlos waren, da man fast alles ausprobiert habe.

Viel Glück
H
haydee
13.07.20 16:34
Kommt mir bekannt vor. Bei uns sind zum Glück ein paar alte Herren vorbei gekommen - so auf dem Weg zum Arzt, zum Bäcker - die in den 50ern die Straße gebaut hatten. Mit deren Erinnerungen, meiner Mutter und den Plänen von der Gemeinde haben wir den Anschluss gefunden.

Schwierig jemanden zu finden der daran mal was verbuddelt hat. Zumal damals sehr kreativ gearbeitet wurde um alt (1929) mit neu (50er Jahre) zu verbinden. Gut möglich das in den 100 Jahren auch eine kreativ und damals vielleicht sogar logische Lösung gefunden wurde. Wenn du aufgräbst würde ich auf jeden Fall neue Leitungen verlegen lassen.
M
MayrCh
13.07.20 20:33
Ante123 schrieb:

Mittlerweile weiß ich wirklich nicht mehr weiter und überlege tatsächlich, a) anzufangen vom Gebäude aus alles ausgraben zu lassen, um den Verlauf der Wasserleitungen verfolgen zu können oder b) einen komplett neuen, offiziellen Anschluss (auf meine Kosten) durch den örtlichen Wasserversorger durchführen zu lassen und die alte noch aktive Leitung - sofern irgendwie möglich - stilllegen zu lassen.
Ante123 schrieb:

Mein Eindruck von den Kollegen des örtlichen Wasserversorgers sowie der Installateure war generell, dass alle wirklich ratlos waren, da man fast alles ausprobiert habe.

Naja, den Eindruck hab ich jetzt eher nicht. Aus dem Stehgreif fallen mir 2 Methoden ein, mit denen man die in Betrieb befindliche Wasserleitung orten kann, nämlich durch Besenden der Leitung oder durch akustische Leitungsortung. Sollte eigentlich weder für Wasserversorger, noch für Installateur neu sein.

Wenn die Leitung so gefunden und lokal freigelegt ist, und sich die Kameraden dann fragen, wie man die ohne Schieber, Kugelhahn oder Ventil absperrt, wirf einfach mal ein "Abfrieren" in den Raum.
F
Fuchur
13.07.20 20:40
und jetzt stell dir mal vor, es gibt einen Rohrbruch...
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