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ᐅ Welche Leistung braucht unsere Wärmepumpe?


Erstellt am: 01.05.14 10:42

Meurastein01.05.14 10:42
Guten Tag,

wir werden kurzfristig mit dem Bau eines Einfamilienhauses beginnen. Als Heizsystem haben wir uns für eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung entschieden.
Nur bei der Type der Wärmepumpe und deren Leistung sind wir uns mehr als unsicher.

Das Haus wird 143 m² groß, Fußbodenheizung, Dämmung im Kfw70 Bereich, 5 köpfige Familie, 200 Liter Pufferspeicher.
Die Angebote reichen von 5,9 kW bzw. 7,7 kW (Viessmann Vitocal 222) bis zu 8 kW. Die von den Firmen errechnete benötige Leistung der Wärmepumpe reicht von 5,x bis 7,x kW.

Wir hören und lesen sehr oft, dass die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe der Schlüssel zu niedrigen Heiz- und Warmwasserkosten ist. Wir sind inzwischen, aufgrund der vielen unterschiedlichen Empfehlungen und Berechnungen, ziemlich ... verwirrt.

Wer kann helfen? Welche Leistung sollte die Wärmepumpe haben?
Sind 5,9 kW ausreichend? Lieber 7,7 kW?
Oder was ganz anderes?
Masipulami01.05.14 10:45
Zur Wärmepumpe kann ich gerade zwar nicht wirklich was schreiben, aber 200 Liter Pufferspeicher erscheint mir für 5 Personen doch etwas wenig.
toxicmolotof01.05.14 10:56
Wofür ist der Pufferspeicher denn da? Warmwasser oder Heizung?
Meurastein01.05.14 10:57
Der Pufferspeicher ist für die Heizung. Der Warmwasserspeicher ist 170 Liter Fassungsvermögen.
€uro01.05.14 14:21
Hallo,
Meurastein schrieb:
..... Als Heizsystem haben wir uns für eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung entschieden....
Mitunter reicht auch ein preiswerterer Grabenkollektor.
Meurastein schrieb:
....Die Angebote reichen von 5,9 kW bzw. 7,7 kW (Viessmann Vitocal 222) bis zu 8 kW. Die von den Firmen errechnete benötige Leistung der Wärmepumpe reicht von 5,x bis 7,x kW…..
Meist rechnet Jeder mit seiner, meist Verkaufsphysik. ;-)
Meurastein schrieb:
....Wir hören und lesen sehr oft, dass die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe der Schlüssel zu niedrigen Heiz- und Warmwasserkosten ist.…
Korrekt! Für eine exakte Dimensionierung muß zunächst der tatsächliche Bedarf (Leistung, Energie) für Heizung u. Warmwasser berechnet werden (Grundlagenermittlung). Auch die Raumheizlasten müssen bekannt sein, um die Heizflächen, Hydraulik auslegen zu können!
Zudem muß man für die Dimensionierung der Quelle (Erdwärme) schließlich wissen, wie viel kWh/a sie insgesamt liefern muß. Die belastende Kälteleistung sollte man auch kennen.
Meurastein schrieb:
....Wer kann helfen?
Ein verkaufsunabhängiger TGA Planer, mit entsprechender Berufserfahrung.
Andernfalls bleibt nur Rätselraten, Schätzen oder Annehmen. Hierfür wäre mir der Investment jedoch zu hoch.

v.g.
waldorf01.05.14 20:26
170 Liter Warmwasser für 5 Personen ist definitiv viel zu klein. 300 Liter mindestens.
Der Pufferspeicher für die Heizung ist technisch nicht notwendig und für den Verbrauch eher kontraproduktiv. Allerdings ist eine Heizung ohne Pufferspeicher schon rechts schwierig einzustellen und abzugleichen wenn du keinen Komfortverlust in Kauf nehmen möchtest. Das kann der Heizungsbauer nicht leisten, da er dazu 1 Jahr bei dir einziehen müsste. Daher tendieren Heizungsbauer dazu, die Anlagen grundsätzlich mit Pufferspeicher zu bestücken.
Die Größe der Wärmepumpe sollte eigentlich der Hersteller des Hauses, bzw. der Architekt errechnen. Dazu gibt es schließlich eine Heizlastberechnung.
Ich kann dir nur einen groben Vergleich liefern :
Bei mir waren für 225 qm Bruttofläche ( = 174 qm Wohnfläche + Galerie und sonstiges ) und KFW70 vom Hausbauer 6,7 kw berechnet. Als Angstzuschlag hab ich etwas draufgerechnet und 7,8 kw eingebaut. Das war ein kleiner Fehler. Die 6,7 wären richtig gewesen. Wir sind allerdings nur zu Zweit. Im Vergleich würde ich aber meinen, dass bei dir der eher der untere Wert in Frage kommt.
Wenn die Wärmepumpe etwas größer geraten ist, kann man es durch diverse Einstellung recht gut kaschieren. Das ist kein Weltuntergang, Viel wichtiger ist, dass die Rohre der Fußbodenheizung in engem Abstand von rund 10 cm verlegt wird. Da sparen die Hausbauer gern.
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