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ᐅ Wasserschäden und Feuchtigkeitsmessung im Neubau


Erstellt am: 23.07.24 22:37

Naintrac23.07.24 22:37
Guten Tag zusammen,

wir bauen gerade eine Doppelhaushälfte und der Rohbau ist nun abgeschlossen. Leider hatten wir einige Wasserschäden:

1. Die Verschraubung des Kugelhahns am Heizkreisverteiler im Erdgeschoss hat getropft, möglicherweise über mehrere Monate hinweg.
2. Beim Einfüllen des Heizwassers in die Anlage (Fußbodenheizung) im Dachgeschoss haben die Monteure Wasser verschüttet. Die Menge des ausgelaufenen Wassers ist uns unbekannt.

Da wir Bedenken hatten, ob Wasser in die Dämmschicht unter dem Estrich gelangt ist, haben wir eine Fachfirma beauftragt, die Feuchtigkeit unter dem Estrich zu messen. Die Empfehlung der Firma lautet nun, Kernbohrungen durchzuführen und den Estrich inklusive der Dämmung zu trocknen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 3.700 €.

Leider kennen wir uns nicht gut genug aus, um zu beurteilen, ob die gemessenen Feuchtigkeitswerte wirklich so kritisch sind, dass diese Trocknung jetzt notwendig ist. Den Estrich haben wir bereits mit einem speziellen Programm der Fußbodenheizung getrocknet.

Was würdet ihr empfehlen? Sind die gemessenen Werte in Ordnung (siehe Bild)? Die Heizungsfirma, die für die Schäden verantwortlich ist, behauptet, es handle sich um normale Feuchtigkeit in einem Neubau. Wir sind verunsichert.

Vielen Dank!
Messprotokollblatt für Brand- und Wasserschäden mit Tabellen zu Räumen und Messdaten.
KlaRa24.07.24 15:21
Hallo Fragesteller.
Wenn Wasser über einen auch längeren Zeitraum auf einen (schwimmenden) Estrich tropft, heißt das nicht zwingend, dass auch eine später schädliche Wassermenge die Estrichscheibe unterlaufen hat!
Dem Estrich macht, soweit es sich um einen Zementestrich hndelt, Wasser nichts.
Insofern könnte man um die Auftreffstelle lediglich eine aussagefähige Feuchteprüfung mit dem TESTOFON machen. Damit wäre zwar der Charakter des "wissenschaftlich Begründeten" der Wind aus den Segeln genommen, aber diese Prüfung auf der Estrichoberfläche wäre eindeutig für Deine weiteren Entscheidungen gewesen.
Gleiches betrifft das Dachgeschoss. Auch hier hätte eine simple Feuchteprüfung nach dem Prinzip der elektrischen Leitfähigkeit einen eindeutigen Hinweis ergeben.
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Bevor wir uns nun dem eigentlichen Thema widmen, sollten wir wissen, dass elektrische Messverfahren, wie auch jenes der Fa. GANN, keine verbindlichen Zahlenwerte (jene mit einer Dimension wie % oder g/kg) liefern.
Schauen wir uns das sogenannte Messprotokoll der Fa. EHLEN an, so geht hieraus (selbst mit fachlichem Hintergrundwissen) überhaupt kein bewertbarer Bezug hervor!
Dort ist entnehmbar, dass mit einer "GANN UNI 2" gemessen wurde, weshalb dahinter das "W" angekreuzt wurde.
W entspricht gemäß dem Protokollblatt einer Wiederstandsmessung, das K steht für kapazitiv.
Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich (nicht nur hierüber), da beide im Messprotokollblatt aufgeführten Prüfgeräte (nicht zu verwechseln mit MESS-Geräte!) auf dem kapazitiven Verfahren beruhen.
Das angekreuzte "W" ist damit zwar irreführend, es wäre aber ohnehin ohne Bedeutung.
Der Techniker mit dem Kürzel "THW" führt nun in Spalte 8 Zahlenwerte ohne jeden Hinweis auf.
Mir, als Sachverständiger, sagt es schon etwas, dem technischen Laien dagegen, der ja die Leitung der Fa. EHLEN bezahlt hat, sicherlich nichts.
Du hast also eine Leistung bezahlt, welche Du weder von der Sache noch in der Bewertung nachvollziehen kannst.
"Die Empfehlung der Firma lautet nun, Kernbohrungen durchzuführen und den Estrich inklusive der Dämmung zu trocknen."
Ich sage es Dir hier einmal, wie es ist:
Diese Bewertung ist "frei aus dem Hut gezaubert", da es sich einem nicht erschließt, wie die Firma zu diesem Ergebnis kommt.
Die Prüfergebnisse enthalten nämlich nur sogenannte "Digits", somit Anzeigewerte.
Einmal abgesehen davon, dass man mit einem kapazitiv funktionierenden Prüfgerät niemals bis in die unteren Estrichrandzonen, geschweige denn noch darunter in die Dämmschicht messen kann, ist der Versuch, hieraus einen weiteren Auftrag zu generieren (Kernbohrungen und Zwangstrocknung) einfach mit zu großer Deutlichkeit zu erkennen!
Es gibt keine verbindliche Tabelle, aus welcher man Digits in Masse-% umrechnen könnte!
Und die Zahlenwerte, welche dem "Protokoll" zu entnehmen sind, ist keinerlei Auffälligkeit im Sinne erhöhter Wertgrößen entnehmbar.
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Letztendlich hoffe ich, dass ich Dir mit diesen Hinweisen zu Zusammenhängen eine Hilfestellung geben konnte.
Der Bodenleger, der später auf die betroffenen Flächen verlegen wird, sollte dort eine zusätzliche CM-Messung machen, ohne dass Du ihm sagst, warum.
Für 2 Zusatzmessungen wirst Du mit einer Kostengröße von ca. 90,--€ rechnen können.
Findet er dort tatsächlich eine erhöhte Restfeuchte, kann man den Estrich mit einem Reaktionsharz absperren.
(mache ihm nur nicht sofort den Vorschlag, dann nimmt der Bodenleger dieses für ihn lukrative Zusatzgeschäft unbegründet noch mit)
Pro Quadratmeter müsstest Du mit zusätzlich ca. 15,--€ rechnen.
In der Gesamtbetrachtung also sicherlich immer noch günstiger, als 3.700,--€, zumal kein Trocknungsunternehmen (!) eine Gewährleistung auf den Erfolg seiner Maßnahme (Trockenheit) übernimmt.
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Gruß und viel Erfolg bei der weiteren Vorgehensweise: KlaRa
Naintrac25.07.24 21:16
Guten Abend KlaRa,

vielen Dank für Deine fachliche und ausführliche Antwort. Das hilft uns sehr. Ich wollte noch ergänzen, dass unsere Heizkreisverteiler-Kästen direkt auf der Bodenplatte (EG) bzw. auf der Stahlbetondecke (DG) stehen und möglicherweise Wasser unter den Estrich und unter die Dämmung gelangt ist. Ändert das etwas an der gesamten Situation?

Viele Grüße,
Tanja
KlaRa29.07.24 18:53
Sorry für die späte Rückantwort.
Wenn etwas Rasser unter die Dämmschicht gelsufen sein sollte, dann kommt diese auch wieder über den Randstreifen an die Raumluft.
Der Bodenleger soll an den nach Deiner Meinung Kritischen Stellen eine weitere CM-Restfeuchtemessung machen, mehr nicht.
Kleinere Wassermengen, soweit sie denn nicht verhindert werden konnten, sind nicht tragisch, da sich die Feuchtigkeit einerseits über den Querschnitt des Estrichs verteilt und es sich andererseits nur um kleinere Mengen handelt.
Ich würde das ganze Thema nicht überbewerten und die Ergebnisse der CM-Messungen abwarten!
estrichdämmschichtfeuchtigkeitkernbohrungendämmungzahlenwertebodenlegerheizkreisverteilerfußbodenheizungdachgeschoss