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ᐅ Warum gehen die Baupreise nicht runter?


Erstellt am: 15.05.2023 08:17

Buchsbaum 03.09.2023 20:53
Na dann stelle ich mal eine Frage.

In China kostet der VW ID 3 etwa 15.600 Euro. zu einem anderen Preis wäre das Fahrzeug dort nicht zu verkaufen.

In Deutschland kostet das gleiche Auto, der VW ID 3 mit der selben Ausstattung wie in China beim örtlichen VW Händler 58.500 Euro.

Nun, wird er China VW teurer werden oder deutsche VW günstiger?

Meine Badarmaturen, Waschbecken usw. habe ich übrigens in Kroatien gekauft. In Split war ein Mega Händler mit einer Auswahl die man hier nirgendwo findet. Ich habe mich dann für Grohe entschieden, die kosteten dort nur ein Drittel des deutschen Preises. Warum auch immer.

Ein Einbauwaschbecken, das gleiche hing im Globus für 164 Euro habe ich dort für 32 Euro mitgenommen. Ich war aber sowieso dort im Urlaub. Also nicht extra hingefahren. Aber auch an der Südseite am Gardasee findet man jede Menge Fließen und Sanitärhändler. Die verkaufen in aller Regel auch an privat.

HeimatBauer 03.09.2023 21:10
Gut. Also Du hast für Dein Projekt eine Menge Geld gespart - das freut mich ehrlich für Dich! An der Gesamtkostenlage ändert das jedoch genau NULL. Und es bedeutet auch nicht, dass sich jetzt auf breiter Front die Preise massiv absenken - nicht mal unter das Niveau vor wenigen Monaten, noch viel weniger auch nur in die Nähe des Vor-Krisen-Niveau.

Sowohl das mit den Autos als auch das mit den Waren war schon immer so - und seltsamerweise lässt sich daraus nur begrenzt Kapital schlagen! Wenn ich hier in Deutschland einen ID3 will, was hilft es mir, dass er in China für 15k, 51k oder 150k verkauft wird? Nix. Was hilft es mir, wenn der Fliesenhändler in Split tolle Fliesen sehr preiswert hat, wenn ich hier Polokal Abwasserrohre brauche?

Nochmal. Für das sehr spezielle Projekt eines ohnehin vor Ort befindlichen und anscheinend ausreichend sachkundigen und höchst flexiblen Einkäufers sind sicher Schnäppchen zu machen. Die gab es immer und die wird es immer geben. Mit dem Gesamtpreis eines Hausbau hat das reichlich wenig zu tun.

Buchsbaum 03.09.2023 22:52
Jeder Mensch geht den Weg des geringsten Widerstands. Das ist wie mit dem Strom. Klar.

Opfer oder Entbehrung will heute kaum noch einer erbringen, ein Hauskauf ähnelt heute ja sehr dem Kauf eines Autos. Ich such mir was schönes im Katalog aus, besuche ein Musterhaus und schon gehts los wenn die Finanzierung steht. Natürlich Schlüsselfertig mit Zaun und Garageneinfahrt.
Geld spielt keine Rolle, Geld kostet ja fast nichts.

Mindestens eine Stadtvilla und am besten noch ein Pool im Garten. Wen der Bau los geht am besten noch eine große Urlaubsreise und mit dem Einzug noch ein neues Auto leasen. Was eine Generation vorher vielleicht einem Doktor oder Unternehmenslenker vorbehalten war, macht heute jeder mittlere Angestellte oder 3 Schichtarbeiter in einem Automobilkonzern.

Wer so gebaut hat, warum nicht. Wenn die Zinsen 30 Jahre festgeschrieben sind und auch ordentlich getilgt wird, dann kann man es machen.
Falls nicht, dann wird es schwierig.

thangorodrim 03.09.2023 22:58
Laut Einschätzungen wird sich an den Listenpreisen nichts ändern, aber es sind wieder mehr Rabatte möglich. Wäre ja auch ein fatales Signal, wenn was günstiger werden würde, da würde sich ja Warten lohnen und wir geraten in eine Deflationsspirale. FOMO ist ja eines der besten Argumente im Fertighausvertrieb ("Jetzt noch die alten Preise sichern!"). Warum man dann nicht gleich den Preis senkt? Keine Ahnung, wahrscheinlich nicht notwendig, weil die Leute zwar vorm Supermarktregal 5 min das günstigste Produkt gemäß kg-Preis raussuchen, aber beim Hausbau wird der Preis nicht verglichen und damit muss keiner irgendwas günstiger machen.

Wenn Eigenkapital vorhanden und risikoexponiert, dann lohnt sich Warten trotzdem, da momentan die Aktienmärkte nur verhalten wachsen, die Baupreise aber stagnieren. Sobald sich die Lage mit Inflation/Zinsen entspannt, wird bei den Aktien die Zukunft gehandelt und die Kurse steigen, während es beim trägeren Markt Bau dann länger dauert, bis genügend Aufträge vorhanden sind, dass man wieder saftige Preissteigerungen realisieren kann.

Liest man Zeitungsartikel zum Thema Preissteigerungen beim Bau, besteht ein Haus abwechselnd zu min. zwei Drittel aus dem Faktor Arbeit und einem Drittel Material (wenn die Lohnkosten steigen) oder zu zwei Drittel Material und einem Drittel Arbeit (bei Lieferengpässen).

Den Baukostensteigerungen diesen Jahres stand ein realer Umsatzrückgang gegenüber aufgrund der Auftragslage. Nominell ging der Umsatz aber immer noch gut nach oben. Wenn die Gesetze des Marktes für den Bau nicht gelten und ein sich verdoppelnder Preis für Dachlatten sich nie wieder halbieren wird, warum ist man da dann nicht ambitionierter und verdoppelt nicht einfach generell alle zwei Jahre die Preise? Man müsste weniger arbeiten bei steigendem Umsatz...

Sorry, das war jetzt teilweise etwas überspitzt und ich sehe sehr wohl die Argumente der Preis-können-nur-steigen-Fraktion, aber gewisse Ungereimtheiten an den Konsequenzen dieser Aussage tue ich mich schwer zu akzeptieren. Ich komme aber auch aus der Ich-will-bauen-Fraktion mit Preise-können-fallen-Wunschdenken.

KarstenausNRW 03.09.2023 23:11
Buchsbaum schrieb:

Na dann stelle ich mal eine Frage.

In China kostet der VW ID 3 etwa 15.600 Euro. zu einem anderen Preis wäre das Fahrzeug dort nicht zu verkaufen.

In Deutschland kostet das gleiche Auto, der VW ID 3 mit der selben Ausstattung wie in China beim örtlichen VW Händler 58.500 Euro.

Nun, wird er China VW teurer werden oder deutsche VW günstiger?
Na dann bitte mal richtig recherchieren und keine Stammtischaussagen:

Die rd. 15.600€ war eine auf 7.000 Autos beschränkte Aktion im Juli, aktuell kostet im Vergleich der ID3 in China knapp 21.000€ zu 40.000€ (vor Förderung) in Deutschland.
Warum ist er in China günstiger? Er wird zu fast 100% aus lokalen Produkten/Rohstoffen hergestellt mit chinesischen Strompreisen und chinesischen Dumping-Löhnen. Ergänzend, aber nicht ausschlaggebend, ist der Preiskampf in China. VW verdient in China auch etwas weniger als in D.

Insofern wird es weder dort noch hier - und das lässt sich auf viele Produkte übertragen - zu massiven Änderungen kommen. Ja, die Preise kommen insgesamt zurück, aber von einem Mt. Everest Niveau. Es wird teuer bleiben.

P.S. Den chinesischen ID3 kann man übrigens nicht importieren. Der ist für die EU nicht homologiert, also in D nicht zulassungsfähig ohne ordentlichen Umbau- und Einzelabnahmeaufwand. Ist eben doch nicht dasselbe Produkt.
Gilt übrigens auch wieder für viele Bauprodukte, die im Ausland fast gleich verkauft werden. Aber eben nur fast (mag mal nicht schlimm sein, aber bei einer Armatur weißt Du nicht, wie das Innenleben tatsächlich aussieht und ob Grohe D = Grohe Kroatien ist. Kann sein, muss aber nicht).

HeimatBauer 04.09.2023 09:11
Bei den Autos kann ich Karsten nur zustimmen. Ich war lange in der Autoindustrie unterwegs und die Aussage "das gleiche Auto kostet im Ausland die Hälfte!" hat seltsamerweise noch nie dazu geführt, dass jemand diese im Ausland halb so teuren Autos in Scharen nach DE importiert. Rate mal, warum.
Es gibt hier einige Anbieter von EU-Re-Importen aber wie groß bzw. klein ist deren Marktanteil? Immer nur sagen "weil die Menschen die Wahrheit nicht erkennen" greift zu kurz. Das fängt beim Ölkühler an der für DE-Modelle drin ist und für US-Modelle nicht - und geht bis zur Heizung, die man für Kleinwagen im arabischen Markt auch mal weglassen kann.

Vielleicht gibt es zwischen dem aufopfernden, alles selbst verstehenden und einkaufenden Universalgenie und dem tumben 3-Schicht-Arbeiter der sich die Stadtvilla aus dem Katalog bestellt, noch einen Mittelweg? Was hat der dann davon, dass die Materialpreise zuerst um 300% gestiegen sind und jetzt bei ausgewählten Sonderposten um ein paar Prozent sinken? Wenn ich mir ein Haus bauen will und sage dem GU "Hey, die Rohre bitte aus der Rechnung rausnehmen, ich habe noch welche übrig", wieviel spart mir das und wie heiß sind meine Ohren nachdem der GU sie wieder losgelassen hat?
grohesplitstadtvillazinsenpreissteigerungen