ᐅ Ungewöhnlich dünne Giebelwand oder normal für 1981?
Erstellt am: 13.12.25 00:32
11ant schrieb:
Mehr oder weniger genau so würde ich das hier auch machen. Aus meiner Sicht ist das je Fassade und Hausseite ein Bauelement vergleichbar einer Pfosten-Riegel-Kombination, das ich energetisch wie ein Fenster mit mehrheitlich nicht-durchsichtigen "Scheiben" als Füllungen betrachten würde. Billig wird das nicht. Schaut mal z.B. bei Prefa nach heutigen Materialien für die Erneuerung der äußeren Ansichtsfläche der Ausfachungen. Mit einem Architekten mit Zusatzqualifikation Energieberater würde ich da allerdings VOR dem Erwerb durchgehen. Das wird schon so eckiges Geld kosten, daß es beim Preis des Hauses berücksichtigt sein will.Also unsere Idee war wie geschrieben nur von innen zu öffnen und auch nach innen zu vertiefen. Von außen wollten wir die Wand nicht anfassen. Wenn Geld keine Rolle spielt könnte man die Giebelwand komplett neu aufbauen. Von vollflächiger Fensterfront bis zu alles was Prefa anzubieten hat. Aber das ist gar nicht der Plan. Wir waren in einer zweiten Runde mit einem Bautechniker im Haus. Er hat uns das bestätigt.
Die Wände sind selbst so wie sie jetzt sind in einem ordentlichen Zustand. Man müsste theoretisch nichts daran verändern. Sie ist zwar augenscheinlich primitiv konstruiert aber, da das Haus nicht verschimmelt ist, wohl dicht und intakt.
Ich habe den Wandaufbau mal in Ubakus eingetragen und auch die KI damit befüttert. Ich bin hier von einer normalen Gipskartonplatte 12,5mm > 80mm Steinwolle > 6mm Eternit Platte ausgegangen.
Ubakus: U-Wert 0,448 W/m²*K
ChatGPT: U-Wert 0,4 W/m²*K
Heute natürlich mittelmäßig bis schlecht aber damals wohl sogar besser als gefordert (WSchV 77: U-Wert 0,6 bis 0,7 W/m²*K)
Ändern wir auf zwei Gipskartonplatten innen und auf 140mm Steinwolle WLG032 beträgt der Dämmwert laut Ubakus 0,215 W/m²*K. Vielleicht bin ich naiv, aber das klingt für mich nach überschaubaren Aufwand. Ein Großsteil der Giebelwände sind ja eh Fenster. Wir würden vorher ohnehin erstmal mit einem Energieberater und Trockenbauer/Fassadenbauer/Maurer, oder wer da auch immer der Experte ist, sprechen obs Sinn macht (Kosten/Nutzen). Ich bin handwerklich nicht unbegabt. Mit etwas Experten-Hilfe traue ich mir das schon zu.
Was ich noch nicht so ganz verstanden habe, ist das Thema mit dem Tauwasser. In welche Richtung der sich bei der Maßnahme verändert und ob das schlechter oder besser ist.
Wand aktuell:
Wand nach Umbau:
Und um das Rätsel zu lösen, es besteht keine WEG.
Ähnliche Themen