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ᐅ Ungewöhnlich dünne Giebelwand oder normal für 1981?

Erstellt am: 13.12.25 00:32
S
Schroedi
Hallo liebes Forum,

wir stehen kurz vor dem Kauf eines Split-Level Reiheneckhauses aus 1981. Die Begehung war sehr positiv. Das Haus scheint eine gute Grundsubstanz zu haben. Das Dach wurde seit dem Baujahr nicht angerührt und ist dicht. Der Keller ist trocken, hat Bauartbedingt nur an zwei Seiten Kontakt zum Erdreich. Horizontale Bitumenabdichtung vorhanden. Vertikale Abdichtung durch Dichtschlämme. Pumpensumpf vorhanden. Fenster sind nur an den Giebelseiten vorhanden. Vorne Weru Fenster sowie eine neue Haustür aus 2014, hinten noch aus dem Baujahr. Heizung ist auch aus 1981 und soll durch WP ersetzt werden. Im ganzen Haus gibt es eine Wasserfußbodenheizung. Der Rest sind gewöhnliche Renovierungsarbeiten.

Nun habe ich mir mal die Bauakte angesehen und bin etwas erschrocken. Die Seitenwände nach außen und zum Nachbarhaus bestehen aus dickem Kalksandstein. Die Giebelwände nur aus einer rund 10cm dicken Wand bestehend aus (von innen nach außen) 12mm Rigips, 80mm Dämmung aus Mineralwolle und 6mm Eternit. Drumherum ist ein Holzständerwerk (soll nach Fachwerk aussehen).

Ich stelle mir jetzt folgende Fragen:
Für 1981 energetisch sicher ausreichend aber nach heutigem Stand ja eher veraltet. Kann man das dennoch so lassen?
Muss ich damit rechnen, dass in den Eternit Platten Asbest verarbeitet wurde oder war das Anfang der 80er schon am abklingen?
Wenn Asbest drin ist, muss oder sollte ich es dann auf jedenfall ersetzen?

Die Gieblewände anzupassen würde wahrscheinlich die Kosten sprengen, daher meine Frage. Von diesem Haustyp stehen in der Siedlung etwa 30 bis 40 Stück. Mit Ausnahme von vielleicht 3-4 Häusern haben alle noch genau diese Konstruktion.

Danke für eure Meinungen.
S
Schroedi
26.12.25 23:24
11ant schrieb:

Mehr oder weniger genau so würde ich das hier auch machen. Aus meiner Sicht ist das je Fassade und Hausseite ein Bauelement vergleichbar einer Pfosten-Riegel-Kombination, das ich energetisch wie ein Fenster mit mehrheitlich nicht-durchsichtigen "Scheiben" als Füllungen betrachten würde. Billig wird das nicht. Schaut mal z.B. bei Prefa nach heutigen Materialien für die Erneuerung der äußeren Ansichtsfläche der Ausfachungen. Mit einem Architekten mit Zusatzqualifikation Energieberater würde ich da allerdings VOR dem Erwerb durchgehen. Das wird schon so eckiges Geld kosten, daß es beim Preis des Hauses berücksichtigt sein will.

Also unsere Idee war wie geschrieben nur von innen zu öffnen und auch nach innen zu vertiefen. Von außen wollten wir die Wand nicht anfassen. Wenn Geld keine Rolle spielt könnte man die Giebelwand komplett neu aufbauen. Von vollflächiger Fensterfront bis zu alles was Prefa anzubieten hat. Aber das ist gar nicht der Plan. Wir waren in einer zweiten Runde mit einem Bautechniker im Haus. Er hat uns das bestätigt.

Die Wände sind selbst so wie sie jetzt sind in einem ordentlichen Zustand. Man müsste theoretisch nichts daran verändern. Sie ist zwar augenscheinlich primitiv konstruiert aber, da das Haus nicht verschimmelt ist, wohl dicht und intakt.

Ich habe den Wandaufbau mal in Ubakus eingetragen und auch die KI damit befüttert. Ich bin hier von einer normalen Gipskartonplatte 12,5mm > 80mm Steinwolle > 6mm Eternit Platte ausgegangen.

Ubakus: U-Wert 0,448 W/m²*K
ChatGPT: U-Wert 0,4 W/m²*K

Heute natürlich mittelmäßig bis schlecht aber damals wohl sogar besser als gefordert (WSchV 77: U-Wert 0,6 bis 0,7 W/m²*K)

Ändern wir auf zwei Gipskartonplatten innen und auf 140mm Steinwolle WLG032 beträgt der Dämmwert laut Ubakus 0,215 W/m²*K. Vielleicht bin ich naiv, aber das klingt für mich nach überschaubaren Aufwand. Ein Großsteil der Giebelwände sind ja eh Fenster. Wir würden vorher ohnehin erstmal mit einem Energieberater und Trockenbauer/Fassadenbauer/Maurer, oder wer da auch immer der Experte ist, sprechen obs Sinn macht (Kosten/Nutzen). Ich bin handwerklich nicht unbegabt. Mit etwas Experten-Hilfe traue ich mir das schon zu.

Was ich noch nicht so ganz verstanden habe, ist das Thema mit dem Tauwasser. In welche Richtung der sich bei der Maßnahme verändert und ob das schlechter oder besser ist.

Wand aktuell:

Bild zeigt Gebäude-Energiekennwerte wie U-Wert, Feuchte, Dämmung und Oberflächen.


Wand nach Umbau:

Energetische Kennwerte eines Hauses auf Bildschirm, U-Wert, Feuchte, Dämmung


Und um das Rätsel zu lösen, es besteht keine WEG.
S
Schroedi
15.04.26 22:50
Hallo zusammen,

da das Thema jetzt etwas konkreter wird würde ich gerne noch die Meinung von euch lesen. Wir hätten jetzt drei Optionen.

  • Alles so lassen wie es ist.
  • Von innen öffnen, tiefer abkoffern und die Dämmung durch 160mm WLG032 austauschen. Ggf Dampfsperre nachinstallieren?Der meiste Aufwand und daher schwierig, da wir nur drei Monate Zeit haben.
  • Es gibt ja auch Dämmplatten für Innenwände. Ggf. gibt es etwas was einigermaßen dick ist und einfach auf die vorhandene Gipskartonplatte aufgeklebt werden kann?

Vielleicht gibt es ja auch was mit Multipor, was mit relativ wenig Aufwand aufgebracht werden kann.

Was wir erreichen wollen:
Besserer U-Wert und eine dickere Wand um eine Fensterbank setzen zu können.

Was wir nicht wollen:
Schimmel durch die Maßnahme oder wenig bis gar keinen Nutzen. Ich bin mir unsicher wohin nach der Maßnahme der Taupunkt wandert.

Hier nochmal unser aktueller Wandaufbau an den Giebelseiten (nicht tragend) von außen nach innen: Eternitplatte 6mm > Mineralwolle 80mm > Gipkartonplatte 12,5mm
Es handelt sich um mehr oder weniger Rechtecke, die in einem Eichenholzständerwerk verbaut sind. Ob es eine Dampfsperre gibt wissen wir nicht.

Die Wand ist also nicht mal 10cm dick. Die Fenster schließen mehr oder weniger innen und außen mit der Wand ab, sodass wir innen keine Fensterbank haben.

Grundsätzlich ist die Wand vom Dämmwert okay, es ist nichts feucht oder sonst was. Die Wand funktioniert. Nur wenn wir jetzt schon mal grob sanieren, möchten wir das mitmachen sofern es wirklich Sinn macht.

ubakusu-wertfensterbankwandaufbaugipskartonplattesteinwollewlg032dämmwertdampfsperre