Pufferspeicher bei Wärmepumpe sinnvoll?

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Zuletzt aktualisiert 18.07.2024
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B

BobRoss

Also du hast 170m² beheizte Fläche mit Estrich.
Wenn man mal 100kg/m² annimmt. sind das 17t "Puffermasse".
Wenn du jetzt 500l hinzufügst sind das ca. 3% mehr.
Mir sind die Überlegungen, Wärmepumpen in Einfamilienhäusern ohne Pufferspeicher zu betreiben geläufig. Der Pufferspeicher kostet etwas Effizienz. Unbenommen ist aber, das ein Pufferspeicher das Gesamtsystem der Heizungsanlage "robuster" macht.

Die Rechnung im Zitat kann man so zwar machen, die Überlegung und Folgerung ist aber nicht 100% korrekt. Zum einen bleibt unberücksichtigt, dass sich im Pufferspeicher Wasser mit Wasser mischt, dh. die Wärmeübertragung innerhalb des Pufferspeichers erfolgt deutlich schneller als die Wärmeabgabe des Wassers über die Außenwände der Heizschlangen in den Estrich.

Gerade im Herbst und Frühjahr kann ein Pufferspeicher helfen, häufiges Takten der Wärmepumpe zu reduzieren.

Als Beispiel: überschlägig kann die Wärmepumpe ca. 11,5kWh in einen 1000L Pufferspeicher "laden", wenn sie den Speicher von 35 auf 45 Grad erwärmt. Zum Vergleich: an einem Tag im Februar kann es sein, dass durch solare Gewinne viele Räume des Hauses kaum Wärme "abnehmen" - in dem Fall ohne Puffer wird die Wärmepumpe also sehr viel kurzer laufen bzw. tendenziell häufiger takten.

Falls das Haus Photovoltaik hat, oder ein variabler Stromanbieter wie Tibber genutzt wird, kann es in der Gesamtbetrachtung interessant sein, tagsüber bzw. zu Niderigpreis-Zeiten den Pufferspeicher zu laden.

Da offenbar im bisherigen System eine sehr häufige Taktung stattfindet, könnte ein Pufferspeicher zumindest bzgl. Taktung Abhilfe schaffen, evtl. als Kombispeicher mit Edelstahlwendel im Puffer zur Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip. Aber das muss jemand mit Sachverstand vor Ort anschauen, Ferndiagnosen können ziemlich daneben liegen.
 
J

jx7

...könnte ein Pufferspeicher zumindest bzgl. Taktung Abhilfe schaffen, evtl. als Kombispeicher mit Edelstahlwendel im Puffer zur Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip.
Danke für die Antwort!

Kombispeicher fand ich auch interessant. Die Wärmepumpe ist aber laut Deutschlandvertrieb wohl nicht "kompatibel" mit Kombispeichern.

Eigentlich dachte ich, dass man bei modulierenden Wärmepumpen mit Inverter-Technik keinen Pufferspeicher benötigt, aber wenn es bei uns Abhilfe schafft, soll es mir recht sein. Die Wärmepumpe ist mit 3-12 kW halt zu groß dimensioniert für 6.3 kW Heizbedarf.
 
R

RotorMotor

Unbenommen ist aber, das ein Pufferspeicher das Gesamtsystem der Heizungsanlage "robuster" macht.
"Robust" gegen Fehlplanung?
Robost gegen hohen Verbrauch nämlich sicher nicht.

Die Rechnung im Zitat kann man so zwar machen, die Überlegung und Folgerung ist aber nicht 100% korrekt. Zum einen bleibt unberücksichtigt, dass sich im Pufferspeicher Wasser mit Wasser mischt, dh. die Wärmeübertragung innerhalb des Pufferspeichers erfolgt deutlich schneller als die Wärmeabgabe des Wassers über die Außenwände der Heizschlangen in den Estrich.
"Zum einen", aber wo bleibt das "zum anderen"?

Und das "zum einen" ist echt ziemlich egal.

Als Beispiel: überschlägig kann die Wärmepumpe ca. 11,5kWh in einen 1000L Pufferspeicher "laden", wenn sie den Speicher von 35 auf 45 Grad erwärmt.
1000l ist natürlich schon extrem. Hinzu kommt, dass viele Wärmepumpen bei 45 Grad schon nur noch halb so effizient wie bei 35 Grad arbeiten.
Jetzt kann man sagen, dass man dadurch die Takte natürlich noch besser reduziert.
Ob man das mit doppeltem Stromeinsatz tun will halte ich allerdings für sehr fragwürdig.

Falls das Haus Photovoltaik hat, oder ein variabler Stromanbieter wie Tibber genutzt wird, kann es in der Gesamtbetrachtung interessant sein, tagsüber bzw. zu Niderigpreis-Zeiten den Pufferspeicher zu laden.
Wer macht das schon? Also so eine aufwendige Regelung.
Der TE scheint ja nichtmal jetzt durch die einfache Regelung durchsteigen zu können/wollen.
Und was bringt es dann noch bei halber Effizienz?

Da offenbar im bisherigen System eine sehr häufige Taktung stattfindet, könnte ein Pufferspeicher zumindest bzgl. Taktung Abhilfe schaffen, evtl. als Kombispeicher mit Edelstahlwendel im Puffer zur Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip. Aber das muss jemand mit Sachverstand vor Ort anschauen, Ferndiagnosen können ziemlich daneben liegen.
Ganz schlechte Idee. Die Effizienz dauerhaft halbieren in der Hoffnung beim Heizen ein paar Takte zu sparen.
Außerdem müsste man erstmal klären womit die Wärmepumpe umgehen kann, also ob sie diese von dir beworbenen Features wie überladen und co überhaupt kann.

@jx7 : Was hast du denn schon in Sachen Einstellungen optimieren ausprobiert?
Mit Zeitfenstern arbeiten?
Time to on next ausprobiert?
ALLE Ventile auf?
 
J

jx7

Der TE scheint ja nichtmal jetzt durch die einfache Regelung durchsteigen zu können/wollen.
@jx7 : Was hast du denn schon in Sachen Einstellungen optimieren ausprobiert?
Mit Zeitfenstern arbeiten?
Time to on next ausprobiert?
ALLE Ventile auf?
Den ersten Satz finde ich etwas unangemessen. Ich habe Mathematik und Physik studiert und versuche gerne, mich in die Vorgänge reinzuarbeiten.

Im Moment kann ich nix ausprobieren, weil die Heizung kaputt ist.

Wäre das folgende eine gute Strategie?

Wir haben seit Januar einen Pool an die Heizung angeschlossen. Für den Pool muss ich vorgeben, wieviele Minuten pro Stunde der Pool bedient werden soll. Zuletzt war das auf 15 Minuten eingestellt. Ich könnte das natürlich auch auf 30 Minuten hochsetzen und die Vorlauftemperatur für den Pool entsprechend verringern (z.B. von 35° auf 33° runtersetzen). Dann hätte die Heizung jede Stunde eine Zwangspause von 30 Minuten, ohne dass der Kompressor gestoppt werden muss, müsste also in Vergleich zum Betrieb ohne Pool die Heizarbeit in der halben Zeit erledigen. Das könnte die Überdimensionierung kompensieren.

Oder?
 
R

RotorMotor

Den ersten Satz finde ich etwas unangemessen.
Ja? Finde ich nicht.
Du hast vor einem Jahr den ersten Thread erstellt, dass der Kompressor deiner Heizung kaputt ist.
Also hattest du jetzt ein Jahr um die Einstellungen zu verbessern.
Auch um sich vernünftige alternativ Angebote einzuholen.
Morgen kommt aber jetzt die Reparatur?

Ein weiteres Problem ist, dass du deine Threads sehr zerstückeklst.
Immer mal hier und da ein paar Informationen reinwirfst und dann in anderen Threads wieder weglässt.

Hier wäre etwas systematisches Vorgehen sicherlich sinnvoll.
 
J

jx7

Du hast vor einem Jahr den ersten Thread erstellt, dass der Kompressor deiner Heizung kaputt ist.
Also hattest du jetzt ein Jahr um die Einstellungen zu verbessern.

Morgen kommt aber jetzt die Reparatur?
Das ist ja das Dilemma. Ein Jahr lang habe ich versucht,
- den installierenden Betrieb
- den Deutschlandvertrieb von Ecoforest
- Heizungsbauer, die nicht mir Ecoforest arbeiten,
dazu zu bewegen, mir die Heizung neu einzustellen, damit sie weniger taktet, aber keine wollte es machen.

Letzendlich hatte der Heizungsbauer, der den Pool angeschlossen hat, versprochen, die Einstellungen durchzugehen ggf. mit telefonischer Unterstützungvon Enrgi (dem Deutschlandvertrieb von Ecoforest). Das wurde im Juni beauftragt und im September begonnen. Die Arbeiten wurden aber erst im Januar abgeschlossen. Der Pool ist erst seit Januar angeschlossen. Zum letztem Arbeitsschritt, dem Neukonfiguration der Wärmepumpe, kam es dann nicht mehr, weil die Heizung nun defekt ist.

Der Reparaturtermin wurde erstmal abgesagt, weil Enrgi darauf bestand, dass wir Vorkasse leisten, und sie nur kommen könnten, wenn das Geld schon eingegangen sei. Da die Überweisung so schnell nicht ging, ist der Termin erstmal wieder abgesagt worden.

Da die Kosten sehr groß sind:
- Austausch Kompressor 4.800
- ggf. Kauf 200-Liter-Pufferspeicher für 2.400 € plus Mischerkit 600 € plus 3 Temperaturfühler 90 €
- Installation Pufferspeicher ??? €
Summe ca. 8.000 €

holen wir jetzt gerade Angebote ein für eine neue Wärmepumpe:

Das wird zwar noch teurer, aber wir könnten wechseln zu einem größerem Hersteller mit besserem Service-Netzwerk und hätten eine neue Wärmepumpe, diesesmal korrekt dimensioniert, z.B. 2-6 kW statt 3-12 kW, mit nochmal neuen 5 Jahren Garantie.

Bei einer Reparatur gäbe es immer noch das Risiko, dass die Heizung auch mit Pufferspeicher so oft taktet und in 7-8 Jahren der Kompressor wieder defekt ist. (Oder wäre das mit Pufferspeicher dann sehr sicher ausgeschlossen?)
 
Zuletzt aktualisiert 18.07.2024
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