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ᐅ Risse in Betondecke aufgrund von zu viel Bewehrung?


Erstellt am: 15.03.26 13:32

S
Salv25
15.03.26 13:32
Hallo zusammen,

wir befinden uns aktuell in der Anfangsphase der Rohbauarbeiten unseres Einfamilienhaus mit unterkellerter Doppelgarage. Der Garagenkeller wurde bereits gebaut, in ein/zwei Wochen folgt die Bodenplatte des Einfamilienhaus.

Unser Bauunternehmer hat uns gestern in einem Gespräch bereits vorgewarnt, dass wir in den Betondecken hundertprozentig starke Risse sehen werden, da seiner Meinung nach zu viel Stahl (insgesamt 16t für das gesamte Bauwerk; Grundfläche Einfamilienhaus 290m²; Grundfläche unterkellerte Garage 130m²; wir haben viele Über-/Unterzüge usw.) vom Statiker einkalkuliert wurde und seiner Erfahrung nach "zu viel Stahl zu Rissen führt". Er sagte, dass wir beispielsweise bei der EG-Decke die obere Bewährung in Form von Rissen "durchsehen" werden. Also dass an den Stellen, an denen die Stäbe liegen, parallele Risse sichtbar werden.
Was haltet Ihr von dieser Aussage? Normal oder besorgniserregend?

Das ganze verunsichert uns natürlich. Am Montag führen wir hierzu ein Gespräch mit unserem Statiker. Dieser weigert sich jedoch zu gegebener Zeit eine Baustellenbegehung zu machen, um die Bewehrung abzunehmen, da er keine Zeit für sowas hätte. (Vielleicht will er sich vor einer möglichen Haftung drücken?)
Habt Ihr Tipps, wen wir stattdessen zur Begutachtung der Bewehrung vor dem Betonieren auf die Baustelle holen könnten? Darf bzw. würde ein Bausachverständiger diese Aufgabe übernehmen, dass er eine fremderstellte Bewehrung überprüft?

Vielen Dank für euren Input!
N
nordanney
15.03.26 14:39
Salv25 schrieb:
Habt Ihr Tipps, wen wir stattdessen zur Begutachtung der Bewehrung vor dem Betonieren auf die Baustelle holen könnten?

Na den, der Euer Vorhaben für Euch begleitet. Kann Euer Architekt sei. Oder Euer eigener Bauleiter. Oder Euer Sachverständiger.
Wir wissen ja nicht, wen Ihr engagiert habt.

Wo baut Ihr? Was ist vereinbart zur (ggf. verpflichtenden) Abnahme? Prüfstatiker vorhanden oder nicht nötig? Was habt Ihr für einen Vertrag mit dem Statiker? Wer wurde als verantwortlicher Sachverständige für Standsicherheit benannt? 

Bei einem Millionenprojekt seid Ihr doch nicht so naiv und lasst alles das Bauunternehmen machen, weil der so gut ist und Ihr im vertraut?
1
11ant
15.03.26 17:27
Salv25 schrieb:
Salv25
Risse in Betondecke aufgrund von zu viel Bewehrung?

Die Überschrift ist falsch formuliert, "zu viel Bewehrung" gibt es nicht. Gemeint ist wohl "es würde nach dem Vorschlag des Statikers mehr/dickere Bewehrung eingelegt, aber ohne die Gesamtstärke der Decke zu erhöhen". Also ist eigentlich nicht von "zu viel Bewehrung" die Rede, sondern von "zu wenig Überdeckung". Ganz klar warnt der Unternehmer hier zu Recht, daß daraus unweigerlich eine erhebliche Gefahr ausgeht, und zwar die der Sprengung.

Salv25 schrieb:
Er sagte, dass wir beispielsweise bei der EG-Decke die obere Bewährung in Form von Rissen "durchsehen" werden. Also dass an den Stellen, an denen die Stäbe liegen, parallele Risse sichtbar werden.

Diese Aussage ist so Unsinn. Die Gefahr geht von jeglicher zu geringer Überdeckung aus, egal ob obere oder untere. Und das Phänomen hat auch nichts mit Sichtbarkeit zu tun, oben bliebe es ja nicht bei der Rohdecke.

Salv25 schrieb:
Am Montag führen wir hierzu ein Gespräch mit unserem Statiker. Dieser weigert sich jedoch zu gegebener Zeit eine Baustellenbegehung zu machen, um die Bewehrung abzunehmen, da er keine Zeit für sowas hätte. (Vielleicht will er sich vor einer möglichen Haftung drücken?)

Weder wäre eine Baustellenbegehung bei einem Neubau überhaupt als Leistung eines Statikers vorgesehen, noch zur Auslösung seiner Haftung erheblich. Die Begehung gehört zur Leistung Bauaufsicht (in der Leistungsphase 8) und empfiehlt sich durch einen baubegleitenden Sachverständigen auszuführen. Aber da es ja dumm wäre, diesen sehenden Auges zum Zeugen für den Brunnenfall des Kindes zu machen während die Gefahr noch abwendbar ist, solltet Ihr lieber rechtzeitig gegensteuern: der verantwortliche Architekt soll in seiner Leistungsphase 5 berücksichtigen, welche Bewehrung der Statiker empfiehlt, und die Gesamtstärke der Decken entsprechend anpassen. Natürlich werden die Decken dadurch auch schwerer, weshalb die Einbindung des Statikers sinnvollerweise im Dialog erfolgt. Ihr werdet nun entweder die Gebäudehöhe und die Treppen mit anpassen, oder Euch die dickeren Decken lichte Raumhöhe kosten lassen müssen.

Im übrigen ist das ein bißchen fies von Euch, hier nur Rat zu schnorren, ohne die Community im Gegenzug auch an der Planung zu beteiligen. Projekte der "Kategorie @rick2018" haben wir hier leider selten. Also: auch ohne Riesendildozisterne, Pool, Ganzglasschiebefront und Rasenmähroboter immer her mit der Villenstory !
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H
hanghaus2023
15.03.26 17:46
Wenn die Betondeckung und -qualität eingehalten wird, ist die Aussage mMn falsch.  
Salv25 schrieb:
"zu viel Stahl zu Rissen führt".

Denn die Obere Lage Bewehrung ist ja genau dafür da Risse zu vermeiden. 

Sucht Euch einen Prüfstatiker. 
D
derdietmar
15.03.26 18:10
Hallo,

wir haben ebenfalls rund 16 Tonnen Stahl verbaut. Für 260 m2 Wohnfläche und 50 m2 Garage (weiße Wanne), also weniger Gebäude. Und wir haben keine Risse in den Betondecken. Daher ist die Aussage, dass viel Stahl zu Rissen führt natürlich Quatsch.

Ich gehe ebenfalls davon aus, dass die Betonüberdeckung gemeint ist. Auch wir hatten die Problematik - erst bei der Bodenplatte und dann noch bei der Flachdachdecke. Die Statiker rechnen mit ihren Tools die benötigten Bewehrungselemente, dabei wird allerdings nicht (oder nicht ausreichend) berücksichtigt, dass kreuzende Rundstähle auch dicker auftragen. Üblicherweise ist das kein Problem, der Abstand der oberen und unteren Bewehrung ist dann einfach geringer. An manchen Stellen war bei uns aber derart viel Stahl verbaut, dass tatsächlich nur noch wenig Raum für Beton war. Ich habe am Tag vor dem Vergießen der Elemente einfach eigenständig vor Ort mit dem Rohbauleiter entschieden, die entsprechenden Elemente (Bodenplatte und Flachdach) um 1-2 cm dicker auszuführen um garantiert ausreichend Überdeckung zu erreichen. Die untere Lage war unkritisch, da Filigrandecken verwendet wurden.

Hier ein Bild einer kritischen Stelle:
Bewehrung Flachdach

Die dicken Rundstäbe (2 cm) mussten bereits leicht schräg/gedreht eingelegt werden, dennoch war die geplante Dicke nicht machbar.

Im weiteren Verlauf der Planung müssen solche Abweichungen natürlich berücksichtigt werden (z.B. Treppenmaß und Geschosshöhe, falls innere Geschossdecke).

Viele Grüße

 

1
11ant
15.03.26 18:28
hanghaus2023 schrieb:
die Obere Lage Bewehrung ist ja genau dafür da Risse zu vermeiden.

Die beiderseitige Betonüberdeckung ist es, deren Aufgabe das ist. Die Bewehrung ist als Team zu verstehen und insgesamt für Zug und Druck zuständig, in diesem Sinne gibt es kein oben und unten.
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