ᐅ Obergeschossdecke dämmen. Der Aufbau der Decke ist so Paneele auf Verlattung
Erstellt am: 03.07.09 11:33
M
MaikSHi
Ich wollte die Obergeschossdecke dämmen da der Dachboden nicht ausgebaut ist.
Der Aufbau der Decke ist so Paneele(auf Verlattung) - Strohlehmputz - Hohlraum - Bodendielen.
Ich hatte erst gedacht das man den Hohlraum zwischen Bodendielen und Lehmputz ausfüllt aber laut einer Firma ist die Befestigung des Lehmputz nicht stabil genug.
Ich wollte jetzt oben auf die Dielen auftragen.
Wie Dick muß die Dämmung mindestens sein wie ist der Aufbau am besten?
Wie sieht das mit Dampfsperre aus?
MFG
Maik
Ich wollte die Obergeschossdecke dämmen da der Dachboden nicht ausgebaut ist.
Der Aufbau der Decke ist so Paneele(auf Verlattung) - Strohlehmputz - Hohlraum - Bodendielen.
Ich hatte erst gedacht das man den Hohlraum zwischen Bodendielen und Lehmputz ausfüllt aber laut einer Firma ist die Befestigung des Lehmputz nicht stabil genug.
Ich wollte jetzt oben auf die Dielen auftragen.
Wie Dick muß die Dämmung mindestens sein wie ist der Aufbau am besten?
Wie sieht das mit Dampfsperre aus?
MFG
Maik
A
AallRounder31.01.10 09:47Hallo Maik, m.E. nicht ganz ungefährlich
was Du da planst !
"Der Aufbau der Decke ist so Paneele(auf Verlattung) - Strohlehmputz - Hohlraum - Bodendielen.
Ich hatte erst gedacht das man den Hohlraum zwischen Bodendielen und Lehmputz ausfüllt aber laut einer Firma ist die Befestigung des Lehmputz nicht stabil genug.
Ich wollte jetzt oben auf die Dielen auftragen."
Kritisch erscheint mir der Aufbau vor allem deshalb, weil die Decke eines beheizten Wohnraums an den unbeheizten Boden grenzt. Die Firma mag durchaus Recht haben mit ihrer Aussage, aber der Hohlraum kann auch sog. "Einschübe" erhalten, die dann als Dämmungsträger dienen. Der darunterliegende Deckenaufbau ist dann vollständig entkoppelt und nicht zusätzlich belastet. Es könnte auch sehr leichte Schüttung verwendet werden, daß als Einschub z.B. Gipskarton auf Lattung verwendet werden kann statt dünnen Spundbrettern.
Da Du Dir aber selbst die Arbeit sparen willst, die Dielung aufzunehmen, willst Du oben quasi nur "Matten" o.ä. als Dämmung ausrollen. Das würde m.E. den Taupunkt in die Bodendielung verlegen: Warmluft steigt aus dem Wohnraum nach oben, geht durch die Paneele, wird je nach Dicke des Lehmputzes gespeichert, was nicht gespeichert werden kann, wabert weiter nach oben und staut sich nun im Hohlraum (Konvektion). Ohne Dämmung zieht die Restwärme durch die Dielung und dann durch das ungedämmte Dach ab. Mit Dämmung kondensiert die Luft unterhalb der Dämmung, also vermutlich vor allem an der Unterseite der Dielung im Hohlraum. Dort kommt es m.E. zu Tauwasserausfall und möglicherweise zur Schädigung der gesamten Holzkonstruktion.
Die Verwendung einer Dampfbremse wird bei Verwendung von Mineralwolle vom Hersteller empfohlen. Das Auflegen der Folie auf den Dielen würde m.E. das o.g. Szenario nur dahingehend ändern, daß die Wolle vor Kondensfeuchte geschützt wird, nicht aber die Holzkonstruktion. Eine Dampfbremse wird auf die wärmste Seite gelegt, also bei Decken unterhalb der Dämmung. Die Variante "Auf-Dielen-Dämmung" scheidet meiner Meinung nach wegen der kritischen Gestaltung aus. Besonders im Winter, wenn unten 18-20° warme Luft in den Hohlraum gelangt und sich dann um 15-20° langsam abkühlt, dürfte einiges an Tauwasser anfallen. Die aufliegende Dämmung verlangsamt die Abkühlung, verhindert sie aber nicht.
Alle m.E. möglichen Lösungen erfordern das Aufnehmen der Dielung und die richtige Dämmung der Hohlräume. Dafür kommen meiner Meinung nach Mineralwollelösungen mit Dampfbremsfolien darunter und um die Balken oder versch. Lösungen mit Schüttungen in Betracht. Soweit ich weiß, kann bei ausreichender Schüttungsdicke von Perliten o.ä. auch auf eine Dampfbremse verzichtet werden, weil die durch Konvektion aufsteigende Warmluft genau so viel Tauwasser in der Dämmung erzeugt, die von dieser schadfrei gespeichert und später wieder abgegeben werden kann. Dafür Gips schlaue Programme und Ings, die sowas genau berechnen können.
Ich bin kein Bauphysikus, beschäftige mich aber jahrelang mit der Thematik in Theorie & Praxis. Hoffe deshalb, mit meinen Ausführungen nicht allzu sehr daneben zu liegen.
Gruß
was Du da planst !
"Der Aufbau der Decke ist so Paneele(auf Verlattung) - Strohlehmputz - Hohlraum - Bodendielen.
Ich hatte erst gedacht das man den Hohlraum zwischen Bodendielen und Lehmputz ausfüllt aber laut einer Firma ist die Befestigung des Lehmputz nicht stabil genug.
Ich wollte jetzt oben auf die Dielen auftragen."
Kritisch erscheint mir der Aufbau vor allem deshalb, weil die Decke eines beheizten Wohnraums an den unbeheizten Boden grenzt. Die Firma mag durchaus Recht haben mit ihrer Aussage, aber der Hohlraum kann auch sog. "Einschübe" erhalten, die dann als Dämmungsträger dienen. Der darunterliegende Deckenaufbau ist dann vollständig entkoppelt und nicht zusätzlich belastet. Es könnte auch sehr leichte Schüttung verwendet werden, daß als Einschub z.B. Gipskarton auf Lattung verwendet werden kann statt dünnen Spundbrettern.
Da Du Dir aber selbst die Arbeit sparen willst, die Dielung aufzunehmen, willst Du oben quasi nur "Matten" o.ä. als Dämmung ausrollen. Das würde m.E. den Taupunkt in die Bodendielung verlegen: Warmluft steigt aus dem Wohnraum nach oben, geht durch die Paneele, wird je nach Dicke des Lehmputzes gespeichert, was nicht gespeichert werden kann, wabert weiter nach oben und staut sich nun im Hohlraum (Konvektion). Ohne Dämmung zieht die Restwärme durch die Dielung und dann durch das ungedämmte Dach ab. Mit Dämmung kondensiert die Luft unterhalb der Dämmung, also vermutlich vor allem an der Unterseite der Dielung im Hohlraum. Dort kommt es m.E. zu Tauwasserausfall und möglicherweise zur Schädigung der gesamten Holzkonstruktion.
Die Verwendung einer Dampfbremse wird bei Verwendung von Mineralwolle vom Hersteller empfohlen. Das Auflegen der Folie auf den Dielen würde m.E. das o.g. Szenario nur dahingehend ändern, daß die Wolle vor Kondensfeuchte geschützt wird, nicht aber die Holzkonstruktion. Eine Dampfbremse wird auf die wärmste Seite gelegt, also bei Decken unterhalb der Dämmung. Die Variante "Auf-Dielen-Dämmung" scheidet meiner Meinung nach wegen der kritischen Gestaltung aus. Besonders im Winter, wenn unten 18-20° warme Luft in den Hohlraum gelangt und sich dann um 15-20° langsam abkühlt, dürfte einiges an Tauwasser anfallen. Die aufliegende Dämmung verlangsamt die Abkühlung, verhindert sie aber nicht.
Alle m.E. möglichen Lösungen erfordern das Aufnehmen der Dielung und die richtige Dämmung der Hohlräume. Dafür kommen meiner Meinung nach Mineralwollelösungen mit Dampfbremsfolien darunter und um die Balken oder versch. Lösungen mit Schüttungen in Betracht. Soweit ich weiß, kann bei ausreichender Schüttungsdicke von Perliten o.ä. auch auf eine Dampfbremse verzichtet werden, weil die durch Konvektion aufsteigende Warmluft genau so viel Tauwasser in der Dämmung erzeugt, die von dieser schadfrei gespeichert und später wieder abgegeben werden kann. Dafür Gips schlaue Programme und Ings, die sowas genau berechnen können.
Ich bin kein Bauphysikus, beschäftige mich aber jahrelang mit der Thematik in Theorie & Praxis. Hoffe deshalb, mit meinen Ausführungen nicht allzu sehr daneben zu liegen.
Gruß
Das klingt logisch mit der Feuchtigkeit für mich als Laien.
Ich finde es halt nur komisch das einige Firmen extra Verlegeplatten verkaufen die man auslegen kann auf der Geschossdecke.
Klar das alle ihr Geld verdienen wollen.
Ich möchte aber nicht das meine Decke morsch wird oder schimmelt und runter kommt
Wer kann den noch was dazu sagen wer hat denn noch einen Altbau saniert und gedämmt?
MFG
Maik
Ich finde es halt nur komisch das einige Firmen extra Verlegeplatten verkaufen die man auslegen kann auf der Geschossdecke.
Klar das alle ihr Geld verdienen wollen.
Ich möchte aber nicht das meine Decke morsch wird oder schimmelt und runter kommt
Wer kann den noch was dazu sagen wer hat denn noch einen Altbau saniert und gedämmt?
MFG
Maik
Ähnliche Themen