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ᐅ Neubau - welches SmartHome System?


Erstellt am: 14.02.2020 11:38

guckuck2 14.02.2020 21:03
Naja es gibt ja auch Leute die sagen, nimm die Lite und fang nach 20 Geräten das nächste Projekt an und halte die GAs identisch ... auf so ein Gefrickel hätte ich überhaupt keine Lust

Notstrom 15.02.2020 07:29
Wir stehen gerade vor derselben Fragestellung: Gebäudeautomatisierung aber mit welchem Konzept? Anbieter gibt es zu genüge, von Free@Home (Busch Jäger), Loxone über E-Net (Jung) hin zu KNX. Ich frage mich gerade ob für die Zwecke eines Einfamilienhaus eines der anbietergebundenen Systeme nicht ausreicht. Schießt man mit KNX da nicht mit Kanonen auf Spatzen?
Ich muss aber auch ehrlich zugeben das mir die Fantasie für use-cases in dem Umfeld fehlt. Bin bisher immer von Beleuchtung, Raumklimatisierung und Schattierung als sinnige Anwendungsfälle ausgegangen. Ich frage mich jedoch wie sinnig die Steuerung einer Fußbodenheizung (träge) und hochmodernen WP mit Smart Home wirklich ist.

Mycraft 15.02.2020 09:29


ja sicher das ist eine Möglichkeit, aber da bin ich ganz bei dir dann kaufe ich mir doch lieber die Pro mit 50% Nachlass. Da es ja jetzt die ETS-Inside gibt und diese stabil läuft ist vieles einfacher geworden. Und einen Tod muss man eben sterben. Entweder man gibt etwas Geld aus oder man frickelt halt herum zum Nulltarif.

Eine weitere Möglichkeit ist einfach die Auslagerung der ganzen Logiken etc. auf einen oder mehrere Geräte welche ohne die ETS administrierbar sind. Da kenne ich auch etliche Installationen wo man KNX als Ruckgrat hat und die ganzen höheren Funktionen werden von der LogicMachine, Savant, Homeserver oder auch neu dabei Timberwolf übernommen.

Da kann dann der Enduser alles so einstellen wie gewünscht ohne die ETS.


Die proprietären Systeme haben einen entscheidenden Nachteil. Man kann dort nicht alles integrieren was einem so im Laufe des Lebens vor die Flinte kommt. Mit KNX da es ein offener und weltweit annerkanter und zertifizierter Standard schon.

Nicht ganz ernst nehmen ich nenne nur ein paar Beispiele:

Mit KNX kanns du mittels einer AGFEO TK-Anlage deine ABUS Alarmanlage steuern, welche dann Roto Fensterkontakte nutzt und Velux Dachfenster im Haus öffnen und schließen kann. Dabei kommen Daten teilweise von Merten oder Gira Sensoren und einer Busch Jäger Wetterstation. Bei Wind und Wetter werden deine Rademacher Raffstores eingefahren und deine Vallox oder Helios Lüftungsanlage sorgt immer für frische Luft und passt sich ständig dem aktuellen Verschmutzungsgrad innerhalb und außerhalb des Hauses an. Damit es drinnen nicht zu warm wird dreht sich dein Westinghouse Ventilator und die Mitsubishi Klimaanlage sorgt für angenehme Raumluft usw.

Wie du siehst arbeiten hier ein Haufen Hersteller zusammen obwohl Sie eigentlich völlig unterschiedliche Komponenten und Protokolle innerhalb des eigenen Systems nutzen das geht nur weil es ein gemeinsames Medium gibt. Bei proprietären Systemen ist das eben anders da ist irgendwo Schluss und bei dem einen Hersteller kommt das Ende ganz schnell bei dem anderen etwas langsamer aber eins ist immer sicher irgendwo ist Schluss.

Bei der Fußbodenheizung und Wärmepumpe fragt sich eben was gesteuert werden soll und inwieweit man sich die Integration vorstellt.

untergasse43 15.02.2020 09:31
bonkers223 schrieb:

Bin natürlich (wie auch hier im Forum) immer wieder auf KNX zurück gekommen. Ganz glücklich bin ich hier aber ebenfalls nicht, denn ich habe keine Lust jedes mal einen Programmierer zu rufen wenn ich was ändern möchte; die ETS Lizenz will ich mir auch nicht unbedingt kaufen.
weiteres möchte ich Fingerscanner, Sonos oder auch Wärmepumpe einbinden und vernetzen, wo ich aber beim KNX nicht ganz durchgeblickt habe.
Du willst niemanden fragen bzw. kommen lassen, aber Software selbst kaufen willst du auch nicht? Das wird aber schwierig. Free@Home oder die ganzen anderen beschnittenen Systeme sind für Grundlegende Aufgaben schon ganz okay, allerdings wird es spätestens ab dem Fingerscanner, Sonos oder Wärmepumpe ganz eng. Da kommst du nicht an KNX vorbei. Da bist du dann auch bei den Herstellern offen und nicht auf einen oder zwei angewiesen.

Die Einbindung der Wärmepumpe halt ich 99% der Fälle für unnötig. Mehr als die Ventile für die Fußbodenheizung zu regeln bringt in so gut wie allen Fällen im Privathaus keinen Mehrwert. Um eine sinnvolle Automation zu erreichen, brauchst du in dem Fall noch Sensoren und irgendeine Instanz, die das alles halbwegs intelligent zusammen führt.

Entweder schaffst du dir das Wissen selbst darauf (es gibt ja auch sehr brauchbare Literatur) oder du beauftragst jemanden. Alles haben wollen, aber nichts selbst machen und auch keinen dafür bezahlen wird nicht klappen.

Mycraft 15.02.2020 09:40
Wie immer gilt auch hier der Dreisatz:

bonkers223 17.02.2020 09:00
Ich sehe, ich habe hier eine rege Diskussion losgetreten. Danke soweit für den Input.

Definitiv möchte ich keine 0-8-15 oder Mischlösung. Mir ist durchaus bewusst, dass ich was investieren muss, die ganze Anlage soll aber 20-30 Jahre halten und verlässlich laufen Zudem möchte ich die Sicherheit haben, dass mir immer jemand helfen kann, ohne dass ich alles rausschmeißen muss.

Zudem möchte ich alle Systeme vernetzen und mir die Möglichkeit offen halten, Morgen, Übermorgen oder in 2 Jahren was anzupassen oder zu ändern.
Licht und Musik mit Fingerprint an steht Symbolisch für die ganze Geschichte. Wenn ich soweit bin möchte ich die Beschattung mit der Fußbodenheizung intelligent kombinieren, die Photovoltaikanlage soll mit der Wärmepumpe zusammenspielen und ggf. auch aufgrund der Wettervorhersage heute Abend kein WW mehr produzieren, da morgen schönes Wetter vorhergesagt ist.
Meiner Meinung nach wird das ganze erst intelligent bzw. "smart", wenn die Systeme vernetzt sind.

Zur ETS: mit der ETS-Demo (bitte korrigiert mich) kann ich ja nur 5 Geräte verwalten? Meine Anlage wird sicher mehr als 50 Geräte haben. Wie soll dies dann laufen? Habe keine Lust noch mal 1000€ auszugeben und gar hoffen zu müssen, dass der Programmierer mir überhaupt das Projekt überlässt.

ein Grundwissen habe ich bereits. Um meine Anlage zu automatisieren muss ich mir nicht immer professionelle Hilfe holen müssen (Stunde über Stunde bezahlen)?
Mit einigen Sensoren kann ich ja schon nützliche Automatismen einbauen. Zum Schluss soll sich das Haus ja auch so verhalten, wie ich es möchte und nicht wie es in einem Buch steht.


Hatte das Wochenende viel Zeit zum Nachschauen. Bin trotzdem wieder auf Loxone gestoßen, welches ja auch mit KNX arbeitet. Doch in wie weit kann ich hier selbst arbeiten, gibt es hier jemanden der damit schon gearbeitet hat?

Gleichzeitig bin ich auf ein mir noch nicht bekanntes System "myGekko" gestoßen. Hier werden viele verschiedene Systeme vernetzt, wie auch KNX. Wie es auf der Webseite beworben wird, wird hier nicht programmiert, sondern alles über eine Oberfläche konfiguriert.
Und es gibt viele andere Schnittstellen zu Sonos, Wärmepumpen usw.
Kennt dies ebenfalls jemand?


LG
Stefan
loxonesonosknxetsfree@homefußbodenheizungwärmepumpesensoren