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ᐅ Hausbaukosten und Realisierbarkeit

Erstellt am: 26.01.12 11:06
S
Shism
Hallo,

Ich lese hier schon eine weile mit und versuche mich über das Projekt Hausbau mit allem was dazugehört zu informieren...

Ursprünglich war geplant in einigen Jahren zu bauen... Wir sind beide mitte-ende zwanzig und haben kürzlich unseren zweiten Nachwuchs bekommen. Meine Freundin bekommt derzeit nur 160€ Elterngeld (auf 2 Jahre verteilt) Ich selbst verdiene mit ~2800 Netto nicht schlecht, aber auch nicht so viel das Geld keine Rolle mehr spielen würde 😉

mit Kindergeld und Elterngeld liegen wir also bei ~3300 Netto als "Familieneinkommen"... Meine Freundin verdient als Tagesmutter noch ein paar € dazu und wird nach den 2 Jahren Elternzeit halbtags auf 400-600€ basis arbeiten gehen... eine Hochzeit würde auch nochmal paar € mehr Netto vom Brutto bedeuten 🙄
Über Kurz oder lang rechne ich also damit dass sich unser Familieneinkommen mehr in richtung 3500-4000€ verschiebt.

Nun haben mich meine Eltern vor einigen Wochen darauf angesprochen ob wir uns vorstellen könnten mit Ihnen zusammen zu bauen.. Meine Eltern haben seit einigen Jahren einen Bauplatz (~700m²) in einem schönen Neubaugebiet auf dem sie demnächst ihren "Altersruhesitz" bauen möchten 😀

Nun könnte daraus eben ein Doppelhaus werden!

Jetzt stehe ich also da und muss mir überlegen ob bzw was ich mir derzeit Leisten kann... von der Finanziellen Seite her sehe ich die Sache so:

3300€ einkommen (2800 ich + 360 kindergeld+ 150€ elterngeld)
~20-25k€ Eigenkapital
Anteil des Grundstück von den Eltern welches bei der Bank ja auch als Eigenkapital angerechnet wird.

Ich Plane eine monatliche Rate von 1100-1200€ mit der ich laut Baufinanzierung rechnern ca ~250000€ bei 2% Tilgung und 15Jahren laufzeit bedienen könnte..

Es stehen also insgesamt 250-270k€ zur Verfügung.

Geplant ist eine Grundfläche von ~9x10m und damit eine Wohnfläche von ~130-140m² (EG+DG) sowie ein Keller. Der Keller soll einerseits als Abstellraum + Waschkeller dienen, es soll aber auch 1 Raum als Büro/Arbeitszimmer genutzt werden und ein weiterer raum soll ebenfalls als "reserve" bewohnbar sein.. Hobbyraum etc...

Für einen gedämmten Keller dieser Größe in unkompliziertem Boden habe ich ~40-50k gerechnet... realistisch? Es soll kein Schlüsselfertiger Wohnkeller sein aber es sollen eben 2 Räume beheizt sein so dass ich bodenbelag/tapeten etc reinmachen kann um ein Arbeitszimmer etc zu bekommen..

bleiben also noch ~200-220k für Nebenkosten + das Haus an sich in schlüsselfertigem zustand... (im Keller würde ich selbst Boden verlegen/Tapezieren.. da sieht es ja kaum einer *g)

Das Neubaugebiet ist übrigens an ein Fernwäremenetz angeschlossen welches man auch nutzen MUSS! D.h. das Geld für eine Wärmepumpe etc kann ich mir sparen... wenn ich richtig informiert bin sind das also locker ~10k+ an investitionskapital die ich mir spare weil ich keine eigene Heizungsanlage benötige..

Ist dies bis hierhin schonmal realistisch? bekomme ich für das Geld einen Keller + Haus in mittlerer-gehobener Ausstattung? (Fußbodenheizung, nicht der allerbilligste boden etc) in min Kfw70 standard? bleibt evtl sogar geld für Außenanlage/Garage?

Was ich mich dabei auch die gaze Zeit frage ist wie sieht die Ersparnis aus dadurch dass wir 2 Doppelhaushälfte bauen? Ich habe schon gelesen dass die Ersparnis beim bau einer Doppelhaushälfte nicht sonderlich groß ist... aber wie sieht es aus wenn man zeitgleich 2 Doppelhaushälfte beim gleichen Bauträger baut?
Das geht ja dann mehr in richtung 1 sehr großes Haus von 9x20m... oder?

ich habe hier öfters von 1500-1600€/m² für gehobene Ausstattung ohne Keller gelesen.. ist es realistisch zu hoffen bei einem so großen bau (9x20m grundfläche, voll unterkellert) günstiger wegzukommen?

Wie sieht es mit den Baunebenkosten aus wenn man gleichzeitig/zusammen baut? das wird ja dann bestimmt auch günstiger im vergleich zu einem Einfamilienhaus?

So langer unübersichtlicher post mit vielen Fragen ^^
ich versuche das ganze nochmal kurz zusammenzufassen:

-sind 45-50k für einen Keller der meinen Anforderungen entspricht realistisch?
- was werde ich bei "gehobener" ausstattung pro m² rechnen müssen, im hinblick auf eventuelle Ersparnise durch gemeinsamen bau mit meinen Eltern und durch verzicht auf eine Heizungsanlage? gibt es da überhaupt einsparungen?
-Was sollte ich hierbei als Baunebenkosten annehmen, wieder im hinblick auf gemeinsamen bau mit meinen Eltern?
S
Shism
26.01.12 18:06
Das ist schon sehr mal schlecht, insofern lässt sich die Offerte überhaupt nicht beurteilen


Das stimmt, allerdings gibt es für mich da eh nix mehr zu ändern...

Grundstück gehört meinen Eltern bereits und da ist eben FW angesagt...

Laut aussage meines Vaters soll es aber recht günstig sein... was auch immer das sein mag.. wer bisher nachtspeicehröfen hatte für den ist alles andere günstig *g

Ich kann mir aber schon vorstellen dass es relativ günstig ist, da die FW von einer Müllverbrennungsanlage kommt also nicht extra Material zum verbrennen eingekauft werden muss...

ich habe das mit FW nur erwähnt damit der Preis einer WP nicht beim Hausbau berücksichtigt werden muss! das macht ja locker mal 10-20k aus...
S
Shism
26.01.12 20:08
So habe ich mal am rande zum thema Fernwärmekosten schlau gemacht und folgende Preise in erfahrung gebracht:

Kosten Anschlussleitung : 2000€
Übergabestation+Wärmetauscher+Montage: 3250€
Arbeitspreis: 3,5Cent/kWh
Grundpreis: 10€/Monat
Zählermiete: 7€/Monat

wobei es sich hier wohl um nettopreise handelt!

3,5 Cent/kWh hört sich eigentlich recht günstig an...
M
Meecrob
27.01.12 12:14
Ich habe 63€/MWh auf der Abrechnung, sowie 20€/Monat Grundpreis. Doppelt soviel wie deine Zahlen. Zusätzlich noch 60€/Jahr Leistungspreis.

7,5MWh von Oktober 10 bis Oktober 11.
S
Shism
27.01.12 12:35
Jo die Fernwärme ist hier schon sehr günstig wenn ich mit anderen angeboten vergleiche... da liegt oft faktor 2-3 dazwischen...

Eine Wärmepumpe würde sich hier also niemals rechnen... man hat deutlich höhere investitionskosten, rücklagen für wartung/reparaturen und wird je nach stromkosten u effizienz der Wärmepumpe auch kaum billiger als die 3,5Cent/kWh heizen können...

d.h. ich kann bei gleich niedrigen heizkosten ~10-15k beim hausbau sparen da ich keine kosten für die Wärmepumpe habe...
F
FreddyK
28.01.12 13:23
Hi Shism, deine Rechnung ist an und für sich ok, mit 20 k Cash würde ich mir aber schon überlegen ob ich anfange zu bauen. Ich empfehle mindestens Grundstück Bezahlt und wenigstens 20 % Baukosten als Handgeld, sonst Kamikaze. Keller ist meines Erachtens unnütz, man kann ja auch ein Haus mit Flachdach bauen, dann sind es zwei identische Vollgeschosse. Und Heizungsanlage entfällt ja leider auch nicht denn die Wärme muss ja irgendwie ins Haus verteilt werden. Du sparst einzig den Kessel, und da auch nur Materialpreis, denn Installieren kost auch was.
S
Shism
28.01.12 13:56
Hallo FreddyK,

danke für deine Meinung.

Hi Shism, deine Rechnung ist an und für sich ok, mit 20 k Cash würde ich mir aber schon überlegen ob ich anfange zu bauen. Ich empfehle mindestens Grundstück Bezahlt und wenigstens 20 % Baukosten als Handgeld, sonst Kamikaze.


Ich hatte ursprünglich auch geplant noch mehr Eigenkapital anzusparen... Aber jetzt wäre nun mal die Chance mit meinen Eltern zusammen zu bauen -> Grundstück "geschenkt" dazu kommen die guten Zinskonditionen... Vermutlich würde ich 10 Jahre weiter sparen müssen um die Grundstücks+zinskosten auszugleichen 🙂

Ziel ist in Richtung 80% Finanzierung zu kommen.. mit Grundstück+20k Eigenkapital... Ob ich da hinkomme kann ich erst sagen wenn ich den genauen Grundstückswert + Hauskosten kenne...

Keller ist meines Erachtens unnütz, man kann ja auch ein Haus mit Flachdach bauen, dann sind es zwei identische Vollgeschosse.


Flachdach fällt raus, ebenso 2 Vollgeschosse -> Bauvorschriften
da wir auch noch möglichst viel Garten erhalten wollen, versuchen wir uns auf ~9x10m pro Doppelhaushälfte einzuschränken.. evtl 10x10... bei 1 1/2 Geschossen landet man dann bei ~130-140m²... wenn ich da noch arbeitszimmer+Hauswirtschaftsraum+Rumpelkammer unterbringen müsste wäre mir das zu eng mit 2 Kindern... Keller ist also schon wichtig für uns!

Und Heizungsanlage entfällt ja leider auch nicht denn die Wärme muss ja irgendwie ins Haus verteilt werden. Du sparst einzig den Kessel, und da auch nur Materialpreis, denn Installieren kost auch was.


Natürlich fallen trotzdem die Kosten für Fußbodenheizung etc an... aber um auf kosten von 3,5Cent/kWh zu kommen müsste man normalerweise eine hochwertige WP installieren... ka ob man da mit ner Luftwärmepumpe hinkommt.. vermutlich eher mit erdbohrung etc... und da kommen dann doch schnell 15-20k zusammen... bei fernwärme ~5k einmalige anschlusskosten und dann hat man ruhe..

~270k stehen also zur verfügung für Haus 130-140m² mit satteldach, rechteckig ohne spielereien, kfw70 + Keller.

Was mir noch am ehesten Unklar ist sind die möglichen Einsparungen durch den gemeinsamen Bau mit meinen Eltern zusammen... Wenn wir gleichzeitig mit gleichem Bauträger bauen...
Dass ich da keine 50k sparen kann ist mir klar aber ein paar sachen wird man bestimmt zusammen erledigen können bzw an günstigere Preise kommen... oder?
Kann man das grob abschätzen? 5k? 10k? 15k?
grundstückwärmepumpekellergrundpreisfernwärmeflachdachvollgeschosseeigenkapital