ᐅ Haus für 400k gesamtvolumen überhaupt noch möglich?
Erstellt am: 06.11.20 16:03
AllThumbs16.03.21 09:02
Jupp_89 schrieb:
Unsere doch umfangreiche Eigenleistung umfasste:
- Bauleitung (Architekt war nur Leistungsphase 1-4 sprich bis Baugenehmigung, Unterstützung während Bau durch Sachverständigen)
- Elektro (Schlitze, UP-Dosen, Leitungen, smarte Verteilerschränke, Elektriker hat Anlage abgenommen und ans Netz gebracht)
- Sanitär (Wasser, Abwasser, Vorwandelemente, Endmontage Badkeramik)
- Trockenbau (Fliesenlegerfertig, d.h. Unterkonstruktion und Beplankung)
- Verlegen der Fußbodenheizung (Dämmung, Noppenplatten, Rohre)
- Malerarbeiten
- Bodenbeläge
- Innentüren
- Errichtung Abwasser-Kontrollschacht
- Zwischensparrendämmung, Montage Klimamembran
- unzähliger Kleinkram und Dinge, die ich vergessen oder verdrängt habe. . .
Ich muss aber auch gestehen, dass das in dem Umfang ohne Corona (Kurzarbeit, Freistellung) nur schwer möglich gewesen wäre. War gleichzeitzig aber auch besonders nötig (unplanmäßige Einkommenseinbußen).
Also, man kann ein ausgewachsenes Einfamilienhaus für <= 400 k bauen. Zumindest hat das bei uns geklappt. Ist aber so sicher nicht die Standardprozedur.
Gruß,
JuppWas bleibt denn da noch übrig? 😱 Hut ab, wer das auch fachlich alles sauber hinbekommt.Was war denn der Plan ohne Corona? Ich meine besser geht es nicht. Je nach Dauer der Kurzarbeit bis zu 90% Kurzarbeitergeld und die gewonnene Zeit dann auch noch mehr als sinnvoll in den Hausbau investiert. Ihr müsstet doch eigentlich viel höher kalkuliert haben, oder?
Winniefred16.03.21 12:55
AllThumbs schrieb:
Was bleibt denn da noch übrig? 😱 Hut ab, wer das auch fachlich alles sauber hinbekommt.
Was war denn der Plan ohne Corona? Ich meine besser geht es nicht. Je nach Dauer der Kurzarbeit bis zu 90% Kurzarbeitergeld und die gewonnene Zeit dann auch noch mehr als sinnvoll in den Hausbau investiert. Ihr müsstet doch eigentlich viel höher kalkuliert haben, oder? Keine Sorge, da bleibt noch genug übrig, vor allem bei einem Neubau 😀. Die meisten aufgezählten Dinge haben wir auch gemacht, aber bei einer Altbausanierung. Das ist schon richtig Maloche und raubt viel Nerven und Zeit. Spart aber definitiv viel Geld und der Vorteil ist: Man kann es dann selbst machen, später oder wenn es sich nochmal ergibt.
Wir verputzen gerade mal wieder ein Zimmer neu und machen den Bodenaufbau neu, haben eine Fensterbank ausgebaut und eine neue gesetzt, das Fenster hatten wir vor 4 Jahren schon selbst erneuert. Das ist schon ein geiles Gefühl 😎. Bei einem Neubau hat man aber die Zeit mehr im Nacken und man muss idR gleich das ganze Haus machen, also alles auf einmal, in Abstimmung mit den Handwerkern. Das ist dann unterm Strich also nochmal ne andere Hausnummer und will wohlüberlegt sein.
Jupp_8917.03.21 07:17
Hausbauer2021 schrieb:
Hallo Jupp,
das klingt wirklich Interessant. Gerne würde ich dazu mehr erfahren falls möglich jedoch kann ich noch keine PN empfangen. Gibt es andere Kontakt Möglichkeiten?
Danke und netten GrußStimmt, ab wie viel Beiträgen geht denn eine PN? Wir können uns ja erstmal hier austauschen, vielleicht profitieren noch andere Teilnehmer davon 😉 Ich versuch gleich mal ne grobe Kostenaufstellung unseres Neubaus reinzustellen.
AllThumbs schrieb:
Was bleibt denn da noch übrig? 😱 Hut ab, wer das auch fachlich alles sauber hinbekommt.
Was war denn der Plan ohne Corona? Ich meine besser geht es nicht. Je nach Dauer der Kurzarbeit bis zu 90% Kurzarbeitergeld und die gewonnene Zeit dann auch noch mehr als sinnvoll in den Hausbau investiert. Ihr müsstet doch eigentlich viel höher kalkuliert haben, oder?Der Plan ohne Corona sah sehr ähnlich aus, nur definitiv mit mehr Nacht- und Wochenendschichten sowie zusätzlichen Helfern. Wahrscheinlich hätte sich dann der Fertigstellungstermin Wochen/Monate nach hinten verschoben. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Da mein Arbeitgeber keine Aufstockung aufs Kurzarbeitergeld gegeben hat, mussten wir mal eben auf grob 10k Nettoeinkommen verzichten. Das hätte man noch gut gebrauchen können.
Winniefred schrieb:
Keine Sorge, da bleibt noch genug übrig, vor allem bei einem Neubau 😀. Die meisten aufgezählten Dinge haben wir auch gemacht, aber bei einer Altbausanierung. Das ist schon richtig Maloche und raubt viel Nerven und Zeit. Spart aber definitiv viel Geld und der Vorteil ist: Man kann es dann selbst machen, später oder wenn es sich nochmal ergibt.
Wir verputzen gerade mal wieder ein Zimmer neu und machen den Bodenaufbau neu, haben eine Fensterbank ausgebaut und eine neue gesetzt, das Fenster hatten wir vor 4 Jahren schon selbst erneuert. Das ist schon ein geiles Gefühl 😎. Bei einem Neubau hat man aber die Zeit mehr im Nacken und man muss idR gleich das ganze Haus machen, also alles auf einmal, in Abstimmung mit den Handwerkern. Das ist dann unterm Strich also nochmal ne andere Hausnummer und will wohlüberlegt sein.Kann dir nur zustimmen. Zu wissen, was man da für sich und seine Familie geschaffen hat, macht einen schon stolz. Gleichzeitig sammelt man einiges an Wissen/Erfahrung und man kennt seine Immobilie später in- und auswendig. Für den weiteren Lebenszyklus der Immobilie Gold wert, vor allem wenn man nicht auf Handwerker angewiesen sein möchte.
Der Punkt mit Nerven und Zeit ist aber definitiv nicht zu unterschätzen!! Ich habe jetzt keinen Vergleich zu nem Bau über GU/BT und kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung berichten. So ein Projekt kann arg an die Substanz gehen und es ist für mich nicht verwunderlich, dass daran Familien/Ehen/Partnerschaften zerbrechen. Bei Baustart war Kind1 1 1/2 Jahre alt und kurz vor Fertigstellung ist dann Kind2 dazugekommen. Aus heutiger Sicht hätte man sich für manche Dinge vielleicht mehr Zeit lassen können 🙄
Gruß, Jupp
Sparfuchs7717.03.21 07:38
bra-tak schrieb:
Die Diskussion hatte ich gerade mit einem Kollegen. Dem sagte ich, dass ein 140-150qm Haus heute inkl. Grundstück in der Regel nicht mehr für 450k machbar ist. (mal abgesehen von Vorpommern oder Brandenburg)geht sehr wohl. Ist dann aber natürlich kein ,,ich lasse alles machen und ziehe nur ein,, Hausbau
400k excl Grundstück ist möglich. Wahrscheinlich aber nicht ohne EL. Wir haben letztes Jahr gebaut. 167qm und lagen deutlich unter 400k (auch noch deutlich unter 350k) ohne Grundstück.
Unsere EL
- günstiger Zeichenknecht und Statiker für Zeichnung und Bauantrag
- jedes Gewerk einzeln ausgesucht und beauftragt
- Bauleitung mit Unterstützung aus der Familie selber gemacht
- Elektrik in EL
- Sainitär in der Familie
- Innenausbau in EL (Dampfbremse, Dämmung, Trockenbau, Böden, Malern etc)
- Fenster in EL bestellt und eingebaut
- Fassade in EL gedämmt und verputzt
- Medienschächte in EL ausgehoben
Also im Grunde ähnlich wie es gemacht hat. Ging auch nur durch Corona, das hat und schon extrem in die Hände gespielt. Stress war Faktor 1, Gesundheit ist Faktor 2... meine Gelenke sind immer noch am heilen, wegen der ungewohnten Überlastungen 🙁
bra-tak17.03.21 07:43
Sparfuchs_:p schrieb:
geht sehr wohl. Ist dann aber natürlich kein ,,ich lasse alles machen und ziehe nur ein,, Hausbau
400k excl Grundstück ist möglich. Wahrscheinlich aber nicht ohne EL. Wir haben letztes Jahr gebaut. 167qm und lagen deutlich unter 400k (auch noch deutlich unter 350k) ohne Grundstück.
Unsere EL
- günstiger Zeichenknecht und Statiker für Zeichnung und Bauantrag
- jedes Gewerk einzeln ausgesucht und beauftragt
- Bauleitung mit Unterstützung aus der Familie selber gemacht
- Elektrik in EL
- Sainitär in der Familie
- Innenausbau in EL (Dampfbremse, Dämmung, Trockenbau, Böden, Malern etc)
- Fenster in EL bestellt und eingebaut
- Fassade in EL gedämmt und verputzt
- Medienschächte in EL ausgehobenRespekt dafür. Finde ich stark. Ist aber nicht der Maßstab in meinen Augen. Die wenigsten sind handwerklich so begabt oder haben in den Familien die passenden Handwerker. Sind die material Karten bei den EL in den Preis schon inkludiert?darüber hinaus schreibst du, ohne Grundstück. Das heißt, inkl. Grundstück bist du in den meisten Regionen auch wieder über 450k, womit meine Aussage auch wieder stimmt.
Jupp_8917.03.21 08:56
Hier mal die grobe Aufstellung der Kosten für unser Projekt:
Was hier noch feht sind zB. Außenanlagen, Ausbau Dachgeschoss (ca. 100 qm Dachschräge) und ein Kaminofen. Ich denke der 400er Grenze werden wir uns noch deutlich annähern.
Ich hoffe die Aufstellung hilft ein wenig, wobei das natürlich nur "unseren" Kosten und Verallgemeinerungen schwierig sind.
Gruß, Jupp
| Amt und Notar (Baugenehmigung, Genehmigungsänderung, Grundstücksteilung, ...) | 3.600 EUR |
| Statik und Wärmeschutznachweis | 4.900 EUR |
| Architekt Leistungsphase 1-4 | 9.400 EUR |
| Vermesser (für Neubau und Grundstücksteilung) | 5.800 EUR |
| Hausanschlusskosten (Wasser, Strom, Telekom - Abwasser war kostenlos) | 6.000 EUR |
| Tiefbau (Erstellung Baugrube, Abtransport, Verfüllung Bauraum, inkl. Abriss Altbauten) | 24.000 EUR |
| Rohbau (Keller aus WU-Beton Filigranwänden, Wände aus 17,5 bzw. 11,5 Kalksandstein, Innentreppen in Beton, 180er Schornstein für Kaminofen) | 132.500 EUR |
| Gerüst | 1.800 EUR |
| Dachstuhl | 7.500 EUR |
| Dacheindeckung (Hauptdach in Betondachstein, Garage EPDM-Flachdach, keine Dachfenster) | 19.200 EUR |
| Zwischensparrendämmung (18 cm 032 Klemmfilz, nur Material da EL) | 2.500 EUR |
| Sanitärinstallation (nur Material da EL) | 8.000 EUR |
| Heizung (Luft-Wasser-Wärmepumpe Stiebel Eltron WPL-A 07 230 HK Premium, 230 qm Fußbodenheizung, nur Verlegen der Fußbodenheizung in EL) | 22.000 EUR (Bafa-Förderung bereits abgezogen!) |
| Elektroinstallation (Homematic Wired, komplett in EL mit Abnahme durch Elektriker) | 15.500 EUR |
| Fenster (Kunststoff mit 3 fach Verglasung Ug 0.6, Aluminiumrollos) | 28.000 EUR |
| Haustüre (Aluminium) | 3.400 EUR |
| Innenputz (Gipsputz Q3) | 8.600 EUR |
| Fassade (18 cm WDVS, Giebelwände mit Riemchen für die Optik) | 36.500 EUR |
| Estrich (240 qm Zementestrich, faserverstärkt) | 5.300 EUR |
| Fliesen Bad und Gäste-WC (durch Handwerker inkl. Abdichtung und Fliesen) | 4.700 EUR |
| Bodenbeläge (Clickvinyl bzw. Teppischboden, nur Material da EL) | 4.500 EUR |
| Innentüren (nur Material da EL) | 3.000 EUR |
| Farbe (nur Material da EL) | 1.500 EUR |
| Verkleidung Innentreppen in Naturstein (3x15 Stufen) | 10.000 EUR |
| Sonstiges | 5.000 EUR |
| SUMME | 373.500 EUR |
Was hier noch feht sind zB. Außenanlagen, Ausbau Dachgeschoss (ca. 100 qm Dachschräge) und ein Kaminofen. Ich denke der 400er Grenze werden wir uns noch deutlich annähern.
Ich hoffe die Aufstellung hilft ein wenig, wobei das natürlich nur "unseren" Kosten und Verallgemeinerungen schwierig sind.
Gruß, Jupp
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