Haus auf Grundstück der Eltern - Erbschaftsprobleme?

4,70 Stern(e) 14 Votes
Zuletzt aktualisiert 13.07.2024
Sie befinden sich auf der Seite 16 der Diskussion zum Thema: Haus auf Grundstück der Eltern - Erbschaftsprobleme?
>> Zum 1. Beitrag <<

P

Pinkiponk

Und bei der verbindlichen Auskunft sind meines Wissens keine offenen Fragen zugelassen, sondern du mußt den Lösungsweg mit gesetzlicher Begründung schon mitgeben. Dann bekommst du die Antwort, ob das Finanzamt der Lösung verbindlich zustimmt oder nicht.
...
Das bekommt Otto-Normal ohne Steuerberater vermutlich nicht selber hin.
Dein Hinweis ist hilfreich und ich habe dazu eine Frage. Mir wurde von einem der Sozialverbände, in dem ich Mitglied bin, gesagt, dass --> alle Behörden in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet wären, die Bürger umfassend zu informieren/aufzuklären. Sie dürften angeblich nicht einfach Wissen, dass für den Bürger hilfreich oder vorteilhaft wäre, für sich behalten und den uninformierten Bürger damit "schädigen".
Mich hat das auch überrascht, da ich bisher immer davon ausging, dass Mitarbeiter in Behörden in erster Linie Ansprüche der Bürger an den Staat abwehren sollen, sofern irgendwie möglich.
 
P

Pianist

Du bist gefangen in deiner Situation, solange du das nicht so realisierst und einen Ausbruch unternimmst kann dir hier keiner weiterhelfen.
Mein Vater lebt seit rund 75 Jahren auf diesem Grundstück, und ich muss ehrlicherweise zugeben, dass sein Horizont auch nicht über dieses Grundstück hinausreicht. Er ist sehr stolz darauf, dass das Grundbuch megasauber ist und nie irgendwelche Belastungen drinstanden. Da wird er jetzt nicht erfreut sein, wenn ich mit irgendwelchen Forderungen komme. Vermutlich würde er das als grob undankbar empfinden. Zumal er ja nach wie vor nicht glaubt, dass das nicht mein Haus, sondern sein Haus ist, und ich daher ein Interesse daran haben muss, dass seine wirtschaftliche Situation in Ordnung ist. Er sieht das ja umgekehrt, dass er ein Interesse daran haben muss, dass meine wirtschaftliche Situation in Ordnung ist, weshalb er zu jedem Zeitpunkt einen genauen Überblick über meine finanziellen Verhältnisse haben möchte. Und dann kommt auch noch hinzu, dass er keinen externen Beratern vertraut, weil die ihn in der Vergangenheit immer falsch oder unvollständig beraten haben. Er möchte daher mit Anwälten, Notaren und Steuerberatern nichts zu tun haben.

Von daher: schwierig...
 
T

Tobibi

Na dann viel Glück weiterhin. Du möchtest / kannst ja keine Ratschläge annehmen und nicht verändern
 
I

Isokrates

Dein Hinweis ist hilfreich und ich habe dazu eine Frage. Mir wurde von einem der Sozialverbände, in dem ich Mitglied bin, gesagt, dass --> alle Behörden in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet wären, die Bürger umfassend zu informieren/aufzuklären. Sie dürften angeblich nicht einfach Wissen, dass für den Bürger hilfreich oder vorteilhaft wäre, für sich behalten und den uninformierten Bürger damit "schädigen".
Mich hat das auch überrascht, da ich bisher immer davon ausging, dass Mitarbeiter in Behörden in erster Linie Ansprüche der Bürger an den Staat abwehren sollen, sofern irgendwie möglich.
Die Aussage ist aber leider sehr pauschal und dementsprechend leider auch in deinem gemeinten Sinne falsch.

Für die Finanzämter gilt z. B. die Fago (Finanzamt Geschäftsordnung). Darin ist geregelt, dass das Finanzamt dem Gemeinwohl verpflichtet ist, verständliche Auskünfte erteilt und notwendige Hilfe leistet. Unter notwendige Hilfe fallen allerdings rein banale Dinge. Wie z. B. Probleme mit Elster, dafür gibt es extra Ansprechpartner im Finanzamt.

Wirkliche steuerliche Auskünfte darf das Finanzamt gem. Paragraph 5 Steuerberatungsgesetz nicht erteilen.
Denn in den Paragraphen 3 bis 4 sind alle Personen, die steuerlich beratend tätig werden dürfen, abschließend aufgezählt.

De jure ist es also dem Finanzamt verboten steuerliche Auskünfte zu erteilen.

Die verbindliche Auskunft ist davon eine Ausnahme, da diese gebührenpflichtig ist und den Steuerpflichtigen Rechtssicherheit in ganz speziellen Sachverhalten geben soll.
Wie Musketier richtig angeführt hat sind die Voraussetzungen für so eine Auskunft allerdings nicht leicht zu erfüllen.
 
Pinky0301

Pinky0301

weshalb er zu jedem Zeitpunkt einen genauen Überblick über meine finanziellen Verhältnisse haben möchte.
What?! Erst die Aufpasser-Mutter und jetzt der Vater... Da erklärt sich doch das Frauenproblem. Sorry, echt nicht böse gemeint. Du solltest dich wirklich endlich mal von deinen Eltern abkapseln, Dankbarkeit hin oder her.
 
Zuletzt aktualisiert 13.07.2024
Im Forum Bauland / Baurecht / Baugenehmigung / Verträge gibt es 3129 Themen mit insgesamt 42106 Beiträgen


Ähnliche Themen zu Haus auf Grundstück der Eltern - Erbschaftsprobleme?
Nr.ErgebnisBeiträge
1Grundstück bekomme ich geschenkt. Wie den Bau finanzieren? 16
2Grundstück mit stillgelegter Tankstelle 17
3Grundstückskauf Überschwemmungsgebiet + Aufteilung Grundstück 15
4Hausplatzierung auf Grundstück 15
5Hausanschlüsse bereits einen Meter auf Grundstück? 16
6Machbarkeit Finanzierung Neubau (Grundstück+REH bzw. Doppelhaushälfte) 93
7Straße ca. 50cm über Grundstück - Auffüllen oder Keller 26
8Welches Grundstück würdet ihr wählen ? 25
9Bauprojekt starten, nur Grundstück kaufen oder abwarten? 30
10Grundstück und Hausbau - Kostenplanung realistisch? 11
11Möchtet Ihr Zäune um Euer Haus / Grundstück und wenn ja, warum? 32
12Einfamilienhaus 159qm - Gerades Grundstück - Richtig kalkuliert? 26
13Wie sieht es aus bei einen geschenkten Grundstück mit dem Hausbau 11
14Schlüsselfertig Bauen Grundstück und Preise 79
15Grundstück nähe Autobahn - lohnt es sich? 26
16Grundstück da - Baunebenkosten, Hausnebenkosten, Finanzierung? 34
17Baustraße verläuft auf unserem Grundstück 10
18Grundstück unabhängig kaufen? 22
19Grundstück Einfamilienhaus C630 Heinz von Heiden am Standort Sachsen 64
20Positionierung eines Einfamilienhaus auf länglichem Nord-Süd-Grundstück 10

Oben