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ᐅ Gutachter trotz Tüv Abnahme?


Erstellt am: 17.10.2012 23:00

Bauexperte 02.11.2012 10:26
Hallo €uro,
€uro schrieb:

@ Bauexperte : Woher nimmst Du 30% Mehrkosten, bezogen worauf ???
Der TÜV ist heute ein Wirtschaftsunternehmen, wie jedes andere Unternehmen am Markt auch.

Wenn Du Dir die verschiedenen, überregional tätigen Anbieter anschaust, haben nahezu alle, den TÜV als letzte Prüfinstanz vor Einzug im Angebot. Das bedeutet, dass der TÜV mit diesen Anbietern Rahmenverträge geschlossen hat. Bedingt durch die Anzahl an verbindlich vereinbarten Abnahmen - welche ja häufig um weitere 4 Prüfungen während des BV erweitert werden - erhält ein GU/GÜ/BT andere Konditionen, als der einzelne Bauherr.

Die von mir genannten ca. 30% beziehen sich auf ein "Mehr" für den einzelnen Bauherren gegenüber den Preisen, welche ein GU/GÜ/BT seinen Kunden anbietet. Bspw. kostet die Abnahme eines BV über den TÜV einen GU/GÜ/BT um die € 200,00 - einen Bauherren dagegen in etwa € 250,00/260,00.

Es ist jedoch - zumindest in meinen Augen - immer eine Überlegung wert, diesen Mehraufwand zu tragen (wenn denn der TÜV beauftragt werden soll), da auch der TÜV - wie jeder andere kfm. tätige Unternehmer - in erster Linie seinem Auftraggeber verpflichtet ist.

Demgegenüber steht natürlich die Wahl eines freien Bausachverständigen. Preise variieren je nach Aufwand/Auftragserteilung und beginnen mit € 60,00/Stunde plus Auslagen.

Freundliche Grüße

Wegener SV 02.11.2012 13:16
Als Sachverständiger möchte ich dann aber doch die Kollegen ein wenig in Schutz nehmen.
Die TÜV bzw DEKRA Sachverständigen sind bei den anberaumten Abnahme Terminen vor Ort. Das ist auf jeden Fall besser als nichts. Die Gefälligkeitsabnahme / bzw Gefälligkeitsgutachten zu unterstellen finde ich denn schon etwas grenzwertig.
Grundsätzlich muss man eben unterscheiden zwischen einer Baubegleitung durch einen Sachverständigen oder einer Begleitung bei einer Abnahme, bei einer Baubegleitung ist der Sachverständige mindestens 1 x die Woche vor Ort je nach Baufortschritt. Durch die ständige Kontrolle steigt die Qualität der Ausführung, da nur wenig weggefuscht werden kann.
Man bekommt eben immer nur das was einkauft, niemals mehr selten weniger.

Bauexperte 02.11.2012 14:21
Hallo,
Wegener SV schrieb:

Die TÜV bzw DEKRA Sachverständigen sind bei den anberaumten Abnahme Terminen vor Ort. Das ist auf jeden Fall besser als nichts.
Voll ack !
Wegener SV schrieb:

Die Gefälligkeitsabnahme / bzw Gefälligkeitsgutachten zu unterstellen finde ich denn schon etwas grenzwertig.
Ich unterstelle zunächst einmal gar nichts. Ich bin aber schon bei vielen Abnahmen unter Begleitung eines(r) TÜV-Mitarbeiterin zugegen gewesen und weiß daher sehr genau, dass die Bauherren - so sie Fragen bzgl. festgestellter Mängel/Restarbeiten haben, ihnen eins ums andere Mal unbefriedigende Antworten gegeben werden. Das soll mitnichten heißen, dass bei der Behebung eventueller Mängel/Restarbeiten gemauschelt oder gar vertuscht wird! Es stellt sich aber stets ganz klar heraus, wer Auftraggeber ist und wer (nur) davon profitiert.
Wegener SV schrieb:

Grundsätzlich muss man eben unterscheiden zwischen einer Baubegleitung durch einen Sachverständigen oder einer Begleitung bei einer Abnahme, bei einer Baubegleitung ist der Sachverständige mindestens 1 x die Woche vor Ort je nach Baufortschritt. Durch die ständige Kontrolle steigt die Qualität der Ausführung, da nur wenig weggefuscht werden kann.
Man bekommt eben immer nur das was einkauft, niemals mehr selten weniger.
Erneut voll ack !


Freundliche Grüße

Wegener SV 02.11.2012 14:39
Zusätzlich möchte ich dann mal, dass teilweise zweifelhafte Verhalten von BT GU GÜ anzusprechen:
-Bauverzögerung wegen Lieferschwierigkeiten bei Bauholz für das Dach
-ich kann so nicht arbeiten wenn ich ständig solche Anrufe / Schreiben bekomme
-Terminsetzungen durch den Baubegleiter sind eine Frechheit kein Dixi an der Baustelle es wurde in den Bau ges......, Gerüst in keinster Weise den Vorschriften entsprechend, falsch gesetzte Gurtkästen wurden x angemahnt (es werden keine Rollläden eingebaut) werden nicht ausgebaut - es wird der Innenputz aufgebracht und nun ist es angeblich eine Zusatzarbeit, Dämmschicht nicht abgedeckt während der Bauzeit.
Dieses ist nicht nur auf meinen Baustellen oft so, sondern auch bei Kollegen in meinem Sachverständigen Verband. Neben vielen anderen Fachlichen Fehlern sind das die Leuchttürme dieses Jahres.
Welcher Bauherr hat die Zeit und den Sachverstand solche Sachen anzusprechen

Häuslebauer40 03.11.2012 05:12
Ich habe berufsbedingt täglich mit Sachverständigen zu tun, wenngleich auch in einer anderen Branche. Ich würde nicht nur ein Gefälligkeitsgutachten unterstellen, sondern sogar behaupten, dass dies die Regel ist...

Wegener SV 03.11.2012 08:23
Häuslebauer40 schrieb:
Ich habe berufsbedingt täglich mit Sachverständigen zu tun, wenngleich auch in einer anderen Branche. Ich würde nicht nur ein Gefälligkeitsgutachten unterstellen, sondern sogar behaupten, dass dies die Regel ist...
Naja das halte ich dann mal für groben Unfug. Eine Ausbildung zum Sachverständigen kostet einen Haufen Geld das man selber zahlen muss.
Ich kenne keinen der sich dazu herablässt wegen ein paar hundert € und damit seinen Ruf ruiniert. Und ich kenne viele Sachverständige.
Wie schon oben geschrieben kommt es auf die Fragestellung an welche Antworten man bekommt, oder eben wenn man eine Begleitung bei der Abnahme bestellt bekommt man diese und man bekommt eben keine Baubegleitung.
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