ᐅ Haus von einem Profi / Sachverständigen prüfen lassen?
Erstellt am: 22.10.2015 19:57
SaTo12 24.10.2015 15:11
Bauexperte schrieb:
Du darfst nur nicht vergessen, daß Du keinen Anspruch auf Minderung des Kaufpreises hast; den legt die Verkäuferin ganz alleine fest. Gefällt ihr Dein Angebot nicht, kann das Gutachten noch so sehr für Deine Politik sprechen, sie wird immer anhand ihrer eigenen Bedürfnisse entscheidenHey ho,
dieser Aspekt habe ich bis jetzt nicht beachtet 🙄
Selbstverständlich kann die Verkäuferin ihrem Preis treu bleiben, obwohl - laut SV - Sanierungsarbeiten in Höhe von XX anstehen.
Entweder akzeptieren wir den Verkaufspreis oder - im besten Fall FALLS Mängel auftreten sollten - können wir den Kaufpreis drücken.
Betrachten wir das ganze nun aus einer anderen Sicht.
Was ist, wenn der Sachverständige mitteilt, dass die Immobilie statt angesetzten 100.000 einen Wert von 150.000€ hat?
Glaubst du ( ja...ein Privatchat du hast recht :p) sie wird den Preis anpassen?
Ich halte das für nicht realistisch aber außer Acht sollte man den Gedanken nicht lassen.
Jetzt stellt sich noch die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, dass die aktuelle Besitzerin bei der Begehung vom Sachverständigen dabei ist.
Sicherlich können somit schneller aufkommende Fragen vom Sachverständigen geklärt werden und die Verkäuferin bekommt erste Eindrücke über den realen Zustand der Immobilie.
wiederum könnte ich mir vorstellen, dass ich im alleinigen Gespräch mit dem Sachverständigen, Tipps und Tricks abholen könnte um den Preis drücken zu können.
Ich habe einen Sachverständigen an der Hand der zufällige Kunde bei uns ist.
Dies bring mir zwar keinen Vorteil in den aufkommenden Kosten für Sachverständigen aber der Zugang zu Ihm ist bereits geebnet.
Ich glaube einfach er spricht mit mir anders über die Immobilie als Käufer im Vergleich zu einer Begehung mit der Verkäuferin.
Und wenn wir mal ehrlich sind.... es geht um jeden Euro und ich möchte den besten Preis für das Haus haben 😉
Natürlich ohne schlechten Gewissen im Nachgang
Beste Grüße
SaTo12
SaTo12 25.10.2015 18:55
Hier ein Update,
das erste Gespräch mit der Vermieterin lief äußerst positiv.
Wir haben erste Sachen klären können und Ihr mitgeteilt, dass wir ein Sachverständiger ins Boot holen wollen.
Das fand Sie sehr gut.
Jetzt stellt sich immer noch die Frage, ob Sie bei der Bewertung / Begehung vom Sachverständigen dabei sein sollte. Siehe Post oben 😕
das erste Gespräch mit der Vermieterin lief äußerst positiv.
Wir haben erste Sachen klären können und Ihr mitgeteilt, dass wir ein Sachverständiger ins Boot holen wollen.
Das fand Sie sehr gut.
Jetzt stellt sich immer noch die Frage, ob Sie bei der Bewertung / Begehung vom Sachverständigen dabei sein sollte. Siehe Post oben 😕
Musketier 25.10.2015 19:50
Ich denke der Sachverständige ist so auftraggeberbewußt, dass er nicht vor ihr über Preise reden wird.
Die Mängel kann er ihr ja durchaus aufzeigen.
Die Mängel kann er ihr ja durchaus aufzeigen.
wpic 25.10.2015 21:54
der Sachverständige sollte dann ein ö. b. u. v. Sachverständiger für Schäden an Gebäuden sein, wenn er Dir ein schriftliches Gutachten zum Erhaltungszustand und zu möglichen Bauschäden anfertigen sollte, für das er ggf. haftet. Da der Sachverständige das Objekt nur nach "Inaugenscheinnahme" beurteilen kann, wird er für weitergehende Aussagen natürlich keine Haftung übernehmen können. Weitergehende Substanzsuntersuchungen sind vor Kauf nicht möglich, da Dir das Objekt nicht gehört. Abgesehen davon bedeuten solche detaillierten baudiagnostischen Untersuchungen einen Aufwand, der natürlich angemessen bezahlt werden will.
Bei meinen Kaufberatungen bewerte ich in einem 3-Std. Vor-Ort-Termin das Objekt nach diesen optischen Kriterien, die aber bei einiger Erfahrung ausreichend sind, um das Objekt nach Erhaltunsgzustand und Baualtersklasse einzuschätzen und eine Kaufempfehlung bzw. einen ersten überschlägigen Kostenrahmen für die Sanierung benennen zu können. Mehr kann im Rahmen eines solchen Termins -und für ein Honorar von € 300 - 400- nicht geleistet werde, Die schriftliche Ausarbeitung der Objektbegehung dauert ca. 4-8 Std und wird von mir mit € 360-720 veranschlagt.
Die Wertermittlung eines solchen Objektes nach einem verkürzten Sachwertverfahren kann vorgenommen werden, wenn genügend Informationen zum Objekt vorliegen. EIne komplette Immobilienbewertung wird -abhängig von Objektwert- zwischen mindestens € 800-1200 liegen.
Hier Min-Max-Forderungen aufzustellen: ein möglichst geringes Honorar zahlen zu wollen, aber ein Maximum an Leistungen mit Haftungsanspruch zu verlangen, ist mehr als unrealistisch. Für einen guten und fundierten Rat muß man einen guten Preis zahlen.
In Anbetracht der Summen, die für Kauf, Sanierung oder Umbau angesetzt werden, ist die Diskussion über ein Honorar von ein paar Hundert Euro für eine Beratung, die entscheidende Informationen für den Immobilienkauf liefert, lächerlich.
Bei meinen Kaufberatungen bewerte ich in einem 3-Std. Vor-Ort-Termin das Objekt nach diesen optischen Kriterien, die aber bei einiger Erfahrung ausreichend sind, um das Objekt nach Erhaltunsgzustand und Baualtersklasse einzuschätzen und eine Kaufempfehlung bzw. einen ersten überschlägigen Kostenrahmen für die Sanierung benennen zu können. Mehr kann im Rahmen eines solchen Termins -und für ein Honorar von € 300 - 400- nicht geleistet werde, Die schriftliche Ausarbeitung der Objektbegehung dauert ca. 4-8 Std und wird von mir mit € 360-720 veranschlagt.
Die Wertermittlung eines solchen Objektes nach einem verkürzten Sachwertverfahren kann vorgenommen werden, wenn genügend Informationen zum Objekt vorliegen. EIne komplette Immobilienbewertung wird -abhängig von Objektwert- zwischen mindestens € 800-1200 liegen.
Hier Min-Max-Forderungen aufzustellen: ein möglichst geringes Honorar zahlen zu wollen, aber ein Maximum an Leistungen mit Haftungsanspruch zu verlangen, ist mehr als unrealistisch. Für einen guten und fundierten Rat muß man einen guten Preis zahlen.
In Anbetracht der Summen, die für Kauf, Sanierung oder Umbau angesetzt werden, ist die Diskussion über ein Honorar von ein paar Hundert Euro für eine Beratung, die entscheidende Informationen für den Immobilienkauf liefert, lächerlich.
SaTo12 26.10.2015 09:40
W. Pickartz schrieb:
Bei meinen Kaufberatungen bewerte ich in einem 3-Std. Vor-Ort-Termin das Objekt nach diesen optischen Kriterien, die aber bei einiger Erfahrung ausreichend sind, um das Objekt nach Erhaltunsgzustand und Baualtersklasse einzuschätzen und eine Kaufempfehlung bzw. einen ersten überschlägigen Kostenrahmen für die Sanierung benennen zu können. Mehr kann im Rahmen eines solchen Termins -und für ein Honorar von € 300 - 400- nicht geleistet werde, Mehr erwarte ich eigentlich gar nicht vom Sachverständigen.
Wenn er mir die oben genannten Aspekte vor Augen führt und mir erklärt was wohl in den nächsten Jahren Saniert werden muss bzw. wo die Knackpunkte liegen, bin ich völlig zufrieden.
Danke für deine ausführliche Antwort und die Einsicht in einen Betrachtungswinkel.
Fand ich sehr interessant.
Bauexperte 26.10.2015 10:14
Hallo,
Grüße, Bauexperte
SaTo12 schrieb:Beispiel aus meinem Job: es gibt Grundstücksverkäufer, welche - angesichts des leer gefegten Marktes und aktueller Zinspolitik - glauben, sie könnten ihr Grundstück heftig über Wert verkaufen. Manchen ist mit Argumenten beizukommen, manche geben sich stur. Eines ist beiden gemeinsam, es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis der "eine" Käufer sich meldet 😉
Betrachten wir das ganze nun aus einer anderen Sicht.
Was ist, wenn der Sachverständige mitteilt, dass die Immobilie statt angesetzten 100.000 einen Wert von 150.000€ hat?
Glaubst du ( ja...ein Privatchat du hast recht :p) sie wird den Preis anpassen?
SaTo12 schrieb:Niemand kann Fragen zur Immobilie besser beantworten, als sie!
Jetzt stellt sich noch die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, dass die aktuelle Besitzerin bei der Begehung vom Sachverständigen dabei ist.
SaTo12 schrieb:Hier hat Dir Musketier die richtige Antwort geliefert. Weshalb sollte er der Verkäuferin gegenüber auskunftsfreudig sein, wenn Du doch sein Auftraggeber bist?
wiederum könnte ich mir vorstellen, dass ich im alleinigen Gespräch mit dem Sachverständigen, Tipps und Tricks abholen könnte um den Preis drücken zu können.
SaTo12 schrieb:natürlich. Nach der Begehung und im 4-Augengespräch 😉
Ich glaube einfach er spricht mit mir anders über die Immobilie als Käufer im Vergleich zu einer Begehung mit der Verkäuferin.
SaTo12 schrieb:Na siehst Du; viel Sorgen im Vorfeld um Nichts 😀
das erste Gespräch mit der Vermieterin lief äußerst positiv. Wir haben erste Sachen klären können und Ihr mitgeteilt, dass wir ein Sachverständiger ins Boot holen wollen.
Das fand Sie sehr gut.
Grüße, Bauexperte
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