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ᐅ Grundstückspreis - Bebaubar oder nicht? Erfahrungen?


Erstellt am: 01.06.2019 11:37

Fabian85 01.06.2019 11:37
Meine Eltern besitzen ein großes Grundstück, dessen hinterer Teil (600 qm) derzeit nicht benutzt wird. Meine Freundin und ich überlegen uns deshalb nun, diese Brachfläche zu nutzen und ein Haus hineinzubauen. Um einen eigenen Zugang zur Straße zu bekommen, würde sich der Kauf eines kleines Nachbargrundstücks anbieten. Dieses Grundstück besitzt eine Größe von 390 qm (Maße ca. 21 x 18,5 m) und wird seit Jahrzehnten als Schrebergarten genutzt. Es befindet sich eine kleine Garage darauf, in der früher mal ein Traktor und Gartenwerkzeug stand. Der Eigentümer ist grundsätzlich bereit, zu verkaufen. Für uns stellt sich nun die Frage, wie viel man für dieses kleine Grundstück maximal zahlen sollte.

Noch einmal alle wichtigen Details zusammengefasst: Das Grundstück ist 390 qm groß (Maße 21 x 18,5 m). Es wird seit jeher als Schrebergarten genutzt. Strom- und Wasseranschluss sind laut Eigentümer vorhanden. Für das Grundstück existiert kein Bebauungsplan. Es befindet sich im ungeplantem Innenbereich. Der Bodenrichtwert für dieses Gebiet liegt bei 215 € pro qm. Im Falle eines Kaufs ist ferner zu beachten, dass sowohl der Schrebergarten als auch die daraufstehende Garage derzeit an zwei verschiedene Parteien vermietet sind. Beide Verträge müssten also erst mit Frist gekündigt werden.

Meine Freundin und ich möchten grundsätzlich nicht mehr als 100 € pro qm zahlen. Unserer Meinung nach handelt es sich um kein Baugrundstück, sondern lediglich um einen Garten. Das Grundstück ist unserer Auffassung nach zu klein, um unter Berücksichtigung der in Bayern und unserer Kommune geltenden bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Vorgaben (u.a. Bauabstandsgrenzen, vorzuhaltende Stellplätze) ein freistehendes Haus darauf zu bauen. Kann man damit argumentieren? Mir ist natürlich klar, dass der Verkäufer verlangen kann, was er will. Aber ich möchte einfach mal die Meinung anderer Leute hören.

ypg 01.06.2019 11:48
Fabian85 schrieb:

Auffassung nach zu klein, um unter Berücksichtigung der in Bayern und unserer Kommune geltenden bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Vorgaben (u.a. Bauabstandsgrenzen, vorzuhaltende Stellplätze) ein freistehendes Haus darauf zu bauen. Kann man damit argumentieren?

Dazu müsste man etwas mehr wissen. Es handelt sich hier ja wohl ums Bauen nach 34?
Grundsätzlich kann man mit 390qm schon etwas anfangen. Auf 16 x 24 passt eine Stadtvilla darauf, wenn 2-Geschossig erlaubt ist, als Beispiel. Mag sein, dass Ihr da wegen des Grundstückspreises etwas mit Scheuklappen seht. Auch nur, weil es von Euch nur zur Anbindung an die Straße genutzt werden soll... ändert aber nichts daran, dass es erste Lage an die Straße ist, wohlgemerkt Euer Stück Garten von den Eltern in zweiter Reihe. Habt ihr überhaupt mal abgesteckt, ob es Bauland ist?
Also: Nachbarbebauung, Schnitt etc wäre von beiden interessant

Egberto 01.06.2019 11:51
Fragt doch erst mal, was die sich vorstellen, dann könnt ihr eure und ihre Schmerzende ausloten. Aber nur weil das bisher ein Gartengrundstück war und ihr es nur als Zufahrt nutzen wollt, sagt das nichts über den Wert. Entscheidend ist was man daraus machen könnte.

Fabian85 01.06.2019 12:05
ypg schrieb:

Dazu müsste man etwas mehr wissen. Es handelt sich hier ja wohl ums Bauen nach 34?
Grundsätzlich kann man mit 390qm schon etwas anfangen. Auf 16 x 24 passt eine Stadtvilla darauf, wenn 2-Geschossig erlaubt ist, als Beispiel. Mag sein, dass Ihr da wegen des Grundstückspreises etwas mit Scheuklappen seht. Auch nur, weil es von Euch nur zur Anbindung an die Straße genutzt werden soll... ändert aber nichts daran, dass es erste Lage an die Straße ist, wohlgemerkt Euer Stück Garten von den Eltern in zweiter Reihe. Habt ihr überhaupt mal abgesteckt, ob es Bauland ist?
Also: Nachbarbebauung, Schnitt etc wäre von beiden interessant

Ja, Es handelt sich um Bauen nach § 34 Baugesetzbuch. Ob das Nachbargrundstück Bauland ist, kann ich nicht sagen. Ein Bau dort müsste sich nach Art und Maß der Nutzung, Bauweise und Grundstücksfläche in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen. Wie gesagt, das Grundstück liegt im Innenbereich, ist 390 qm groß, relativ quadratisch. Es liegt in einem kleinen Dorf. Nach vorne raus kommt die Straße, Auf den Nachbargrundstücken links und rechts stehen freistehende Häuser (1-2 geschossig). Hinten raus kommt der Garten meiner Eltern. Wenn überhaupt, dann kann man ein freistehendes Haus darauf bauen. Reihenhaus oder Doppelhaus scheidet aufgrund der Umgebung aus. Wenn man aber die Abstandsgrenzen berücksichtigt , dann halte ich selbst den Bau eines freistehenden Hauses für unrealistisch. Es war für sich einzeln betrachtet bisher auch für niemanden als Bauland interessant.

wrobel 01.06.2019 12:19
Moin

Mal unabhängig ob ein Neubau dort rechtlich zulässig ist, technisch möglich ist er durchaus.
Wenn ich mal von jeweils min. 3m Grenzabstand ausgehe, würden mir dort je nach Ausrichtung mehrere Möglichkeiten der Bebauung einfallen.
Als Verkäufer würde ich da auch nicht unter dem üblichen Preis für Bauland verkaufen.
Ich vermute euch da eher in der schwierigen Lage, ohne diesem Grundstück auf "euer" Grundstück zu gelangen und es zu erschließen.

Also mal kurz nachdenken und die Situation von neutraler Position aus betrachten.

Stell doch mal zum besseren Verständnis einen Lageplan ein.



Olli

ypg 01.06.2019 12:35
Ist das hintere Stück Land Eurer Eltern überhaupt Bauland? Lageplan würde ich auch gern sehen.
Oder G-Maps mit etwas mehr Umgebung
grundstückschrebergartenbaulandgarageinnenbereichlageplan