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ᐅ Grundriss Einfamilienhaus-Ersatzneubau neben Fachwerkhaus im Denkmalschutz


Erstellt am: 31.12.25 18:23

kbt0903.01.26 09:06
... die Platzierung Haus gefällt mir besser. Ist halt die Frage, ob das zum "Einpassen in die Umgebung" passt.
.. gibt es den Grundstückslageplan auch mit ein paar Maßen?
skuddel schrieb:

Etwas versetzt steht ein Einfamilienhaus Bj 1966 (Gebäude mit Nr 32 im Flurplan), welches wir demontieren werden und an der gleichen Stelle einen Ersatzneubau in gleicher Ausrichtung erstellen wollen.
Das passt nicht und dann eigentlich einer der größten Punkte
skuddel schrieb:

In Rücksprache mit Bauunternehmer und Heizung/Sanitär planen wir den Heizraum in ein bestehendes Nebengelass zu integrieren,
Ich halte das ja generell schon für schwierig, den Technikraum so auszulagern.
skuddel06.01.26 00:03
Guten Abend in die Runde,

herzlichen Dank für die Antworten.
Ich dachte, dass meine Beschreibung recht zutreffend war, aber scheinbar fehlten noch einige Informationen, damit es schlüssig wird.
Wir haben uns tatsächlich sehr viel mit Licht/Sonnenstand, Raumanordnung & -bedarf beschäftigt und uns zudem gefragt, inwiefern Ästhetik für uns eine Rolle spielt.

Anbei zunächst einmal der Flurstückauszug mit Baufenster und geplantem Neubau, damit die Ausrichtung klarer wird. Den Rest des Grundstücks habe ich abgeschnitten, da dieser für die Fragestellung nicht maßgeblich ist. Die Maße sind ca. 28 m x 96 m, wobei sich das Grundstück nach hinten auffächert und es hier dann 45 m Breite sind.
ypg schrieb:

Sehe ich ebenso.
Ohne den Grundriss zu betrachten, sondern nur das Haus, (welches wohl so gewählt wurde, weil es gefällt), so würde ich den Eingang in den Norden Richtung der geplanten Stellplätze wählen. Dann würde ich die Aufenthaltsräume so anordnen, dass man einmal Richtung Wald und einmal Richtung Hof eine Terrasse generiert: hinten raus für die Ruhe und Entspannung im Garten mit Blick in den Wald, nach vorn die Aktivitätenterrasse mit Essplatz, nett rustikal angelegt.

Dann kann man das lesen:

und anscheinend ist nicht festgelegt, in welche Richtung der Giebel liegt. Vom denkmalsgeschützen Haus liegt der Giebel nach vorn.

Die Ausrichtung des Hauses ist theoretisch gesehen offen. Dank eurer kritischen Nachfragen, konnten wir eine Giebelständige Ausrichtung intensiv durchspielen und können uns dies tatsächlich mäßig vorstellen. Zu Bedenken ist auch, dass bei Giebelständiger Bauweise möglicherweise zwei Fassaden des Hauses denkmalrelevant sind. Für eine traufseitige Ausrichtung spricht die Abschirmung des Gartens: Durch die traufseitige Bebauung entsteht ein deutlich geschützter rückwärtiger Bereich, der von der Straße aus kaum einsehbar ist. Das ist uns als Aufenthalts- und Lebensbereich wichtig. Zudem möchten wir den Bereich vor dem Haus nicht vollständig versiegeln. Die bestehende Situation mit einem großzügigen Vorgarten empfinden wir als sehr angenehm und möchten diese Qualität erhalten. Geplant ist hier u. a. ein Hausbaum.
Auch wenn es aus heutiger Sicht naheliegend erscheint, den Hauseingang unmittelbar an die Zufahrt bzw. die Stellplätze zu legen, sehen wir das für uns nicht als zwingend notwendig. Der Eingang auf der Süd-/Ostseite ergibt sich für uns aus den internen Wegebeziehungen zum Nebengelass und zu den weiteren Nutzungen auf dem Grundstück und fühlt sich im Alltag für uns stimmiger an.

Der skizzierte Vorschlag mit den Aufenthaltsräumen in südlicher Richtung zum Nebengelass ist für uns ebenfalls nur eingeschränkt umsetzbar. Das betreffende Nebengebäude ist zweigeschossig, steht aktuell nur ca. 2,5 m vom aktuellen Haus entfernt und stellt in seinem jetzigen Zustand keinen besonders attraktiven Ausblick (aka "schäbiger Schuppen der Schande") dar. Sicherlich könnte man diesen Begrünen oder Verkleiden, jedoch ist dies, wenn wir es uns aussuchen können, nicht der Hauptanblick, den wir wählen würden. Den Neubau könnte man vermutlich noch etwas zum nördlichen Nachbarn versetzen, sodass der Abstand größer wird.
ypg schrieb:

So würde ich ein Pendant zum dkmgesch. Haus erstellen, etwas weiter nach hinten versetzt, dass sich ein Hof ergibt. Das/die Nebengebäude ggf etwas schick machen und zwischen den Gebäuden dann eine geschütze Terrasse.
Mal hier skizziert, natürlich sind keine Maße vorhanden, weil keine vom Grundstück bekannt sind.
Den vorgeschlagenen Thread haben wir ebenfalls durchgesehen und finden Ansatz nachvollziehbar und hilfreich, sind jedoch bei der Übertragung auf unsere konkrete Situation an einige Grenzen gestoßen: Zum einen müsste das Bad im Obergeschoss in den Nordosten rücken und das Gästebad EG entsprechend darunter organisiert werden, hiermit würde das WZ/EZ zum Schuppen der Schande rücken. Zum anderen läge dann eines der Kinderzimmer nicht mehr im Westen.
Im Erdgeschoss würde sich zudem erneut ergeben, dass das Wohnzimmer in Richtung des schäbigen Schuppens der Schande orientiert wäre.
Papierturm schrieb:

Auch wirkt das Haus sehr zweigeteilt. Beispielsweise im Westen im EG nur ein Fenster. Im Süden auch nur im EG ein Fenster.

Die Aufenthaltsräume nach N/O ausrichten kann man machen, es macht jedoch viel mit dem Licht. Und es kann gute Gründe geben, dies zu trotzdem tun. Hier kenne ich das Grundstück nicht, und weiß nicht ob das wirklich eine so gute Idee ist. In der zweiten Planung werden im EG die Aufenthaltsräume am Nachmittag recht dunkel sein und permanent im Schatten liegen - direkte Sonne gibt es da nur morgens früh.
Die Zweiteilung in einen "Schmutz"- und Wohnbereich im Erdgeschoss, sowie das eine südseitige Fenster im EG (Hauswirtschaftsraum) waren beabsichtigt. Die Südseite kann man von weiter weg nicht betrachten, da der schäbige Schuppen gleich neben an ist und die Durchgangsbreite ca 2,5 m beträgt.
Hinsichtlich des Lichtes haben wir uns wirklich viele Gedanken gemacht und waren uns auch unsicher, ob denn die Belichtungssituation mit Nordost-Ausrichtung für das WZ/EZ ausreichend ist. Zu denken gegeben hat uns die Wohnsituation in unmittelbarer Nachbarschaft: Mit einer Terrasse in Südausrichtung wird diese den Großteil des Sommers kaum genutzt und die Fenster werden fast den ganzen Tag beschattet. Wir fänden es ungünstig, im hoffentlich kühlen Haus im Sommer im Dunkeln zu sitzen. Dann doch lieber natürliches Licht und im Winter evtl. nicht so hell. Es ist auch fraglich inwiefern die durch den zweigeschossigen Schuppen das Haus nicht deutlich beschattet.

Mir fällt noch ein bzgl. der Straßenansicht: diese ist denkmal-relevant. Hier wurde uns, zumindest mündlich, die Vorgabe gemacht, dass sich die Fensterformate am Bauernhaus orientieren müssen, d.h. eher kleinformtige Sprossenfenster. Dies war auch ein Grund, weshalb wir die Fenster auf der Straßenseite initial reduzieren wollten und die Ansicht im Ansinnen einer Scheune mit Scheunentor geplant haben. Mit der Küche im Westen und den kleinformatigeren Küchenfenster könnte dies jedoch ebenfalls gut umgesetzt werden. Die Straßenseite war für uns jedoch nicht vordergründig von der Ästhetik. Die schönste Ansicht wollen wir vom Garten aus haben, da das der Ort ist, von dem wir das Haus am intensivsten sehen werden.
Papierturm schrieb:

  • Badezimmer OG: Man läuft erstmal gegen eine Wand.
  • beide Badezimmern: Es fehlen Maße, ich gehe jedoch davon aus, dass die Handtuchheizer im Bereich liegen, wo zwar selten, aber durchaus noch manchmal Wasser hin spritzen könnte. Wenn die elektrisch betrieben sind daher schon ein Thema, das man auf dem Schirm haben sollte
Zum angesprochenen Thema Badezimmer OG und der „Wand, gegen die man läuft“: Der Ansatz war hier, den Duschbereich optisch etwas abzutrennen, sodass man beim Betreten des Raumes nicht direkt in die Dusche schaut.

Danke für die Info mit dem Handtuchhalter!
ypg schrieb:

Diese Insellösung im geschlossenen Raum halte ich auch nicht für rund. Die frisst nur Fläche. Genauso gut kann man in den Garten schauen, wenn man die Arbeitsplatte vor einem Fenster hat. Den Zwergen ist das eh egal, wo sie essen, hauptsache es schmeckt, und sie haben Gesellschaft.
Das hatte kbt ja ebenfalls bereits angemerkt, aber ich frage mich, was macht mensch bei einer U-/L-Küche in einem 14qm Raum mit der vielen freien Fläche im Raum?

Ihr seht also, dass es mit den Gegebenheiten – u. a. dem schäbigen Schuppen der Schande und unserem klaren Wunsch nach Blick aus dem Haus in den Garten sowie vom Garten auf das Haus – nicht ganz einfach ist, die vorgeschlagenen Ideen eins zu eins umzusetzen. Dennoch würden wir uns freuen, wenn ihr uns Anregungen zu folgenden Punkten geben könntet:
  • Ideen, wie man den Durchgangscharakter des Wohnzimmers reduzieren könnte, ohne das Haus deutlich zu vergrößern.
  • Hinweise zur besseren Küchenplanung.
  • Vorschläge für einfache Grundrissanpassungen, die den Alltag erleichtern könnten, die wir bisher vielleicht übersehen haben.

Herzlichen Dank und bis dahin.

P.S. Anbei nochmal die Grundrisse mit hfftl. besseren Maßen.

Grundriss eines Hauses mit Wohnzimmer, Küche, Flur, Bad und Schlafzimmer.

2D-Grundriss eines Hauses mit Schlafzimmer, Bad und Flur
11ant06.01.26 14:48
Weshalb hat die Grenzlinie zwischen Wohnbau- (rosafarbenem) und Hinterland- oder gar Außen?bereich (auch beim Nachbarn) diesen Knick ?
Die rotbraunen Strichellinien im OG-Grundriss stellen offenbar die Fensterlagen des EG dar. Die ich sachsma nett "Inkongruenzen" müssen da doch auffallen, wenn man die schon einzeichnet. Auch die Wände sind teilweise stärker als die darunterliegenden. Die orangefarbenen Linien kann ich nicht assoziieren.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
ypg06.01.26 20:10
skuddel schrieb:

Vorschläge für einfache Grundrissanpassungen, die den Alltag erleichtern könnten, die wir bisher vielleicht übersehen haben.
Kann ich in diesem Fall nicht. Ich kann, auch wenn Du Begründungen zu Euren/Deinen Entscheidungen hast, diese Begründungen nicht nachvollziehen.
Einfach gesagt:
  • habe ich einen hässlichen Schuppen in greifbarer Nähe zum Neubau, dann reiss ich ihn entweder ab oder integriere ihn mit dem Neubau, sprich ich mache ihn hübsch.
  • habe ich ein zweites Gebäude im Vordergrund, dann pass ich auch hier zB Dachneigung, Stil oder Ansicht an.
  • den Vorzug von Dunkelheit im Winter vor grundsätzlich hellen Räumen kann ich auch nicht nachvollziehen. Da haben mir die Sätze auch zu viel Stammtischcharakter.
  • Genauso wie einen Hauseingang entgegengesetzt zu geplanten Stellflächen.
Beim Lesen kam mir in den Sinn: vorn Hui, hinten Pfui… und muss dann lesen, dass Du Wert auf den hinteren Teil legst. Wir liegen und leben da wohl völlig konträr ein anderes Leben, welches von differenten Dingen geprägt ist.

Zu Deinen weiteren Fragen:
skuddel schrieb:

was macht mensch bei einer U-/L-Küche in einem 14qm Raum mit der vielen freien Fläche im Raum?
skuddel schrieb:

Ideen, wie man den Durchgangscharakter des Wohnzimmers reduzieren könnte, ohne das Haus deutlich zu vergrößern.
skuddel schrieb:

Hinweise zur besseren Küchenplanung.
Unabhängig meiner Meinung oben: eine gute Raumplanung entsteht nicht, indem man statisch ein paar Wände auf dem Papier zieht und dabei bleibt. Gerade an Deinen Fragen oder Nachfragen erkennt man, dass bei Dir kein Prozess an Raumplanung stattfindet.
Dabei ist es genau das, was Du bzw ein Haus braucht: eine Entwicklung.
Ich würde spätestens nach diesem Forum einen Architekten aufsuchen und ihm mit nur einem aufgeschriebenen Raumprogramm freie Hand geben.
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