ᐅ Energieautarkie - Angebote
Erstellt am: 13.05.2016 13:10
Legurit 13.05.2016 17:25
Google mal "Sonnenhaus" für die Heizung - Haushaltsstrom könnte man dann mit Photovoltaik und Batterie abdecken (obs komplett reicht?)
Wirtschaftlich ist das aber alles nicht unbedingt...
Wirtschaftlich ist das aber alles nicht unbedingt...
T21150 15.05.2016 21:35
franz_obaz schrieb:
PS: Für Tipps & Tricks bezüglich Energieautarkie bin ich immer anzusprechen!Hi Franz,
ich habe auch aufgerüstet. Eine O/W Photovoltaik mit nominell 6,625 kWp. 11 Kollektoren a 265 W Ost, 14 West. Mit winzigem Puffer Akku, 2kWh. Das integrierte System WR/Akku kommt von SMA. Ich erreichte im April (seit 07.04. ist das System installiert, seit 17.04. auch der S0 Zähler) 78% Autarkie, im Mai bisher Stand heute 84%.
Es gibt Solar Einstrahlungsrechner im Netz. Damit kann ich ganz gut sehen, wohin die Reise geht: Wie berechnet, im Schnitt pro Jahr gegen 50% Autarkie.
Vergrößerst Du die Akku Leistung, erhöhst Du auch etwas die (Lade/Entlade)Verluste. Die Akku Leistung muss immer angepasst sein auf die Haushalts-Gewohnheiten/Verbrauch. Ein kleiner Akku macht immer Sinn, er erhöht sofort sprunghaft die Autarkie Quote. Ein zu großer Akku hingegen macht weniger Sinn.
Das Haus über Nacht bringen: Nur geringe Leistung wird verlangt, Wirkungsgrad ist auch geringer. Der Wirkungsgrad steigt bei hoher Entnahme-Leistung. Sehe ich auch an meinem System was nominell 97% schafft, aber bei den 150-400 Watt in der Nacht, arbeitet es mit ca. 85-90%.
Von April - Oktober kommt meist eh genug Energie von oben, wenn die Photovoltaik gut und adäquat dimensioniert ist. Danach: Saure Gurken. Du kannst so sagen, nach meinen Recherchen: Auch mit dem großen Akku kommst Du auf ca. 60-80 % maximal. Aber da ist die Kollektorfläche schon riesig, Ausrichtung Süd, optimale Neigung und Süddeutschland und der Akku hat 8-10kWh, sogar vielleicht mehr. Riesen Investment, für wenig mehr Autarkie. Also achtet drauf, dass Eure Anlage genau exakt dimensioniert wird, dass die Balance zwischen Photovoltaik Leistung und Akku und Verbrauch im Haushalt stimmig ist.
Eine gute Photovoltaik i. V. mit einer WWWP oder Sole-Wasser-Wärmepumpe ist natürlich optimal, bei COP von 4,5-5,5.....holt man eine Menge raus.
Windrad: Wenn man wind exponiert wohnt, wie ich: Super. Hätte ich total gerne. Hier in Wuppertal im Musterhauspark steht ein Haus mit einem schnacken 1kW Generator in Spiralform. Nach meinen Wohn Beobachtungen hier in meiner Ecke, würde der Generator an sicherlich 270 Tagen pro Jahr mindestens 15kWh am Tag erzeugen, vor allem dann, wenn die Sonne nicht scheint (Winter, Nacht). Hätte ich grad Geld übrig: Käme so ein Gerät sofort auf mein Dach, ich finde das super. Kommt aber wie gesagt drauf an: Wo man wohnt. Nicht die Region. Sondern genau da, wo das Haus steht (wir wohnen hier halt in so einer Thermik Wind Schneise, hier wäre das Turbo effektiv, so ein Windrad). Hat man so ein Rad und Platz, wäre die Überlegung/Berechnung, den Akku Puffer der Photovoltaik gleich noch mal um eine sinnvolle Größe zu erweitern. Ich bin fast sicher: Richtig gemacht: Schafft man eine Jahres Autarkie Quote von ca. 80% damit, vielleicht sogar einen Tacken mehr.
Gut 5-10% kann man selbst tun. Seit ich (17.04.) den S0 Zähler habe, bin ich noch so dem einen oder anderen Strom Vernichter hier in der Bude gewaltig auf die Pelle gerückt und habe so meinen Stromverbrauch ohne viel Mühe um ca. 2,5-3kWh/Tag weiter reduziert (weitere Standby, Koch-Gewohnheiten - der Rest hier ist eh schon alles LED und modern). Ich werde weiter feilen, für ein paar % (neuer Kühlschrank und so weiter).
Mein Fazit: Wenn ihr es nicht übertreibt, kann man mit sinnvollem Aufwand 65-70 % Autarkie schaffen. 80 % und mehr sind definitiv möglich, dafür steigt aber der Aufwand finanziell stark (exponentiell?) an.
HG
Thorsten
PS: Auszug Photovoltaik Daten 17.04.16 bis 15.05.16; der April war mies vom Wetter, AutarkieQuote Strom im Mai ist 89%.
Jahresverbrauch240,25 kWh
Netzbezug38,57 kWh
Eigenversorgung201,68 kWh
Batterieentladung63,87 kWh
Direktverbrauch137,81 kWh
Jahresertrag717,64 kWh
Eigenverbrauch211,08 kWh
Batterieladung73,27 kWh
Netzeinspeisung506,56 kWh
Autarkiequote84 %
Eigenverbrauchsquote29 %
Direktverbrauchsquote19 %
T21150 15.05.2016 21:47
PS: Mit einer Süd Anlage in der Größe wären 12-18% mehr drin hier in der Region. Noch optimaler wäre Walmdach und da dann eine O/S/W Anlage.......
f-pNo 17.05.2016 12:42
Windrad ist eine interessante Sache, da damit, wie schon schrieb, bei passender Region eine Lösung für die Nacht / die dunkle Jahreszeit vorhanden ist.
Ihr solltet hierbei aber abklären:
Ist so etwas bei Euch im Baugebiet erlaubt? Land, Kreis Gemeinde
Wie sieht es mit Nachbarn aus? Könnte es Ärger geben? Müssen da ggf. bestimmte Rechte im Grundbuch hinterlegt werden (kenn mich da nicht aus. Kann mir aber vorstellen, dass bestimmte Bauhöhen Verpflichtungen hervorrufen. Windräder sollten ja höher sein als die umliegenden Dachfirste).
ich meine vor 1/2 Jahr gelesen zu haben, dass ein Windrad zur Stromerzeugung nicht auf einem Dach erlaubt ist. Fand damals den Gedanken sehr interessant. Es muss, meines Wissens, stand alone sein. Sollte es doch auf dem Dach erlaubt sein, muss man mit Sicherheit eine verstärkte Verankerung einplanen, damit bei Sturm das Windrad nicht das halbe Haus abreißt.
Ihr solltet hierbei aber abklären:
Ist so etwas bei Euch im Baugebiet erlaubt? Land, Kreis Gemeinde
Wie sieht es mit Nachbarn aus? Könnte es Ärger geben? Müssen da ggf. bestimmte Rechte im Grundbuch hinterlegt werden (kenn mich da nicht aus. Kann mir aber vorstellen, dass bestimmte Bauhöhen Verpflichtungen hervorrufen. Windräder sollten ja höher sein als die umliegenden Dachfirste).
ich meine vor 1/2 Jahr gelesen zu haben, dass ein Windrad zur Stromerzeugung nicht auf einem Dach erlaubt ist. Fand damals den Gedanken sehr interessant. Es muss, meines Wissens, stand alone sein. Sollte es doch auf dem Dach erlaubt sein, muss man mit Sicherheit eine verstärkte Verankerung einplanen, damit bei Sturm das Windrad nicht das halbe Haus abreißt.
toxicmolotof 17.05.2016 15:10
Vielleicht muss es ja auch kein Windrad im engeren Sinne sein?
So ein Vertikalrotor mit 500W-1000W Leistung sollte doch ausreichen um nachts die 200-300W Grundlast abzudecken.
Tagsüber regelt das die Photovoltaik.
Man sollte dann nur nicht nachts den Trockner anwerfen.
So ein Vertikalrotor mit 500W-1000W Leistung sollte doch ausreichen um nachts die 200-300W Grundlast abzudecken.
Tagsüber regelt das die Photovoltaik.
Man sollte dann nur nicht nachts den Trockner anwerfen.
f-pNo 17.05.2016 15:25
Hm .
Allerdings ist - nachdem ich soeben etwas dazu gelesen habe - wohl der Wirkungsgrad deutlich geringer.
Somit wird die Schere zwischen Investment & Ertrag sehr stark auseinander gehen. Wenn man nicht gerade NUR einer grünen Seele folgt, müsst es sich schon irgendwann rechnen.
Des Weiteren stand in dem Artikel, dass ein weiterer Nachteil "Hohe Schwingungen und Belastungen (fluktuierende Flügel, Mastresonanzen)" sind.
Somit würde es auch hier zu einer potentiellen Belastung von Gebäude und Dach kommen.
Schade - der Gedanke Autarkie ist auch für mich immer wieder interessant.
Allerdings ist - nachdem ich soeben etwas dazu gelesen habe - wohl der Wirkungsgrad deutlich geringer.
Somit wird die Schere zwischen Investment & Ertrag sehr stark auseinander gehen. Wenn man nicht gerade NUR einer grünen Seele folgt, müsst es sich schon irgendwann rechnen.
Des Weiteren stand in dem Artikel, dass ein weiterer Nachteil "Hohe Schwingungen und Belastungen (fluktuierende Flügel, Mastresonanzen)" sind.
Somit würde es auch hier zu einer potentiellen Belastung von Gebäude und Dach kommen.
Schade - der Gedanke Autarkie ist auch für mich immer wieder interessant.
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