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ᐅ Elektroleitungen nicht alle in Leerrohre verlegt! Was tun?


Erstellt am: 10.05.20 18:53

Matze71910.05.20 21:58
Wenn eine Verlegung im Leerrohr Vertragsbestandteil ist muss das Leerrohr meiner Meinung nach auch bis in die Dose verlegt werden, ansonsten bringt das Leerrohr ja nichts, da nachträglich keine Kabel ausgetauscht werden können, was ja der Sinn eines Leerrohres ist. Im geschilderten Fall schützt es lediglich das Kabel während der Verlegung im Estrich ...
Ob Leerrohre sinnvoll sind oder nicht muss jeder selbst entscheiden, wenn sie aber zugesichert sind, dann sollten sie auch richtig verlegt werden.
MfG
Matze
Joedreck11.05.20 05:54
Matze719 schrieb:

Wenn eine Verlegung im Leerrohr Vertragsbestandteil ist muss das Leerrohr meiner Meinung nach auch bis in die Dose verlegt werden, ansonsten bringt das Leerrohr ja nichts, da nachträglich keine Kabel ausgetauscht werden können, was ja der Sinn eines Leerrohres ist. Im geschilderten Fall schützt es lediglich das Kabel während der Verlegung im Estrich ...
Ob Leerrohre sinnvoll sind oder nicht muss jeder selbst entscheiden, wenn sie aber zugesichert sind, dann sollten sie auch richtig verlegt werden.
MfG
Matze
Stimmt. Ich würde aufgrund der Geringfügigkeit allerdings nicht mit gewetzten Messern zum BU gehen. Das Verhältnis durch sowas zu zerstören wäre schon etwas hart denke ich.
knalltüte11.05.20 12:54
aus dem praktischen Alltag: Ein CAT7 Netzwerkkabel ohne Schutzrohr / Leerrohr möchte
ich persönlich nur sehr ungerne in der Dose anschliessen. Man benötig zumindest einen
kleinen Spielraum und sei es nur 1-2cm die das Leerrohr extra (zu der hoffentlich
tiefen Unterputzdose) hergibt.

Für den Elektriker kein Spass und wie bereits erwähnt weder Normgerecht noch bestellt.
knalltüte11.05.20 13:46
nordanney schrieb:

So wird es in 98% aller Massivbauhäusern aussehen. Putz drüber und gut ist. Mach Dir keine Sorgen.

dazu fällt mir der Spruch ein: "Das machen wir schon immer so"

Macht es das besser?
Vicky Pedia11.05.20 14:22
Es ist ja mal ein unumstößlicher Fakt, dass die Installation anders als bestellt ausgeführt wurde. Insofern hat der TE einen Anpruch auf Erstattung der eingesparten Rohre. Zudem hat er Anspruch auf eine Wertminderung. Insofern hat vollumfänglich Recht, es wurde eben nicht nach DIN 18015 gebaut. Diese erfordert in der Tat eine Installation in einem Leerrohr. Dies aber nicht um Abel zu schützen, wie hier oft diskutiert (einen Schaden an einem eingeputzen Kabel ist auch bei noch so agilen Kindern nicht zu erwarten). sondern um die Anlage erweitern oder ändern zu können, wenn sich Technologien der Datentechnik ändern. Insofern ist abzuwägen, ob man es ändern lässt (das Recht hättet ihr) oder man sich den erheblichen Mangel auszahlen lässt.
nordanney11.05.20 15:25
superzapp schrieb:

dazu fällt mir der Spruch ein: "Das machen wir schon immer so"

Macht es das besser?
In Bezug auf die bestellte Leistung? Nein.
In Bezug auf eine funktionsfähige Elektroinstallation? Jep, funktioniert schon immer problemlos. Die Probleme fangen frühestens dann an, wenn das Haus sowieso kernsaniert werden muss. Der normalsterbliche Häuslebauer erlebt das nicht.
Im Hinblick auf Datenkabel? CAT7 reicht doch mindestens bis 10 GBit/s. Auch hier ist selbst für die nächsten 30 Jahre Sicherheit gegeben. Es verbaut ja noch nicht einmal jemand Cat7 Dosen.

Deshalb wäre ich entspannt was die Leistungsfähigkeit der Installation für meine Lebenszyklus angeht. Allerdings möchte ich geliefert bekommen, was ich bestelle und bezahle.
cat7din 18015leerrohrkabelinstallationverlegungdose