ᐅ Einheimischenmodell - ist das noch rechtens?
Erstellt am: 12.06.2018 11:55
HilfeHilfe 15.06.2018 12:27
Nordlys schrieb:
:
so einfach ist es nicht. es ziehen eben "asoziale" ego-hedonistische Neubürger ohne Verwurzelung im Lokalen zu und vertreiben sozial Verwurzelte. Das macht das Vereinswesen kaputt, die Feuerwehr funktioniert nicht mehr usw.
Daher: Die Fremden sollen in die ETWs am Strand, die Hiesigen ins Baugebiet. So sehe ich das. Die da, wir hier. Karstennein nein ich verstehe dich da schon und das Problem.
bei meinem Beispiel zu bleiben. Neue überbezahlte Kollegen kommen, firmenkultur leidet, Abgänge.
jeder macht was er will
Spunk 15.06.2018 12:59
Nur mal zur Klarstellung... ich befürworte das Einheimischen-Modell. Solange es fair ist und man Möglichkeiten hat Punkte zu sammeln, z.B. mit Hauptwohnsitz , Kindern, Einkommen. Ich habe in #13 geschrieben, wie das in unserer Gemeinde gelaufen ist. Ich bin dort auch kein "Eingeborener" und habe eine Grundstück zugeteilt bekommen. Einige "Eingeborene" mit Grundbesitz sind da sicher leer ausgegangen.
mMn, sollte man also unterscheiden werden: Wohne ich dort und kann mir aufgrund der hohen (Grundstücks-) Preise keine Wohneigentum schaffen oder habe ich dort Wohneigentum (ein Baugrundstück). Wobei ein Grundstück der Eltern natürlich keine Rolle spielt. Der Zugezogene (welcher schon länger am Ort wohnt) könnte auch irgendwo ein hochpreisiges Wohneigentum irgendwann mal erben.
Von daher lieber eine faire Zuteilung als eine Versteigerung. Selbst als Zugezogener ist mir eine funktionierende Gemeinschaft/Gemeinde lieber als nur Juppie-Drittwohnsitze.
mMn, sollte man also unterscheiden werden: Wohne ich dort und kann mir aufgrund der hohen (Grundstücks-) Preise keine Wohneigentum schaffen oder habe ich dort Wohneigentum (ein Baugrundstück). Wobei ein Grundstück der Eltern natürlich keine Rolle spielt. Der Zugezogene (welcher schon länger am Ort wohnt) könnte auch irgendwo ein hochpreisiges Wohneigentum irgendwann mal erben.
Von daher lieber eine faire Zuteilung als eine Versteigerung. Selbst als Zugezogener ist mir eine funktionierende Gemeinschaft/Gemeinde lieber als nur Juppie-Drittwohnsitze.
kaho674 15.06.2018 13:06
Ich befürworte das Einheimischenmodell auch und finde, es braucht überhaupt nicht fair zu sein. Im Gegenteil, ich finde es absolut lächerlich, wenn der Käufer die Bedingungen festlegen will.
Nordlys 15.06.2018 16:32
Fair im Sinn von transparent aber schon, sonst ist Bestechung Tür und Tor geöffnet. Nochmal, ich hätte nichts gegen echte Zuzüge, gerne am Liebsten von Familien, das ist demografisch sinnvoll und es kommt der Infrastruktur des Ortes zugute. Auch welche mit Sechzig, die hier fest Leben könnten ein Gewinn für den Ort sein. Zweitwohnsitze jedoch gehören nicht in ein Neubaugebiet. Ferienwohnungen auch nicht.
Und wenn der Preis subventioniert ist und unter Marktniveau liegt, so sollte die Kommune das Recht nutzen, Vetgabekriterien zu formulieren. Das hat sie hier bei uns nicht getan. Sie hat der Bauland SH, einer Volksbanktochter, das Land gegeben und nen B Plan gemacht und nen Preis fest gesetzt, zudem es zu verkaufen ist, und dann hat die Bauland eben verkauft, an jeden, der wollte. So gibt es hier jetzt Wochenendhäuser, Festwohner, Zuzüge, Umzügler, Vermietobjekte, unbebautes Land, dass zu Spekulationszwecken gehalten wird, um es nach einigen Jahren steuerfrei zu Geld zu machen. Karsten
Und wenn der Preis subventioniert ist und unter Marktniveau liegt, so sollte die Kommune das Recht nutzen, Vetgabekriterien zu formulieren. Das hat sie hier bei uns nicht getan. Sie hat der Bauland SH, einer Volksbanktochter, das Land gegeben und nen B Plan gemacht und nen Preis fest gesetzt, zudem es zu verkaufen ist, und dann hat die Bauland eben verkauft, an jeden, der wollte. So gibt es hier jetzt Wochenendhäuser, Festwohner, Zuzüge, Umzügler, Vermietobjekte, unbebautes Land, dass zu Spekulationszwecken gehalten wird, um es nach einigen Jahren steuerfrei zu Geld zu machen. Karsten
Spunk 15.06.2018 19:30
kaho674 schrieb:
ich finde es absolut lächerlich, wenn der Käufer die Bedingungen festlegen will.Fair oder transparent, wie auch immer. Und der Käufer wird nie die Bedingungen festlegen. Jedoch hoffe ich, dass die Gemeinde aus reinem Eigennutz von selbst zu einem solchen Resultat kommt. Camille1984 12.05.2019 15:27
Da ich nun auch in dieser "dämlichen" Lage bin, möchte ich meine Meinung als Zugereister ins Ländle mal dem oben geschriebenen entgegenstellen.
Ich bin vor drei Jahren beruflich an den Rand der Alb gekommen. Damals suchte ich verzweifelt eine Wohnung. Der Markt war leer gefegt und ich fand eine schöne Wohnung in einer Kleinstadt etwa 15km entfernt von meiner Arbeitsstätte.
Etwas später begann ich mich nach Grundstücken umzuschauen und musste bei den Preisen schon schlucken.
Also fing ich an nach kleineren und ländlichen Gemeinden zu schauen, in denen ich mir ein Grundstück und auch noch ein Haus darauf leisten kann. Leider wohne ich aber nicht in diesen Gemeinden und bin nicht einheimisch. Mein Arbeitgeber dagegen ist heilfroh, dass ich hierher gekommen bin!
Und genau das ärgert mich. Als Zugezogener kommt man häufig wegen einer Arbeitsstelle. Eine Wohnung bzw. den Wohnort kann man sich nicht immer aussuchen. Dazu gibt es auf dem Land sehr wenige Mietobjekte. Ich möchte auch nicht umziehen müssen, um als Einheimischer zu gelten. Meine jetzige Wohnung ist schön und Umziehen ist teuer!
Fazit: An meiner Arbeitsstelle kann ich mir kein Grundstück leisten und auf dem Land darf ich mich nicht bewerben. Ich möchte mich sehr gerne in einer Gemeinde integrieren, am Vereinsleben teilnehmen und dort meinen Erstwohnsitz haben. Nachwuchs bringe ich auch mit. Das Einheimischenmodell schließt mich hier bewusst aus und das finde ich sehr schade. Da wäre eine Liste ggf. noch mit Kriterien doch besser.
Ich bin vor drei Jahren beruflich an den Rand der Alb gekommen. Damals suchte ich verzweifelt eine Wohnung. Der Markt war leer gefegt und ich fand eine schöne Wohnung in einer Kleinstadt etwa 15km entfernt von meiner Arbeitsstätte.
Etwas später begann ich mich nach Grundstücken umzuschauen und musste bei den Preisen schon schlucken.
Also fing ich an nach kleineren und ländlichen Gemeinden zu schauen, in denen ich mir ein Grundstück und auch noch ein Haus darauf leisten kann. Leider wohne ich aber nicht in diesen Gemeinden und bin nicht einheimisch. Mein Arbeitgeber dagegen ist heilfroh, dass ich hierher gekommen bin!
Und genau das ärgert mich. Als Zugezogener kommt man häufig wegen einer Arbeitsstelle. Eine Wohnung bzw. den Wohnort kann man sich nicht immer aussuchen. Dazu gibt es auf dem Land sehr wenige Mietobjekte. Ich möchte auch nicht umziehen müssen, um als Einheimischer zu gelten. Meine jetzige Wohnung ist schön und Umziehen ist teuer!
Fazit: An meiner Arbeitsstelle kann ich mir kein Grundstück leisten und auf dem Land darf ich mich nicht bewerben. Ich möchte mich sehr gerne in einer Gemeinde integrieren, am Vereinsleben teilnehmen und dort meinen Erstwohnsitz haben. Nachwuchs bringe ich auch mit. Das Einheimischenmodell schließt mich hier bewusst aus und das finde ich sehr schade. Da wäre eine Liste ggf. noch mit Kriterien doch besser.
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