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ᐅ Dämmung auf OG-Betondecke / Dach in Eigenleistung - Dampfbremse?


Erstellt am: 14.08.2014 11:24

stefanh 18.08.2014 15:03
Bauexperte schrieb:
Hallo,


Seit wann?


WU steht für WasserUndurchlässig; diese Eigenschaft besitzt im Allgemeinen jeder Beton von Haus aus

Grüße, Bauexperte

Seit wann genau weiß ich nicht aber zu einem gewissen Teil ist Beton doch diffusionsoffen, oder wie trocknet der?
WU-Beton ist eine Art von Beton - es gibt doch so viele verschiedene Zusammensetzungen...

Generell sollte doch zumindest eine Dampfbremse verlegt werden zwischen kalten (Dach) und warmer OG-Decke.

Saruss 18.08.2014 23:45
Soweit ich weiß, ist bei Beton nicht dampftdiffusion, sondern Transport durch Kapillarwirkung entscheidend. Übrigens ist auch WU Beton davon nicht gefeit. Der schützt dann zwar, weil bei Richtiger Ausführung die Risse klein sind, vor drückendem Wasser, aber Feuchtigkeit wird nichtsdestotrotz hindurch transportiert. Je nach Dicke nicht so viel, aber wenn der oben nicht abtrocknen kann, sondern sich in der Dämmung sammelt, ist das schlecht. Also Dampfsperre! Wer es nicht glaubt, denke daran, dass zB auch Estrich trocknet, auch wenn es "oben" schon einen fertigen Eindruck macht.

Bauexperte 19.08.2014 11:03
Hallo,
Saruss schrieb:

Soweit ich weiß, ist bei Beton nicht dampftdiffusion, sondern Transport durch Kapillarwirkung entscheidend. Übrigens ist auch WU Beton davon nicht gefeit.
Das ist richtig ... ich stelle wieder einmal fest, daß ich mich nicht immer kurz fassen sollte

WU-Beton:

*Als wasserundurchlässige (WU-) Konstruktionen bezeichnet man Bauwerke aus Beton, die ohne zusätzliche äußere hautförmige Abdichtung erstellt werden und allein aufgrund des Baustoffs und besonderer konstruktiver Maßnahmen wie Fugenabdichtung und Rissbreitenbegrenzung einen Wasserdurchtritt in flüssiger Form verhindern.


Feuchtetransport

Feuchtetransport und Diffusion innerhalb eines ungestörten Bauteilquerschnitts aus wasserundurchlässigem Beton kann nach neueren Untersuchungen wie folgend zusammengefasst werden. Die kapillare Wasseraufnahme auf der wasserzugewandten Seite erfolgt unabhängig vom hydrostatischen Wasserdruck maximal bis in eine Tiefe von etwa 7 cm. Auf der luftzugewandten Seite trocknet das Bauteil langsam aus. Dieser Diffusionsbereich beschreibt die Zone, in der das Überschusswasser des Betons an die Innenluft abgegeben wird (Entweichen der Baufeuchte). Die Austrocknungstiefe im Diffusionsbereich liegt maximal bei etwa 8 cm, weil der Diffusionswiderstand mit der Tiefe im Beton zunimmt. Zudem wirkt die bei raumseitiger Nutzung durch Personen abgegebene Feuchtemenge der Austrocknung durch Diffusion entgegen. Solange sich Kapillarbereich und Diffusionsbereich nicht überschneiden (z.B. Bauteildicken > 20 cm), findet im Kernbereich offensichtlich kein Feuchtetransport statt. Das bedeutet, dass sich die raumseitige Feuchteabgabe bei ausreichender Dicke nahezu unabhängig von den Randbedingungen und der Feuchtesituation auf der Außenseite verhält. Bei Bauwerken mit hochwertiger Nutzung verlangsamt sich die Diffusion im Austrocknungsbereich im Laufe der Zeit und erreicht einen Gleichgewichtszustand, da das Temperaturgefälle von innen (ca. 20 °C) nach außen (ca. 8 °C) der Wasserdampfabgabe nach innen entgegenwirkt.


*Quelle: Regelungen und Empfehlungen für WU-Beton
Saruss schrieb:

Der schützt dann zwar, weil bei Richtiger Ausführung die Risse klein sind, vor drückendem Wasser, aber Feuchtigkeit wird nichtsdestotrotz hindurch transportiert.
Der Begriff drückendes Wasser ist in diesem Fall allerdings nicht richtig verwendet, da als Schutz vor dieser Form des Lastfalls eine besondere Abklebung nach DIN "18-haumichtot" angebracht werden muß.

Mit wird allerdings langsam klar, weshalb bei WU-Beton neuerdings ständig von "weißer Wanne" gesprochen wird, wenn selbst die Regelwerke diesen Begriff an allen Ecken und Enden - aus meiner subjektiven Sicht - fälschlicherweise verwenden. Ich habe das vor langer Zeit einmal ganz anders gelernt ...


**Zum Thema "oberste Geschossdecke dämmen":

Grundsätzlich muss man zwei Ausführungen zur Dämmung der obersten Geschossdecke unterscheiden. Zum einen kann man eine offene (nicht begehbare) Dachbodendämmung umsetzen wenn der Dachboden von den Räumlichkeiten her nicht als Lagerraum genutzt werden kann, oder aber man entscheidet sich für eine begehbare Dachbodendämmung um auch in Zukunft Stauraum oder Platz für den Wäscheständer zu haben.

Ablauf und Aufbau bei einer Betondecke:

1. Als Dampfbremse sollte Ganzflächig auf dem vorhandenen Betonboden eine Dampfbremsfolie aufgebracht und sorgfältig rundherum befestigt und verklebt werden. An Fußpfetten und Wandanschlüssen auf jeden Fall 10cm Überstand lassen und mit Spezialdichtkleber verkleben. Unbedingt auf Spannungsfreiheit der Folie achten, um Risse und Defekte zu vermeiden. Vorhandene Speicherdecke vor Aufbringen der Folie sehr sorgfältig reinigen (Kehren, Staubsaugen und am besten auch Nass wischen).

2. Nun kann schon die Dämmung verlegt werden. Zum Einsatz können hier Glaswollematten, Steinwolle oder auch natürliche Dämmstoffe wie Holzfaserdämmplatten kommen. Man sollte mit dem Verlegen immer in der hinteren, äußersten Ecke beginnen und sich dann nach vorne zur Treppe / Aufstieg vorarbeiten. Achten Sie beim Dämmen der obersten Geschossdecke darauf, dass die Dämmung ausreichend dick ist. Idealerweise sollten 240mm+ WLG035 Dämmung aufgebracht werden. Um Kältebrücken zwischen den Dämmmatten zu verhindern, macht es Sinn die Matten doppellagig (also z.B. 2x 120mm) mit Versatz zu verlegen.


Dachbodendämmung begehbar ausgeführt (Betondecke)

Soll die Dachbodenisolierung begehbar ausgeführt werden, so ändert sich bei der Dämmung einer Betondecke zur nicht begehbaren Dachdämmung nur wenig. Es muss ein Trittfestes Dämmmaterial anstatt der Dämmmatten verwendet werden. Es bieten sich hier Trittfeste XPS oder PUR Platten mit umlaufender Stufenfalz an. Diese Dämmplatten haben meist noch bessere Dämmwerte (WLG 032 oder sogar 028) und können daher entsprechend etwas dünner dimensioniert sein (etwa 160-180mm) als die Dämmmatten aus obiger Anleitung.

Um Unebenheiten der Dachboden Decke auszugleichen kann man unter die eigentliche Dämmschicht noch eine dünne (10-20mm) Trittschalldämmmatte legen, damit Schwierigkeiten beim Verlegen der starren XPS / PUR Platten zu vermeiden. Um Kältebrücken an den Anschlussbereichen an den Pfetten zu vermindern, kann auch hier wieder zweilagig gearbeitet werden.

Als Bodenbelag für die begehbare Dachbodendämmung werden schwimmend OSB Platten oder auch Spanplatten direkt auf der Dämmung verlegt. Dabei werden die Platten in der Nut verleimt. Fertig ist ein belastbarer Fußboden, der von jetzt an auch die Wärme im Haus hält.

Alternativ können auch die Randbereiche des Bodens, der aufgrund der Dachschräge nicht begehbar ist, als einfache, nicht begehbare Isolierung mit Glaswolldämmmatten ausgeführt werden, so wie weiter oben schon beschrieben. Das hilft etwas Geld zu sparen und erleichtert den Anschluss an die Dachpfetten zur Vermeidung von Kältebrücken.


**Quelle: aus den Tiefen meiner Infos zum Thema Hausbau

Grüße, Bauexperte

stefanh 19.08.2014 12:46
Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung

Harald1982 21.08.2014 08:32
Wenn wir schon Anleitungen aus dem Internet kopieren, hab ich hier noch mal folgendes gefunden

"Achten Sie dabei auf einen ausreichenden Diffusionswiderstand der Deckenkonstruktion, um Tauwasser- und damit Schimmelbildung zu vermeiden. Gerade bei Holzbalkendecken ist deshalb oft der Einbau einer Dampfbremsfolie notwendig, wahrend massive Betondecken meist ohne zusätzliche Dampfbremsende Schicht auskommen"

Verlegung des Gehbelags* aus Holzspanplatten V100...
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