Dach dämmen: Flocken, Platten oder Wolle

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Zuletzt aktualisiert 07.02.2023
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K

Komposthaufen

Wir bauen mit Architekten und Einzelvergabe. Bisher läuft es sehr gut. Da ist auch der "zerstreute Professor" verkraftbar :)

War tatsächlich ein Schreibfehler. Sparren werden 24 cm dick. Zwischensparrendämmung also auch 24 cm. Vom Dachaufbau her müssten bei uns die o.g. Zwischensparrendämmarten alle drei möglich sein.

Bei meinen Recherchen im Internet habe ich leider keinen guten Überblick über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Dämmarten und Produkte finden können. Falls jmd. einen Link für mich hat, gern per PM.

Was ich bisher meine herausgefunden zu haben:
  • Das günstigste Preis-Leistungsverhältnis in Bezug auf Wärmeschutz hat Steinwolle.
  • Einen nur etwas schlechteren Wärmeschutz aber einen deutlich besseren sommerlichen Wärmeschutz haben Zelluloseflocken, die nur unwesentlich teurer ist. Ich habe aber keine Aussagen zur Formstabilität und der Gefahr eines Zusammenstauchens über die Jahre finden können. Das wäre meine größte Sorge bei einem Satteldach.
  • Das edelste scheinen Holzfaserplatten zu sein, die neben einem akzeptablen Wärmeschutz auch einen guten sommerlichen Wärmeschutz und gute Schalldämmwerte haben. Unter den drei zur Auswahl stehenden Dämmarten sind die Platten allerdings auch am teuersten.
(Die Werte unterscheiden sich im Einzelfall natürlich von Produkt zu Produkt innerhalb der gleichen Dämmart, klar. Hier geht's mir um grobe und grundsätzliche Näherungswerte)

Korrekt soweit?

Vielen Dank für den Rat.
 
O

oleda222

Wir haben Holzfaserdämmung eingeblasen. Es gibt lt. unserem Zimmermann Vorschriften mit wie viel Druck/Dichte die Kammern befüllt werden. Nachrutschen soll bei entsprechend sauberer Verarbeitung dadurch ausgeschlossen sein. Als wir uns das Einblasen in der Praxis angeguckt haben, hatten wir den Eindruck das das zutrifft. Wir sind aber natürlich auch nur Laien...

Dies soll bei Steinwolle angeblich schwieriger sein, da eine perfekte Verarbeitung schwieriger bzw aufwendig ist.
 
R

Rübe1

Teuer ist nicht gleich edel...:D

Die Karten werden dann völlig neu gemischt, wenn durch die Gefache Kabel , Leitungen (vorzugsweise hier schon Kontrollierte-Wohnraumlüftung) laufen. Dann wirds beim "edelsten" Zeug recht eklig. Und auch Steinwolle ist da nicht besser.

Was die Mär der Sackungen anbelangt: ich kann Dir Bilder von bauteilöffnungen zeigen, wo gefache mit Mineralwolle gedämmt wurden, die auch abgesackt sind. :mad:

zum einblasen: das ganze wird unter Druck eingeblasen damit das gleichmäßig verdichtet wird. Das setzt aber bei der Planung voraus, daß baulich die Voraussetzungen geschaffen werden und die Gefache nicht zu groß werden. Ich kann beispielsweise keine 7m lange Schräge in einem Stück vollballern. Es kommt also auf die Planung und den Ausführenden an. Wobei, wenn der Trocki per Hand wie ne Wildsau arbeitet, dann kannste das auch vergessen.
Fazit: Steinwolle hat die bessere WLG das stimmt. Wobei man der fairness halber dann 40 zu 40 betrachten muß. Und dann kann Steinwolle niemals günstiger sein als Zellulose.
 
S

Sebastian79

Wir haben beides gemacht - Steinwolle als 200er bis 240er Zwischensparrendämmung und dann nochmal 60er Holzweichfaserplatten drauf.
 
N

nightdancer

Holzfaser in diesem Zusammenhang ist gut für das ökologische Gewissen und den Geldbeutel der Handwerker. Ich würde die Zellulose wählen, aber ob bei der geringen Stärke, der Hitzeschutz merklich unterschiedlich ist (ausser in deinem Kopf), dass kann niemand so wirklich nachweisen.

Kannst ja mal nach einem Video bei YouTube von Isover suchen, dort wird auf das Thema eingegangen.
 
S

Sebastian79

Und Isover will dafür ne Erklärung haben :D?

Die Platten haben einen errechneten sommerlichen Wärmeschutz und zudem spart man sich eine anfällige USB, hat dazu ein regensicheres Notdach und eine funktionierende Dampfdiffusion. Teurer ja, vereint aber viele Vorteile miteinander - wir konnten uns zudem eine Zwischenlattendämmung sparen, weil wir nur 20er Sparren haben.
 
Zuletzt aktualisiert 07.02.2023
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