Bodengutachten für Hausbau

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Zuletzt aktualisiert 13.06.2024
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M

Micha&Dany

Hallo!

Ich kann auch keinen Bauherren verstehen, der ein Grundstück ohne Bodengutachten kauft. Auch mir waren die Bodenverhältnisse schon vor Kauf "bekannt", aber ich hätte nie irgendwas ohne Bodengutachten unterschrieben. Okay, bei mir war das vielleicht "rausgeschmissenes" Geld, da das Gutachten genau das bestätigt hat, was mir vorher mündlich gesagt worden war.
Aber mal ganz ehrlich: Solche Posten wir "Bodengutachten" und "externer Sachverständiger" machen ~ 1% der Gesamtinvestition aus - aber sie minimieren das Risiko um weit mehr Prozent (wenn auch keine 100% Sicherheit möglich ist).
Ein Hauskauf bedeutet immer eine (mehr oder weniger große) 6-Stellige Summe. Was macht da eine kleine 4-Stellige Summe für die Gutachter aus?

Daher mein Rat an alle: Ja, unbedingt ein Bodengutachten machen lassen.

Grüße
Micha
 
Musketier

Musketier

@ Micha

unter normalen Umständen würde ich dir Recht geben, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Auch wir konnten leider vor Unterschrift unter den Notarvertrag noch kein Bodengutachten machen.
Unser Baugebiet wird momentan erst hergestellt. Vorher stand dort eine Fabrik. Nach Abriss und Bodenaustausch wird das Gebiet jetzt nach und nach wieder aufgeschüttet und die Infrastruktur (Leitungen/Straßen) gebaut.
Leider konnten wir bis zum Notartermin noch kein Bodengutachten erstellen, da noch nicht wieder alle Decken aufgebracht sind,noch keine Vermessung stattgefunden hat und noch ein großer Haufen Muttererde für das Baugebiet auf unserem zukünftigen Grundstücksteil liegt.
Uns wärs auch anders lieber gewesen, aber dann hätten wir das Grundstück nicht bekommen.
 
M

Micha&Dany

Hallo Musketier

Dann bist Du die berühmte Ausnahme, die die Regel bestätigt
Aber mal ehrlich: Wie oft kommt so ein Fall vor??
Könnt Ihr denn wenigstens immer mal wieder nachschauen, was die da so reinschütten?

Bei uns wurde auch eine Altbebauung (incl. Keller) abgerissen und der Boden wieder aufgeschüttet - daher wussten wir auch, was es für Boden ist. Aber sicher ist sicher.
Ein paar Wochen nach dem Bodengutachten - aber noch vor dem Notartermin - haben wir zufällig noch Fundamente von einer Uraltbebauung (Abgerissen 1925) in unserem Garten gefunden. Auch mit Gutachten hat man also keine 100% Sicherheit - aber das war ja nur im Garten.
Und die Stadt ist um die Entsorgungskosten noch mal im Kaufpreis runter gegangen - was uns wiederum ein paar Euro an Grunderwerbsteuer gespart hat...

Grüße
Micha
 
Musketier

Musketier

Ja ich schaue regelmäßig vorbei. Wir hatten das Grundstück schon im März 2012 reserviert, da standen noch Kellerteile der Fabrik.
Danach wurde gebuddelt (Teilweise bis 6m Tief) und dann nach und nach wieder aufgeschüttet.
Trotz Walzen und Bagger denke ich, dass bei der Verdichtung von uns noch Kosten eingeplant werden müssen. Das hat im Herbst noch ganz schön nachgegeben, wenn man drüber gelaufen ist.
Da das Umweltamt auch ein Auge darauf hat und vor unserer Kaufpreiszahlung da noch die Freigabe von den Umweltbehörden erfolgen muß, habe ich zumindest in der Richtung wenig Bedenken, da wir eine Kopie dieses Bodengutachtens auch erhalten sollen.
 
Y

ypg

Ein Bodengutachten sichert später die Gewährleistung, wenn Mängel auftreten. Ohne Baugutachten, was Bauherrensache ist, kann der Bauunternehmer sich von Fehlern freisprechen.
(wurde mir gerade auch erst erklärt)
Wir machen es deshalb!
 
Zuletzt aktualisiert 13.06.2024
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