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ᐅ Angebote Aktionshäuser verschiedener Anbieter - Realistisch oder Kostenfalle?


Erstellt am: 20.01.26 19:27

B
BrauSch
20.01.26 19:27
Hallo zusammen,

ich habe letztens zwei Angebote für Fertigbau Aktionshäuser gesehen. Diese scheinen mir wirklich unglaublich günstig. 
Da hier viel Erfahrung vorhanden ist, möchte ich doch da mal um euer Wissen bitten.

Ich weiß man muss auf die Bauleistungsbeschreibung achten. Da dass aber nur ausliegende Angebote sind, gibt es diese noch nicht für mich.

Folgende Angebote habe ich gesehen:

Anbieter A mit Absprache Berater:

145 m2 Wohnfläche
Satteldach
schlüsselfertig
KFW40

Gesamtkosten 358.000€

Davon Hauskosten : 283.000 €
 - Haus
 - Kniestockerhöhung auf etwa 170cm
 - Bodenplatte
 - Dämmung und Bepflanzung Innen
 - Sanitär + Fußbodenheizung
 - Fließen mit a 34€ den m2
 - Türen mit a 320 €
 - Bodenbeläge mit a 25€
 - Malerarbeiten
 - Kaminvorbereitung (Also Schacht)
 - Fensterupgrade wegen KFW40
 - Elektroinstallation + Material
 - Estrichmontage + Material

Weitere Kosten 75.000€
 - Erdarbeiten mit ca. 16.000€ Schätzung
 - Hausanschluss Wasser/Strom etc
 - Betonzisterne 6 kubik
 - Außenanlage 15.000€
 - Photovoltaikanlage + Speicher 10kW
 - Bauantrag + Energiefachberater 


Anbieter B nur in einer Fertighaus Welt als Angebotsaushang gesehen:

140m2
Satteldach
Schlüsselfertig
KFW55

Gesamtkosten 305.000 €

 - Kniestockerhöhung auf ca 170cm
 - Bodenplatte (KFW55) inklusive

Mehr ist bei Anbieter B nicht angegeben.

Da bei beiden der Preis pro m2 weit entfernt von den 3000€ sind, bin ich sehr skeptisch.
Was ist alles plausibel/unplausibel? Auf was muss man sich einstellen?

Es geht nur rein um so ein Aktionshaus. Ich habe keine hohen Ansprüche und möchte auch nicht viel Ändern. 
Will ich andere Türen / Fenster / Bodenbeläge, zahl ich. Das habe ich verstanden.

Zur Info wegen den Erdarbeiten: Das Grundstück hätte kaum bis gar keinen Hang.

Ich bin weit entfernt davon irgendeinen Kauf abzuschließen. Ich möchte mich nur informieren.

Vielleicht gibt es ja hier auch Eigentümer die sich selbst für Aktionshäuser entschieden haben.

Vielen Dank schon mal!
P
Papierturm
20.01.26 20:10
Erdarbeiten 16 000€... ich würde lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Also: Man kann kostenoptimiert bauen. Man kann Baukosten schlüsselfertig auf unter 2800€/m² drücken. Wenn man größere Kompromisse eingeht, sind sogar schlüsselfertig <2500€/m² möglich.

Aber:

  1. Der Teufel lauert im Detail, bzw. in der Bauleistungsbeschreibung. Da kommen dann evtl. Kosten zu, die bei anderen nicht dabei sind (z.B. Baustellengerüst, Kran und ähnliche Scherze).
  2. Ironischerweise ist manchmal bei solchen Angeboten die Gründung (also: Bodenplatte) nicht inklusive.
  3. Der Ausstattungsstandard ist dann eben sehr einfach. Und je günstiger es wird, desto größer werden die Kompromisse.
  4. Schlüsselfertig ist kein geschützter bzw. fest definierter Begriff. Zwischen "tatsächlich alles fertig" und "viel Spaß beim Tapezieren, Böden verlegen und diverse andere Arbeiten ausführen" ist da alles möglich.


Die Aktionshäuser wiederum sind oft optimiert. Das ist per se erstmal nicht schlecht. Im Gegenteil, manche freien Planungen täten gut daran, sich inspirieren zu lassen. Auch sparen Aktionshäuser bestimmte Arbeitsschritte (z.B. Statikberechnungen, Gebäudeenergiegesetz-Berechnungen; Dinge, die dann aus der Schublade gezogen werden können).

Oh: Und wichtig Erdarbeiten realistisch zu kalkulieren. Baunebenkosten besser 15% ansetzen, alles andere ist heutzutage selbst bei einfachen Grundstücken oft zu wenig.
1
11ant
20.01.26 23:22
BrauSch schrieb:
Zur Info wegen den Erdarbeiten: Das Grundstück hätte kaum bis gar keinen Hang.

Der Unterschied zwischen "kein Hang" und "nach Laieneinschätzung kein Hang" bewegt sich in Geld ausgedrückt meist im fünfstelligen Bereich.
Papierturm schrieb:
Erdarbeiten 16 000€... ich würde lachen, wenn es nicht so traurig wäre. [...] Die Aktionshäuser wiederum sind oft optimiert. Das ist per se erstmal nicht schlecht. Im Gegenteil, manche freien Planungen täten gut daran, sich inspirieren zu lassen. Auch sparen Aktionshäuser bestimmte Arbeitsschritte (z.B. Statikberechnungen, Gebäudeenergiegesetz-Berechnungen; Dinge, die dann aus der Schublade gezogen werden können).

Und schon wieder: ersatzweise auf diesem Wege ein Like.

Ein Haus taugt - auch wenn man es vorfabrizieren kann - grundsätzlich nicht zum "einfach kaufen", ein Kran und ein Tieflader sind nicht einfach ein großes schweres Pizzataxi. Lasse Dich beraten, von einem freien bauweisenneutralen Bauherrenberater wie mir (oder ganz banal einem Architekten) oder "fertig"hausspezifisch bspw. vom "Fertighausexperten" (Tobias Beuler), vom "Fertighaus-Guido" (Freyermuth), von "Frau Fertighaus" oder wenn Du fließend bairisch verstehst vom Kollegen Andreas Zink.

Der Begriff des "Aktionshauses" meint eine spezielle Form des Katalogentwurfes, nämlich sind hier speziell kennzeichnend, daß der genannte Preis für eine kürzere Dauer (eben den Aktionszeitraum) als fixiert gilt und dafür der Rahmen der Änderungen nochmals erheblich enger ist als sonst. Es ist ein genauer und knapper kalkuliertes Angebot, aber dennoch meistens ein rein virtuelles: nur selten wird ein konkretes bereits irgendwo anfaßbares Musterhaus als Aktionsangebot aufgelegt, und es sind auch nur selten bereits in mehreren Exemplaren "im Feld stehende" Bestseller-Modelle. Sondern ganz im Gegenteil wird hier ein an sich häufig verkauftes Modell in einer neuen Variante aufgelegt, z.B. erstmalig in einem neuen Standard (EH40, QNG, passiv, dachbegrünt oder dergleichen). Also ein Serienmodell, aber einer in ggf. mehreren entscheidenden Details noch nicht erprobten Variante - ein Vorserienmodell des Golf IX gewissermaßen. Es kann aber auch ein x-beliebiger Schubladenentwurf sein, den man mal detailliert durchkalkuliert hat und den dann doch kaum jemand haben wollte, und nun hat man einfach einen neuen Preis drangeschrieben und versucht sein Glück am Markt damit weiter.

Wenn die Kunden mit Provisionsverrä... ääh Beratern wirklich gut bedient wären, gäbe es für uns unabhängige Berater keinen Markt.

Da Du bereits ein Grundstück hast, gehst Du den für Dich besten Schritt am besten damit, Dir dafür ein Haus nach Deinem Bedarf planen zu lassen. Ob Du keine ausgefallenen Ansprüche hast, tut dabei nichts zur Sache, jedes Grundstück bleibt individuell - selbst wenn man einen Katalogschuhkarton daraufstellt. Gehe zu einem freien Architekten, mandatiere ihn für das "Modul A" (siehe "Ein Hausbau-Fahrplan, auch für Sie: das Phasenmodell der HOAI!" 😉, und schaue Dich erst danach (in der > Weichenstellung während der > Teigruhe) nach Angeboten um, die Du wiederum von einem nicht provisionshonorierten Berater anpassen läßt. Was Du dann bekommen kannst, ist das tatsächlich beste Angebot für Deinen konkreten Bedarf (und Ähnlichkeiten mit Aktionsangeboten höchstens zufällig). In der Wirklichkeit wird Dich das rund 3k/qm kosten, bei 140/145 qm also entsprechend 420 bis 435k.
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