ᐅ 36er Ytong Außenmauer, Massivbauweise, Schimmelbildung, Dämmung
Erstellt am: 13.09.12 08:29
olali213.09.12 08:29
Hallo, wir haben für unser geplantes Einfamilienhaus nun ein Angebot von einem BU gekommen, was uns eigentlich gut gefallen hat.
Nun wurde uns (von einem Fertighausbauer) gesagt, dass man falls Massiv gebaut wird unbedingt auch eine Dämmung anbringen sollte, da sonst Schimmelproblem auftritt.
Was meint ihr? KfW-Werte sind hier zu vernachlässigen.
Nun wurde uns (von einem Fertighausbauer) gesagt, dass man falls Massiv gebaut wird unbedingt auch eine Dämmung anbringen sollte, da sonst Schimmelproblem auftritt.
Was meint ihr? KfW-Werte sind hier zu vernachlässigen.
€uro13.09.12 10:12
E.Curb schrieb:
.... Die Frage ist allerdings : Ist eine 36er AW aus Porenbeton wirklich massiv ? Dem kann ich nur zustimmen. Die div. "Krümelsteine" sind mitunter ein Witz.Bei den heutigen Anforderungen, ist "Gewaltenteilung" sinnvoll d.h., die zum Teil konkurrierenden Ansprüche jeweils einem "Spezialisten" zuweisen. Das endet im Idealfall bei einem zweischaligen Wandaufbau + massiver Verblendung.
Das wollen bzw. können sich Viele nicht leisten, da meist goldenen Türgriffen, Marmor im Bad oder einer Gaube der Vorzug gegeben wird
Nicht von ungefähr nimmt die Notwendigkeit Technischer Kälte bei sog. "Leichtbauweise" zu. Rechnet man hier die reale Energiebilanz, wird aus dem PH oder Kfw55 schnell mal ein simpler Energieeinsparverordnung Standard
v.g.
o.s.13.09.12 11:29
Hallo €uro
Gruß
Olaf
€uro schrieb:Kannst du das genauer begründen? WDVS aus Styropor krümelt mindestens genau so. Siehst du Unterschiede in der Stabilität zwischen Porenbeton, Hochlochziegeln und Ziegeln mit Perlite-oder Mineralwolle-Füllung?
(...) Die div. "Krümelsteine" sind mitunter ein Witz.
Bei den heutigen Anforderungen, ist "Gewaltenteilung" sinnvoll d.h., die zum Teil konkurrierenden Ansprüche jeweils einem "Spezialisten" zuweisen. Das endet im Idealfall bei einem zweischaligen Wandaufbau + massiver Verblendung. Das wollen bzw. können sich Viele nicht leisten, da meist goldenen Türgriffen, Marmor im Bad oder einer Gaube der Vorzug gegeben wirdDas wäre in unserem Fall mindestens 22.000 Euro mehr - repräsentative Handformverblender noch nicht mit eingerechnet. Das wollen oder können wir uns nicht leisten, auch ohne goldene Türgriffe nicht...
Nicht von ungefähr nimmt die Notwendigkeit Technischer Kälte bei sog. "Leichtbauweise" zu. Rechnet man hier die reale Energiebilanz, wird aus dem PH oder KfW55 schnell mal ein simpler Energieeinsparverordnung StandardNix nicht verstehen.
Gruß
Olaf
Bauexperte13.09.12 12:03
Hallo,
Es handelt sich um einen Hochwärmedämmenden Massivbaustoff, der aufgrund seiner geschlossen zelligen Porenstruktur sowohl statische als auch bauphysikalische Eigenschaften übernehmen kann – in der Regel ohne Zusatzmaßnahmen und Ergänzungsbaustoffe.
Schalldämmung:
Porenbeton relativiert den physikalischen Grundsatz „Je schwerer ein Bauteil, desto besser die Luftschalldämmung“. Denn Porenbeton hat durch seine Porenstruktur gewissermaßen eine innere Dämpfung. Auch die DIN 4109 berücksichtigt dies: Porenbetonwände mit einer flächenbezogenen Masse bis 250 kg/m2 erhalten einen Bonus von 2 dB. Neue Bauteilmessungen lassen sogar noch weitere Verbesserungen erkennen. Mit Wänden und Massivdächern aus Porenbeton können alle Außenlärmpegelbereiche schallschutztechnisch abgedeckt werden.
Nach Eignungsprüfung III für DIN 4109 werden bei zweischaligen Haustrennwänden aus Porenbeton mit je 17,5 cm PP4-0,6 und 50 mm Schalenabstand, vollflächig mit mineralischem Dämmstoff verfüllt, sogar die Anforderungen an den erhöhten Schallschutz erfüllt.
Quelle: meine HP
Freundliche Grüße
E.Curb schrieb:Da ist er wieder; ich schätze Deinen feinsinnigen Humor sehr
.... Die Frage ist allerdings : Ist eine 36er AW aus Porenbeton wirklich massiv ?
E.Curb schrieb:Porenbeton
Und bedenke, dass das Mauerwerk auch andere Eigenschaften besitzen muss --> Statik / Schallschutz. Also bei Auswahl des richtigen Baustoffs immer über den berühmten Tellerrand schauen
Es handelt sich um einen Hochwärmedämmenden Massivbaustoff, der aufgrund seiner geschlossen zelligen Porenstruktur sowohl statische als auch bauphysikalische Eigenschaften übernehmen kann – in der Regel ohne Zusatzmaßnahmen und Ergänzungsbaustoffe.
Schalldämmung:
Porenbeton relativiert den physikalischen Grundsatz „Je schwerer ein Bauteil, desto besser die Luftschalldämmung“. Denn Porenbeton hat durch seine Porenstruktur gewissermaßen eine innere Dämpfung. Auch die DIN 4109 berücksichtigt dies: Porenbetonwände mit einer flächenbezogenen Masse bis 250 kg/m2 erhalten einen Bonus von 2 dB. Neue Bauteilmessungen lassen sogar noch weitere Verbesserungen erkennen. Mit Wänden und Massivdächern aus Porenbeton können alle Außenlärmpegelbereiche schallschutztechnisch abgedeckt werden.
Nach Eignungsprüfung III für DIN 4109 werden bei zweischaligen Haustrennwänden aus Porenbeton mit je 17,5 cm PP4-0,6 und 50 mm Schalenabstand, vollflächig mit mineralischem Dämmstoff verfüllt, sogar die Anforderungen an den erhöhten Schallschutz erfüllt.
Quelle: meine HP
Freundliche Grüße
Bauexperte13.09.12 12:24
Hallo,
Wie mein feinsinniger Freund bereits festgestellt hat, spricht Nichts gegen einen monolithischen Wandaufbau. Allerdings gilt es auch hier zu beachten - die Häuser müssen lt. Energieeinsparverordnung recht dicht (imho zu dicht) gebaut werden. Du mußt Dir also die Frage beantworten, ob Du Zeit hast, Deine Räumlichkeiten entsprechend zu lüften; insbesondere im ersten Jahr nach Einzug. Auch wenn der Porenbeton geklebt wird, kommt doch durch den Estrich - und in der Folge durch die menschliche Atmung, viel Wasser ins Haus. Du solltest also zumindest mal über eine Lüftungsanlage nachdenken.
Bei monolithischer Bauweise - und wenn ein Partner dauerhaft zuhause ist - kannst Du (noch gerade) auf eine Lüftung verzichten. Packst Du Dein Haus zusätzlich in ein WDVS - würde ich allerdings die Steinstärke reduzieren, es sei denn, Du peilst KFW 55 an - hast Du diese Wahlmöglichkeit nicht mehr, denn dann ist Schimmel garantiert. So viel zur Aussage Deines Fertighausbauers
Freundliche Grüße
olali2 schrieb:Ich schätze diese "qualifizierten" Aussagen sehr Mittlerweile dürfte es sich hier herum gesprochen haben, dass ich kein Freund des Sondermülls bin; ergo kann meine Antwort auch Niemanden überraschen.
Nun wurde uns (von einem Fertighausbauer) gesagt, dass man falls Massiv gebaut wird unbedingt auch eine Dämmung anbringen sollte, da sonst Schimmelproblem auftritt.
Was meint ihr? KfW-Werte sind hier zu vernachlässigen.
Wie mein feinsinniger Freund bereits festgestellt hat, spricht Nichts gegen einen monolithischen Wandaufbau. Allerdings gilt es auch hier zu beachten - die Häuser müssen lt. Energieeinsparverordnung recht dicht (imho zu dicht) gebaut werden. Du mußt Dir also die Frage beantworten, ob Du Zeit hast, Deine Räumlichkeiten entsprechend zu lüften; insbesondere im ersten Jahr nach Einzug. Auch wenn der Porenbeton geklebt wird, kommt doch durch den Estrich - und in der Folge durch die menschliche Atmung, viel Wasser ins Haus. Du solltest also zumindest mal über eine Lüftungsanlage nachdenken.
Bei monolithischer Bauweise - und wenn ein Partner dauerhaft zuhause ist - kannst Du (noch gerade) auf eine Lüftung verzichten. Packst Du Dein Haus zusätzlich in ein WDVS - würde ich allerdings die Steinstärke reduzieren, es sei denn, Du peilst KFW 55 an - hast Du diese Wahlmöglichkeit nicht mehr, denn dann ist Schimmel garantiert. So viel zur Aussage Deines Fertighausbauers
Freundliche Grüße
Bauexperte13.09.12 12:26
Hallo,
Freundliche Grüße
o.s. schrieb:Das zum einen und zum anderen wird heute gerne ein WDVS verbaut, weil sich dann die Haarrisse durch normale Setzungen hinter dem Styrodur "verstecken"
... Allerdings fehlt eine zweite schützende Schicht, so dass die Rohbauer ordentlich arbeiten müssen, um Wärmebrücken zu vermeiden ...
Freundliche Grüße
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